{"id":4893,"date":"2022-09-03T20:52:46","date_gmt":"2022-09-03T18:52:46","guid":{"rendered":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=4893"},"modified":"2026-02-09T10:19:58","modified_gmt":"2026-02-09T09:19:58","slug":"sind-queere-wie-gott","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2022\/09\/03\/sind-queere-wie-gott\/","title":{"rendered":"Sind Queere wie Gott?"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ideologie oder Realit\u00e4t?<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit der Realit\u00e4t haben es Ideologen nicht so. Wenn sie sich nicht nach ihren fixen Ideen richtet: umso schlimmer f\u00fcr sie! In einer ber\u00fchmten Szene der Komiker Monty Python, besteht ein Mann darauf, auch Babys zu bekommen. Das Filmpublikum bog sich vor Lachen. Heute ist ihm das Lachen vergangen. Eine verquere linksextremistische Ideologie hat sich dutzende Geschlechter ausgedacht.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"552\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zuschneiden_5-1024x552.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4894\" srcset=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zuschneiden_5-1024x552.jpg 1024w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zuschneiden_5-300x162.jpg 300w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zuschneiden_5-768x414.jpg 768w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zuschneiden_5-900x485.jpg 900w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Zuschneiden_5.jpg 1252w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monty_Python\">Monty Python<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GryQiamGxpY\">Das Leben des Brian, Loretta-Szene<\/a>: \u201eAls Mann m\u00f6chte ich das Recht haben, Kinder zu geb\u00e4ren.\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>M\u00e4nner sollen nicht m\u00e4nnlich sein und Frauen nicht weiblich. Queere Genderisten kultivieren in ihren K\u00f6pfen eine ganz spezielle Art h\u00f6chstpers\u00f6nlicher \u201eRealit\u00e4t\u201c, die vielleicht geschultem Fachpersonal noch zug\u00e4nglich ist. M\u00e4nner, die sich f\u00fcr eine Katze halten, entwickeln gelegentlich manche Charakterz\u00fcge der fauchenden kleinen Biester, halten sie sich f\u00fcr Frauen, bevorzugen sie rosa Spitzenunterw\u00e4sche, und die sich f\u00fcr Napoleon halten, reagieren gereizt, wenn man sie nicht mit <em>Empereur <\/em>anspricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Jahrhunderten gibt es Leute, die sich ausschlie\u00dflich mit staubigen alten Schriften abgeben und am Ende nicht wissen, an welchem Ende bei einer Kuh vorne ist. Sie k\u00f6nnen h\u00f6chst belesen sein. In ihrer Vorstellung nehmen Romane und Traktate Wirklichkeit an. Wie manche Jungs nach n\u00e4chtelangem Computerspielen nicht mehr den Weg zur\u00fcck in die Wirklichkeit finden, verirrten sie sich in fr\u00fcheren Zeiten in Phantasiewelten wie denen von Karl May oder des Science-Fiction-Helden Perry Rhodan. Es kommt immer darauf an, den Ausgang aus seiner Phantasiewelt noch finden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erzvater der Queeren<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer ihn nicht mehr gefunden hat, war der Italiener <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Giovanni_Pico_della_Mirandola\">Pico della Mirandola<\/a>, geboren 1463. Er ist der Erzvater der queeren Bewegung. Freilich wissen beide nichts voneinander: Er wurde 1494 mit Arsen vergiftet, und seine modernen Epigonen sind nicht belesen genug, von ihm zu wissen. Pico lernte schon als Kind Latein und andere Sprachen und kannte mit 20 alle Klassiker der Antike. Er war in der Bibel zuhause wie im Homer und im Platon. Er geh\u00f6rte zu jenen Gebildeten \u201eim D\u00e4mmer der Studierstube, die im B\u00fccher\u00adstaub der Scho\u00adlastik aufgewachsen sind und einsam ihren Spekulatio\u00adnen nachh\u00e4n\u00adgen.