{"id":5746,"date":"2023-06-02T23:07:36","date_gmt":"2023-06-02T21:07:36","guid":{"rendered":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=5746"},"modified":"2025-07-11T13:25:50","modified_gmt":"2025-07-11T11:25:50","slug":"wir-froehlichen-heiden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2023\/06\/02\/wir-froehlichen-heiden\/","title":{"rendered":"Wir fr\u00f6hlichen Heiden"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Altmeister der franz\u00f6sischen Neuen Rechten hat wieder publiziert.<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eHeide sein\u201c \u2013 das neue Buch von Alain de Benoist, dem Altmeister der franz\u00f6sischen Neuen Rechten. Das mit Spannung erwartete Werk erf\u00fcllt alle W\u00fcnsche an ein hochpolitisches und zugleich gelehrtes Werk. Benoist zeigt wieder einmal geistesgeschichtliche Zusammenh\u00e4nge auf, die vieles Altbekannte miteinander sinnvoll verkn\u00fcpfen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/lindenbaum-verlag.de\/produkt\/alain-de-benoist-heide-sein\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"409\" height=\"562\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Zuschneiden_3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5750\" srcset=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Zuschneiden_3.jpg 409w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Zuschneiden_3-218x300.jpg 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 409px) 100vw, 409px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Alain de Benoist, Heide sein. Die europ\u00e4ische Glaubensalternative<br>\u00a9 2023 by Lindenbaum Verlag GmbH, Beltheim-Schnellbach<br>Aus dem Franz\u00f6sischen von Patrick de Trevillert und Claude Michel<br>Erstauflage 1982 im Grabert Verlag<br>\u00dcberarbeitete u. erweiterte Neuauflage 2023 im Lindenbaum Verlag<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der Titel k\u00f6nnte aber auch falsche Erwartungen wecken. Benoist wirbt keine J\u00fcnger f\u00fcr altnordische Fruchtbarkeitsriten und ruft auch zu keinem Ragnar\u00f6k auf.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Man braucht nicht an Jupiter oder Wotan zu \u203aglauben\u2039 \u2013 was jedenfalls nicht t\u00f6richter ist, als an Jahwe zu glauben \u2013, um Heide zu sein. Heutzutage besteht das Heidentum nicht darin, Apoll Alt\u00e4re zu errichten oder den Odin-Kult wiederzuerwecken.<\/p>\n<cite>Alain de Benoist, Heide sein, S.23.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Sein Blickwinkel ist religionsgeschichtlich. Europas vorchristliche Religionen haben in unserer kollektiven Psyche tiefe Spuren hinterlassen, wurden aber 2000 Jahre lang \u00fcberlagert und fast ausgemerzt durch den vorderorientalischen Monotheismus. Auch wo der buchst\u00e4bliche Glaube an Gott oder G\u00f6tter l\u00e4ngst der Aufkl\u00e4rung gewichen ist, scheiden sich in den Tiefenstrukturen unseres Denkens \u201eHeiden\u201c von den J\u00fcngern eines \u201eeinen Gottes\u201c.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"687\" height=\"764\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2023_06_03_08_54_25S.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5760\" style=\"width:344px;height:382px\" srcset=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2023_06_03_08_54_25S.jpg 687w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2023_06_03_08_54_25S-270x300.jpg 270w\" sizes=\"auto, (max-width: 687px) 100vw, 687px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Friedrich Kluge, Etymologisches W\u00f6rterbuch der deutschen Sprache, 22.Aufl. 1989.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Viele moderne Philosophien und Ideologien sind von Metaphysik tief gepr\u00e4gt. Diese behauptet entweder ein vom Diesseits geschiedenes transzendentes Jenseits oder doch den Erscheinungen der Welt immanente Wirkkr\u00e4fte. Diese stellt sich Metaphysik per definitionem als nicht physikalisch vor, also als spirituell oder &#8222;heilig&#8220;. Alain de Benoist setzt der monotheistischen Jenseits-Metaphysik des Judenchristentums sein &#8222;Heidentum&#8220; entgegen: seine Metaphysik, seine<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>besondere Weltanschauung, die von vornherein allen ihren Teilen einen Sinn gibt. Unter diesem Gesichtspunkt k\u00f6nnen wir die Ansicht vertreten, da\u00df der Mensch die Welt durch seine Weltbetrachtung schafft, da\u00df die Seele sich einen K\u00f6rper zusammenbaut, da\u00df eine kollektive Weltanschauung eine Gesellschaft formt, indem sie sie in-formiert.<\/p>\n<cite>Alain de Benoist, Heide sein, S.198.