{"id":5590,"date":"2023-03-09T16:57:08","date_gmt":"2023-03-09T15:57:08","guid":{"rendered":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=5590"},"modified":"2023-03-11T09:58:00","modified_gmt":"2023-03-11T08:58:00","slug":"unser-europaeischer-mythos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2023\/03\/09\/unser-europaeischer-mythos\/","title":{"rendered":"Unser europ\u00e4ischer Mythos"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mythen sind weder sinnlos noch irrelevant<\/h2>\n\n\n\n<p>Lassen Sie sich gern in die fernste Vergangenheit entf\u00fchren? Die Versuchung ist gro\u00df angesichts unserer immer ekligeren Gegenwart.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nicht Weltflucht oder gar esoterische Neigungen legen nahe, sich mit einem Urmythos unserer europ\u00e4ischen Kultur vertraut zu machen. Das Wissen um die eigene Vergangenheit ist n\u00e4mlich notwendig, sich selbst im Innersten zu erkennen und sich seiner Identit\u00e4t zu versichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Identit\u00e4t, hoffen gewisse Kreise, mu\u00df uns unbedingt genommen werden. Sie immunisiert gegen beliebige Manipulierbarkeit. Eine Identit\u00e4ts- oder Ich-St\u00f6rung ist ein Krankheitsbild. Es hat in Deutschland Z\u00fcge einer Massenneurose angenommen: &#8222;Dein Opa war ein M\u00f6rder, und Du bist schuld daran!&#8220; war f\u00fcr unz\u00e4hlige Kinder und Jugendliche die Quintessenz ihres &#8222;Geschichtsunterrichts&#8220; und erzeugte eine neurotisierte Gesellschaft ohne positives Gef\u00fchl f\u00fcr die eigene Identit\u00e4t, aber mit krankhaftem Selbstha\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Darum ist in unserer Lage alles segensreich, was uns auf unsere eigenen Wurzeln zu besinnen hilft. Viele Deutsche machen sich gar nicht klar:<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wir sind Indigene!<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>In unseren Adern flie\u00dft sozusagen das Blut einer ununterbrochenen Kette von Vorfahren, deren Anf\u00e4nge bis in die Zeit der pal\u00e4olithischen J\u00e4gerkulturen zur\u00fcckgehen.<\/p><cite>Harald Haarmann, Auf den Spuren der Indogermanen, 2016, S.31.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Seit Jahrzehntausenden bewohnen unsere Vorfahren diesen Erdteil und waren hier, aller Forschung zufolge, die ersten Menschen.<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Viel linker Politzirkus dreht sich heute um &#8222;Indigene&#8220;. Sie bilden heute die Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr die alte Vorstellung vom &#8222;edlen Wilden&#8220;, dem Ur-Gutmenschen im Sinne Rousseaus, g\u00e4nzlich unbefleckt von &#8222;moralischer Verworfenheit&#8220; aller Zivilisation und des kapitalistischen S\u00fcndenfalls.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:31% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"216\" height=\"540\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Lion_man_photo.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5592 size-full\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Lion_man_photo.jpg 216w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Lion_man_photo-120x300.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Indigen? Das sind wir schon lange. Vor 35000 bis 41000 Jahren siedelten die ersten Europ\u00e4er sich in Mitteleuropa an.<a id=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> Sie schufen beeindruckende Figuren wie den <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Lion_man_photo.jpg\">L\u00f6wenmenschen<\/a> aus Elfenbein und phantastische H\u00f6hlenmalereien. Die n\u00e4chste Zwischenvereisung vor 18000 bis 21000 Jahren dr\u00e4ngte die Menschen weit in den S\u00fcden zur\u00fcck. Nur in Spanien hinterlie\u00df sie Bev\u00f6lkerungsreste.<a id=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a>  Die Toten wurden in H\u00f6hlen abgelagert (<a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41559-023-01987-0#MOESM4\">Villalba-Mouco e.a. 2023<\/a>).