{"id":5919,"date":"2023-11-09T10:15:14","date_gmt":"2023-11-09T09:15:14","guid":{"rendered":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=5919"},"modified":"2023-11-11T17:01:26","modified_gmt":"2023-11-11T16:01:26","slug":"dauerbrenner-deutsches-volk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2023\/11\/09\/dauerbrenner-deutsches-volk\/","title":{"rendered":"Dauerbrenner &#8222;Deutsches Volk&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Die Aufl\u00f6sung des deutschen Volkes<\/h1>\n\n\n\n<p>Das ethnische deutsche Volk befindet sich in amtlicher Aufl\u00f6sung. <a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2019\/12\/08\/attentat-auf-den-weihnachtsmann-und-das-deutsche-volk\/\">Diese Aufl\u00f6sung wurde von langer Hand geplant und wird jetzt quasi generalstabsm\u00e4\u00dfig durchexerziert. <\/a>Das ist keine Verschw\u00f6rungstheorie, sondern das n\u00fcchterne Resultat eines Blickes auf die Fakten und auf die politischen Absichten der ma\u00dfgeblichen Akteure.<\/p>\n\n\n\n<p>Das deutsche Volk ist ein mehrdeutiger Begriff. Urspr\u00fcnglich hatte es sich nicht zwingend mit Verwandtschaft zu tun. Zum <em>folc<\/em> geh\u00f6rte in althochdeutscher Zeit, wer dem Kriegsvolk \u201efolgte\u201c. Einem wandernden Volk schlossen sich in der V\u00f6lkerwanderungszeit vielerlei Leute an. Im Laufe der Jahrhunderte verband sich das Wort Volk aber fest mit dem Begriff des deutschen Volkes. Zu ihm z\u00e4hlte man alle Menschen deutscher Muttersprache.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die harten Fakten und ihre Gr\u00fcnde<\/h2>\n\n\n\n<p>Bekanntlich lebten niemals alle Deutschen in einem Staat zusammen. Den verschiedenen deutschen Staaten haben immer auch Menschen angeh\u00f6rt, die nicht deutsch sprachen. Volkszugeh\u00f6rigkeit ist ein faktischer Zustand, Staatsangeh\u00f6rigkeit ein rechtlicher. Da\u00df die Staatsangeh\u00f6rigen der Bundesrepublik weniger w\u00fcrden, l\u00e4\u00dft sich nicht feststellen. Es k\u00f6nnen ausreichend P\u00e4sse nachgedruckt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Unterschied war fr\u00fcher auch gesetzlich v\u00f6llig klar:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201cDeutscher Volks\u00adzu\u00adge\u00adh\u00f6\u00ad\u00adriger im Sinne die\u00adses Gesetzes ist, wer sich in seiner Heimat zum deut\u00adschen Volks\u00ad\u00adtum bekannt hat, so\u00adfern dieses Bekenntnis durch be\u00adstimmte Merkmale wie Abstammung, Sprache, Erzie\u00adhung, Kultur best\u00e4tigt wird\u201d&nbsp;<\/p><cite>\u00a7 6 Bundesge\u00adsetz \u00fcber die Ver\u00ad\u00adtriebenen und Fl\u00fccht\u00adlinge (BGBl. I 1971, 1563 ff., und die Neu\u00adfas\u00adsung vom 2.Juni 1993, BGBl.1993, 829 ff. sowie andere Ge\u00adset\u00adze.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Deutschen als Volk halbieren sich aber von Generation zu Generation. Das hat strukturelle Gr\u00fcnde und wird von einem m\u00e4chtigen ideologischen Druck flankiert. Da\u00df dieser spezifische Druck nicht die alleinige Ursache ist, zeigt uns ein Vergleich mit Nachbarl\u00e4ndern, in denen der weltanschauliche R\u00fcckblick auf die Jahre vor 1945 zu einem positiven Verst\u00e4ndnis der nationalen Identit\u00e4t f\u00fchrte und die trotzdem nicht dem Ph\u00e4nomen des anhaltenden Geburtenschwundes entgangen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die historische Demographie und die Genealogie weisen \u00fcbereinstimmend auf, da\u00df es seit Beginn schriflicher Aufzeichnungen \u00fcber Geburten einen Sog vom Land in die St\u00e4dte gab. Nie haben St\u00e4dte ihre Einwohnerschaft aus sich selbst heraus reproduziert. Sie empfingen immer Zuzug vom Land. Bev\u00f6lkerungs\u00fcberschu\u00df auf dem Land, aber Bev\u00f6lkerungsschwund in den St\u00e4dten, das ist eine Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit, deren Gr\u00fcnde gut erforscht sind. Stadtb\u00fcrgern brachte Kinderreichtum h\u00e4ufig Armut, dem Landvolk flei\u00dfige H\u00e4nde und eine Art Altersvorsorge.