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Im Kern vertritt Benoist eine pantheistische oder panpsychistische Metaphysik:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>W\u00e4hrend im j\u00fcdischchristlichen Monotheismus die Seele sich \u00bbvom Absoluten ontologisch unterscheidet, da\u00df sie von ihm geschaffen wird, und nicht von ihm ausgeht, da\u00df sie ein Teilchen der g\u00f6ttlichen Substanz ist\u00ab<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a>, ist die Seele in der Religion Europas g\u00f6ttlichen Wesens. Somit stehen Mensch und Gott in einer wechselseitigen Beziehung. Die Vereinigung des Menschen mit Gott, die Verk\u00f6rperung Gottes im Menschen, die Erh\u00f6hung des Menschen zur g\u00f6ttlichen Substanz sind in dieser Welt m\u00f6glich.<\/p>\n<cite>Alain de Benoist, Heide sein, S.221 f.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Benoist will den Menschen nicht, wie im j\u00fcdischchristlichen Monotheismus, zu einem s\u00fcndhaften Gesch\u00f6pf erniedrigt wissen, sondern als erh\u00f6ht verstehen im Sinne des Nietzsche&#8217;schen \u00dcbermenschen. Wenn aber das G\u00f6ttliche in jedem Menschen lebt und webt und uns inspiriert, \u00fcber uns selbst hinauszuwachsen, liest sich das zwar sehr h\u00fcbsch und erbaulich:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u00bbNichts ist im Himmel noch auf Erden, das nicht im Menschen sei. Der Gott, der im Himmel ist, der ist auch im Menschen. Denn wo ist der Himmel als im Menschen?\u00ab<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Angelus Silesius ebenfalls: \u00bbDer Himmel ist in dir. Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn f\u00fcr und f\u00fcr.\u00ab<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Giordano Bruno behauptet seinerseits, da\u00df die Seele sich \u00bbzum Himmel\u00ab hinaufschwingt, wenn sie sich \u00bbin ihrer eigenen Innerlichkeit erh\u00f6ht\u00ab, denn \u00bbGott steht ihr nahe, er ist bei ihr, in ihr, dem tiefsten ihrer selbst n\u00e4her, als sie selbst es sein&nbsp; kann, etwa als die Seele der Seelen, das Leben allen Lebens, das Wesen aller Wesen\u00ab.<\/p>\n<cite>Alain de Benoist, Heide sein, S.222 f.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Aber Gott als normgebende Instanz ist damit vollst\u00e4ndig beseitigt: Er waltet dann t\u00e4glich in jedem, aber gebietet und verbietet nichts und richtet am Schlu\u00df nichts. Er wird zur dichterischen Metapher ohne praktische Relevanz. Dieses Ergebnis ist von den Vertretern des Pantheismus gern in Kauf genommen, wenn nicht beabsichtigt. Damit verh\u00e4lt sich Benoists Heidentum tats\u00e4chlich antithetisch zum monotheistischen Judenchristentum und zum Islam. Wer Gott vollst\u00e4ndig im Weltlichen verortet, entpersonalisiert ihn, l\u00f6st ihn damit auf und macht ihn irrelevant.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Gott und Welt miteinander identisch sind, weil er in allem lebt, dr\u00e4ngt sich n\u00e4mlich die Frage auf, wozu er \u00fcberhaupt noch als semantische Figur ben\u00f6tigt wird. Indem man zugibt, da\u00df alle Vorstellungen von immanenter G\u00f6ttlichkeit nur in unseren K\u00f6pfen entstehen, werden sie praktisch bedeutungslos.&nbsp; Wir ben\u00f6tigen ihn nicht mehr, weil wir selbst wie G\u00f6tter werden:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der Mensch darf nicht danach trachten, Gott zu werden, sondern wie die G\u00f6tter zu werden. [&#8230;] Der Mensch verwirklicht sich selbst, das hei\u00dft, wenn er \u00fcber sich hinausw\u00e4chst.<\/p>\n<cite>Alain de Benoist, Heide sein, S.226.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vom Universalismus zum Totalitarismus<\/h2>\n\n\n\n<p>Benoists Analyse und Verwerfung des Monotheismus sind \u00fcberzeugender als die Verortung rechter Wertvorstellung in einem als metaphysisch gedachten Heidentum. Da\u00df jemand diese Wertvorstellungen als \u201ef\u00fcr mich richtig\u201c annimmt, weil sie seiner Pers\u00f6nlichkeit und ihren Bed\u00fcrfnissen entsprechen, erfordert keine Metaphysik. Man kann sich auch einfach so f\u00fcr ihre Geltung entscheiden. Eine tiefe Kluft scheidet metaphysisch denkende Rechte und Linke von nichtmetaphysisch denkenden Rechten, und Linken.