{"id":5366,"date":"2023-01-06T11:34:50","date_gmt":"2023-01-06T10:34:50","guid":{"rendered":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=5366"},"modified":"2023-01-12T08:18:39","modified_gmt":"2023-01-12T07:18:39","slug":"sterbendes-volk-koennen-wir-uns-den-strick-nehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2023\/01\/06\/sterbendes-volk-koennen-wir-uns-den-strick-nehmen\/","title":{"rendered":"Sterbendes Volk &#8211; k\u00f6nnen wir uns den Strick nehmen?"},"content":{"rendered":"\n<p>Die anderen werden st\u00e4ndig mehr und wir weniger. Jetzt jammern \u00fcber Fachkr\u00e4ftemangel politische Kr\u00e4fte, die verantwortlich sind f\u00fcr die seit Jahrzehnten Jahr f\u00fcr Jahr verh\u00fcteten oder abgetriebenen Kinder. Unter der Fahne der Emanzipation wurden ganze Generationen Ungeborener ins Klo gesp\u00fclt. An ihrer Stelle besiedelte man zum Beispiel Berliner Stadtteile mit Orientalen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da\u00df wir Eingeborene der Industriestaaten Nordamerikas und Europas weniger werden, ist empirisch nicht zu leugnen. In den USA schrumpfen sogar alle ethnischen Bev\u00f6lkerungsgruppen. Heute m\u00f6chte ich meine Leser mit den wirklichen Gr\u00fcnden f\u00fcr unsere Bev\u00f6lkerungsschrumpfung und die t\u00e4gliche Ersetzungs-Migration vertraut machen. Sie beruht keineswegs auf verschw\u00f6rerischen Geheimpl\u00e4nen, sondern ist von der Demographie erforscht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Geburtenr\u00fcckgang schon im alten Rom<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Geburtenr\u00fcckgang ist eine alte Erfahrung zivilisierter Staaten und wurde schon von Polybios beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits das r\u00f6mische Reich litt unter Geburtenr\u00fcckgang der R\u00f6mer selbst. Kaiser Augustus erlie\u00df darum Vorrechte f\u00fcr die V\u00e4ter und M\u00fctter von drei Kindern, das <em>Ius trium liberorum<\/em>. Mit 20 noch ledige Frauen und mit 25 noch ledige M\u00e4nner wurden dagegen benachteiligt. In einem Edikt wies er auf die Rede des Quintus Metellus \u201e\u00fcber die Ma\u00dfnahmen zur Hebung der Geburtenziffer\u201d hin, berichtet Sueton als sein Biograph. Es ging dem Kaiser nicht wie Friedrich dem Gro\u00dfen um irgendwelche Leute zur \u201eP\u00f6plierung\u201d seines Landes. Menschen hatte Rom mehr als genug. Er erkannte aber: Sklaven und Trittbrettfahrer wurden immer mehr, und die R\u00f6mer selbst immer weniger.<\/p>\n\n\n\n<p>Sein antiker Biograph Sueton schrieb:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDen allergr\u00f6\u00dften Wert legte Kaiser Augustus darauf, das Volk von jeder Blutsvermischung mit Angeh\u00f6rigen fremder Rasse oder Leuten, die von Sklaven abstammten, rein und unverdorben zu erhalten.\u201c<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><\/p><cite><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sueton\">Sueton<\/a>, Augustus, Kapitel 40.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die deutsche \u00dcbersetzung von M. Ihm hat Suetons Urtext und die Wendung mit dem \u201eunverdorbenen Blut\u201d in eine 1927 zeitbedingte Vorstellungswelt \u00fcbertragen. Wir wissen heute, da\u00df Blut und Rasse damals Metaphern darstellten f\u00fcr Suetons Beobachtung, da\u00df schlechterdings nicht aus allen m\u00f6glichen Menschenkindern R\u00f6mer wurden, die sich auch \u201er\u00f6misch\u201d verhielten, und wir wissen heute, da\u00df es kein \u201eunverdorbenes Blut\u201d gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gesetzlichen Ma\u00dfnahmen der R\u00f6mer sollten der Gefahr vorbeugen, ihre Arbeit andere erledigen und ihre Selbstverteidigung fremden S\u00f6ldnern zu \u00fcberlassen mit der Folge, sich selbst als R\u00f6mer langfristig abzuschaffen. Da\u00df wir heute das gleiche Ph\u00e4nomen des st\u00e4ndigen Geburtenr\u00fcckganges wie die alten R\u00f6mer haben, und zwar in Nordamerika und Europa, sollte uns bei der Suche nach den Gr\u00fcnden helfen und uns vom Verfolgen falscher F\u00e4hrten bewahren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber 100 Jahre Geburtenr\u00fcckgang in Deutschland<\/h3>\n\n\n\n<p>Welche Fakten sind anerkannt? Der R\u00fcckgang ist keinesfalls erst in den letzten 20 Jahren eingetreten. Es handelt sich vielmehr um ein Jahrhundertproblem. Seit hundert Jahren geht n\u00e4mlich das Geburtenniveau zur\u00fcck. Hatten die Ehen, die um die Jahrhundertwende um 1900 geschlossen wurden, im Durchschnitt noch 4 Kinder, so sind es jetzt gerade 1,4. Um die Bev\u00f6lkerungszahl konstant zu halten, werden jedoch ungef\u00e4hr 220 Kinder aus 100 Ehen ben\u00f6tigt.<a id=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> Das schreibt uns ein Bev\u00f6lkerungswissenschaftler: Prof. Dr. <a href=\"https:\/\/www.empiricalecon.rw.fau.de\/team\/ehemalige-mitarbeiter\/guenter-buttler\/\">G\u00fcnter Buttler<\/a>, geb. 1938 in Wanne-Eickel, Studium der Betriebswirtschaftslehre in Freiburg, Bonn und K\u00f6ln, lehrte seit 1978 Statistik und empirischeWirtschaftsforschung an der Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg.<\/p>\n\n\n\n<p>Umstritten sind die Gr\u00fcnde daf\u00fcr und erst recht, ob daraus politische Konsequenzen gezogen werden sollten. Die empirischen Zahlen und ihre Projektion in die Zukunft sind aber nicht anzuzweifeln. Weil jede nachfolgende Generation kleiner ist als die vorherigen, wird sie wiederum ausrechenbar eine noch kleinere Folgegeneration erzeugen, schreibt der Bev\u00f6lkerungsforscher <a href=\"https:\/\/www.herwig-birg.de\/\">Herwig Birg<\/a>. Bis 2100 werden wir uns auf zwischen 40 und 50 Mio. verringern und verweist auf sein Schaubild zur Anzahl der Einwohner und Lebensgeborenen von 1841 bis 2018 mit Vorausberechnungen bis 2100:<a id=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"812\" height=\"720\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/BIRG-Grafik-2020.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5367\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/BIRG-Grafik-2020.jpg 812w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/BIRG-Grafik-2020-300x266.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/BIRG-Grafik-2020-768x681.