<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Als Europa seit etwa 12000 v.Cgr. wieder eisfreier wurde, siedelten \u00dcberlebende u.a. aus Norditalien (<a href=\"https:\/\/www.evolution-mensch.de\/Fundort\/Ripari_Villabruna.html\">Villabruna<\/a>) auch wieder n\u00f6rdlich (Y-Chromosom-Haplogruppe I und U5 der mtDNA, z.B. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Doppelgrab_von_Oberkassel\">Oberkassel<\/a>), w\u00e4hrend andere Eiszeit-\u00dcberlebende von Osten einstr\u00f6mten (z.B. um 9000 v.Chr. das Sidelkino-Individuum aus Samara, Y-Chr. Haplogruppe R1b, U2 und U4 mtDNA. Diese bestatteten mit Grabbeigaben und  pers\u00f6nlichem Schmuck im Freien oder in H\u00f6hlen und bedeckten die Toten mit Ocker. Die J\u00e4ger und Sammler der kommenden Jahrtausende setzten sich aus diesen beiden Komponenten zusammen, die sich lange kaum und erst ab 6000 v.Chr. in Nordosteuropa vermischten (<a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41559-023-01987-0#MOESM4\">Villalba-Mouco e.a. 2023<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large\"><a href=\"https:\/\/media.springernature.com\/full\/springer-static\/image\/art%3A10.1038%2Fs41586-023-05726-0\/MediaObjects\/41586_2023_5726_Fig5_HTML.png?as=webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"584\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Zuschneiden-1024x584.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5617\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Zuschneiden-1024x584.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Zuschneiden-300x171.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Zuschneiden-768x438.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Zuschneiden-900x513.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Zuschneiden.jpg 1192w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Abbildung aus der besprochenen Publikation (gr\u00fcne Fl\u00e4chenfarbe b\u00e4uerliche Siedler aus Kleinasien vor 7500 Jahre vor heute, blaue Kreise westliche, rot \u00f6stliche J\u00e4ger und Sammler)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zwischen ihnen siedelten sich etwa um 6000-5000 v.Chr. Bauern an, die von entfernt verwandten St\u00e4mmen aus Kleinasien abstammten. Sie vermehrten sich zun\u00e4chst rasch, weil sie bei ihrer b\u00e4uerlichen Lebensweise viele Kinder durchbrachten. Ihre Kultur nannten Arch\u00e4ologen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Linearbandkeramische_Kultur\">Linienbandkeramik<\/a>. Wie alle Bauern waren sie friedlich, wenn sie sich nicht gerade massakrierten und aufa\u00dfen wie in am Ende ihrer Epoche in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grabenanlage_von_Herxheim\">Herxheim <\/a>um 5000 v.Chr.<a id=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> und anderswo.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die Bandkeramiker in einem Bev\u00f6lkerungszusammenbruch endeten, hinterlie\u00dfen sie in gro\u00dfen Teilen Europas eine kleinb\u00e4uerliche Mischbev\u00f6lkerung auch aus J\u00e4ger-Sammler-Nachkommen. Typisch f\u00fcr Bauernkulturen waren Fruchtbarkeitsriten und sp\u00e4ter auch die Verehrung von Fruchtbarkeitsg\u00f6ttinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch Tacitus berichtet von einer solchen G\u00f6ttin Nerthus, deren Abbild auf einem heiligen Wagen von Priestern im Fr\u00fchling durchs Land gefahren wurde. Nj\u00f6rd nannten sie in historischer Zeit die Nordm\u00e4nner, und als Freija galt sie unseren Vorfahren als Inbegriff der Weiblichkeit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"849\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230309_161322-1024x849.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5600\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230309_161322-1024x849.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230309_161322-300x249.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230309_161322-768x636.