<\/p>\n\n\n\n<p>Innerhalb der Metaphysiker wiederum scheiden sich die Geister erneut in Vertreter unerbittlich moralisierender Jenseitsg\u00f6tter wie Jahwe, Sohn &amp; hl. Geist hier, dort aber eine lachende<a id=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> oder auch z\u00fcrnende G\u00f6ttervielzahl. Auf der einen Seite glauben die Menschen an universelle Wahrheiten, an absolut geltende Wertma\u00dfst\u00e4be, an die vorstaatliche Geltung einer strengen Moral. Ihnen steht ein fr\u00f6hliches Heidentum derer gegen\u00fcber, denen es ganz gleichg\u00fcltig ist, welchen G\u00f6ttern man auf den Fidschis opfert, f\u00fcr die nicht die Weltordnung wankt, wenn Chinesen oder Perser einen \u201eKritiker\u201c einsperren, die aber ihr Eigenes, ihre Identit\u00e4t, strikt verteidigen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wer die Existenz einer jenseitigen Welt ablehnt, die Scheidung von Sein und Welt zur\u00fcckweist, eine Auffassung der G\u00f6ttlichkeit verwirft, die auf dem Begriff der alleinigen Wahrheit und demnach auf der Abwertung des Anderen gr\u00fcndet, der ist seit jeher bereit, alle G\u00f6tter anzuerkennen, selbst diejenigen, die ihm am meisten fremd sind, selbst diejenigen, die er niemals verehren wird, selbst diejenigen, die seiner Seele habhaft zu werden wagten. Der ist ebenfalls bereit, das Recht der Menschen zu verteidigen, sich in den G\u00f6ttern ihrer Wahl wiederzuerkennen \u2013 vorausgesetzt nat\u00fcrlich, da\u00df dieses Recht ihm auch gew\u00e4hrt wird.<\/p>\n<cite>Alain de Benoist, Heide sein, S.10.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die philosophischen Geister scheiden sich schon lange in Vertreter des ontologischen Dualismus (eines Diesseits versus Jenseits) und die Bef\u00fcrworter des ontologischen Monismus. Benoist ist Monist. Er zieht mit keinem Wort in Erw\u00e4gung, ob es G\u00f6tter tats\u00e4chlich gibt. Alle G\u00f6tter entspringen unserer Vorstellungswelt und menschlichen Erfahrungen, auch die Vorstellung eines gestaltlosen, abstrakten \u201eeinzigen Gottes\u201c, den sich W\u00fcstennomaden einst ausgedacht hatten; ihm entgegen gestaltete sich die G\u00f6tterwelt der Europ\u00e4er vielf\u00e4ltig, bunt und \u00fcppig wie unsere einheimische Natur. In ihr f\u00fchren die Menschen einen oft gef\u00e4hrdeten Existenzkampf. Zeige mir deinen Gott, und ich sage dir, wer du bist!<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der Mensch ist Sch\u00f6pfer der Natur, aber auch Sch\u00f6pfer von G\u00f6ttern. Er ist mit Gott verwandt, jedesmal, wenn er an die Grenzen des Besten und des St\u00e4rksten seiner selbst st\u00f6\u00dft. Mit dem \u2013 so h\u00e4ufig mi\u00dfverstandenen \u2013 Gedanken des \u00dcbermenschen griff Nietzsche unter einem besonderen Gesichtspunkt auf diese Ansicht zur\u00fcck. Sie fand in der modernen philosophischen Anthropologie (Gehlen, Portmann, Plessner) ihre wissenschaftliche Untermauerung in dem Gedanken des Menschen als Baumeister, als Erbauer seiner selbst.<\/p>\n<cite>Alain de Benoist, Heide sein, S.198.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Allerdings hatte schon der christliche Renaissancephilosoph Pico della Mirandola 1494 den Menschen zum Former und Sch\u00f6pfer seiner selbst erkl\u00e4rt.<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Er legte \u201eGott\u201c die Worte an Adam in den Mund:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Du wirst von allen Einschr\u00e4nkungen frei nach deinem eigenen freien Willen, dem ich dich \u00fcberlassen habe, dir selbst deine Natur bestimmen. In die Mitte der Welt habe ich dich gestellt, damit du von da aus bequemer alles ringsum betrachten kannst, was es auf der Welt gibt. Weder als einen Himmlischen noch als einen Irdischen habe ich dich geschaffen und weder sterblich noch unsterblich dich gemacht, damit du wie ein Former und Bildner deiner selbst nach eigenem Belieben und aus eigener Macht zu der Gestalt dich ausbilden kannst, die du bevorzugst. Du kannst nach unten hin ins Tierische entarten, du kannst aus eigenem Willen wiedergeboren werden nach oben in das G\u00f6ttliche.<\/p>\n<cite>Pico della Mirandola, De hominis dignitate 1494, S.9 (Reclam).<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Diese Uminterpretation der Sch\u00f6pfungsgeschichte hatte allerdings keinen p\u00e4pstlichen Segen gefunden. Benoist<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a> w\u00fcrde sie vielleicht unter \u201eheidnisch\u201c katalogisiert haben. Wir sehen darin, wie kompliziert die argumentativen Fronten der Geistesgeschichte oft verlaufen sind. Das Querdenken war eher die Regel als der Ausnahmefall.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunds\u00e4tzlichen hat Benoist jedenfalls v\u00f6llig Recht: Ideologische Weichen wurden schon vor Jahrtausenden durch die monotheistische Grundentscheidung ganz anders gestellt als in der polytheistischen Tradition Alteuropas. Ihrer religi\u00f6sen Form entkleidet pr\u00e4gen sie unsere modernen Ideologien, und zwar entlang der Trennungslinie zwischen altheidnischem und monotheistischem Denken.