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 812px) 100vw, 812px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><a>Auf der&nbsp; Suche nach den Gr\u00fcnden<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>Oberfl\u00e4chliche Kapitalismus- und Zivilisationskritik hat es einfach, wo die Gr\u00fcnde zu vermuten sind. Nicolas Bonnel meint:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eTechnologiesucht, Nachrichten, Gender-Theorie, improvisierte Migrationen, Wucherung der Gesetzgebung (lesen Sie Lao Tse), fiskalische Unf\u00e4higkeit, Ultra-Feminismus, Windm\u00fchlen, \u00f6kologischer Unsinn und hyper-vegetarische Moden haben alle ein einziges Ziel: die Reduktion des menschlichen Bestands, der als reichlich vorhanden gilt. Aber all das bleibt zaghaft neben dem ma\u00dfgeblichen Werkzeug unserer gro\u00dfen Geldm\u00e4nner und Wucherer: Geld.\u201c<a id=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a><\/p><cite>Nicolas Bonnal, 8.6.2021.<a href=\"http:\/\/euro-synergies.hautetfort.com\/apps\/search\/?s=Malthus\"> Du retour de Malthus et du devoir de d\u00e9peuplement, 13.5.2021<\/a>, <a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2021\/06\/08\/nicolas-bonnal-entvoelkerung-als-pflicht\/.\">deutsch<\/a>. <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und die Nutznie\u00dfer und \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen kennt man auch: \u201eVergessen wir nicht, da\u00df die Harpagons,<a id=\"_ftnref5\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> die die Welt regieren, die Entscheidungstr\u00e4ger, v\u00f6lkermordende Neunzigj\u00e4hrige sind. Wir haben die Familie von England, Prinz Charles, Schwab, Rockefeller, Soros, Rothschild, Gates [\u2026], die nur eine Obsession haben: die Jugend zu liquidieren und zu entv\u00f6lkern, unter anderem durch Entbehrung.\u201c So simpel kann sich angesichts des Geburtenr\u00fcckgangs in den \u201ewei\u00dfen\u201c Industriel\u00e4ndern jeder oberfl\u00e4chlich best\u00e4tigen, was sein schon vorhandenes Weltbild seit langem wu\u00dfte. Eine gel\u00e4ufige Geschichtsphilosophie spricht bis heute von \u201ejungen\u201c und von \u201ealten\u201c V\u00f6lkern, um den Alten eine zivilisatorische \u00dcberm\u00fcdung und Ersch\u00f6pfung anzudichten: Sie h\u00e4tten die religi\u00f6sen, esoterischen und jedenfalls metaphysischen Quellen versch\u00fcttet, die ihre Ahnen einst so gro\u00dfartig machten.<\/p>\n\n\n\n<p>So schrieb Emil Cioran (1911-1995):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>V\u00f6lker, die ihre Talente ersch\u00f6pft und die sich, so weit es in ihrer Kraft stand, vervollkommnet haben, fallen unweigerlich in den Zustand des Vegetierens und der \u00fcberma\u00dfigen Toleranz, der ihnen jedoch keine Ruhe bedeuten kann, sondern nur ihren Untergang.<\/p><cite>E.M. Cioran, <a href=\"https:\/\/www.anti-literatur.de\/Rezension.Gevierteilt.84.html\">Gevierteilt, hier zitiert nach einer Rezension von Arne-Wigand Baganz<\/a>.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>&#8222;Als Beispiel f\u00fchrt Cioran die Geschichte des R\u00f6mischen Imperiums, das von zivilisatorisch unterlegenen Barbaren \u00fcberrollt worden ist, an. \u201eIn Rom sollen im 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung von einer Million Einwohnern nur sechzigtausend geb\u00fcrtige Lateiner gewesen sein. So bald ein Volk die geschichtliche Idee, die zu verk\u00f6rpern es beauftragt war, gl\u00fccklich ausgef\u00fchrt hat, hat es kein Motiv mehr, inmitten eines Chaos von Gesichtern seine Unterschiedlichkeit zu behaupten, seine Z\u00fcge zu bewahren.&#8220; (S.13). \u00c4hnlichkeiten zur neueren europ\u00e4ischen bzw. Weltgeschichte wird man unweigerlich erkennen m\u00fcssen, das ist eben ihr Lauf. Die \u00dcbers\u00e4ttigten sind m\u00fcde und gleichg\u00fcltig, neue Barbaren werden sie davonfegen.\u201c<a id=\"_ftnref6\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fakten statt Metaphysik<\/h3>\n\n\n\n<p>Solche Geschichtsdeutungen stehen und fallen mit den von ihnen verwendeten metaphysischen Grundannahmen. Statt Befunde metaphysisch zu deuten, wollen wir uns an Fakten orientieren, um zu einer zutreffenden Analyse zu gelangen. An den empirischen Befunden zweifelt niemand: Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang ist ein altes Ph\u00e4nomen. Die modern anmutenden Diskussionen um den Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang durch die niedrige Fertilit\u00e4t einschlie\u00dflich ihrer Interpretation als egoistisches Verhalten der jungen Generationen sind nicht erst in unserer Zeit aufgetreten, wie das folgende Zitat des griechischen Historikers Polybios aus dem 2. Jahrhundert vor Christus zeigt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;In der Zeit, in der wir leben, ist in ganz Griechenland die Zahl der Kinder, \u00fcberhaupt der Bev\u00f6lkerung in einem Ma\u00dfe zur\u00fcckgegangen, da\u00df die St\u00e4dte ver\u00f6det sind und das Land brachliegt, obwohl wir weder unter Kriegen von l\u00e4ngerer Dauer noch unter Seuchen zu leiden hatten [&#8230;] weil die Menschen der Gro\u00dfmannssucht, der Habgier und dem Leichtsinn verfallen sind, weder mehr heiraten noch, wenn sie es tun, die Kinder, die ihnen geboren werden, gro\u00dfziehen wollen, sondern meist nur eins oder zwei, damit sie im Luxus aufwachsen und ungeteilt den Reichtum ihrer Eltern erben, nur deshalb hat das \u00dcbel schnell und unvermerkt um sich gegriffen. Wenn nur ein oder zwei Kinder da sind und von diesen das eine der Krieg, das andere eine Krankheit hinwegrafft, bleibt nat\u00fcrlich Haus und Hof verwaist zur\u00fcck, und die St\u00e4dte, ebenso wie ein Bienenschwarm, werden allm\u00e4hlich arm und ohnm\u00e4chtig.<\/p><cite>Polybios, zitiert nach Bernhard Felderer, Wirtschaftliche Entwicklung bei schrumpfender Bev\u00f6lkerung, Berlin u. a. 1983, S. 128.)\u201c<a id=\"_ftnref7\" href=\"#_ftn7\">[7]<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p> Gerade darum stellt sich aber die Frage nach den strukturellen Gr\u00fcnden. In eigenen ideologischen Vorannahmen werden wir sie nicht finden; sonst k\u00f6nnte ein Priester ganz einfach kurzschlie\u00dfen: Gott sagte: \u201eSeid fruchtbar und mehret euch!