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230309_161322-1536x1273.jpg 1536w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230309_161322-2048x1697.jpg 2048w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230309_161322-900x746.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/20230309_161322-1280x1061.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Freja (Freija, Freyja etc.) war eine Waneng\u00f6ttin und stand f\u00fcr Weiblichkeit und Fruchtbarkeit. K\u00fcnstlerische Darstellung: E. Doepler, W. Ranisch, Walhall, Die G\u00f6tterwelt der Germanen, 1900, S.38.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die g\u00f6ttlichen J\u00fcnglinge<\/h2>\n\n\n\n<p>Doch es blieb nicht friedlich. Ab etwa 3000 v.Chr. wurde das kontinentale Klima trockener. Im Raum jenseits des Flusses Don lebten verwandte europ\u00e4ische St\u00e4mme, die von den Pal\u00e4ogenetikern und Arch\u00e4ologen &#8222;Jamnaja&#8220; genannt werden: fr\u00fche Indoeurop\u00e4er. Reinhard Schmoeckel hat sich treffend als Cowboys bezeichnet: Sie trieben gro\u00dfe Herden halbnomadisch durch den Steppeng\u00fcrtel S\u00fcdosteuropas.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie opferten einem Gott-Vater, Dieus-peter, den sie mit der Sonne gleichsetzten. Nachdem sie sich 3000-2500 v.Chr. erobernd ausgebreitet hatten, wurde aus ihrem <em>Dieus-pet\u00e9r<\/em> der r\u00f6mische Ju-piter, in Griechenland Zeus, bei den Germanen Ziu oder Tyr.<a id=\"_ftnref5\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> Als &#8222;Indoeurop\u00e4er&#8220; nahmen sie Besitz von Europa bis Spanien und Irland, von Italien bis Skandinavien, und im Osten bis Persien und Indien. \u00dcberall<a id=\"_ftnref6\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> hinterlie\u00dfen sie eine gemeinsame Ursprache, die sich langsam in Einzelsprachen ausdifferenzierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihren Toten legten sie Streit\u00e4xte bei. Ihre Kultur und Religion waren m\u00e4nnlich und kriegerisch. Die Bauernkulturen<a id=\"_ftnref7\" href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> hatten ihnen wenig entgegenzusetzen. Die Jamnaja-Eroberer kamen n\u00e4mlich zu Pferde, ihrem sp\u00e4teren Kulttier.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wissenschaft.de\/geschichte-archaeologie\/ueberreste-der-fruehesten-reiter-entdeckt\/\">Neueste Forschung<\/a> hat nachgewiesen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Die Nutzung von Pferden als Reittier und f\u00fcr den Transport war ein wichtiger Fortschritt f\u00fcr die menschliche Mobilit\u00e4t. Doch wann der Mensch Pferde erstmals zum Reiten nutzte, war bisher unklar. Jetzt liefern Analysen von 4500 bis 5000 Jahren alten Skeletten aus der s\u00fcdosteurop\u00e4ischen Steppe eine m\u00f6gliche Antwort. Bei f\u00fcnf zur Jamnaja-Kultur geh\u00f6renden Toten identifizierten die Forscher anatomische Ver\u00e4nderungen, die typischerweise durch regelm\u00e4\u00dfiges Reiten entstehen. Dies belegt, da\u00df Pferde schon relativ kurz nach ihrer Domestikation vor rund 5500 Jahren nicht nur als Lieferanten f\u00fcr Milch und Fleisch gehalten wurden, sondern auch als Reittiere dienten.<\/p><cite>Nadja Podbregar, <a href=\"https:\/\/www.wissenschaft.de\/geschichte-archaeologie\/ueberreste-der-fruehesten-reiter-entdeckt\/\">wissenschaft.de 3.3.2022<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.science.org\/doi\/10.1126\/sciadv.ade2451\">nach der Studie von Trautmann e.a., 3.3.2023, First bioanthropological evidence for Yamnaya horsemanship<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Als berittene Krieger waren sie allen anderen V\u00f6lkern \u00fcberlegen. Der Mythos der Ausbreitung dieser Reiter und ihres Gotteshielt sich bis in historische Zeit, wo Vorbev\u00f6lkerungen indogermanisiert wurden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>In indogermanischen Zeiten wurden zwei g\u00f6ttliche J\u00fcnglinge verehrt, die besonders dadurch gekennzeichnet sind, da\u00df sie Br\u00fcder sind, als Reiter auftreten und atmosp\u00e4rischen Charakter haben. [\u2026] Bereits in indogermanischer Urzeit sind sie Tr\u00e4ger eines Mythus: die beiden Reiter werden um die Sonne.