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine industrielle Massengesellschaft ist st\u00e4dtisch. Sie ben\u00f6tigt zu ihrem Bestandserhalt fortw\u00e4hrenden Zuzug. Heute leben die wesentlichen Teile der deutschen Bev\u00f6lkerung in solchen Verh\u00e4ltnissen. Kinderreichtum wird wirtschaftlich nicht belohnt, sondern durch Absinken des Sozialstatus bestraft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die weichen Fakten und ihre Gr\u00fcnde<\/h2>\n\n\n\n<p>Wollen die Deutschen \u00fcberhaupt noch ein Volk sein? In politischer Hinsicht ist das ihre Existenzfrage.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201cDa\u00ad\u00addurch, da\u00df ein Volk nicht mehr die Kraft oder den Willen hat, sich in der Sph\u00e4re des Politischen zu halten, ver\u00adschwin\u00addet das Politi\u00adsche nicht aus der Welt. Es ver\u00adschwin\u00addet nur ein schwaches Volk.\u201d<\/p><cite>Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen, S.53, 54.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die ohnehin ablaufenden Notwendigkeiten und Ursachenketten der industriellen Massengesellschaft wurden und werden in Deutschland massiv verst\u00e4rkt durch eine volksfeindliche Ideologie. Diese ist tendenziell kosmopolitisch und sublimiert damit auf geistiger Ebene die materiellen Erfordernisse globalen Wirtschaftens. Das Volk wurde begrifflich seit den 1970er Jahren von der Bev\u00f6lkerung verdr\u00e4ngt. Der Perspektivenwechsel begann in der Soziologie, wo \u201cdie Bev\u00f6lkerung\u201d einer von mehreren Parametern ist. Vom Linksradikalismus wurde er begierig aufgenommen, verallgemeinert und auch angewandt, wo an sich das gesamte Volk im Gegensatz zu Nachbarv\u00f6lkern gemeint sein m\u00fc\u00dfte.<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland breitete sich vom linksradikalen Spektrum aus eine ha\u00dferf\u00fcllte Grundhaltung gegen alles aus, was unser Schicksal ausmacht, Deutsche zu sein. Wie der Soziologe Helmut Schoeck anhand von Schulb\u00fcchern der 1970er Jahre bereits aufgezeigt hat, wurden Schulkinder schon damals planm\u00e4\u00dfig neurotisiert:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eWie ein riesiger Staubsauger, der, einem Tintenfisch gleich. mit Dutzenden von Schl\u00e4uchen aus der Seele des Kindes jeden Winkel absaugt, in dem noch ein Rest Sinn verborgen sein k\u00f6nnte, sind die linken Lernziele und Schulb\u00fccher bzw. vom Lehrer selbst zusammengebauten Unterrichtseinheiten ein wohl\u00fcberlegtes Instrument zur Abt\u00f6tung jedes Erlebnisses von Sinn.\u201c<\/p><cite>Helmut Schoeck, Kinderverst\u00f6rung, 1987, S.128.