\u201c, also beweist der Geburtenr\u00fcckgang den Abfall der Menschen von seinen Geboten. O sancta simplicitas! Heilige Einfalt &#8211; so geht das nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a>Die differentielle Reproduktion<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>Die strukturellen und soziologischen Gr\u00fcnde sind gut erforscht, und wer von der sozialwissenschaftlichen Demographie anscheinend noch nichts gelesen hat, sollte niemandem sein h\u00f6chstpers\u00f6nliches, aus der Welt verschwindendes Gutes und das \u00fcberhand nehmende B\u00f6se als Erkl\u00e4rung anbieten.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Empirie f\u00fchrt kein Weg vorbei. Was die Geburtenzahlen in Deutschland angeht, wei\u00df jeder Genealoge, da\u00df zwar vor dem 19. Jahrhundert viel mehr Kinder geboren wurde. Mangels moderner Medizin und Hygiene starben sie aber zahlreich, so da\u00df die Bev\u00f6lkerung sich nur gering vermehrte. Von den neun Kindern dieses Fischers Henrich Albrecht in Oedelsheim an der Weser starben sechs schon als Kind und wurden begraben (Kasten- Symbol), wie sich aus genealogischer Forschung beispielhaft ergibt:<a id=\"_ftnref8\" href=\"#_ftn8\">[8]<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"742\" height=\"282\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Zuschneiden_3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5370\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Zuschneiden_3.jpg 742w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Zuschneiden_3-300x114.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 742px) 100vw, 742px\" \/><figcaption><a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/heikun\/os\/oedelsheim.htm\">Klaus Kunze, Ortssippenbuch Oedelsheim, 2003<\/a>, Familie 19.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Erst stieg im 19. Jh. die Lebenserwartung fortlaufend an, und die Geburten gingen zur\u00fcck. Die Grafik des Bev\u00f6lkerungsforschers Herwig Birg<a id=\"_ftnref9\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> zeigt uns anschaulich die seit Mitte des 19. Jahrhunderts fallenden Geburtenzahlen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"559\" height=\"578\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Grafik-Birg-2a.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5373\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Grafik-Birg-2a.jpg 559w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Grafik-Birg-2a-290x300.jpg 290w\" sizes=\"auto, (max-width: 559px) 100vw, 559px\" \/><figcaption>Herwig Birg (2020), S.10, Abbildung mit freundlicher Erlaubnis des Autors<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Seit dem Geburtsjahrgang 1856 hatte in Deutschland jede Frauengeneration weniger Kinder als die vorherige.<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Gleichzeitig stieg der Anteil in St\u00e4dten lebender Menschen gegen\u00fcber denen vom Land st\u00e4ndig an. 1800 betrug er 5,5%, 1850 10,8%, 1890 28,2%<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a> und heute 78%.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere, genealogisch bekannte Konstante besagt: Wer als St\u00e4dter seine Vorfahren Generation um Generation r\u00fcckw\u00e4rts in die Vergangenheit erforscht, landet bald auf dem Dorf. Ab der zweiten oder dritten Vorfahrengeneration findet er gew\u00f6hnlich keine St\u00e4dter mehr. Die historische Demographie hat das best\u00e4tigt: St\u00e4dte haben sich noch nie langfristig aus sich selbst heraus reproduziert, sondern immer durch Zuzug vom Lande erg\u00e4nzt. Man k\u00f6nnte das auch anders wenden: Die meisten uralten Stadtfamilien sind ausgestorben, und die St\u00e4dte werden jetzt von den Nachkommen der einstigen R\u00fcbenbauern des Umlandes bewohnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom Land in eine Stadt ziehende Familien reproduzieren sich dort geringer als auf dem Land. Vor allem aber bekommen sie oft weniger Kinder, als ihr Bestandserhalt erfordert. Nach ein paar Generationen verschwinden sie mit ihren Namen aus den Urkunden. Wenn man es langfristig betrachtet, wirken St\u00e4dte wie schwarze L\u00f6cher: Sie saugen aus immer gr\u00f6\u00dferer Entfernung Menschen an, fressen sie gewisserma\u00dfen auf und lassen sie auf Nimmerwiedersehen verschwinden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die alten Griechen und R\u00f6mer hatten, ihrer Geschichtsschreibung zufolge, bereits mit den gleichen Ph\u00e4nomenen zu k\u00e4mpfen: Sie wurden immer weniger, die Fremden in ihren Mauern aber immer mehr. Innerhalb der Bauernkulturen des Mittelalters und der fr\u00fchen Neuzeit war das kein Thema mehr, weil es nur wenig nennenswert gro\u00dfe St\u00e4dte gab.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Industrialisierung aber ging mit einer Verst\u00e4dterung einher. Herwig Birg hat die \u201ePhasen der demographischen Transformation\u201c und ihren Einflu\u00df auf die Geburtenrate in einer internationalen Vergleichsstatistik einleuchtend dargestellt: \u201eAuf der fiktiven Zeitachse schlie\u00dft sich die am Anfang weit ge\u00f6ffnete Schere zwischen Geburten- und Sterbeziffer mit zunehmendem wirtschaftlichen Entwicklungsgrad immer mehr.\u201c<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Der Begriff Entwicklungsgrad beeinhaltet die Vorstellung, in einer zun\u00e4chst agrarischen Gesellschaft seien bereits wie in einer Knospe Industrialisierung und Verst\u00e4dterung angelegt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"607\" height=\"364\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Zuschneiden.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5374\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Zuschneiden.jpg 607w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Zuschneiden-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 607px) 100vw, 607px\" \/><figcaption>Herwig Birg, Diffe\u00adrentielle Re\u00adproduktion aus der Sicht der biographi\u00adschen Theorie der Fertilit\u00e4t, in: Eckart Voland (Hrg.), Fortpflanzung, Natur und Kul\u00adtur im Wechselspiel, 1992 (1992), 189-215, Grafik S.205 = Spektrum der Wissenschaft, Jan. 1989, 45, mit frdl. Erlaubnis des Autors.