{"id":5949,"date":"2023-12-21T10:46:44","date_gmt":"2023-12-21T09:46:44","guid":{"rendered":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=5949"},"modified":"2023-12-21T13:53:05","modified_gmt":"2023-12-21T12:53:05","slug":"buecher-die-fuer-immer-praegen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2023\/12\/21\/buecher-die-fuer-immer-praegen\/","title":{"rendered":"B\u00fccher, die f\u00fcr immer pr\u00e4gen"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Erstpublikation: <a href=\"https:\/\/www.freilich-magazin.com\/kultur\/klaus-kunze-empfiehlt-fuenf-buecher-die-fuer-immer-praegen\">freilich-magazin 20.12.2023<\/a><\/h5>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Das innere Gesetz, nach dem wir antreten, geben wir uns selbst. Es gibt keine Freiheit ohne diese normative Selbstbestimmung. Auf dem Weg zu ihr k\u00f6nnen B\u00fccher hilfreich sein. In Zeiten<a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2023\/09\/30\/ideologische-homogenisierung-und-repression-als-herrschaftsinstrumente\/\"> ideologischer Herrschaftsanspr\u00fcche<\/a> bildet f\u00fcr uns Untertanen das <a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2023\/11\/01\/lesen-als-subversiver-akt\/\">Lesen geradezu einen subversiven Akt<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<code>\u0393\u03bd\u1ff6\u03b8\u03b9 \u03c3\u03b5\u03b1\u03c5\u03c4\u03cc\u03bd<\/code>!\u201c stand am Apollotempel von Delphi: \u201eErkenne dich selbst!\u201c Am besten erkennt man jemanden inmitten von ihm geliebter B\u00fccher. Doch liebt er sie, weil sie von Anfang an seinem tiefsten Selbst entsprachen, oder haben umgekehrt erst die B\u00fccher ihn dazu gemacht, was er jetzt ist? Welche haben mich in den <a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2022\/11\/30\/das-vermaechtnis-apollons\/\">Grundlagen meines Denkens<\/a> dauerhaft best\u00e4rkt?<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht ist es ein wechselseitiger Proze\u00df. Um \u00fcber meine f\u00fcnf wichtigsten B\u00fccher zu schreiben, mu\u00df ich die Unbelangbarkeit des neutralen Beobachters aufgeben und vieles von mir selbst preisgeben. Da mag sich einer mir dann geistesverwandt f\u00fchlen oder auch nicht, wenn er mich schon als Neunj\u00e4hriger in Schmetterlingsb\u00fcchern lesen sieht, denen bald Werke des Verhaltensforschers Konrad Lorenz und anderer Biologen folgten. Lange bevor mir irgend jemand etwas von einem <em>Sein an sich<\/em> erz\u00e4hlen oder andere Flausen wie <em>Erbschuld <\/em>oder <em>Erl\u00f6sung <\/em>in den Kopf setzen konnte, dachte ich bereits durch und durch empirisch und naturwissenschaftlich. Bei jeder Eigenschaft eines Lebewesens fragte ich mit Konrad Lorenz nach ihrer Funktion: \u201eIn welcher Weise dient sie der Arterhaltung?\u201c <a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2022\/11\/09\/zeitenwende-ist-immer\/http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2022\/11\/09\/zeitenwende-ist-immer\/\">Das gilt auch f\u00fcr unser angeborenes Streben nach kultureller Einhegung angeborener Triebe<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>In seinem Werk &#8222;das sogenannte B\u00f6se&#8220; \u00fcber die Naturgeschichte der Aggression erkl\u00e4rte der Forscher die Naturnotwendigkeit des Aggressionstriebes f\u00fcr die Arterhaltung. Ideologische, religi\u00f6se oder moralische Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze ben\u00f6tigt der Empiriker nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wollte immerzu nur wissen, was tats\u00e4chlich war und ist, und schwor mir schon mit vierzehn Jahren: Ich will mir niemals von Einbildungen, Wunschtr\u00e4umen und Illusionen das Gehirn vernebeln lassen!<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Mitsch\u00fcler neugierig in der Mao-Bibel bl\u00e4tterten und sich ideologisch aufr\u00fcsteten, f\u00fchrte mich der Weg \u00fcber die Sinnesphysiologie geradewegs zur Erkenntnistheorie: Ist real, was wir wahrnehmen? Konrad Lorenz (1903-1989) hat es mir beantwortet: Unser Wahrnehmungsapparat ist genetisch nicht auf Halluzinationen ausgelegt, sondern auf das richtige Erkennen unserer wirklich vorhandenen Umgebung. Die Existenz unserer Augen w\u00e4re unerkl\u00e4rlich, wenn alles Gesehene nur Illusion w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"739\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/20231215_123405-1024x739.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5961\" srcset=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/20231215_123405-1024x739.jpg 1024w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/20231215_123405-300x216.jpg 300w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/20231215_123405-768x554.jpg 768w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/20231215_123405-1536x1108.jpg 1536w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/20231215_123405-2048x1478.jpg 2048w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/20231215_123405-900x649.jpg 900w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/20231215_123405-1280x924.