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die damalige neurotisierte Jugend n\u00e4hert sich heute bereits dem Ruhestand, nachdem sie weitere Generationen von Kindern indoktriniert hat. Was dabei herauskommt, kann man gelegentlich freitags Schule schw\u00e4nzen sehen: einen Marsch ungebildeter, hirnloser emotionaler Analphabeten, aufgehetzt und hysterisch schreiend balancieren sie t\u00e4glich auf dem schmalen Grat zwischen selbstverst\u00fcmmelndem Ritzen und panischer Furcht vor einem Klimatod. In neurotischer Verk\u00fcrzung der Wunder des Lebens haben sie nur sich zu emp\u00f6ren gelernt, und Anti-etwas zu sein ist ihr Lebenssinn. Aus der Emp\u00f6rung<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201ewird Ha\u00df, wird Feindseligkeit gegen die eigenen Bezugspersonen, das eigene Volk und Land, und dieser Ha\u00df, so richten es die Schulbuchverfasser ein, mu\u00df nun auch noch seine vermeintliche Berechtigung in den Augen des Kindes bekommen: deshalb fl\u00f6\u00dft man ihm den Verdacht ein, die eigene Gesellschaft, die Leute bei uns h\u00e4tten Hunde ohnehin lieber als Kinder. Jetzt, als verfolgte Minderheit im eigenen Land, kann sich das verst\u00f6rte Kind mit den fernen Kindern in den Entwicklungsl\u00e4ndern voll identifizieren.\u201c<\/p><cite>Helmut Schoeck a.a.O. S.108 mit entsprechenden Nachweisen.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nach diesem Blick in die Kindheit und Sozialisationsgeschichte der heutigen GR\u00dcNEN wird deutlich, warum der geballte Ha\u00df des Linksradikalismus der Vorstellung gilt, das deutsche Volk sei etwas Wertvolles, das man vielleicht sogar verteidigen und besch\u00fctzen sollte. Jahrgang um Jahrgang wurde vorenthalten, welche vielf\u00e4ltige Geschichte unser Volk hat, das man einst als Volk der Dichter und Denker r\u00fchmte. Was aber sollen sie lieben an ihrem Volk, wenn man die in Schulen vermittelte Geschichte von tausend Jahren auf zw\u00f6lf reduziert und die Kinder nur zu Gedenkst\u00e4tten der Selbstscham schickt?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2012-12-01-17-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-714\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2012-12-01-17-768x1024.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2012-12-01-17-225x300.jpg 225w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2012-12-01-17-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2012-12-01-17-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2012-12-01-17-900x1200.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2012-12-01-17-1280x1707.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2012-12-01-17-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Selbst die Eiche als deutscher Symbolbaum lebt nicht ewig.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dadurch wurde das Bewu\u00dftsein zentral getroffen, Teil einer \u00fcberzeitlichen Solidargemeinschaft zu sein, den Vorfahren etwas zu verdanken und eigenen Kindern etwas zu schulden. Doch<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201ckeiner lebt f\u00fcr sich allein. Jeder ist auf Gemeinschaft \u2026 in der Abfolge der Generationen an\u00adgewiesen.\u201d<\/p><cite>Wolfgang Sch\u00e4uble, Wie leben aus der Wurzel des \u00dcberlieferten, FAZ 25.8.1995.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Zu die\u00adser Ge\u00admein\u00adschaft geh\u00f6ren alle, die sich zum<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201cdeut\u00ad\u00adschen Volks\u00adtum als national ge\u00adpr\u00e4g\u00adter Kultur\u00adge\u00admeinschaft, nicht als an\u00ader\u00adkannter oder nicht an\u00ader\u00adkannter Rechts\u00adin\u00adsti\u00adtution, son\u00addern als einer rechtlicher Wer\u00adtung a priori vor\u00adgege\u00adbe\u00adnen Seins\u00adform, be\u00ad\u00adkennen oder nicht be\u00adken\u00adnen.\u201d<\/p><cite>Friedrich Schr\u00f6er, Deutsche Volkszugeh\u00f6rigkeit von Minderj\u00e4hrigen, Baye\u00adri\u00adsche Ver\u00adwal\u00adtungs\u00adbl\u00e4t\u00adter 1973, 148 ff..