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.... Widerrufsanspruch gegen die Presse
 
Einen Anspruch gegen die Presse, falsche Behauptungen künftig nicht mehr aufzustellen, können Sie haben, haben schon dann, wenn diese ehrenrührig und nicht beweisbar sind. Sie haben darüber hinaus einen Anspruch gegen die Zeitung, einen redaktionellen Widerruf abzudrucken, wenn die Behauptung nachweislich falsch ist ...
.... wobei die Zeitung dem Gericht aber so konkrete Fakten vortragen muß, daß Sie den Gegenbeweis führen können. Einen allgemein gehaltenen Vorwurf ins Blaue hinein könnte niemand widerlegen.
Darum trifft den Äußernden eine Darlegungslast, da der erforderliche Negativbeweis vom Betroffenen nur dann geführt werden kann, wenn diesem die konkreten Fakten bekannt sind, auf die der Kritiker seinen Vorwurf stützt, LG Berlin Urteil vom 29.1.2004 -27 O 695/03, AfP 2004, 154.
Eine nordhessische Tageszeitung berichtete über eine öffentliche Versammlung, in der ein Stadtjugendpfleger über jemanden behauptet hatte, dieser habe vor Jahren als Jugendlicher auf einem jüdischen Friedhof Grabsteine umgeworfen. Sie wurde verurteilt, die Behauptung öffentlich zu widerrufen, LG Kassel Urteil vom 28.9.2005, 9 O 1904/04. Der Widerruf war in der Zeitung abzudrucken und zwei Monate lang im Internet zu veröffentlichen.
Ein bekanntes politisches Wochenmagazin behauptete über jemanden, er habe als Drahtzieher am Pressen strafbarer Tonträger mitgewirkt. Es wurde zum Widerruf verurteilt, LG Göttingen U.v. 20.7.2000 -2 O 411/99. Die Zeitung konnte Beweise für ihre Behauptung nicht vorlegen.