{"id":1927,"date":"2020-03-24T19:04:30","date_gmt":"2020-03-24T18:04:30","guid":{"rendered":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=1927"},"modified":"2020-03-25T11:11:07","modified_gmt":"2020-03-25T10:11:07","slug":"vom-aberglauben-zur-wissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2020\/03\/24\/vom-aberglauben-zur-wissenschaft\/","title":{"rendered":"Vom Aberglauben zur Wissenschaft"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Von der Verwandlung des Totenkopfschw\u00e4rmers vom Todesboten zum Studienobjekt<\/h2>\n\n\n\n<p>Zeichen sind bedeutsam. Sie kennzeichnen den Inhalt, auf dem sie aufgebracht sind. Wir benutzen sie seit der Steinzeit in vielf\u00e4ltiger Weise. <\/p>\n\n\n\n<p>Viele Zeichen sind Symbole. Hinter ihnen stehen ganze Vorstellungswelten. Bis zur Aufkl\u00e4rung war eine dieser Vorstellungswelten die magische. Hinter den Dingen, wu\u00dfte man von Platon, verbargen sich die wahren Dinge. Was hier mit den Augen sehen, sei blo\u00dfe Erscheinung. Das Symbol aber steht f\u00fcr die wahre Natur dessen, was es symbolisiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"492\" height=\"631\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/aaa-1.png\" alt=\"\" data-id=\"1928\" class=\"wp-image-1928\" srcset=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/aaa-1.png 492w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/aaa-1-234x300.png 234w\" sizes=\"auto, (max-width: 492px) 100vw, 492px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"166\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/acherontia_atropos-10.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1929\" data-link=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/?attachment_id=1929\" class=\"wp-image-1929\"\/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"882\" height=\"911\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200320_200705-1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1935\" data-full-url=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200320_200705-1.jpg\" data-link=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/?attachment_id=1935\" class=\"wp-image-1935\" srcset=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200320_200705-1.jpg 882w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200320_200705-1-290x300.jpg 290w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20200320_200705-1-768x793.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 882px) 100vw, 882px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Kaiser Wilhelm als Totenkopf-Husar,  Totenkopf-Schw\u00e4rmer (Zeichnung 1845) und echter Falter (1996)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bis heute kennt unser Strafgesetzbuch Verbote, bestimmte Kennzeichen als Symbole zu benutzen. Dahinter steht die Hoffnung, mit den Symbolen k\u00f6nne man die hinter ihnen stehende Gedankenwelt verbieten. Eines dieser als verboten geltenden Symbole ist der Totenkopf in derjenigen graphischen Ausf\u00fchrung, die eine SS-Division gef\u00fchrt hatte. <\/p>\n\n\n\n<p>Die kaiserlichen Totenkopf-Husaren standen in der Tradition friderizianischer Husaren. Er symbolisierte Mut bis zum Letzten und Todesverachtung: der Tod diente als Troph\u00e4e &#8211; diente! Wenn sie anritten, sollten vielleicht auch Feinde denken, hier komme der Tod zu ihnen. Der Totenkopf war im 18. Jahrhundert ein sicheres Kennzeichen und Merkmal des personifizierten Todes. <\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn des 18. Jahrhunderts glaubten viele noch an Hexerei. In der Epoche zwischen 1600 und 1800 lebten aber bereits viele einzelne