&#8220;<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Dort fand er, da\u00df wir Menschen eigentlich G\u00f6tter sind. Oder es jedenfalls sein k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/4\/4e\/Pico1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"781\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Pico1-781x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4896\" style=\"width:586px;height:768px\" srcset=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Pico1-781x1024.jpg 781w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Pico1-229x300.jpg 229w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Pico1-768x1007.jpg 768w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Pico1-1172x1536.jpg 1172w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Pico1-900x1180.jpg 900w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Pico1-1280x1678.jpg 1280w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Pico1.jpg 1447w\" sizes=\"auto, (max-width: 781px) 100vw, 781px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Giovanni Pico della Mirandola (1463-1494), Wikipedia, gemeinfrei<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>So weltfremd war der junge Mirandola nicht, da\u00df er nicht gewu\u00dft h\u00e4tte, da\u00df man auch, \u201egelockt von den Verf\u00fchrungen der Wollust, als Sklave seiner Sinne lebt.\u201c Wer so lebt, \u201eist nur ein Tier kein Mensch.\u201c<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Doch wir k\u00f6nnen auch anders:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wir sind geboren worden unter der Bedingung, da\u00df wir das sein sollen, was wir sein wollen. Darum mu\u00df unsere Sorge vornehmlich darauf gerichtet sein, da\u00df man uns jedenfalls nicht nachsagen kann, wir h\u00e4tten, als wir im Ansehen standen, keinen Verstand gezeigt, dem Vieh und vernunftlosen Tieren \u00e4hnlich. Vielmehr soll jener Ausspruch des Propheten Asaph f\u00fcr uns gelten: \u201aG\u00f6tter seid ihr und S\u00f6hne des H\u00f6chsten alle\u2018<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a>, damit wir nicht den freien Willen, den er uns verliehen hat, mi\u00dfbrauchen und ihn gebrauchen statt zu unserem Heil, zu unserem Schaden.<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<cite>Pico della Mirandola, De dignitate hominis, 1496, S.13.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>\u201cG\u00f6tter seid ihr und S\u00f6hne des H\u00f6chsten alle\u201c? Welch revolution\u00e4rer Satz! Diese Attribute waren bislang Jesus vorbehalten, Gottes Sohn.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir sind geboren worden unter der Bedingung, da\u00df wir das sein sollen, was wir sein wollen?\u201c Diese Behauptung beendete schlagartig das Mittelalter. In Demut hatte man sich ehedem ge\u00fcbt. Das Diesseits hatte als Jammertal gegolten, in dem wir <em>in miseria<\/em> leben, im Elend. Wir sollten sein, was wir wollen, war eine epochale geistige Z\u00e4sur, die Europa nachhaltig vom Rest der Welt schied. Sie wies uns den Weg aus engstirnigem Dogmatismus, ebnete aber zugleich eine breite Stra\u00dfe zur modernen Hybris der Queerk\u00f6pfe.