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bezeichnenderweise steigt in unseren gro\u00dfen St\u00e4dten der Anteil der Einpersonen-Haushalte st\u00e4ndig an. Diese Personen leben und arbeiten hier, ohne sich zu reproduzieren. Warum bekommen St\u00e4dter im Durchschnitt weniger Kinder? Der Schl\u00fcssel f\u00fcr die Antwort besteht in einer zus\u00e4tzlichen Information: Weltweit korreliert die Pro-Kopf-Geburtenzahl mit dem \u201eEntwicklungsstand&#8220; und Durchschnittseinkommen: Je h\u00f6her die Lebenserwartung, desto niedriger die Geburtenziffern.<a id=\"_ftnref13\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Birg geht zurecht davon aus, da\u00df die m\u00fctterliche Entscheidung f\u00fcr oder gegen ein Kind zwar eine h\u00f6chstpers\u00f6nliche, aber eben eine Entscheidung voraussetzt. Jede Frau ist in gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse eingebettet, in der ihr allerdings nicht immer alle Optionen zur Wahl stehen. Eine fr\u00fche biographische Entscheidung f\u00fcr ein Kind schlie\u00dft viele Karriereoptionen aus. Umgekehrt engt eine Bildungs- und Berufslaufbahn die Optionen ein, Mutter von Kindern zu werden. Je mehr derartige Optionen zur Wahl stehen, desto h\u00e4ufiger wird die fr\u00fche Entscheidung f\u00fcr die Mutterschaft vermieden, um alle M\u00f6glichkeiten offen zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese durch empirische Zahlen gest\u00fctzte Analyse erkl\u00e4rt vollst\u00e4ndig die parallel verlaufenden Geburtenr\u00fcckg\u00e4nge in den Industriel\u00e4ndern. In Deutschland liegt die Zahl der geborenen Kinder pro Frau im Westen schon seit 30 Jahren etwa bei 1,4, und damit unterhalb des Wertes von 2,1, der zur Bestandserhaltung der Elterngeneration n\u00f6tig w\u00e4re. Anhand empirischer Datenerhebungen zeigt Birg, da\u00df die Lebensverh\u00e4ltnisse auf dem Lande mit wenigen biographischen Optionen zu mehr Kinden und die in St\u00e4dten mit unz\u00e4hligen Lebens- und Karrierechancen zu weniger Kindern f\u00fchren. Seine Theorie der differentiellen Reproduktion belegt empirisch, da\u00df die Zahl der g\u00e4nzlich kinderlosen Frauen dort kontinuierlich ansteigt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Der Industrialisierungs- und Modernisierungsproze\u00df hat zu einer explosionsartigen Erweiterung des biographischen Entwicklungsspielraumes der Individuen gef\u00fchrt.<a id=\"_ftnref14\" href=\"#_ftn14\">[14]<\/a> [\u2026] Der durch den Wettbewerb erzeugte Druck zur Steigerung der Arbeitsproduktivit\u00e4t erzwang eine permanente Erh\u00f6hung der Kapitalintensit\u00e4t (Menge an physischem und geistigem Produktionskapital pro Arbeitseinheit), woraus sich eine Tendenz zu immer gr\u00f6\u00dferen Betrieben und als Folge davon zu immer gr\u00f6\u00dferen Siedlungen ergab.<a id=\"_ftnref15\" href=\"#_ftn15\">[15]<\/a><\/p><cite>Herwig Birg<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ultraliberale Ideologie und kapitalistische Produktionsweise<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis des Geburtenr\u00fcckganges liegt demzufolge nicht im Reichtum, sondern in den Arbeits- und Lebensverh\u00e4ltnissen einer Gesellschaft und deren internalisierten Wertvorstellungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es trifft statistisch nicht zu, reiche Leute w\u00fcrden weniger Kinder bekommen. Sowohl die Oberschicht als auch die unterste Schicht bekommen tendenziell mehr Kinder. Weniger Kinder hat die in den Arbeitsproze\u00df eingespannte Mittelschicht, zumal, wenn beide Eheleute zur Arbeit gehen und ein durchschnittlicher Lebensstandard nur unter Verzicht auf Kinder aufrechterhalten werden kann.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Diese Arbeits- und Lebensverh\u00e4ltnisse sind Begleiterscheinungen und Konsequenzen der Moderne, verbunden mit ihrer ultraliberalen Ideologie und ihrer kapitalistischen Funktionsweise. Sie w\u00fcnscht sich identit\u00e4tslose Menschen. Jede Heirat, jedes Kind bedeutet Bindung und Verpflichtung.<\/strong> <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Jede Bindung steht der Karriere des multiflexiblen, ubiquit\u00e4ren und wurzellosen Wunschmenschen entgegen. Immer geben h\u00f6chstpers\u00f6nliche Entscheidungen zwischen Familie und Karriere den Ausschlag. Diese fallen aber immer h\u00e4ufiger gegen Familie und Kinder aus, wenn das Welt- und Menschenbild zunehmend von der ultraliberalen Vorstellungswelt gepr\u00e4gt ist. Wer alles als Handelsware betrachtet und seine ganze Person wie eine Ware auf den Markt bringt, um \u201esich selbst zu verwirklichen&#8220;, sieht Kinder eher als Ballast und weniger als einen Wert an.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eStatt der Kinder\u201c haben moderne St\u00e4dterinnen \u201eseelische Konflikte, die Ehe ist eine kunstgewerbliche Aufgabe, und es kommt darauf an, \u00bbsich gegenseitig zu verstehen\u00ab. Es ist ganz gleichg\u00fcltig, ob eine amerikanische Dame f\u00fcr ihre Kinder keinen zureichenden Grund findet, weil sie keine <em>season<\/em> vers\u00e4umen will, eine Pariserin, weil sie f\u00fcrchtet, da\u00df ihr Liebhaber davongeht, oder eine Ibsen-Heldin, weil sie \u00bbsich selbst geh\u00f6rt\u00ab. Sie alle geh\u00f6ren sich selbst, und sie alle sind unfruchtbar.\u201c<a id=\"_ftnref16\" href=\"#_ftn16\">[16]<\/a><\/p><cite>Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 2. Band, 2. Kap. I., S.831<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Sie alle sind T\u00f6chter des radikalen Egoismus und Individualismus. \u201eDas Urweib\u201c hingegen, schrieb Oswald Spengler 1918, \u201edas Bauernweib ist <em>Mutter<\/em>. Seine ganze, von Kindheit an ersehnte Bestimmung liegt in diesem Worte beschlossen.\u201c Die Bestimmung im Spengler\u2019schen Sinne l\u00e4\u00dft sich freilich nicht vereinbaren mit den liberalen Prinzipien. Diese fordern gerade die v\u00f6llige Freiheit von solchen Vorherbestimmungen des Lebenssinnes.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Der radikale Liberalismus erkennt nur das \u00f6konomisch N\u00fctzliche als Wert an und h\u00e4lt Kinder f\u00fcr einen \u00fcberfl\u00fcssigen Kostenfaktor. <\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>F\u00fcr traditionelle Gesellschaften stand das Fortleben in seinen eigenen Kindern aber ganz oben auf der Werteskala. So ist es bei einem gro\u00dfen Teil der Deutschen geblieben. Die Idee <em>Familie<\/em> lebt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDie St\u00e4rke der Familien in Deutschland wird verkannt, denn zwei Drittel der&nbsp; Menschen mit Kindern haben seit Jahrzehnten unver\u00e4ndert die ideale Zahl von durchschnittlich zwei Kindern pro Frau. Deutschland hat nur deshalb eine der niedrigsten statt eine der h\u00f6chsten Geburtenraten Europas, weil ein immer gr\u00f6\u00dfe\u00adrer Teil der Bev\u00f6lkerung lebenslang gar keine Kinder hat.