Gebildete, die empirisch forschten. Nach und nach wurde immer klarer, da\u00df es f\u00fcr &#8222;alles eine nat\u00fcrliche Ursache&#8220; gibt. Je mehr diese nat\u00fcrlichen Ursachen gefunden wurden, desto mehr zog sich der Aberglaube zur\u00fcck. Die allgemeine Neugier auf Au\u00dfergew\u00f6hnliches und Kurioses war gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">1720 Die Natur als Kuriosit\u00e4tenkabinett<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Eigentliche Abbildung   und glaubw\u00fcrdige Nachricht von einem sehr abentheuerlichen Vogel, welcher sich im Jahr 1719,  den 21. Dec. in der hochf\u00fcrstlichen Residenz Gotha  antreffen lassen, der curiosen Welt zu beliebiger  Betrachtung mitgetheilet Anno 1720.<\/strong><\/p><p>Hochgeneigter Leser!<\/p><p>Man vexiret die Leute fast   j\u00e4hrlich mit Erzehlung von allerhand wunderbaren  Begebenheiten. Bald soll hier und da gantz gewi\u00df  Blut in Wasser, oder gar in den Speisen, gefunden  seyn. Das meiste von dergleichen Dingen verdienet    billig den meisten Glauben; und man thut klug,  wenn man so wohl einer artigen Erzehlung Beyfall  giebet, als auch denen leuten nicht gleich alles,  davon man doch keine zuverl\u00e4\u00dfige Nachricht hat, zu  wissen sich unterstehet.<\/p><p>Das letztere sonderlich ist  in gegenw\u00e4rtiger Abbildung eines abentheuerlichen  Vogels beobachtet worden, der hochgeneigte Leser  siehet hier denselben in seiner richtigen Gestalt,    und die gantze Begebenheit von ihm verh\u00e4lt sich    folgender Massen:<\/p><p>Nachdem man vom Gothaischen  B\u00fcrgermeister Herrn Wallich<a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/falter\/sphingidae\/acherontia_atropos.htm#_ftn1\">[1]<\/a> erfahren, da\u00df   selbiger bettl\u00e4gerig worden, auch gemuthmasset,    als ob er wohl schwerlich mit dem Leben davon    kommen m\u00f6chte; welches auch nochmals der Ausgang    nicht anders gewiesen: so trug es sich zu, da\u00df in    des dasigen Herrn Rath Weitzens<a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/falter\/sphingidae\/acherontia_atropos.htm#_ftn2\">[2]<\/a>    Schlaff-Zimmer die Nacht zuvor, ehe besagter    B\u00fcrgermeister Wallich verstorben, ein sonderlicher    Vogel herum zu fliegen anfieng, so gar, da\u00df er  auch das gew\u00f6hnlicher massen brennende Nacht-Licht  mit seinem Flattern ausl\u00f6schete. Es wurde solches    wiederum angez\u00fcndet, aber wiederum noch etliche    mal von diesem Vogel ausgel\u00f6schet, bi\u00df er endlich    zu Boden geschmissen und den Morgen darauf  gefunden worden.<\/p><p>Herr Rath Weitz hatte kurtz    zuvor in eben dieser Nacht einen Traum gehabt, da    ihm vorgekommen, als ob ein fremder und gantz   seltzamer Vogel in sein Schlaff-Gemach geflogen    k\u00e4me, und ihm das Nacht-Licht ausl\u00f6schete.<\/p><p>Nebst dem kam auch gedachten    Herrn Weitzen tr\u00e4umend vor, wie man ihm die    gewisse Nachricht von des B\u00fcrgermeister Wallichs  Tod hinterbr\u00e4chte, welche ihm auch des andern  Tages in der That angesaget worden.<\/p><p>Den Vogel nun betreffend, so  hat man denselben, als man ihn fr\u00fche gefunden, mit    nicht geringer Verwunderung, da er noch etwas    gelebet, betrachtet, und seine Gestalt gantz    fremde und ausserordentlich befunden.