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6ren wir uns einmal die Kerns\u00e4tze Mirandolas mit den Ohren einer Lesbe an, die viel lieber ein Mann w\u00e4re. Sie wird frohlocken, wenn Mirandola Gott in den Mund legt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Keinen bestimmten Platz habe ich dir zugewiesen, auch keine bestimmte \u00e4u\u00dfere Erscheinung, und auch nicht irgendeine besondere Gabe habe ich dir verliehen, Adam, damit du den Platz, das Aussehen und alle die Gaben, die du dir selber w\u00fcnschst, nach deinem eigenen Willen und Entschlu\u00df erhalten und besitzen kannst. Die fest umrissene Natur der \u00fcbrigen Gesch\u00f6pfe entfaltet sich nur innerhalb der von mir vorgeschriebenen Gesetze. Du wirst von allen Einschr\u00e4nkungen frei nach deinem eigenen freien Willen, dem ich dich\u00a0 \u00fcberlassen habe, dir selbst deine Natur bestimmen. In die Mitte der Welt habe ich dich gestellt, damit du von da aus bequemer alles ringsum betrachten kannst, was es auf der Welt gibt. Weder als einen Himmlischen noch als einen Irdischen habe ich dich geschaffen und weder sterblich noch unsterblich dich gemacht, damit du wie ein Former und Bildner deiner selbst nach eigenem Belieben und aus eigener Macht zu der Gestalt dich ausbilden kannst, die du bevorzugst. Du kannst nach unten hin ins Tierische entarten, du kannst aus eigenem Willen wiedergeboren werden nach oben in das G\u00f6ttliche.<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<cite>Pico della Mirandola, S.9.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Was sich nach einem Freibrief anh\u00f6rt, war allerdings nur moralisch so gemeint. Mirandola sieht den Menschen in der Mitte der Welt: Der Anthropozentrismus trat seinen Siegeszug an. Man bedankte sich artig bei seinem Sch\u00f6pfer, den man aber k\u00fcnftig hienieden nicht mehr funktional ben\u00f6tigte. Da oben durfte er noch walten, was uns nichts weiter angeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn Mirandola die nach oben und unten offene moralische Natur des Menschen meinte und nicht etwa glaubte, er k\u00f6nne sich frei nach Laune mal eben zur Katze machen, f\u00fchren seine Gedanken unweigerlich zur Schlu\u00dffolgerung: Wir d\u00fcrfen alles. Wir d\u00fcrfen uns nicht nur moralisch, sondern auch k\u00f6rperlich selbst definieren und gegebenenfalls umformen. Es ist dann kein prinzipieller Unterschied mehr, ob einer sich kastriert und k\u00fcnftig rosa Spitzen tr\u00e4gt oder ob wir uns nach Kolonisierung eines fernen Wasserplaneten durch Genmanipulation Kiemen und Flossen wachsen lassen. Wir d\u00fcrfen alles. Lesen sie das \u201eAdam\u201c-Zitat ruhig noch einmal. Es sind atemberaubende S\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Geburt der Menschenw\u00fcrde<\/h2>\n\n\n\n<p>Das fanden auch der Papst und die Inquisition und waren nicht erbaut von Mirandolas Ansichten. \u00dcber die Menschenw\u00fcrde? So hie\u00df die 1496 erschienene Schrift. Man stutzte. Menschenw\u00fcrde? Kam nicht Gott in der H\u00f6he allein das Attribut der W\u00fcrde zu? Den ehemaligen Bundesverfassungsrichter <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Udo_Di_Fabio\">Di Fabio <\/a>wundert das nicht:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.google.com\/advanced_search\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDer moderne Ursprung dieser radikalen Idee liegt auf der Hand. Der Humanismus, repr\u00e4sentativ verewigt durch die kleine Schrift <em>Pico della Mirandolas<\/em> \u00fcber die W\u00fcrde des Menschen, beginnt die Konstruktion seines Ideengeb\u00e4udes mit einer im Grunde nur notd\u00fcrftig kaschierten Gottesl\u00e4sterung. Die biblische Offenbarung, wonach jeder einzelne Mensch ein Ebenbild Gottes sei, wird von seinen transzendenten theologischen Wurzeln und den praktischen Demutsermahnungen getrennt. Die jeweils einzelne Gottesebenbildlichkeit wird zur Identit\u00e4t des Menschseins schlechthin gemacht, wenn jeder Mensch auf Erden in den Rang eines gottgleichen Sch\u00f6pfers erhoben wird: ungebunden, souver\u00e4n und und jeder als Sch\u00f6pfer seines Schicksals, im Range gleich.\u201c<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<cite>Udo Di Fabio, Die Kultur der Freiheit, 2005, S.98.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"739\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Udo_Di_Fabio_Frankfurter_Buchmesse_2018-1024x739.