<\/p>\n\n\n\n<p>Erlie\u00dfe ein solit\u00e4rer Gott Verbote, m\u00fc\u00dften diese f\u00fcr alle Menschen gelten. Gibt es aber von Volk zu Volk verschiedengestaltige G\u00f6tter, m\u00f6gen auch unterschiedliche religi\u00f6se und ethische Regeln gleichberechtigt existieren k\u00f6nnen. Die Behauptung nur eines einzigen Gottes zieht unweigerlich religi\u00f6sen und moralischen Universalismus nach sich, der kein anderes Denken erlaubt: \u201eIch bin ein eifers\u00fcchtiger Gott!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Jahwe ist der Gott, der den Anderen ablehnt. Zun\u00e4chst stellt er sich \u00fcber alle anderen G\u00f6tter, dann h\u00e4lt er sie f\u00fcr nicht-existent. Der andere Gott existiert n\u00e4mlich nicht. Er wird wie ein Gott dargestellt, in Wirklichkeit ist er lediglich ein \u203aG\u00f6tze\u2039, ein falscher Gott, ein Gott ohne g\u00f6ttlichen Wert. Auf weltliche Ebene \u00fcbertragen, scheint dieser Denkproze\u00df s\u00e4mtliche Formen der Alterophobie (Angst vor dem anderen), s\u00e4mtliche Rassenideologien, s\u00e4mtliche Aussto\u00dfungen zu rechtfertigen. Vom Begriff des als Gottheit wertlosen Gottes geht man zu dem in seiner Menschlichkeit wertlosen Menschen \u00fcber und zu dem in seinem Lebenswert wertlosen Leben. Der Mensch wird mit dem anderen ebenso verfahren, wie Jahwe mit den anderen G\u00f6ttern verf\u00e4hrt. Im biblischen Monotheismus sind die anderen die eigentliche H\u00f6lle.<\/p>\n<cite>Benoist S.145 f.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die heidnische Denkstruktur<\/h2>\n\n\n\n<p>Benoist versteht sich dagegen als Heide. Damit meint er nicht, in heiligen Hainen Opfergaben darzubringen. Seine Denkstruktur ist es, die er dem alteurop\u00e4ischen Heidentum entnimmt, mit Goethe ausgedr\u00fcckt: \u201e\u2026 und es ist das ewig Eine, das sich vielfach offenbart\u2026\u201c Hier streitet ein Pluralismus gegen onologischen Monismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Potentiell gibt es n\u00e4mlich \u201eG\u00f6tter\u201c im Plural, soviel wir uns nur auszudenken verm\u00f6gen, und &#8211; da liegt der Hase im Pfeffer &#8211; auch unendlich viele verschiedene Kulturen, Religionen, V\u00f6lker und ihre jeweiligen Moralen. Benoist beschw\u00f6rt den Pluralismus der Ethnien, ohne den Begriff Ethnopluralismus zu benutzen. Er beinhaltet Toleranz gegen\u00fcber jedem anderen und seinen \u201eG\u00f6ttern\u201c. Die \u201eheidnische\u201c Antike kannte keine Mission, keine Religionskriege und keinen Religonsha\u00df. Und \u201eeifers\u00fcchtig\u201c war allenfalls die G\u00f6ttin Hera im Olymp, wenn ihr Mann Zeus, der alte Schweren\u00f6ter, mal wieder fremdgegangen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Vornehmlich das alte Testament liest sich dagegen wie eine Gruselgeschichte von Moralismus, &#8222;Gottesfurcht&#8220;, Blut und Tod. Und hei\u00dft es nicht noch heute: \u201eTrinket, das ist mein Blut?\u201c Benoist erweckt das vielen Christen unbekannte biblische Grauen und spickt es mit Zitaten:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Zur Vernichtung der Abg\u00f6tterei scheinen in der Tat alle Mittel gut zu sein: \u00bbV\u00f6llig zerst\u00f6ren sollt ihr all die St\u00e4tten, an denen die V\u00f6lker, welche ihr alsbald verdr\u00e4ngen werdet, ihre Gottheiten verehrten, auf den hohen Bergen, auf den H\u00fcgeln und unter jedem gr\u00fcnen Baume. Rei\u00dft ihre Alt\u00e4re ein, zertr\u00fcmmert ihre Malsteine, verbrennt im Feuer ihre heiligen B\u00e4ume, zerhaut ihre Gottesbilder und tilgt so ihren Namen an jener St\u00e4tte.\u00ab<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Und sollte eine ganze Stadt ihren G\u00f6ttern treu bleiben, dann wird der Massenmord zu einer frommen Pflicht.<\/p>\n<cite>Benoist S.139 f. mit Fu\u00dfnotennachweisen.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"611\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Schedelsche-Weltchronik-1493-061-1024x611.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5753\" srcset=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Schedelsche-Weltchronik-1493-061-1024x611.jpg 1024w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Schedelsche-Weltchronik-1493-061-300x179.jpg 300w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Schedelsche-Weltchronik-1493-061-768x459.jpg 768w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Schedelsche-Weltchronik-1493-061-1536x917.jpg 1536w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Schedelsche-Weltchronik-1493-061-2048x1223.jpg 2048w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Schedelsche-Weltchronik-1493-061-900x537.jpg 900w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Schedelsche-Weltchronik-1493-061-1280x764.