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Grundlagen des Denkens<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Seine geistige Summe fa\u00dfte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Konrad_Lorenz\"><strong>Konrad Lorenz<\/strong> <\/a>zusammen in einem dtv-Sammelb\u00e4ndchen \u201eVom Weltbild des Verhaltensforschers\u201c (1968, ISBN 3-423-00499-1) mit Aufs\u00e4tzen aus den Jahren 1942-1959. Als eines meiner f\u00fcnf wichtigsten B\u00fccher aber sehe ich an seine 1973 erschienene Mahnung \u201e<strong>Die acht Tods\u00fcnden der zivilisierten Menschheit\u201c<\/strong> (ISBN 3-492-000350-8). Er beschreibt diese als strukturelle Funktionsst\u00f6rungen lebender Systeme. Das gibt uns bis heute den Schl\u00fcssel zum zusammenh\u00e4ngenden Verst\u00e4ndnis vieler unserer aktuellen Probleme. Diese \u201eS\u00fcnden\u201c sind die \u00dcberbev\u00f6lkerung, die Verw\u00fcstung des Lebensraumes, der Wettlauf mit uns selbst, der W\u00e4rmetod des Gef\u00fchls, der genetische Verfall, das Abrei\u00dfen der Tradition, die Indoktrinierbarkeit durch Ideologien und die Gefahr menschlicher Selbstvernichtung durch Kriege, insbesondere durch Kernwaffen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Die-acht-Tods%C3%BCnden-zivilisierten-Menschheit\/dp\/3492200508?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=TGG6UP965VSH&amp;keywords=Konrad+Lorenz+%E2%80%93+Die+acht+Tods%C3%BCnden+der+zivilisierten+Menschheit&amp;qid=1702995321&amp;sprefix=konrad+lorenz+die+acht+tods%C3%BCnden+der+zivilisierten+menschheit,aps,5702&amp;sr=8-1&amp;linkCode=sl1&amp;tag=freilichmagaz-21&amp;linkId=caf830b5a6630c69b450048fee18f386&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"373\" height=\"572\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Zuschneiden.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5951\" srcset=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Zuschneiden.jpg 373w, http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Zuschneiden-196x300.jpg 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 373px) 100vw, 373px\" \/><\/a><figcaption>Konrad Lorenz<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ein naturwissenschaftlich fundiertes, also <a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2023\/08\/20\/warum-wir-so-ueberlegen-sind\/\">realistisches Welt- und Menschenverst\u00e4ndnis<\/a> bildet das Fundament, ohne das man sich nur allzu leicht durch ideologische Schw\u00e4rmereien in die Irre leiten lassen k\u00f6nnte. Mit gnadenlos realistischem Blick hatte der Athener <strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thukydides\">Thukydides<\/a><\/strong> (um 454-399 v.Chr.) die <strong>Geschichte des Peloponnesischen Krieges<\/strong> beschrieben. Er ist ein Urvater aller kritischen Geschichtswissenschaft. Neben Homer, Platon und anderen lasen wir ihn einst im Griechischunterricht, als Kindern in Deutschland noch Bildung vermittelt wurde.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/2\/2d\/Thucydides_pushkin01.jpg\/330px-Thucydides_pushkin01.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Thukydides<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>In jenem Krieg unterlag nach Jahrzehnten das demokratische Athen dem konservativen Sparta. Als Seemacht eroberte es Insel um Insel und Stadt um Stadt, zwang die Unterworfenen zur demokratischen Staatsform und erlegte ihnen hohe Kriegssteuern auf. Wer sich nicht f\u00fcgte wie die Melier, wurde get\u00f6tet, die Frauen und Kinder in die Sklaverei verkauft. Thukydides zitiert die wesentlichen Dialoge wie den zwischen den Athenern und den Meliern. Die Melier beriefen sich auf die G\u00f6tter: Diese befahlen, sie sollten ihrer Mutterstadt Sparta treu blieben. Die Athener konterten n\u00fcchtern: Die G\u00f6tter h\u00e4tten die Welt und die Menschen gemacht, wie sie sind, und sie seien halt so, da\u00df immer der St\u00e4rkere dem Schw\u00e4cheren den Willen aufzwinge. Schon als Sch\u00fcler verbl\u00fcfften mich die Parallelen zu dem Vorgehen der \u201edemokratischen\u201c Seem\u00e4chte USA und England gegen\u00fcber Landm\u00e4chten wie der damaligen Sowjetunion und vormals auch Deutschland. Da\u00df Machtstreben immer von ideologischen Rechtfertigungen \u201eh\u00f6herer Art\u201c begleitet wird, schuf mir einen Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis von Ideologien und ihrer sozialen Funktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Je pomp\u00f6ser das Gehabe eines Glaubensprediges, desto mehr l\u00e4dt es zur Skepsis ein, wenn nicht zu subtilem