<\/p><p>Er praesentirete mit seinen    zusammen gethanen Fl\u00fcgeln und F\u00fcssen eine    vollkommene Todten-Baare. Oben am Kopffe hatte er    einen so naturellen Todten-Kopff, da\u00df ihn    schwerlich ein Mahler netter bilden d\u00fcrffte, vor  dem Kopffe streckte er ein gelbes und forn  gekr\u00fcmtes Horn von sich, in der Gr\u00f6\u00dfe war er, wie    ein Sperber, davor man ihn auch im Fliegen    gehalten, doch hatte er weder am Leibe, noch an    den Fl\u00fcgeln, Federn, sondern diese letztern waren    etwa wie Flo\u00df-Federn, an den Fischen befindlich,    nebst dem Schwanze, \u00fcber dem er ein weisses   Creutze, wie auf einem Todten-Sarge, zeigete, von   einer subtilen Haut oder Felle, und zum Fliegen    sehr wohl geschickt. Weil dieses Thiergen    allerdings bey iederman viele Verwunderung und    Nachdencken verursachte; so wurde er nach Hofe  gebracht, von dem Hof-Mahler Wolffen accurat  abgemahlet, der C\u00f6rper aber sodann in die  Hochf\u00fcrstliche Kunst-Kammer aufgehoben.<\/p><p>Einige muthmassen, da\u00df dieser  Vogel ein Bastart von einer Eule oder Fledermau\u00df   sey.<\/p><p>Eine Eule aber ist, der alten    Tradition nach, ein avis fexalis, ein dem Tod,    Pest und ander Ungl\u00fcck, mit ihrer Gegenwart und    ihrem Geheule ank\u00fcndigende Bestie: Ignavus bubo,    dirum mortalibus omen. [\u2026]<\/p><p>Hier hat der hochgeneigte    Leser alles, was wir von diesem curieusen Vogel zu  sagen wissen, unser Urtheil und Reflexions dar\u00fcber    zu er\u00f6ffnen ist unvonn\u00f6then, ein ieder hat die    Erlaubni\u00df davon zu gedencken, was ihm beliebet.<\/p><cite> Johann Kanold, Sammlung von Natur und Medicin-    wie auch hierzu geh\u00f6rigen Kunst- und    Literatur-Geschichten so sich von 1717-26 in Schlesien    und andern Orten begeben und als der zehende Versuch    ans Licht gestellet (Breslauische Sammlungen), Leipzig    1721, S.720-725. <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/falter\/sphingidae\/acherontia_atropos-3.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption> Abbildung des Totenkopfschw\u00e4rmers von 1719 durch    Hofmaler Wolff in Gotha <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">1720 Die Natur als Kunstobjekt<\/h2>\n\n\n\n<p> Kein Wunder, da\u00df man in  Gotha und Schlesien noch sehr \u00fcberrascht war \u00fcber den    fremden Nachtfalter. Auch der Naturmaler  <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eleazar_Albin\">Eleazar Albin<\/a>  in England schrieb 1720, er habe von der Art noch bei  keinem Autor je gelesen.<br>   <br>Das  hielt in nicht davon ab, Raupe und Falter exakt zu  beschreiben und zu malen. Der Falter sei sehr selten.  Die Raupe lebe an Jasmin.<\/p>\n\n\n\n<p>Albin widmete jedes seiner Bilder einer bestimmten hochgestellten Pers\u00f6nlichkeit. Sie waren bei aller Pr\u00e4zision der Darstellung als Kleinkunstwerke gedacht.<br>   <br>Von  irgendwelchem Aberglauben war vom Kontinent nichts an  das Ohr des englischen Malers gedrungen. Er kannte  auch keinen eigenen Namen f\u00fcr Raupe oder Falter und  beschreibt anhand der Zeichnung keinen &#8222;Totenkopf&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/falter\/sphingidae\/acherontia_atropos-8.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption> Eleazar Albin, A natural    history of English Insects, London 1720 <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">1726<\/h2>\n\n\n\n<p>In Deutschland berichtete ein Dr. Bruckmann 1726   von einer &#8222;sch\u00f6nen, gro\u00dfen&#8220;, im August in Braunschweig  &#8222;observirten Jasmin-Raupe&#8220;.:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Sonsten haben wir noch bey dieser  Raupe angemercket, da\u00df sie erstens ungemein geschwinde ein    Blat mit starcken Knappern und Knuppern wegfressen k\u00f6nne,   viel geschwinder als ein Seiden-Wurm [er meint den  Seidenspinner Bombyx    mori].