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bei Ungehorsam gegen\u00fcber seinen Geboten konnte der biblische Gott ziemlich rigoros werden: An den &#8222;unz\u00fcchtigen&#8220; St\u00e4dten Sodom und Gomorrha ver\u00fcbte er aus Rachsucht h\u00f6chstpers\u00f6nlich g\u00f6ttlichen Massenmord, indem er Feuer regnen lie\u00df (Abbildung: <a href=\"https:\/\/digi.ub.uni-heidelberg.de\/diglit\/is00309000\/0061\/image,info\">Schedelsche Weltchronik, 1493. Blatt 21<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die politischen Implikationen liegen auf der Hand: Vom real existierende Monotheismus f\u00fchrt ein direkter Weg in den modernen Totalitarismus.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die von Lukas wiedergegebene \u00c4u\u00dferung Jesu: \u00bbWenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter und Weib und Kinder und Br\u00fcder und Schwester und dazu auch sein eigenes Leben ha\u00dft, kann er nicht mein J\u00fcnger sein\u00ab<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a>, hat die Geister besonders bewegt.<\/p>\n<cite>Benoist S.150.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das polytheistische Heidentum hingegen l\u00e4\u00dft den ganz Anderen gelten als das, was immer er ist oder glaubt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der Totalitarismus stammt in seinem Wesen auch nicht von Saint-Just oder Stalin, von Hegel oder Fichte. Der Totalitarismus kommt vielmehr auf oder neigt dann dazu aufzukommen, wenn ein starres \u203amonotheistisches\u2039 System, das auf der exemplifizierenden Einmaligkeit sowie auf der beschr\u00e4nkenden und todbringenden Einseitigkeit gr\u00fcndet, \u00bbdie flexible, da pluralistische, polytheistische, kontradiktorische Totalit\u00e4t einer organischen Verkn\u00fcpfung\u00ab (Michel Maffesoli) ersetzt oder zu ersetzen droht.<\/p>\n<cite>Benoist S. 156.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es ist kein Zufall bei einem Autor wie Benoist, da\u00df er im \u201eHeidentum\u201c genau diejenigen Ideologeme, Wertma\u00dfst\u00e4be und Haltungen wiederfindet, die auch Grundlagen seiner rechten politischen Haltung sind:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Als es um die Bestimmung der kennzeichnenden Merkmale des Heidentums ging, wurden allgemein folgende kennzeichnende \u00c4u\u00dferungen aufgez\u00e4hlt: eine \u00e4u\u00dferst aristokratische Auffassung der Person; eine auf der Ehre gr\u00fcndende Ethik (eher \u203aSchande\u2039 als \u203aS\u00fcnde\u2039), eine heroische Haltung gegen\u00fcber den Herausforderungen des Daseins; die Erh\u00f6hung sowie Heiligung der Welt, der Sch\u00f6nheit, des K\u00f6rpers, der Kraft und der Gesundheit; die Ablehnung einer jenseitigen Welt; die Untrennbarkeit von \u00c4sthetik und Moral und so weiter.<\/p>\n<cite>Benoist S.31.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"728\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2023_06_02_17_23_27S-728x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5757\" style=\"width:364px;height:512px\" srcset=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2023_06_02_17_23_27S-728x1024.jpg 728w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2023_06_02_17_23_27S-213x300.jpg 213w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2023_06_02_17_23_27S-768x1080.jpg 768w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2023_06_02_17_23_27S-1092x1536.jpg 1092w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2023_06_02_17_23_27S-1456x2048.jpg 1456w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2023_06_02_17_23_27S-900x1266.jpg 900w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2023_06_02_17_23_27S-1280x1800.jpg 1280w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IMG_2023_06_02_17_23_27S.jpg 1467w\" sizes=\"auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zeitschrift der Unitarier um Sigrid Hunke<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Er bezieht sich in seiner Metaphysik ausf\u00fchrlich zitierend und anderem auf <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sigrid_Hunke\">Sigrid Hunke<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Herbert_B%C3%B6hme_(Schriftsteller)\">Herbert B\u00f6hme<\/a>, beide, ma\u00dfgebliche Denker der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unitarier_%E2%80%93_Religionsgemeinschaft_freien_Glaubens\">Unitarier-Religionsgemeinschaft<\/a>. Man kann \u201eHeide sein\u201c auch als politisch-philosophisches Manifest dieser aus freikirchlichen Gemeinden hervorgegangenenreligi\u00f6sen Gruppe lesen. Das mindert nicht den Wert von Benoists brillanten Analysen des Monotheismus und seiner Gefahren. Es macht aber in Gro\u00dfbuchstaben deutlich: Was Benoist hier vortr\u00e4gt, ist Metaphysik, ist letztlich eine Spielart von Religion.