\u201c<a id=\"_ftnref17\" href=\"#_ftn17\">[17]<\/a><\/p><cite>Herwig Birg Demographische und familienspezifische Funktionsbedingungen des Sozialen Sicherungssystems in Deutschland, Stellungnahme f\u00fcr das Bundesverfassungsgericht zu 1 BvT 2257\/16 im Auftrag des Verbandes kinderreicher Familien Deutschland e.V., 27.4.2020, S.29<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Birg wei\u00df wohl, da\u00df der Geburtenr\u00fcckgang einhergeht mit der Einf\u00fchrung der kollektiven Alterssicherung, der Frauenerwerbst\u00e4tigkeit, der Bildungsexpansion, der Instabilit\u00e4t von Partnerbeziehungen und psychischen Motivationsver\u00e4nderungen. Alles das sieht er aber nur als Begleiterscheinungen des Geburtenr\u00fcckganges an. Die Kausalit\u00e4t liegt immer in der pers\u00f6nlichen Entscheidung der Frau. Und f\u00fcr sie erh\u00f6hte die Ausdehnung m\u00f6glicher Lebenschancen \u201eim historischen Proze\u00df der Industrialisierung und Modernisierung \u2026 in den Wirtschaftsgesellschaften, in denen das individuelle Verhalten auf dem Konkurrenzprinzip beruht, das Risiko irreversibler biographischer Festlegung und f\u00fchrte auf dem Weg der Risikovermeidung zu einer Selbstbeschr\u00e4nkung der Reproduktionsentscheidungen.\u201c<a id=\"_ftnref18\" href=\"#_ftn18\">[18]<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lebenschancen im Kapitalismus<\/h3>\n\n\n\n<p>Die \u201eLebenschancen&#8220; werden in einer vom Kapitalismus gepr\u00e4gten Umwelt rein \u00f6konomisch und eng individualistisch verstanden. Damit f\u00fchren die Lebensverh\u00e4ltnisse der industriellen Massengesellschaft und die ideologische Anpassung der Menschen an marktf\u00f6rmige Gegebenheiten zu weniger Kindern, weil deren Geburt und Aufzucht den Eltern keinen \u00f6konomischen oder gesellschaftlichen Nutzen bringt. Beschleunigt und radikalisiert wird diese Gesetzlichkeit in einem liberal-kapitalistischen Umfeld, das aus ideologischen Gr\u00fcnden nicht f\u00e4hig zu einem politisch motivierten Gegensteuern ist.<\/p>\n\n\n\n<p>So geht im zunehmend industrialisierten und verst\u00e4dterten China die Geburtenzahl auch zur\u00fcck und betrug 2020 nur 1,3 Geburten je Frau. Darum hat die Regierung seit 2016 die 1980 eingef\u00fchrte Ein-Kind-Politik aufgegeben. Doch selbst die politisch machtbewu\u00dfte Pekinger F\u00fchrung kann sich \u00fcber die mit der Industrialisierung verbundenen \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Problemen nicht v\u00f6llig hinwegsetzen. Der Pekinger Demograf Huang Wenzheng h\u00e4lt ihre Ma\u00dfnahmen f\u00fcr unzureichend. \u201eEin gro\u00dfes Problem sei laut Huang, da\u00df Chinas politische Anreize zur Steigerung der Geburtenrate hinter dem dringenden und tats\u00e4chlichen Bedarf zur\u00fcckbleiben und nicht ausreichen. &#8218;F\u00fcr lokale Beamte ist das Bev\u00f6lkerungswachstum bei der \u00dcberpr\u00fcfung ihrer Leistungskennzahl weitaus weniger wichtig als Richtlinien wie die Pr\u00e4vention von [Coronavirus]-Pandemien und CO2-Emissionen&#8216;, f\u00fcgte der Demograf hinzu.&#8220;<a href=\"#_ftn19\" id=\"_ftnref19\">[19]<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"668\" height=\"459\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Zuschneidenr.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5375\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Zuschneidenr.jpg 668w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Zuschneidenr-300x206.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 668px) 100vw, 668px\" \/><figcaption><a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/economy\/china-economy\/article\/3155657\/china-population-rural-families-unwilling-unable-have-more?module=perpetual_scroll_0&amp;pgtype=article&amp;campaign=3155657\">Er Huifeng, China population: rural families unwilling, unable to have more children faced with \u2018life of inferiority\u2019, South China Morning Post 13.11.2021<\/a>, abgerufen 5-1-2022.. Die Grafik ist dem Artikel entnommen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Man kann politisch gegensteuern, wenn man will. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Nur \u00f6konomisches Denken wie vor allem im Liberalismus aber verurteilt ein Volk gesetzm\u00e4\u00dfig dazu, sich erst in eine Bev\u00f6lkerung zu verwandeln, dann in bindungslose \u201eSozialatome&#8220; und schlie\u00dflich zu vergehen.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a><\/a><a>Die Konsequenzen<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>Bev\u00f6lkerungsforscher wie Birg und Buttler treten seit langem f\u00fcr stetige Erg\u00e4nzung unserer Bev\u00f6lkerung durch Zuzug von au\u00dfen ein, weil wir sonst immer weniger w\u00fcrden. Es ist aber eine politische Frage, wer dieses \u201eWir\u201c ist. Wir werden immer weniger, trifft zu, obwohl unsere \u201eBev\u00f6lkerung\u201c sich st\u00e4ndig von au\u00dfen \u201eerg\u00e4nzt\u201c. Man k\u00f6nnte auch formulieren, da\u00df die Einwanderer uns langfristig ersetzen. \u00dcberdies betont Birg, da\u00df Zuzug den \u00dcberalterungsproze\u00df ohnehin nicht stoppen kann.