<\/p><cite> Johann Kanold, Sammlung von Natur und Medicin-    wie auch hierzu geh\u00f6rigen Kunst- und    Literatur-Geschichten so sich von 1717-26 in Schlesien    und andern Orten begeben und als der dreizehenter Versuch    ans Licht gestellet (Breslauische Sammlungen), Leipzig    1726, S.234 f. <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/falter\/sphingidae\/acherontia_atropos-7.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">1755 Naturbeobachtung als Abschied vom Aberglauben<\/h2>\n\n\n\n<p> Viel    weiter war man 1755. Der K\u00fcnstler    <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/August_Johann_R\u00f6sel_von_Rosenhof\">August Johann R\u00f6sel von    Rosenhof<\/a> gab fortlaufende &#8222;Insecten-Belustigungen&#8220; heraus.    Seine Darstellungen von Raupe und Falter sind \u00e4u\u00dferst  pr\u00e4zise. <\/p>\n\n\n\n<p>R\u00f6sel von Rosenhof machte die  eindrucksvolle Raupe des Schw\u00e4rmers noch als    &#8222;Jasmin-Raupe&#8220; bekannt. Jasmin ist f\u00fcr die Raupen nur ein    Notbehelf. In Preu\u00dfen begann erst 1738 der Kartoffelanbau   in gr\u00f6\u00dferem Stil. Seitdem werden die Raupen vor allem auf    den oberirdischen Kartoffelbl\u00e4ttern gefunden, kaum auf  Jasmin.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/falter\/sphingidae\/acherontia_atropos-4.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption> <br>   August Johann     <strong>R\u00f6sel von    Rosenhof<\/strong>, Insecten-Belustigungen, Teil 3, 1755 <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p> In ihrer nordafrikanischen   Heimat fressen die Raupen gern das Nachtschattengew\u00e4chs   Solanum incanum, einen Verwandten der urspr\u00fcnglich   amerikanischen Kartoffelpflanze.<br><br>R\u00f6sel von Rosenhof  beobachtete sehr genau. Er stellte ganz richtig einen    Zusammenhang her zu besonders warmen Jahren, <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;wann sich  n\u00e4mlich bey mehr als gew\u00f6hnlich warmer Fr\u00fchlings=Zeit ein  Papilion im Fliegen bis in unsere Gegend verirret und  seine Eyer auf das der Raupe sonst zur Nahrung dienende  Gew\u00e4chs leget.&#8220; Am 28. August wurde &#8222;wiederum eine andere  vor dem Thor im Sand kriechend gefunden, und verschiedene  G\u00e4rtner, denen dieselbe bey mir zu Gesichte gekommen,  haben mich berichtet, da\u00df sie etliche gesehen, die sie mit    F\u00fcssen zertretten; weil sie solche, ihrer Gr\u00f6sse wegen,  f\u00fcr die gef\u00e4hrlichsten Heck-M\u00fctter allen Geschmeisses  gehalten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/falter\/sphingidae\/acherontia_atropos-5.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Die  Furcht vor dem Tode, das t\u00f6richte Verlangen, sein    k\u00fcnftiges Schicksal zu wissen, die schlechte  Aufmerksamkeit, welche man auf die nat\u00fcrlichen Zuf\u00e4lle  insgeheim zu haben pflegt, machen, da\u00df der gr\u00f6\u00dfte Teil der  Menschheit gar viele Dinge f\u00fcr Vorboten eines gro\u00dfen  Unheils h\u00e4lt, vor welchen ein gesetztes und durch reifes  Nachdenken aufgeheitertes Gem\u00fct nicht im geringsten  erschrickt. Ist es denn also wohl Wunder, da\u00df auch der  Totenkopf von vielen nicht ohne Schrecken erblickt wird,  zumal da er bei seiner besonderen Zeichnung auch noch  einen Kl\u00e4glichen Ton von sich gibt, sich nur bei Nacht  sehen l\u00e4\u00dft und noch \u00fcberdies beim Fliegen ein ziemliches  Ger\u00e4usch macht.<br>Ist es dann also wohl Wunder, da\u00df auch  der jezt beschriebene Papilon von ihrer vielen nicht  sonder Schrecken erblicket wird, zumal da er bey seiner  besondern Zeichnung auch noch einen kl\u00e4glichen Thon  von sich giebet, sich nur bey der Nacht sehen l\u00e4sset, und  noch \u00fcber dieses im Fliegen edin ziemliches Ger\u00e4usche  machet?