<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wer sich, von jahrzehnterlanger Charakterw\u00e4sche indok\u00adtri\u00adniert und neu\u00adro\u00adtisiert, sei\u00adner Wurzeln sch\u00e4mt, gibt seine Identit\u00e4t irgendwann auf. Bereits 1978 stellte der Historiker Hellmut Diwald schon f\u00fcr die Deutschen fest:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Charakteristisch ist da\u00df sie nicht mehr in der Lage sind, sich als Deutsche, als eigenes Volk mit eigent\u00fcmlichen Merkmalen einzusch\u00e4tzen.<\/p><cite>Hellmut Diwald, Geschichte der Deutschen, 1978, S.123.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der gr\u00fcne Minister Robert Habeck steht ganz in dieser Tradition. Mit dem Begriff Vaterlandsliebe kann er nichts anfangen. Das gilt f\u00fcr fast alle gro\u00dfen gesellschaftlichen Akteure: F\u00fcr die Merkel-CDU gilt es ebenso wie f\u00fcr die gro\u00dfen Kirchen. Wer das deutsche Volk erhalten will, ger\u00e4t schnell amtlich in den Verdacht, er sei ein Verfassungsfeind. Dabei wird die Liebe zum eigenen Volk mit Chauvinismus oder Kollektivismus verwechselt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Sie nicht glauben k\u00f6nnen, was gesellschaftlich relevante Kr\u00e4fte mit dem deutschen Volk konkret vorhaben, schauen Sie einfach mal, was ein prominenter Genosse dazu schreibt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"916\" height=\"179\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-740\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_6.jpg 916w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_6-300x59.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_6-768x150.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_6-900x176.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 916px) 100vw, 916px\" \/><figcaption>(Twitter) 10.11.2019<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a>Die Vaterlandsliebe<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>Braucht unser Staat \u00fcberhaupt ein Volk \u2013 und braucht unser Volk einen Staat? Nichts bleibt heute unangezweifelt. Doch was ist \u201cVolk\u201d \u00fcberhaupt? Ein noch nicht staatlich verfa\u00dftes Volk<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eerw\u00e4chst aus einer geschichtlich gewachsenen, substantiellen Gemeinsamkeit einer Gruppe von Menschen. Sie verweist und findet ihren Grund in der subjektiv unverf\u00fcgbaren Vergangenheit: aus gemeinsamer Geschichte, Schicksal, Sprache, Kultur erw\u00e4chst solidarische Verbundenheit. Ihre aus geschichtlicher Kontingenz gepr\u00e4gte Gestaltung widerstrebt rationaler Erkl\u00e4rbarkeit.\u201c<\/p><cite><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_Depenheuer\">Otto Depenheuer<\/a>, Solidarit\u00e4t im Verfassungsstaat, 2.Aufl. 2016, S.318.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ein Staat erw\u00e4chst einem Volk, sobald es sich Institutionen schafft und diese mit staatlicher Autorit\u00e4t ausstattet: mit umfassenden zwischenmenschlichen Regelungsbefugnissen. Diese staatliche Ordnung ben\u00f6tigt eine Ethik mit gemeinschaftsbildenden Tugenden. Elf Leute sind keine Fu\u00dfballmannschaft, wenn sie sich nicht an die f\u00fcr alle geltende Spielregeln halten. Wenn sie in alle Himmelsrichtungen auseinanderfliegen, bilden V\u00f6gel keinen Schwarm mehr. Ohne Bereitschaft, sich an Regeln zu halten, gibt es keine kollektive Handlungseinheit: keine Fu\u00dfballmannschaft, auch keinen Staat.