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wie Sigrid Hunke zeigt: Im Gegensatz zu dieser Theologie der Erbs\u00fcnde behauptet das Heidentum, da\u00df der Mensch seinem Leben einen Sinn zu verleihen vermag, sofern er sich selbst gestaltet und eine seinen Grunds\u00e4tzen entsprechende Existenz f\u00fchrt; da\u00df er nicht von irgendeiner Erbs\u00fcnde durch einen Erl\u00f6ser reingewaschen zu werden braucht; da\u00df er nicht an der Ankunft der messianischen Zeiten zu arbeiten hat; kurzum, da\u00df er in und durch seine Handlungen, durch seine Entscheidungen und seine Werke sich selbst gen\u00fcgt.<\/p>\n<cite>Benoist, S.240 f.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Man kann dem Satz Sigrid Hunkes \u00fcber die F\u00e4higkeit des Menschen, seinem Leben einen Sinn zu verleihen, aber voll zustimmen,<a id=\"_ftnref9\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> ohne damit religi\u00f6se Ambitionen zu verbinden. Als Metaphysiker lehnt Benoist indessen jede Erkl\u00e4rung menschlichen Verhaltens aus angeborenen Unterschiedlichkeiten als &#8222;naturalistisch&#8220; ab, obwohl die Genetik uns inzwischen eines Besseren belehrt. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Deshalb auch lehnen wir jegliche haupts\u00e4chlich naturalistische Auslegung der indoeurop\u00e4ischen Religionen ab, um deren Kern nicht in einer Verg\u00f6ttlichung der nat\u00fcrlichen Elemente zu ermitteln, auch nicht in einer Folge geschichtlicher, durch den Mythos verkl\u00e4rter Ereignisse, sondern wohl in einem ideologischen System, in einer besonderen Weltanschauung, die von vornherein allen ihren Teilen einen Sinn gibt. Unter diesem Gesichtspunkt k\u00f6nnen wir die Ansicht vertreten, da\u00df der Mensch die Welt durch seine Weltbetrachtung schafft, da\u00df die Seele sich einen K\u00f6rper zusammenbaut, da\u00df eine kollektive Weltanschauung eine Gesellschaft formt, indem sie sie in-formiert. Dem Naturalismus stehen wir hier vollkommen gegen\u00fcber.<\/p>\n<cite>Benoist, S.198.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr ist er scharf kritisiert worden. Was naturwissenschaftliche Tatsache ist, bedarf keine metaphysischen Sinndeutung, und zwar weder einer monotheistischen noch einer pantheistischen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>In den 1970er Jahren fing er einmal als dezidierter nichtchristlicher, neuheidnischer und der Biopolitik verpflichteter &#8222;Vordenker&#8220; an. Heute h\u00f6rt man von all solchen Dingen kaum noch etwas unter den rechristianisierten &#8222;Neuen Rechten&#8220;. [&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sollten es klarer ausdr\u00fccken: Es geht hier um die Erkenntnisse der Naturwissenschaft, um das naturalistische, naturwissenschaftsnahe Menschenbild, zu dem es heute gar keine Alternative gibt, auch wenn man das gerne h\u00e4tte in &#8222;neurechten&#8220;, sprich christlichen und okkulten Kreisen.<\/p>\n<cite>Ingo Bading: <a href=\"https:\/\/studgenpol.blogspot.com\/2015\/10\/alain-de-benoist-er-hat-biologische.html\">Alain de Benoist &#8211; Er hat &#8222;biologische Fragestellungen&#8220; &#8222;allzu sehr in den Vordergrund ger\u00fcckt&#8220;, studgenpol.blogspot, 7.10.2015<\/a>.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das religi\u00f6se Bed\u00fcrfnis<\/h2>\n\n\n\n<p>Offenbar versp\u00fcren viele Menschen aber ein religi\u00f6ses Bed\u00fcrfnis. Glaube vermag ein Gef\u00fchl der Geborgenheit in einer von einer sinnvollen Seinsordnung erf\u00fcllten Welt zu wecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vernunft mu\u00df einsehen, da\u00df sie s\u00e4mtliche inneren Bestrebungen des Menschen nicht zu ersch\u00f6pfen vermag. Das Bed\u00fcrfnis nach Heiligem ist f\u00fcr das menschliche Wesen ein Grundbed\u00fcrfnis, ebenso wie das Essen oder der Geschlechtsverkehr. Mircea Eliade stellt fest, da\u00df \u00bbdie Erfahrung des Heiligen eine Struktur des Bewu\u00dftseins ist\u00ab<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\">[10]<\/a>, auf die man nicht verzichten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne ist wohl zu verstehen, wenn der Quantenphysiker und Nobelpreistr\u00e4ger <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anton_Zeilinger\">Anton Zeilinger<\/a> auf die Gretchenfrage antwortete:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Als Naturwissenschaftler bin ich Agnostiker, so wie Monod<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a>, da kann ich nichts zur Gottes-Frage sagen. Aber als Mensch bin ich weder Agnostiker noch Atheist. Ja, f\u00fcr mich &#8211; und ich verstehe das nicht &#8211; war es im Leben immer evident, da\u00df es einen Gott gibt.