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4897\" style=\"width:512px;height:370px\" srcset=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Udo_Di_Fabio_Frankfurter_Buchmesse_2018-1024x739.jpg 1024w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Udo_Di_Fabio_Frankfurter_Buchmesse_2018-300x217.jpg 300w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Udo_Di_Fabio_Frankfurter_Buchmesse_2018-768x554.jpg 768w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Udo_Di_Fabio_Frankfurter_Buchmesse_2018-1536x1109.jpg 1536w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Udo_Di_Fabio_Frankfurter_Buchmesse_2018-2048x1478.jpg 2048w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Udo_Di_Fabio_Frankfurter_Buchmesse_2018-900x650.jpg 900w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Udo_Di_Fabio_Frankfurter_Buchmesse_2018-1280x924.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Verfassungsrechtler Udo Di Fabio, 2018 auf der Frankfurter Buchmesse (<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Udo_Di_Fabio_Frankfurter_Buchmesse_2018.jpg\">Foto: Heike Huslage-Koch, Wikipedia, gemeinfrei<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der Mann kennt sich aus, schrieb doch das Bundesverfassungsgericht schon 1977:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDer Staatsgewalt ist in allen ihren Erscheinungsformen die Verpflichtung auferlegt, die W\u00fcrde des Menschen zu achten und sie zu sch\u00fctzen. Dem liegt die Vorstellung vom Menschen als einem geistig-sittlichen Wesen zugrunde, das darauf angelegt ist, in Freiheit sich selbst zu bestimmen und sich zu entfalten.\u201c<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<cite>BVerfG, Urteil vom 21. Juni 1977&nbsp;\u2013 1 BvL 14\/76&nbsp;-, BVerfGE 45, 187-271, Rn. 144 &#8211; 145<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Von Rechts wegen, also nach unserer Verfassungsdogmatik, kann kein Mensch seine Menschenw\u00fcrde durch w\u00fcrdeloses Verhalten einb\u00fc\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die unverlierbare W\u00fcrde des Menschen als Person besteht hiernach darin, da\u00df er stets als selbstverantwortliche Pers\u00f6nlichkeit anerkannt bleibt.<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<cite>BVerfG, Urteil vom 26. Februar 2020&nbsp;\u2013 2 BvR 2347\/15&nbsp;\u2013, BVerfGE 153, 182-310, Rn. 206.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Idee, jeder Mensch habe eine \u201eunverlierbare\u201c W\u00fcrde, geht zwar auf Mirandola zur\u00fcck. Dieser freilich hatte sie keineswegs f\u00fcr unverlierbar gehalten und betont, zwischen gottgleicher W\u00fcrde und tierischen Schweineigeleien h\u00e4tten wir jederzeit die freie Wahl. Wir m\u00fc\u00dften uns die W\u00fcrde erst erwerben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die verfassungsrechtliche Wundert\u00fcte<\/h2>\n\n\n\n<p>Um von Mirandolas Ideen zur Ansicht unserer Verfassungsrichter zu kommen, aus der Menschenw\u00fcrde folge das Recht, jederzeit sein Geschlecht zu \u00e4ndern (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GryQiamGxpY\">\u201eAber du hast doch gar keine Mumu, Loretta!\u201c &#8211; \u201eAber ich will das Recht haben, Kinder zu kriegen!\u201c<\/a>), lag ein weiter Weg. Unsere Verfassungsrichter haben die an sich banale Einsicht, da\u00df wir uns frei entscheiden k\u00f6nnen, zu einer Fundamentalnorm unserer Verfassung aufgeblasen. \u201eDie W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar\u201c, befiehlt das Grundgesetz. Wer auf einen Staat Wert legt, der ihn nicht foltern darf, kann dem nur zustimmen. Das Gesetz ist gut so.