<a href=\"#_ftn20\" id=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wem nur wichtig ist, da\u00df hier in hundert Jahren noch irgendwer lebt, damit das Bruttosozialprodukt stimmt und jemand den letzten greisen Deutschen im Sterbeheim den Po abputzt, der mag das gelassen sehen. Die Schultern mag auch zucken, wer selbst keine Kindern hat und sich f\u00fcr keine Nachkommen verantwortlich f\u00fchlt. Jubeln m\u00f6gen jene, die uns Deutsche f\u00fcr ein verworfenes Verbrechervolk hatten, das lieber heute als morgen aussterben sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die anderen stellt sich die Frage, wie ein politisches und \u00f6konomisches System beschaffen sein m\u00fc\u00dfte, damit die Entscheidung zur Mutterschaft kein biographisches Armutsrisiko darstellt. Zur Zeit bringt sie \u00fcberwiegend Verm\u00f6gensnachteile. Unser Sozialstaat weigert sich, Bev\u00f6lkerungspolitik zu betreiben und unseren eigenen Bestand als Volk zu erhalten. Er verteilt nur ein paar Leckerchen und nennt sie Familienpolitik, w\u00e4hrend er zugleich nichts unversucht l\u00e4\u00dft, die Familie als ma\u00dfgeblichen Sozialisationsfaktor auszuschalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser liberales Gesellschafts- und Sozialsystem ebnet alle Wege, auch ohne Kind zu leben. Kinderlose Lebensl\u00e4ufe werden sogar subventioniert und junge Frauen ermuntert, voll erwerbst\u00e4tig zu sein, sich immer weiter zu bilden oder \u201esich zu verwirklichen&#8220;. Das ist auf individueller Ebene erfreulich, auf kollektiver Ebene aber selbstm\u00f6rderisch. Zwar sollte jede Frau jedes Recht und jede Bildungsm\u00f6glichkeit haben. Eine spezielle Ermunterung oder F\u00f6rderung kinderloser Lebensl\u00e4ufe und stattdessen offene Grenzen zur demographischen Auff\u00fcllung f\u00fchren dazu, da\u00df wir uns selbst abschaffen. Mutter und Eltern zu sein ist eine der gesellschaftlich wichtigsten Aufgaben, die aber gegen\u00fcber der H\u00e4tschelung \u201ealternativer Lebensentw\u00fcrfe&#8220; keine Anerkennung findet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Leistungen, k\u00fcnftige Generationen gro\u00dfzuziehen, tragen weitgehend allein gelassene und manchmal verzweifelte Eltern. Ihre Kinder werden sp\u00e4ter arbeiten gehen und die Renten Kinderloser mitfinanzieren. Zweitausend Jahre lang hatte sich bew\u00e4hrt, da\u00df das Alter durch eigene Kinder gesichert wurde. Heute wird es dadurch gef\u00e4hrdet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Reformnotwendigkeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine gesamtgesellschaftliche Solidarit\u00e4t verlangt nach strukturellen Reformen, das Gro\u00dfziehen eigener Kinder als erw\u00fcnscht zu belohnen und jeden biographischen Nachteil auszugleichen. Herwig Birg fordert darum zu Recht: \u201eAus der Sicht des Demographen ist die nachwachsende Generation von extrem hoher Bedeutung f\u00fcr den Bestand unserer generationen\u00fcbergreifenden Sozial\u00adsysteme. Auch die dauerhaft Kinderlosen waren fr\u00fcher als Kinder Mitglieder einer Familie und haben von deren Erziehungsleistung profitiert. Nach ihrer eigenen Erwerbsphase werden die kinderlosen Menschen sp\u00e4ter &#8211; \u00fcber die Sozialversi\u00adcherungssysteme &#8211; von den Kindern profitieren, die andere Personen derselben Generation als Eltern erzogen haben. Daf\u00fcr wurde in den Familien auf Erwerbs\u00adeinkommen verzichtet, und wegen der weitgehenden Einkommensbezogenheit der Altersversorgung haben die Eltern au\u00dferdem geringere Alterseinkommen zu erwarten als die Kinderlosen. Eine Gesellschaft, in der rund ein Viertel der Frauen dauerhaft kinderlos bleiben, mu\u00df die Ungerechtigkeiten zwischen Kinderlosen und Familien bereits w\u00e4hrend der Erziehungsphase auch innerhalb der Sozial\u00adversicherungen zumindest ansatzweise ausgleichen, sonst setzt sie \u00f6konomisch falsche Anreize.\u201c<a href=\"#_ftn21\" id=\"_ftnref21\">[21]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Aufgabe unseres Selbsterhaltes scheitert der Liberalismus grandios. Kollektiver Selbsterhalt ist in seiner Ideologie und seinem begrifflichen Instrumentarium nicht vorgesehen. Er f\u00f6rdert und fordert ausschlie\u00dflich den individuellen Eigennutzen. Er ist blind f\u00fcr die politischen Aufgabe, durch staatliche Regulierungen jungen Paaren zu erm\u00f6glichen, ohne \u00f6konomische Nachteile Eltern zu werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a>Morituri te salutant<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn unser Land und Volk noch weitere Jahrzehnte den alleinigen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten des Marktes unterworfen bleiben, werden wir physisch aussterben. Es wird uns so gehen wie unseren Verwandten, den Neandertalern. Genetiker wissen heute, da\u00df in Europ\u00e4ern noch zwei bis f\u00fcnf Prozent ihrer Gene ihr Wesen treiben. Sie waren evolution\u00e4r brauchbar f\u00fcr das Immunsystem und die Beschaffenheit von Haut und Haaren. Neandertalern, die sich mit unseren Vorfahren vor altersgrauer Zeit paarten, haben sie uns vererbt. Trotzdem gibt es heute niemanden mehr, den wir als Neandertaler bezeichnen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>In hundert Jahren wird es zweifellos in der dann hier lebenden Bev\u00f6lkerung noch ein paar Gene geben, die wir hinterlassen haben. Als deutsch werden sich deren Tr\u00e4ger aber nicht mehr verstehen, und st\u00fcnden sie vor uns, erschienen sie uns als Quersumme aller derer, die vom Sog unserer Wirtschaft st\u00e4ndig neu eintreffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Manche Menschen haben eine heimliche Todessehnsucht. Sie sind ein Fall f\u00fcr den Psychiater. Ein gesunder Mensch will lieber leben und freut sich seiner Existenz. Sie ist leider endlich. Tot zu sein, wird zwar niemand von uns mehr erleben. Aber vielleicht k\u00f6nnen wir dem Tod ja ein Schnippchen schlagen und trotzdem \u00fcberleben? In gewisser Weise k\u00f6nnen wir das. Wie wir das anstellen, geh\u00f6rt zu den h\u00f6chstpers\u00f6nlichen Gretchenfragen aller Menschen. Wer ernsthaft \u00fcber sie nachdenkt, wird zeitlebens einen Weg gehen, der seine Fortexistenz in gewisser Weise sichert. Darum waren Christen in alten Zeiten fromm: Das ewige Leben bildete einen unwiderstehlichen Anreiz. Von christlich regierten Staaten erwarteten sie, den Untertanen ein gottgef\u00e4lliges Leben zu erm\u00f6glichen. Glaube bildet, wenn man einen hat, ein hochpolitisches Motiv.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20221119_160312-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5384\" width=\"576\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20221119_160312-768x1024.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20221119_160312-225x300.jpg 225w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20221119_160312-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20221119_160312-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20221119_160312-900x1200.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20221119_160312-1280x1707.