<\/p>\n<cite>Anton Zeilinger<a id=\"_ftnref12\" href=\"#_ftn12\">[12]<\/a>, Ein voll berechenbares Universum w\u00e4re eine Schreckensidee, <a href=\"https:\/\/perry-rhodan.net\/aktuelles\/news\/anton-zeilinger-im-perry-rhodan-journal-200\">24.3.2023<\/a>.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte das auch so ausdr\u00fccken: Der animalische Anteil am Menschen f\u00fcrchtet sich davor, blo\u00dfer &#8222;Zigeuner am Rande des Universums&#8220; (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jacques_Monod_(Biologe)\">Jacques Monod<\/a> <a id=\"_ftnref13\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a>) zu sein, und sucht verzweifelt nach einer Vaterfigur, die ihn birgt. Wissenschaftlich arbeitender Verstand bewahrt ihn aber davor, an Schutzgottheiten zu glauben. Benoist beschreibt das seelische Bed\u00fcrfnis mit den Worten:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der Mensch braucht einen Glauben oder eine Religion \u2013 wir halten hier Religion und Moral auseinander \u2013 als Ritual, als beruhigende einf\u00f6rmige Handlung, als Bestandteil der Gewohnheitsnetze, aufgrund derer er sich formt. Diesbez\u00fcglich geh\u00f6rt die in letzter Zeit aufgekommene echte Ungl\u00e4ubigkeit zu jenen Untergangserscheinungen, die den Menschen in dem zersetzen, was er an kennzeichnend Menschlichem aufweist. (Ist jemand, der die F\u00e4higkeit oder den Wunsch zu glauben verloren hat, \u00fcberhaupt noch ein Mensch?)<\/p>\n<cite>Benoist S.24 f.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nach diesem strengen Urteil des Autors mu\u00dfte ich mich spontan durch einen Blick in den Spiegel vergewissern. Zumindest eine gewisse Menschen\u00e4hnlichkeit des Rezensenten war nicht zu leugnen. Aber das heidnische Urteil Alain de Benoists fiel noch vernichtender aus:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Alle Glaubensbekenntnisse sind zwar nicht gleichwertig, aber die totale Nicht-Gl\u00e4ubigkeit ist noch schlimmer als jeglicher niedertr\u00e4chtige Glaube.<\/p>\n<cite>Benoist S.8.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ja, so sind sie eben, unsere Gl\u00e4ubigen. &#8211; Jedenfalls hat der Rezensent hier den Vorteil, g\u00e4nzlich unparteiisch zu sein, wenn bei Benoist die heidnischen G\u00f6tter Alteuropas mit dem judenchristlichen Gott streiten. Unparteiisch hei\u00dft aber nicht, auf ein eine Beurteilung zu verzichten. Wo der Verstand urteilt, hat gew\u00f6hnlich das Herz schon lange entschieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die mir aus meinem Homer seit Sch\u00fclertagen vertrauten griechischen G\u00f6tter habe ich mir innerlich zu eigen gemacht. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eUnausl\u00f6schlich Gel\u00e4chter erhoben die seligen G\u00f6tter, als sie da sahen Hephaistos keuchendes Humpeln\u201c, <\/p>\n\n\n\n<p>Homer, Ilias<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>las ich damals in der Ilias. Im Konfirmandenunterricht h\u00f6rte ich dann von jenem eifers\u00fcchtigen Gott mit seinen nervenden Geboten und Verboten, las \u201eseine\u201c Bibel mit der Geschichte, wie Jahwe dem Abraham die Opferung des Sohnes Isaak befahl und schlie\u00dflich seinen eigenen Sohn ans Kreuz schlagen lie\u00df. Mein Herz hat sich schon damals entschieden, welche G\u00f6tter meinem innersten Wesen und Bed\u00fcrfnis entsprechen und welche ich abscheulich finde.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit bin ich Heide im Sinne Benoists. Ja, ich empfinde eine emotionale Leerstelle, ein leises Bedauern, da\u00df die G\u00f6tter meiner Ahnen niemals real existiert haben. Aber ich bin stolz auf sie, da\u00df sie mit Wotan und Donar, mit Ziu und Freija so wunderbare Vorstellungen erschaffen haben, die bis heute viele Menschen faszinieren und inspirieren. Wenn ich jetzt im Fr\u00fchling durch einen Laubwald gehe und zu einer leisen Quelle komme, h\u00f6re ich die G\u00f6tter meiner Ahnen leise in den Bl\u00e4ttern fl\u00fcstern und raunen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"575\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/zuschneiden5-1024x575.