<br>Herr von Reaumur saget, es seien ihme Kl\u00f6ster  bekannt, woselbst alle die Nonnen eines Schlaf-Zimmers in  den gr\u00f6\u00dften Schrecken gesezet worden, weil ein solcher  Papilion in demselben herumgeflogen.<br>In Bretagne hat er  bey dem Volck zu verschiedenenmalen, wie eben derselbe  berichtet, viele Furcht erwecket; und weil er sich gerad    zu der Zeit in ziemlicher Menge gezeiget, da ansteckende  Krankckheiten grassirten, so mu\u00dfte er auch, bey den    Einwohnern der Provinz, ein Vorboth gef\u00e4hrlicher Seuchen    und des Todes selbsten heissen. <br>So geschwind aber der    P\u00f6bel in Franckreich auf dergleichen f\u00fcrchterliche    Gedancken verf\u00e4llet, so geschwind w\u00fcrde solches auch in    unserm Deutschland geschehen, wann sich etwann dieses  Insect einmal h\u00e4ufiger zeigen sollte.&#8220; <\/p><cite>R\u00f6sel von Rosenhof 1755<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">1779 Naturwissenschaft in der Aufkl\u00e4rung<\/h2>\n\n\n\n<p> Im 18. Jahrhundert gedieh die Aufkl\u00e4rung. Man legte in  wenigen Jahrzehnten den Weg vom Aberglauben zur  Wissenschaft zur\u00fcck. Vollendet wissenschaftlich in der  Methode arbeitet Eugenius Johann Christoph Esper. Er    versteht zwar noch den \u00fcberlieferten Aberglauben, Sein  Interesse gilt aber bereits der streng naturwissenschaftlichen Systematik. <\/p>\n\n\n\n<p>Sie k\u00f6nnen diese bei ESPER nachlesen. Uns interessiert hier seine Reflektion:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Was hat nicht vollends die d\u00fcstere  Farbe unseres gar nicht he\u00dflichen Zweyfalters f\u00fcr    Auslegungen zum Vorschein gebracht? Dessen besondere  Gr\u00f6sse, sein rauschender Flug, die ahndungsvollen Stunden,  in denen er sich vern\u00fcnftigen Gesch\u00f6pfen nur zeigen kann:  die Abendd\u00e4mmerung, die Gewohnheit, sogar in Zimmer zu    fliegen, wohin ihn, wie andere, angez\u00fcndete Lichter  locken; alles dies, sage ich, hat das Seinige beygetragen,  da\u00df er in jenen dunklen Zeiten (und vielleicht sind diese  noch nicht vor\u00fcber) Schrecknisse zu verbreiten vermochte.<\/p><p> Aberglaube, welcher \u00fcber die heiligsten und reinsten    Kenntnisse seine Macht verbreitet, ist im Reiche der    Insecten am meisten gesch\u00e4ftig gewesen. Es wurden die    Gesch\u00f6pfe dieser Art am sp\u00e4testen untersucht. Kaum ist es    ein Jahrhundert, wo man den irrigen Wahn des zuf\u00e4lligen    Entstehens derselben besiegt. Wie wenig sind diese    Aufkl\u00e4rungen noch allgemein worden, bis sie erst zur    Bekehrung des Volkes sich eine Bahn gemacht haben. [&#8230;]<\/p><p> Ist es daher befremdend, wenn der Sphinx atropos in    dem Reiche des Aberglaubens eine wichtige Rolle gespielt?    Er wurde nicht f\u00fcr ein Gesch\u00f6pf, nicht f\u00fcr ein    Meisterst\u00fcck der Allmacht gehalten. Er mu\u00dfte ein Bothe des    Schreckens werden, Furcht und Wehklagen verk\u00fcndigen,    Sterben unter Menschen und Vieh, sogar das Ableben der    Grossen der Erde, Pest und Seuchen anmelden unter den    Menschen.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/falter\/sphingidae\/acherontia_atropos-9.