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit so raffinierten Spitzfindigkeiten, da\u00df selbst Jesuiten vor Neid erblassen w\u00fcrden, haben unsere Verfassungsrichter aber, Jahrzehnt f\u00fcr Jahrzehnt, eine umfangreiche Kasuistik (Fallrechtsprechung) daraus gemacht und diese bis in die H\u00f6hen der Theologie hinaufkonstruiert. Darf man abtreiben? Darf man klonen? Darf ein von Terroristen gekapertes Flugzeit aus dem Anflug auf ein Fu\u00dfballstadion abgeschossen werden? Wie viele Geschlechter gibt es? Ist ein Feind der Menschenw\u00fcrde, wer f\u00fcr den Erhalt des ethnischen deutschen Volkes eintritt?<\/p>\n\n\n\n<p>Unser h\u00f6chstes Gericht wei\u00df immer Rat. Es steckt moralische \u201eWerte\u201c, in den Zylinder der Menschenw\u00fcrde hinein und holt sie wie ein Kaninchen als Gebot der Menschenw\u00fcrde wieder aus ihm hervor. Oft sind es die gerade gesellschaftspolitisch und nicht zuletzt parteipolitisch erw\u00fcnschten Kaninchen, die hier hervorgezaubert werden. Das f\u00e4llt umso leichter, wenn der Verfassungstext als Richtschnur vergessen und durch \u201enaturrechtliche\u201c Erw\u00e4gungen ersetzt wird. Das sind Rechtsprinzipien, die nicht in unseren Gesetzen stehen und angeblich unmittelbar \u201eaus der Natur des Menschen\u201c folgen. Historisch betrachtet waren sie immer s\u00e4kularisierte theologische Postulate. Die Verfassungsv\u00e4ter hatten das nicht gewollt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die im Parlamentarischen Rat verbreitete Ansicht, das Grundgesetz \u00fcbernehme mit der Menschenw\u00fcrdeklausel \u00a0&#8218;deklaratorisch&#8216; einen Staat und Verfassung vorgeordneten Anspruch ins positive Recht, hat aber immer noch beachtliche Suggestivkraft und wirkt auch in metaphysischen Interpretationsans\u00e4tzen fort. Das z\u00e4he Festhalten am \u00fcberpositiven Charakter der Menschenw\u00fcrdegarantie und deren Deutung als verfassungsrechtliche Einbruchstelle f\u00fcr naturrechtliche Vorstellungen in Teilen der deutschen Staatsrechtslehre mu\u00df \u00fcberraschen. Denn schon im Parlamentarischen Rat vermochte sich der ausdr\u00fcckliche Bezug zu den naturrechtlichen Grundlagen der Menschenw\u00fcrde nicht durchzusetzen. Bestimmend daf\u00fcr war die Skepsis gegen\u00fcber einem von subjektiven Wertvorstellungen geleiteten Naturrechtsverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Matthias_Herdegen\">Matthias Herdegen<\/a>, in: Maunz-D\u00fcrig-Herzog, Kommentar zum Grundgesetz, Lieferung 44, 2005, Kommentar zu Art. 1 I GG, Rdn.17.<a id=\"_ftnref9\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Heute sind viele Behauptungen des Bundesverfassungsgerichts, warum dies oder das gegen die Menschenw\u00fcrde versto\u00dfen sollen, nur noch theologisch nachvollziebar. Im positiven, also dem geschriebenen Gesetzesrecht finden wir keine Hinweise darauf, die Menschenw\u00fcrde gebiete, da\u00df M\u00e4nner als Frauen gelten d\u00fcrfen, da\u00df man ein Terroristenflugzeug im Anflug auf ein volles Stadion nicht abschie\u00dfen darf oder da\u00df man nicht f\u00fcr den ethnischen Erhalt seines eigenen Volkes eintreten d\u00fcrfe. Es gibt keine \u201evorstaatlichen\u201c Normen, die uns das so vorschreiben.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Seither haben die Streiter f\u00fcr \u00fcberpositive Deutungsmuster kein neues Argument f\u00fcr eine objektive Normativit\u00e4t im vor- oder \u00fcberpositiven Raum formuliert. Das gilt erst recht f\u00fcr die ins Religi\u00f6se gehende Aufforderung, die Menschenw\u00fcrde d\u00fcrfe auch im Rahmen verfassungsrechtlicher Betrachtung nicht allein staatlicher Exegese \u00fcberantwortet werden. Zu Forderungen dieser Qualit\u00e4t hat schon Theodor Heuss im Parlamentarischen Rat das N\u00f6tige gesagt. Sie befrachten das Verfassungsrecht mit Aufgaben der Theologie. F\u00fcr die staatsrechtliche Betrachtung sind demnach allein die (unantastbare) Verankerung im Verfassungstext und die Exegese der Menschenw\u00fcrde als Begriff des positiven Rechts ma\u00dfgeblich. Wer dies bestreitet, kann nur das Hohepriestertum seiner pers\u00f6nlichen Ethik und deren \u00dcberzeugungskraft in der Gemeinschaft der W\u00fcrdeinterpreten setzen.