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/20221119_160312-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><figcaption>Unter dem Eis ist alles noch da. Wir m\u00fcssen es nur befreien, dann wird es wieder bl\u00fchen.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wer nicht auf ein Jenseits baut, wird sich im Diesseits umsehen und f\u00fcndig werden. Eltern wissen, da\u00df sie in gewisser Weise in ihren Kindern fortleben. Sie m\u00f6gen, wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johann_Gottlieb_Fichte\">Johann Gottlieb Fichte <\/a>1808, formulieren: Wel\u00ad\u00adcher Edel\u00adden\u00adkende will nicht und w\u00fcnscht nicht, \u201ein sei\u00adnen Kin\u00addern und wie\u00adde\u00adrum in den Kindern dieser sein eigenes Leben von neu\u00ad\u00adem auf eine ver\u00adbesserte Weise zu wie\u00adderholen und in dem Le\u00adben der\u00ad\u00adsel\u00adben veredelt und vervoll\u00adkommnet auch auf dieser Erde noch fort\u00ad\u00ad\u00adzu\u00adle\u00adben, nach\u00ad\u00ad\u00addem er l\u00e4ngst gestorben ist?&#8220; Wer wollte nicht durch das be\u00adste Ver\u00ad\u00adm\u00e4cht\u00ad\u00adnis seines Denkens in seinen Nach\u00adkom\u00admen \u201eoffen\u00adbare Denk\u00adma\u00adle hin\u00adter\u00adlassen, da\u00df auch er dagewesen sei?&#8220; Die Fort\u00addauer sei\u00adner Wirk\u00adsamkeit gr\u00fcn\u00addet er auf die<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eHoffnung der ewi\u00adgen Fort\u00ad\u00ad\u00addau\u00ader des Volkes, aus dem er selber sich entwickelt hat, und der Ei\u00adgen\u00ad\u00ad\u00adt\u00fcm\u00ad\u00adlich\u00adkeit desselben.&#8220; Diese ist \u201edas Ewige, dem er die Ewig\u00adkeit sei\u00adner selbst und seines Fortwirkens anver\u00adtraut&#8220;; die \u201eOrd\u00adnung der Din\u00adge&#8220;, die sich in ihm verk\u00f6rpert und in der er sich selbst wie\u00adder fin\u00addet. Ihre Fort\u00addauer mu\u00df er wollen, denn sie allein ist ihm das Mit\u00adtel, wo\u00addurch \u201edie kurze Spanne seines Lebens hienieden zu fort\u00ad\u00addau\u00adern\u00addem Leben aus\u00adgedehnt wird.&#8220;<a id=\"_ftnref22\" href=\"#_ftn22\">[22]<\/a><\/p><cite>J.G.Fichte Fichtes Reden an die deutsche Nation, Hrg.Eucken (Ausgabe 1915), S.132 ff.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wir \u00fcberleben nur in unseren Nachkommen<\/h3>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich \u00fcberleben wir nur in unseren Nachkommen.<a href=\"#_ftn23\" id=\"_ftnref23\">[23]<\/a> Die ge\u00adne\u00adti\u00adschen Informationen und kul\u00adtu\u00adrellen Struk\u00adturen sind das ein\u00adzige, was nach un\u00adse\u00adrem Tode von uns bleibt. Je\u00adder <em>ist<\/em> die buch\u00adst\u00e4b\u00adliche, wirkliche Ver<em>k\u00f6rper<\/em>ung seiner Eltern, und in seinen Nachkommen ver\u00adk\u00f6rpert er sich wie\u00adder\u00adum. Dazu bedarf es kei\u00adnerlei Behauptung eines Jenseits. \u201eDie erbliche Kontinuit\u00e4t beruht&#8220; zwar auf \u201eeiner mate\u00adriellen Kontinuit\u00e4t&#8220;, besteht aber eigentlich darin, \u201eda\u00df es eine bestimmte, materie\u00adgebundene <em>Struktur<\/em> ist, die von Ge\u00adne\u00adration zu Generation weitergegeben wird.&#8220;<a href=\"#_ftn24\" id=\"_ftnref24\">[24]<\/a> Hinzu kommt die kul\u00adtu\u00adrelle Tradition, die <em>Denkstrukturen<\/em> und -inhalte weitergibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zoologe und Primatenforscher <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adolf_Heschl\">Adolf Heschl<\/a> bezeichnete die F\u00e4higkeit, sich physisch fortzupflanzen, als eine Art, potentielle Unsterblichkeit zu erreichen. Lebende Systeme seien die ersten wirklichen Systeme dieses Planeten, die mit dem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ph\u00e4nomen der Erhaltung ihrer individuellen Identit\u00e4t in Raum und Zeit ausgestattet sind und damit einer rekonstruierbaren Lebensgeschichte in Form der biologischen Evolution.<a id=\"_ftnref25\" href=\"#_ftn25\">[25]<\/a> Diese vollzieht sich im Generationenwechsel. Biologische Erinnerungen werden bei ihm in den Genen kodiert und weitergegeben, individuelle Erinnerungen in unserer Kultur.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder <em>ist<\/em> in die\u00adsem Sinne seine zwei El\u00adtern, vier Gro\u00dfeltern, acht Ur\u00adgro\u00dfeltern und so weiter. Was von jenen \u00fcberhaupt blieb, steckt in ihm. R\u00fcckw\u00e4rts geblickt bis zum Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg stammt er ab von prak\u00adtisch allen Ein\u00adwoh\u00adnern seiner en\u00adgeren Heimat, au\u00dfer denen, die ohne Nach\u00adkommen star\u00adben. Gehen wir bis zum Mit\u00adtel\u00adalter zu\u00adr\u00fcck, stammt jeder von uns fast von allen Damaligen ab, wie\u00adder au\u00dfer de\u00adnen, die kinderlos aus\u00adstar\u00adben. W\u00fcrde unser Volk sich nicht von Generation zu Generation halbieren, w\u00fcrde jeder von uns Ahne eines betr\u00e4chtlichen Teils der k\u00fcnf\u00ad\u00adtigen Deutschen sein. Wenn wir uns gra\u00adphisch die Vorfahren als aufw\u00e4rts sich \u00f6ffnenden Stammbaum vorstellen und die Nach\u00adkom\u00ad\u00admen darunter malen wie eine abw\u00e4rts sich weitende Py\u00adramide, gewin\u00adnen wir das Bild einer Sanduhr. Deren Engstelle bildet der Einzelne. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>So verk\u00f6rpert das deutsche Volk in Ver\u00adgangenheit, Gegenwart und Zukunft die Wur\u00adzel meines Seins und die Zukunft meines Selbst.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es ist, \u201esoviel mir bekannt, noch immer erlaubt, in deutscher Spra\u00adche miteinander vom Vaterlande zu reden, wenigstens zu seufzen.