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5751\" srcset=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/zuschneiden5-1024x575.jpg 1024w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/zuschneiden5-300x168.jpg 300w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/zuschneiden5-768x431.jpg 768w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/zuschneiden5-1536x862.jpg 1536w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/zuschneiden5-2048x1150.jpg 2048w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/zuschneiden5-900x505.jpg 900w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/zuschneiden5-1280x719.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Lesen Sie zum Thema gern weiter:<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-klaus-kunze wp-block-embed-klaus-kunze\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"3mNOBOWjVJ\"><a href=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2024\/11\/16\/brauchen-rechte-ein-jenseits-metaphysik-oder-esoterik\/\">Brauchen Rechte ein Jenseits, Metaphysik oder Esoterik?<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Brauchen Rechte ein Jenseits, Metaphysik oder Esoterik?&#8220; &#8212; Klaus Kunze\" src=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2024\/11\/16\/brauchen-rechte-ein-jenseits-metaphysik-oder-esoterik\/embed\/#?secret=BKy50xvw1k#?secret=3mNOBOWjVJ\" data-secret=\"3mNOBOWjVJ\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Anm. Benoist: Claude Tresmontant, <em>Les id\u00e9es ma\u00eetresses de la m\u00e9taphysique<\/em> <em>chr\u00e9tienne<\/em>, aaO., S. 83.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Anm. Benoist: Paracelsus, <em>Das Buch von den nat\u00fcrlichen Dingen<\/em>, 9, S. 219.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Anm. Benoist: Angelus Silesius, <em>Cherubinischer Wandersmann<\/em>, Wiesbaden 1949, I, 82.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn4\" href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Homer, Ilias, 1.Gesang, 599: &#8222;Unausl\u00f6schlich Gel\u00e4chter erhoben die seligen G\u00f6tter \u2026.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn5\" href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Siehe bereits <a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2020\/05\/01\/die-kollektivistische-sozialreligion\/\">Klaus Kunze, Die kollektivistische Sozialreligion, Blogbeitrag vom 1.5.2020<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> Benoist kennt die Zitatstelle auch, siehe S.242.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Deuteronomium 12, 2\u20133.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> Lukasevangelium 14,26.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn9\" href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> Vgl. etwa <a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/heikun\/mut\/m04w.htm\">Klaus Kunze, Mut zur Freiheit, 1995, Kapitel Determinismus und teleologisches Denken<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Mircea Eliade, Gespr\u00e4ch mit Le Monde-Dimanche, 14. September 1980.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn11\" href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> Zu Jacques Monods Standpunkt siehe im einzelnen mit Nachweisen; <a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2019\/11\/22\/die-geburts-des-kosmischen-bewusstseins\/\">Klaus Kunze, Die Geburt des kosmischen Bewu\u00dftseins aus dem Geist der Aufkl\u00e4rung, Blogartikel vom 22.11.2019<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn12\" href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> Anton Zeilinger, Ein voll berechenbares Universum w\u00e4re eine Schreckensidee, Interview mit Christian Wehrsch\u00fctz, in: <a href=\"https:\/\/perry-rhodan.net\/aktuelles\/news\/anton-zeilinger-im-perry-rhodan-journal-200\">Perry-Rhodan-Journal 200, Beilage zur Perry-Rhodan-Serie, hier Heft 3214 vom 24.3.2023<\/a>, S. 6 ff. (12).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> Siehe Zitatnachweise K. Kunze a.a.O.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Altmeister der franz\u00f6sischen Neuen Rechten hat wieder publiziert. \u201eHeide sein\u201c \u2013 das neue Buch von Alain de Benoist, dem Altmeister der franz\u00f6sischen Neuen Rechten. Das mit Spannung erwartete Werk erf\u00fcllt alle W\u00fcnsche an ein hochpolitisches und zugleich gelehrtes Werk. Benoist zeigt wieder einmal geistesgeschichtliche Zusammenh\u00e4nge auf, die vieles Altbekannte miteinander sinnvoll verkn\u00fcpfen. 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