<\/p>\n<cite>Matthias Herdegen, in: Maunz-D\u00fcrig-Herzog, Kommentar zum Grundgesetz, Lieferung 44, 2005, Kommentar zu Art. 1 I GG, Rdn.17.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Hypertrophie der Menschenw\u00fcrde in der Rechtsprechung unseres Verfassungsgerichts l\u00e4\u00dft die Grenzen zwischen einem s\u00e4kularen Rechtsstaat und einem Religionsstaat zuweilen verschwimmen. Die neue Religion verehrt den Menschen an sich, so wie die fr\u00fchere Gott verehrt hatte. Sie bildet zugleich ein Machtinstrument in den H\u00e4nden derer, die sich als Orakel der Menschenw\u00fcrde, als Hohepriester des Gutmenschentums und zugleich als Herrscher und Vollstrecker seiner Konsequenzen auff\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt einen allzeit g\u00fcltigen, notwendigen Zusammenhang von Schutz und Gehorsam. Wir sind gesetzestreu, weil das Gesetz und sch\u00fctzt. Wir sind staatstreu, weil unser Staat uns besch\u00fctzt. Wer dieses Wir jeweils ist, entscheidet sich in einem demokratischen Land durch Mehrheit. F\u00fcr die Akzeptanz unseres politischen Systems k\u00f6nnte es sich verheerend auswirken, wenn eine Mehrheit nicht mehr den Eindruck hat, es sei \u201eunser\u201c System und sch\u00fctze das deutsche Volk. Indem unser Verfassungsgericht treue Demokraten und Verfassungsfreunde ausgrenzt und zu Verfassungsfeinden erkl\u00e4rt, weil sie den ethnischen Bestand unseres Volkes w\u00fcnschen, und wenn sie eben dieses Urteil mit der Menschenw\u00fcrde aller derer begr\u00fcnden, die auch hier herkommen wollen, gef\u00e4hrdet es unsere freiheitliche demokratische Grundordnung und unterminiert unseren Staat.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir ben\u00f6tigen, was wir seit Gr\u00fcndung der Bundesrepublik hatten: einen Staat unseres Volkes und keinen Gesinnungsstaat.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Samuel_von_Pufendorf\">Samuel von Pufendorf<\/a>, De statu Imperii Germanici, 1667, Die Verfassung des Deutschen Reiches, Hrg.Horst Denzer, Frankfurt\/M.1994, S.249.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Mirandola, De hominis dignitate, S.11.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Bibel, Psalm 86, Vers 6 (Anm. d. Verf.)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Mirandola, S.13.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Mirandola, S.9.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> Di Fabio a.a.O., S.98.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> BVerfG, Urteil vom 21. Juni 1977&nbsp;\u2013 1 BvL 14\/76&nbsp;\u2013, BVerfGE 45, 187-271, Rn. 144 &#8211; 145.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> BVerfG, Urteil vom 26. Februar 2020&nbsp;\u2013 2 BvR 2347\/15&nbsp;\u2013, BVerfGE 153, 182-310, Rn. 206.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Matthias Herdegen, in: Maunz-D\u00fcrig-Herzog, Kommentar zum Grundgesetz, Lieferung 44, 2005, Kommentar zu Art. 1 I GG, Rdn.17<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Matthias Herdegen, in: Maunz-D\u00fcrig-Herzog, Kommentar zum Grundgesetz, Lieferung 44, 2005, Kommentar zu Art. 1 I GG, Rdn.17<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ideologie oder Realit\u00e4t? Mit der Realit\u00e4t haben es Ideologen nicht so. Wenn sie sich nicht nach ihren fixen Ideen richtet: umso schlimmer f\u00fcr sie! In einer ber\u00fchmten Szene der Komiker Monty Python, besteht ein Mann darauf, auch Babys zu bekommen. Das Filmpublikum bog sich vor Lachen. Heute ist ihm das Lachen vergangen. 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