&#8220; Je\u00addenfalls war es das 1808 noch, als Fichte es in seiner achten Rede an die deutsche Nation so formu\u00adlierte. Heute kommen wir als Volk in der ego\u00adzen\u00ad\u00adtrischen li\u00adberalen Ethik nicht mehr vor. Wenn wir davon aus\u00ad\u00adge\u00adhen, da\u00df sich jeder seine Ethik nach sei\u00adnen angenomme\u00adnen In\u00adter\u00adessen bi\u00adl\u00addet, k\u00f6nnen wir die denkba\u00adren Ethiken wie auf einer Skala ein\u00ad\u00ad\u00adtei\u00adlen einerseits in solche von Menschen, die sich schutzbed\u00fcrftig f\u00fch\u00adlen und daher ei\u00adner Gemeinschafts\u00adideologie zunei\u00adgen, wobei die Ge\u00ad\u00admein\u00adschaft und ihr Staat die Aufgabe ha\u00adben, den Einzelnen zu sch\u00fct\u00ad\u00adzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Liberalismus ist die Weltanschauung des egoistischen Individuums, dem sein Fortleben in seinen Nachkommen gleichg\u00fcltig ist. Wenn wir uns nicht von ihm zu l\u00f6sen verm\u00f6gen, werden wir als Volk untergehen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lesen Sie gern hier weiter<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/lindenbaum-verlag.de\/produkt\/staatsfeind-liberalismus\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"584\" height=\"824\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/9783949780035-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4591\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/9783949780035-1.jpg 584w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/9783949780035-1-213x300.jpg 213w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Zuschneiden_2a.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5410\" width=\"331\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Zuschneiden_2a.jpg 662w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Zuschneiden_2a-300x178.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Jeder Blogbeitrag hier greift einen Einzelaspekt auf und setzt dabei viele Denkgrundlagen bereits voraus. Wer etwa innig an Seelenwanderung oder die reale Existenz von Donald Duck glaubt, wird hier schon im Grunds\u00e4tzlichen widersprechen. Lesen Sie dieses Grunds\u00e4tzliche gern hier:<\/p>\n\n\n\n<p><blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"YNNMYw3oop\"><a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2022\/11\/30\/das-vermaechtnis-apollons\/\">Das Verm\u00e4chtnis Apollons<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Das Verm\u00e4chtnis Apollons&#8220; &#8212; Klaus Kunze\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2022\/11\/30\/das-vermaechtnis-apollons\/embed\/#?secret=WxTF0UcXYI#?secret=YNNMYw3oop\" data-secret=\"YNNMYw3oop\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Sueton, Augustus, Kapitel 40: Magni praeterea existimans sincerum atque ab omni colluvione peregrini ac servilis sanguinis incorruptum servare populum, et civitates Romanas parcissime dedit et manumittendi modum terminavit.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> G\u00fcnter Buttler GMH 7\/93, S.445.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Herwig Birg (2020), S.12, mit frdl. Erlaubnis hier als Grafik zitiert.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a>&nbsp; Nicolas Bonnal, 8.6.2021.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Harpagon: Der Geizige bei Moliere (fr\u00fcher auch als Der Geizhals \u00fcbersetzt), Kom\u00f6die von Moli\u00e8re, 1668&nbsp; uraufgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> E.M. Cioran, Gevierteilt, hier zitiert nach einer Rezension von Arne-Wigand Baganz, https:\/\/www.anti-literatur.de\/Rezension.Gevierteilt.84.html<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Herwig Birg (2011).<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn8\" href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Klaus Kunze, (2003), Familie =19=.&nbsp;Das Kasten-Symbol bedeutet &#8222;begraben&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Herwig Birg (2020), S.10, Abbildung mit freundlicher Erlaubnis des Autors.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Herwig Birg, Differentielle Reproduktion aus der Sicht der biographischen Theorie der Fertilit\u00e4t, in: Eckart Voland (Herausgeber), Fortpflanzung: Natur und Kultur im Wechselspiel, 1992., S.51.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn11\" href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/467043\/umfrage\/urbanisierung-in-europa-1800-1890\/\">Statistika <\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> Herwig Birg (1992), 189-215, Grafik S.205 = Spektrum der Wissenschaft, Jan. 1989, 45, mit frdl. Erlaubnis des Autors.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> Herwig Birg (2001), S.24.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a> Herwig Birg (1992), S.189-215, 204.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\">[15]<\/a> Herwig Birg (1992), S.189-215, 205.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\">[16]<\/a> Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlanes, 2. Band, 2. Kap. I., S.831.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\">[17]<\/a> Herwig Birg (2020), S.29<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\">[18]<\/a> Herwig Birg (1992), 213 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn19\" href=\"#_ftnref19\">[19]<\/a> Er Huifeng, <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/economy\/china-economy\/article\/3155657\/china-population-rural-families-unwilling-unable-have-more?module=perpetual_scroll_0&amp;pgtype=article&amp;campaign=3155657\">China population: rural families unwilling, unable to have more children faced with \u2018life of inferiority\u2019, South China Morning Post 13.11.202<\/a>1, abgerufen 5-1-2022.. Die Grafik ist dem Artikel entnommen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\" id=\"_ftn20\">[20]<\/a> Herwig Birg (2020), S.31.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\" id=\"_ftn21\">[21]<\/a> Herwig Birg (2020), S.33.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\" id=\"_ftn22\">[22]<\/a> J.G.Fichte (Ausgabe 1915), S.132 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\" id=\"_ftn23\">[23]<\/a> Iren\u00e4us Eibl-Eibesfeldt, Der Mensch, das riskierte Wesen, 2.Aufl. M\u00fcnchen 1988, S.143.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref24\" id=\"_ftn24\">[24]<\/a> Konrad Lorenz, Die R\u00fcckseite des Spiegels (1975), S.34.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref25\" id=\"_ftn25\">[25]<\/a> Adolf Heschl, Das intelligente Genom, \u00dcber die Entstehung des menschlichen Geistes durch Mutation und Selektion, 1998, ISBN 3-540-64202-1, S.51.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die anderen werden st\u00e4ndig mehr und wir weniger. 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