<\/p><cite>Richard Moritz Meyer,Altgermanische Religionsgeschichte, 1910, S.217.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Da\u00df sie zwei und Br\u00fcder sind, bewahrt die Erinnerung daran, da\u00df die indogermanischen Wanderungen auf eine Periode der \u00dcberbev\u00f6lkerung folgte. Die Zwillinge stehen f\u00fcr Fruchtbarkeit. In der griechischen Mythologie hei\u00dfen sie Kastor und Polydeikes, die Dioskuren (\u03b4\u03b9o\u03c3\u03ba\u03bf\u03c5\u03c1o\u03b9 &#8211; S\u00f6hne des Zeus, von dios = g\u00f6ttlich, gl\u00e4nzend, himmlisch, und kouros\/koros = junger, kr\u00e4ftiger, r\u00fcstiger Mann<a id=\"_ftnref8\" href=\"#_ftn8\">[8]<\/a>). Sie sind bei den meisten indogermanischen V\u00f6lkern belegt.<a id=\"_ftnref9\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> Die R\u00f6mer kannten sie als Castor und Pollux, die Inder als die A\u00e7vins und die Letten als Gottess\u00f6hne, die j\u00e4hrlich kommen, um die Sonne zu freien.<a id=\"_ftnref10\" href=\"#_ftn10\">[10]<\/a><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Vor allem f\u00fcr das germnanische Altrtum gibt es verschiedene Hinweise eines solchen g\u00f6ttlichen Zwillingsbr\u00fcderpaars. Die \u00e4lteste findet sich beim griechischen Historiker Timaios aus dem 3. Jahrhundert v.Chr., der berichtet, da\u00df die \u201eKelten\u201c (das hei\u00dft die Germanen) an der Nordseek\u00fcste besonders die Dioskuren verehrt h\u00e4tten.<\/p><cite>Rudolf Simek, Lexikon der germanischen Mythologie, 3.Aufl. 2006, S.71.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Von einer Schlacht der R\u00f6mer im 5. Jahrhundert v.Chr. gegen die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volsker\">Volsker <\/a>berichtet der Geschichtsschreiber Plutarch (lebte um 45 bis 125 n.Chr.):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Man erz\u00e4hlt auch, es seien w\u00e4hrend der Schlacht die Dioskuren erschienen und h\u00e4tten nachher auf ihren schwei\u00dftriefenden Rossen den Sieg verk\u00fcndet, wo heute neben der Quelle <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aedes_Castoris\">der ihnen zu Ehren errichtete Tempel<\/a> steht. <\/p><cite>Plutarch, Coriolan, Kap.3.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Tacitus berichtet uns in seiner Germania von dem (in Schlesien siedelnden Stamm der vandalischen) Naharnavaler:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Bei den Naharnavalern zeigt man einen Hain, eine uralte Kultst\u00e4tte. Vorsteher ist ein Priester in Frauentracht (<em>muliebri ornatu<\/em>). Die Gottheiten, so wird berichtet, k\u00f6nnte mann nach r\u00f6mischer Auffassung (<em>interpretatione romana<\/em>) Kastor und Pollux nennen. Ihnen entspechen sie in ihrem Wesen. Sie hei\u00dfen Alken. Es gibt keine Bildnisse. Keine Spur weist auf einen fremden Ursprung des Kultes. Gleichwohl verehrt man sie als Br\u00fcder, als J\u00fcnglinge.<\/p><cite>Tacitus, Germania, Kapitel 43.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>2020 <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schatzfund_von_Vindelev\">fand man bei Vindelev in J\u00fctland einen atemberaubenden Goldschatz<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf einem gro\u00dfen Brakteaten sind die g\u00f6ttlichen J\u00fcnglinge abgebildet. Die Webseite des d\u00e4nischen Museums erl\u00e4utert:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Das Motiv in der Mitte ist jedoch sehr schwer zu erkennen, aber es scheint ein Bild von zwei Zwillingsfiguren zu sein. [\u2026] Das Hauptmotiv sind zwei identische Gesichter im Profil, die in die gleiche Richtung zeigen. In ihrem Haar haben sie jeweils ein Diadem mit einem Stirnschmuck. Zwischen den K\u00f6pfen schwebt ein Symbol mit drei Beinen, eine sogenannte Triskele. Die Figuren sind verh\u00fcllt. [\u2026] Zwillingsg\u00f6tter sind in der nordischen Mythologie der Wikingerzeit und des Mittelalters unbekannt. Aber wenn wir in der Zeit weiter zur\u00fcckgehen, gibt es tats\u00e4chlich Spuren von