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Bereitschaft besteht in der Anerkennung spezifischer Tugenden wie die der Staatstreue, der Vater\u00adlandslie\u00adbe und der Fami\u00adlien\u00adbin\u00addung. An eine me\u00adtaphysi\u00adsche Reali\u00adt\u00e4t solcher ge\u00admein\u00adschaftsbil\u00addenden Wer\u00adte mu\u00df nie\u00admand glau\u00adben. Wer Gott nur vom Thron st\u00fcrzt, um sich selbst \u2013 in\u00addividuell oder kol\u00adlektiv \u2013 dar\u00adaufzuset\u00adzen und als \u201egottesebenbildlich\u201c anzube\u00adten, hat nicht be\u00adgriffen, was Aufkl\u00e4\u00adrung tats\u00e4ch\u00adlich bedeu\u00adtet. Da\u00df es solche Werte aber bei allen V\u00f6l\u00adkern und in al\u00adlen Kul\u00adtu\u00adren gibt, l\u00e4\u00dft den Schlu\u00df zu, da\u00df es of\u00adfenbar ei\u00adnen Nut\u00adzen hat, wenn die Mit\u00ad\u00adglie\u00adder einer Gruppe ein die Ge\u00admein\u00adschaft \u00ad\u00adsta\u00adbi\u00adlisie\u00adren\u00addes Sy\u00adstem von Nor\u00admen an\u00adwen\u00adden.<\/p>\n\n\n\n<p>So verstanden schweben die Werte f\u00fcr eine Ge\u00ad\u00admein\u00ad\u00adschaftsord\u00adnung nicht in \u00fcber\u00adsinn\u00adli\u00adchen Sph\u00e4ren. Sie beein\u00adflus\u00adsen h\u00f6chst real das mensch\u00adliche Zu\u00adsammenleben, weil viele Men\u00adschen gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig zu ihnen neigen. Es herrscht, wer den Inhalt des Glaubens be\u00adstimmt, auf des\u00adsen Grund\u00adla\u00adge die in der Staats\u00ad\u00adver\u00adfas\u00adsung kon\u00adkre\u00adti\u00adsier\u00adte Wert\u00adord\u00adnung ruht. Es gilt da\u00adher ei\u00adn Sy\u00ad\u00adstem von Tu\u00adgenden durch\u00ad\u00adzu\u00ad\u00ad\u00adset\u00adzen, das unsere in\u00ad\u00addi\u00ad\u00advi\u00ad\u00adduel\u00ad\u00adle Frei\u00adheit mit dem Be\u00adstand der Ge\u00ad\u00admein\u00adschaft ver\u00adkn\u00fcpft, der wir alle an\u00adge\u00adh\u00f6ren und die uns die in\u00addivi\u00addu\u00adelle Freiheit nach innen und au\u00ad\u00dfen ga\u00adran\u00adtieren soll. Diese Nor\u00ad\u00admen gibt es in Deutschland tra\u00addi\u00ad\u00adtio\u00adnell. Es ist sinnlos, Hirn\u00adge\u00adspinste aus der in\u00adtellektuellen Retorte zu ziehen. Ra\u00adtio\u00adna\u00adli\u00adstisch aus\u00adge\u00ad\u00adkl\u00fc\u00adgelte Werte erw\u00e4r\u00admen niemandem das Herz. Sie k\u00f6n\u00adnen we\u00adder die n\u00f6tige soziale Bindungs\u00adkraft ent\u00adfal\u00adten noch Fol\u00adge\u00adbe\u00adreit\u00ad\u00adschaft er\u00adzeu\u00adgen. Nur die in den Gef\u00fchlen der Menschen wirk\u00adlich vor\u00adhan\u00addenen, \u00fcberlieferten Werte, Tugenden und Ge\u00admein\u00adschafts\u00adideen k\u00f6nnen dauerhaft sozial funktionieren: die Fa\u00ad\u00admi\u00adlie, das Volk und alle auf sie bezogenen Sekund\u00e4rtugenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese empfundene Identit\u00e4t mit meinen mir verwandten und gleichgesinnten Mitb\u00fcrgern ruft jene eigent\u00fcmliche Solidarit\u00e4t hervor, die sich mit dem Begriff der Vaterlandsliebe verbindet. Meine Opferbereitschaft richtet sich auf mir verwandte Menschen, mit denen ich mich gleich wei\u00df in ihrer grunds\u00e4tzlichen Sicht auf die menschlichen Verh\u00e4ltnisse. Mit ihnen bilde ich gern einen staatlichen Bund, eine Solidargemeinschaft, deren personales Substrat immer diese konkreten Menschen sind und nicht abstrakte Begriffe.