Spott. Die verwehten Spuren antiker Skeptiker verbreiterte der Franzose <strong>Michel de <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michel_de_Montaigne\">Montaigne<\/a><\/strong> (1533-1592) in seinem Buch \u201e<strong>Essais<\/strong>\u201c (ISBN 3-8218-4472-8) zu einem zukunftsweisenden Pfad. Er verglich die antiken und zeitgen\u00f6ssischen V\u00f6lker und Kulturen miteinander und erkannte ihre Mannigfaltigkeit. Dadurch relativierte er alle ideologischen und religi\u00f6sen Anspr\u00fcche und durchschaute sie als modebedingt. Ohne offen die drohende Inquisition herauszufordern, lehrte er einen grundlegenden Skeptizismus, der f\u00fcr sich allein schon gen\u00fcgt, auch alle heutigen ideologischen Machtanspr\u00fcche in Frage zu stellen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/c\/c8\/Montaigne_1578.jpg\/330px-Montaigne_1578.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Michel de Montaigne<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wie man ideologiebasierte Macht delegitimiert, wu\u00dfte <strong>Max <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Max_Stirner\">Stirner<\/a><\/strong> (1806-1858). Fachphilosophisch gilt er als Banause. Und doch hat er in seinem Werk \u201e<strong>Der Einzige und sein Eigentum<\/strong>\u201c (ISBN 3-15-003057-9) die Aufkl\u00e4rung bis zu ihrem konsequenten Endpunkt durchdacht. Auf ihm bauen wiederum so heterogene Geister auf wie Friedrich Nietzsche und &#8211; fundamentalistische Autonome. Er versetzte s\u00e4mtlichen christlich oder humanitaristisch inspirierten Trugbildern den intellektuellen Todessto\u00df: \u201eIch soll?\u201c &#8211; Warum eigentlich?\u201c Stirner gehorcht Befehlen realer Menschen, bestreitet aber radikal die Geltung von Geboten und moralischen Anweisungen \u201eh\u00f6herer Art\u201c. Seine Philosophie macht frei von moralistischer oder religi\u00f6ser G\u00e4ngelung. \u201eDa oben\u201c, impliziert sie, \u201eist eben kein Jemand\u201c, der uns etwas zu befehlen h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Stirners Schrift bildet die ultimate Verteidigungswaffe gegen jeden Versuch, den Einzelnen unter Verweis auf Gebote angeblich &#8222;h\u00f6herer&#8220; Art zu beherrschen. Sie l\u00e4\u00dft jede ideologische Seifenblase zerplatzen, mit der irgendeine Obrigkeit unsere Freiheit einzuengen sucht. Als Beherrschungsideologie anderer taugt sie nicht.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/4\/4d\/Max_Stirner-k.jpg\/330px-Max_Stirner-k.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Johann Caspar Schmidt alias Max Stirner<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Damit \u00f6ffnet sich die Perspektive hin zu naturwissenschaftlichen, aber auch zu soziologischen Fragen. Nicht \u201eWas sollen wir tun?\u201c, lautet f\u00fcr einen freien Menschen die Frage, sondern \u201eWarum suchen viele Menschen den Sinn des Lebens in irgendwelchen metaphysischen Schubladen, statt ihrem Leben selbst einen zu geben? Warum schaffen sich die f\u00fcr sie geltende Moral nicht eigenverantwortlich? Welche arterhaltende Funktion mag die Sucht nach moralischem Gehorsam haben? Sind Gesellschaften mit moralischer Konformit\u00e4t vielleicht stabiler und erfolgreicher?<\/p>\n\n\n\n<p>Max Stirner r\u00e4umt ein, da\u00df seine Macht sich im Verein mit anderen Menschen vervielfacht. Der Philosoph Panajotis <strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panajotis_Kondylis\">Kondylis <\/a><\/strong>(1943-1998) kannte sie alle, Lorenz, Thukydides, Stirner, ja die gesamte philosophische Literatur. In seinem Werk <strong>Macht und Entscheidung<\/strong> (1984, ISBN 3-608-91113-8) bezeichnet er alle Ideologien als Ausdruck individuellen Machtstrebens. Um zu herrschen, mu\u00df man sich auf das Walten \u201eh\u00f6herer\u201c Gesetze berufen, als deren bescheidener oberster Prophet, Richter und gegebenenfalls Vollstrecker man auftritt. Jede angeblich h\u00f6here Norm enth\u00e4lt einen Machtanspruch dessen, der sie verk\u00fcndet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.kondylis.net\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.kondylis.net\/images\/bild2.jpg\" alt=\"\" width=\"357\" height=\"456\"\/><\/a><figcaption>Panajotis Kondylis<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Kondylis zufolge dr\u00fcckt sich in solchen Denkbem\u00fchungen immer eine konkrete Konfliktlage aus: <\/p>\n\n\n\n<p>Wir sollen brav gehorchen, doch &#8211; warum eigentlich? Selbst denken macht frei!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstpublikation: freilich-magazin 20.12.2023 Das innere Gesetz, nach dem wir antreten, geben wir uns selbst. Es gibt keine Freiheit ohne diese normative Selbstbestimmung. Auf dem Weg zu ihr k\u00f6nnen B\u00fccher hilfreich sein. 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