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption> <br>   <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eugen_Johann_Christoph_Esper\">   Esper<\/a>, Die Schmetterlinge in Abbildungen nach der    Natur<br>2. Teil Erlangen 1779 <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">1928 Poetische Verarbeitung<\/h2>\n\n\n\n<p> Die sch\u00f6nsten Ergebnisse zeigen sich oft, Wenn  Wissenschaft, Malkunst und Poesie Hand in Hand gehen. Zu  den sch\u00f6nsten Totenkopf-Bildern geh\u00f6ren die von  Kunstmalern angefertigten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Lyriker  <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_Schnack\">Friedrich Schnack<\/a> vereinte sichere Kenntnisse \u00fcber  Schmetterlinge mit tiefem Gef\u00fchl f\u00fcr die Phantasien, die  sich Menschen angesichts eines Totenkopfes einst hingaben.<br>In seinem Buch &#8222;Das Leben der Schmetterlinge&#8220; schreibt  er: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p> Er ist der letzte Zeuge aus einer versunkenen    antiken Nachtwelt. Mit seinem schrecklichen Wappen gemahnt    er den Menschen an den Tod, an die versunkene Unterwelt,    und er, der einzige unter den Faltern, der eine Stimme    hat, gibt T\u00f6ne von sich, die kein Mensch und sicherlich    auch kein Totenkopf versteht. Klagt er um die    Asphodeloswiesen, die vergilbt sind und gestorben, um die    selig-unselige Schattenwelt des Hades, als er dort sa\u00df als    ein furchterregendes Zeichen auf der Stirn eines    Unterweltrichters?<\/p><p>In Turin sah Leander in einem  Sarkophag einen Pharao aus einer fr\u00fchen Dynastie, dessen  Bemalung gut erhalten war. Auf seiner Brust war ein gro\u00dfer  Totenkopfschmetterling in Gold und Schwarz abgebildet. Mit  ausgebreiteten schwingen und d\u00fcsterem Siegel starrte der  Falter. Wovor sollte er das Herz des zweifellos gro\u00dfen  K\u00f6nigs sch\u00fctzen?<\/p><p>Gespenster gibt es, die sind   furchtbar. Vampire gibt es, wer sie sieht, dem gefriert  das Blut in den Adern. Tote gibt es, die mit allen Kr\u00e4ften  nach dem Leben gieren. Sollten alle diese abgeschreckt    werden von dem Totenkopf auf der Brust des Pharao? Ist er  es, der Totenkopfschmetterling, der die b\u00f6sen Geister  bannt? <\/p><cite>Friedrich Schnack, das Leben der Schmetterlinge, 1928<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/falter\/sphingidae\/acherontia_atropos-10.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/August_Assmann\">August Assmann<\/a>, Abbildung und Beschreibung der  Schmetterlinge Schlesiens<br>   Breslau 1845, 2. Teil <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>   <a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/falter\/sphingidae\/acherontia_atropos.htm#_ftnref1\">      [1]<\/a>    Johann Philipp Wallich, B\u00fcrgermeister von   1716-1720, siehe Johann Georg August  Galletti, Geschichte und Beschreibung des    Herzogthums Gotha, 2. Teil, 1779, S.244.    <\/p>\n\n\n\n<p>   <a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/falter\/sphingidae\/acherontia_atropos.htm#_ftnref2\">      [2]<\/a>    Jakob Friedrich Weitz, *3.8.1641,  gestorben   29.7.1723, Stadtphysikus, Rathsherr und  mehrfacher B\u00fcrgermeister.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lesen Sie zum Thema auch:<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-klaus-kunze\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"0BjXGLZjKQ\"><a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2020\/03\/20\/vom-morbiden-charme-des-todes\/\">Vom morbiden Charme des Todes<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Vom morbiden Charme des Todes&#8220; &#8212; Klaus Kunze\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2020\/03\/20\/vom-morbiden-charme-des-todes\/embed\/#?secret=a9qBnwHeQn#?secret=0BjXGLZjKQ\" data-secret=\"0BjXGLZjKQ\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Verwandlung des Totenkopfschw\u00e4rmers vom Todesboten zum Studienobjekt Zeichen sind bedeutsam. 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