Vorstellungen von Zwillingsg\u00f6ttern sowohl in S\u00fcd- als auch in Nordeuropa. Die Griechen und R\u00f6mer verehrten zwei Zwillingsg\u00f6tter, die zusammen die Dioskuren genannt wurden, die besonders mit Pferden in Verbindung gebracht wurden. Die r\u00f6mischen Namen der beiden Br\u00fcder waren Castor und Pollux, die noch heute die Namen der beiden hellsten Sterne im Sternbild Zwillinge sind. [\u2026] (Unten sind) eine Reihe leicht unterschiedlicher menschlicher Gesichter zu sehen, dann eine Reihe kleiner Pferdek\u00f6pfe und am anderen Ende eine Schlange, die an jedem Ende einen Kopf zu haben scheint und an dem gro\u00dfen dekorativen Dreieck klafft.<\/p><cite><a href=\"https:\/\/www.vejlemuseerne.dk\/viden-og-forskning\/artikler\/x10-verdens-stoerste-brakteat\/\">Verdens st\u00f8rste brak\u00adteat: Hvem var tvillinge\u00ad-kongerne? Vejlemuseerne 7.1.2022<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"664\" height=\"751\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Zuschneiden_3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5598\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Zuschneiden_3.jpg 664w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Zuschneiden_3-265x300.jpg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 664px) 100vw, 664px\" \/><figcaption>Der Brakteat wurde beim Pfl\u00fcgen entdeckt und besch\u00e4digt. Foto:  <a href=\"https:\/\/www.vejlemuseerne.dk\/viden-og-forskning\/artikler\/x10-verdens-stoerste-brakteat\/\">Vejlemuseerne<\/a><br>Im Zentrum des d\u00e4nischen Goldbrakteaten aus dem 4. Jahrhundert das Zwillngspaar, links am Rand Pferdek\u00f6pfe als ihr Attribut.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die reitenden Br\u00fcder entsprechen den sich in alle Himmelsrichtungen ausbreitenden Teilen der Indogermanen. Sie haben die Erinnerung an ihren Kultus gut bewahrt: Ihr Gottvater <em>Dieus pet\u00e9r<\/em>, ein linguistisch erschlossenes Urwort f\u00fcr den G\u00f6ttervater, begleitete sie. Bei den sp\u00e4teren Germanen wurde das Wort zu Ziu oder Tyr, einem Asen. Die Liederedda best\u00e4tigt uns:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Im Osten unseres Heimes da str\u00f6mt ein Flu\u00df gar hehr,<br>Tanais<a id=\"_ftnref11\" href=\"#_ftn11\">[11]<\/a> gehei\u00dfen, der flie\u00dft ins schwarze Meer.<br>Er scheidet all Europa, das westliche Wanenland,<br>Vom Land und Heim der Asen, das Asien ist genannt.<\/p><cite>Heimskringla, um 1230, vmtl. von Snorri Sturlusson,<a id=\"_ftnref12\" href=\"#_ftn12\">[12]<\/a> \u00dcbersetzung: Felix Dahn, Germanische G\u00f6ttersagen, 1892.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Tanais ist der Flu\u00df Don. \u00d6stlich liegt die heute nachgewiesene Heimat der indoeurop\u00e4ischen Steppenhirten, westlich die eher b\u00e4uerlichen L\u00e4nder. Als die indogermanischen Reiterkrieger nach Westen zogen und auf die b\u00e4uerliche Vorbev\u00f6lkerung trafen, wurden sie nach vielen K\u00e4mpfen deren Herr.<a id=\"_ftnref13\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a> Die sp\u00e4teren germanischen G\u00f6ttermythen bewahrten die Erinnerung daran. In ihnen standen die germanischen Aseng\u00f6tter f\u00fcr das spirituelle Erbe der Eroberer und die westlich-b\u00e4uerlichen Waneng\u00f6tter f\u00fcr die alten St\u00e4mme.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Das war der Anfang dessen, da\u00df Krieg erhoben ward,<br>zwischen den Asen und Wanen. Es zog mit Heeresfahrt<br>Wodan den edlen Wann feindlich an die Hand,<br>Die Wanen aber standen und wehrten wohl ihr Land.<br>Den Speer schleuderte Wodan und scho\u00df ihn \u00fcber das Feld;<br>Da war der gr\u00f6\u00dfte Heerkrieg, der stattfand in der Welt.<\/p><cite>\u00dcbersetzung: Felix Dahn, Germanische G\u00f6ttersagen, 1892.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Zuletzt schlossen die G\u00f6tter Frieden und tauschten Geiseln aus. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Sie einigten sich auf eine Friedensversammlung und setzten den Frieden auf die Art fest, da\u00df beide Gruppen zu einem Gef\u00e4\u00df gehen und hineinspucken sollten. Und beim Aufbruch nahmen die G\u00f6tter dieses Vers\u00f6hnungszeichen und wollten es nicht umkommen lassen, sondern schufen daraus einen Menschen, der Kvasir hie\u00df.<\/p><cite>Snorri Sturluson, Sk\u00e1ldskaparm\u00e1l, ztiert von Richard Simek, Lexikon der germanischen Mythologie, S.487 Stichwort Wanenkrieg.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich darf man Mythen nicht mit Geschchtsb\u00fcchern verwechseln. Sie bewahren in sich aber oft, auch hier, einen realen Erinnerungskern: vom Verschmelzen der indogermanischen Eroberer mit der b\u00e4uerlichen Vorbev\u00f6lkerung.<\/p>\n\n\n\n<p>So schlie\u00dft sich f\u00fcr uns der Kreis. Da\u00df der indogermanische Teil unserer Vorfahren vor 4000 bis 5000 Jahren in Mitteleuropa auf den b\u00e4uerlichen getroffen ist und sich diese Erinnerung bis heute in einem uralten Mythos erhalten hat, ist atemberaubend und erweckt Ehrfurcht vor allen geistigen Bewahrern unserer indigenen Tradition.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Die ersten Homo-sapiens-Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ihre Vorfahren wiederum stammten aus den noch nicht in asiatisch-europ\u00e4isch geteilten St\u00e4mmen aus der Region \u00f6stlich des kaspischen Meeres.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn3\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> M\u00e4nnliche Haplogruppe C1, weibliche Haplogruppe U. Ich schreibe hier keinen genetischen oder historischen Fachartikel. In der Pal\u00e4ogenetik, der Vorgeschichtforschung und erst recht der Religionsgeschichte sind viele Interpretationen strittig. Was ich hier schreibe, ist verk\u00fcrzt, aber auf dem neuesten Stand.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Zu starke Vermehrung, nicht ausreichende Landressourcen oder Seuchen werden als Grund diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. im einzelnen: Reinhard Schmoeckel, Die Hirten, die die Welt ver\u00e4nderten, Die Geschichte der fr\u00fchen Indo-Europ\u00e4er, 1982<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> Bis auf Basken und geringe sonstige Sprachreste.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> \u00dcberwiegend agrarisch wirtschaftende St\u00e4mme, die unter anderem die Gro\u00dfsteingr\u00e4ber, die Steinkreise und zum Beispiel die Himmelsscheibe von Nebra schufen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> Hermann Menge, Langenscheidts Gro\u00dfw\u00f6rterbuch Griechisch, 20.Aufl.1967, S.185, 401.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Rudolf Simek, Lexikon der germanischen Mythologie, 3.Aufl. 2006, S.71 zum Stichwort Dioskuren.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Richard Moritz Meyer,Altgermanische Religionsgeschichte, 1910, S.217<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> Der Flu\u00df Don.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> Snorri wu\u00dfte um 1230 nat\u00fcrlich um die geografischen Begriffes des Schwarzen Meeres und des Flusses Don \/ Tanais. Er mag manches dichterisch ausgeschm\u00fcckt, aber den Kern der alten Mythen nicht erfunden haben. Er hat, was er aus dem alten Mythos wu\u00dfte, mit den geographischen Begriffen seiner Zeit versehen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> Pal\u00e4ogenetische Studien haben erwiesen, da\u00df sie zumeist die m\u00e4nnlichen Stammlinien (Y-DNA) mehr oder weniger ausgl\u00f6scht, haben, w\u00e4hrend weibliche Linien (X-chromosomale) erhalten blieben. Mit anderen Worten: Sie erschlugen die M\u00e4nner und nahmen sich die Frauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mythen sind weder sinnlos noch irrelevant Lassen Sie sich gern in die fernste Vergangenheit entf\u00fchren? Die Versuchung ist gro\u00df angesichts unserer immer ekligeren Gegenwart. Aber nicht Weltflucht oder gar esoterische Neigungen legen nahe, sich mit einem Urmythos unserer europ\u00e4ischen Kultur vertraut zu machen. 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