<\/p>\n\n\n\n<p>Vaterland ist eine Metapher, ein symbolisches Wort f\u00fcr alle lebenden, verstorbenen und k\u00fcnftigen Menschen, die dieses Vaterland gebildet haben, bilden und bilden werden. Sie sind es, die ein Mensch liebt und denen er sich solidarisch verbunden f\u00fchlt. Wenn man den Begriff des Volkes nicht als blo\u00dfe Sam\u00admel\u00adbezeich\u00adnung f\u00fcr viele einzelne Men\u00ad\u00adschen be\u00adtrach\u00adtet, kann man nur zu dem Schlu\u00df kom\u00admen, da\u00df es V\u00f6l\u00adker nur in unserer Vorstellung gibt: \u201c<em>In mente<\/em>\u201c, h\u00e4tte William von Ock\u00adham ge\u00adsagt: im Gei\u00ad\u00adste. Real vor\u00adhan\u00adden sind aller\u00addings die Ver\u00adwandt\u00adschafts\u00adbe\u00adziehun\u00adgen, die ge\u00admein\u00adsame Spra\u00adche und die gemein\u00adsa\u00adme Ge\u00adschich\u00adte der An\u00ad\u00adgeh\u00f6rigen eines Vol\u00adkes. Alle diese Um\u00adst\u00e4nde be\u00adwahren das Ph\u00e4\u00ad\u00adno\u00ad\u00admen \u201cVolk\u201d aber nicht, wenn es <em>als Volk<\/em> nicht mehr \u201cin mente\u201d ist: im Bewu\u00dftsein sei\u00adner An\u00adge\u00ad\u00adh\u00f6rigen also, denn das<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201cDeutsch\u00adland, wel\u00adches wir lie\u00adben und zu sehen be\u00adgehren, hat nie exi\u00adstiert und wird viel\u00adleicht nie exi\u00adstieren. Das Ideal ist eben etwas, das zu\u00adgleich ist und nicht ist. Es ist die im tiefsten Her\u00ad\u00adzen der Men\u00adschen leuch\u00adtende Son\u00adne, um wel\u00adche un\u00adsere Ge\u00addanken\u201d sich drehen.<\/p><cite>Paul De Lagarde, Deutsche Schriften, 1884, zitiert nach Sammlung Diede\u00adrichs, Deutsches Wesen, Hrg. Friedrich Daab, 1914, S.83.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das ideale Deutschland befindet sich in uns. Das reale Deutsch\u00ad\u00ad\u00adland aber k\u00f6n\u00adnen nur kon\u00adkrete Menschen sein, die Ge\u00adsamt\u00ad\u00adheit aller Deut\u00ad\u00adschen. Wer sich f\u00fcr sie verantwort\u00adlich f\u00fchlt und sie zu seiner Her\u00ad\u00adzenssache macht, rech\u00adnet zu ih\u00adnen die Ge\u00adsamt\u00adheit der Le\u00ad\u00adben\u00adden, der Toten und der Ungeborenen. Das ideale heim\u00adliche Deutschland da\u00adgegen tr\u00e4gt je\u00adder nur in sich allein.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Gruppen und Kollektive existieren nur insoweit und auch nur so\u00adlange, wie sie von den handelnden Gruppenmitgliedern als Kollekti\u00adve tat\u00ads\u00e4chlich wahrgenom\u00admen werden. Wenn die Einzelmitglieder der Gruppe aufh\u00f6ren, gruppenbezogen zu handeln, wenn der Wille, die Grup\u00adpe zu bilden und die Gruppe bestehen zu lassen, erlischt, dann erlischt die Gruppe \u00fcber\u00adhaupt. Das ist das Ziel aller derer, die das deutsche Volk heute aufl\u00f6sen. Sie l\u00f6sen es auf, indem sie das emotionalen Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl und den Willen zerst\u00f6ren wollen, gemeinsam Deutsche zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Familie kann sich durch Schei\u00addung aufl\u00f6sen. Eine politische Partei kann durch Verbot aufge\u00adl\u00f6st werden. Auch die Mitglieder eines Vol\u00adkes k\u00f6nnen sich zerstreuen. Nachdem die Athener die meli\u00adschen M\u00e4nner get\u00f6tet und die Frauen und Kinder in die Sklaverei verkauft hatten, gab es f\u00fcr den Rest der Weltgeschichte keine Melier mehr. V\u00f6lker sind eben nicht Gedanken Gottes, sondern handelnde Kollektive von Einzelmenschen, die im Kol\u00adlektiv handeln <em>wollen<\/em> und das tats\u00e4chlich tun. Wenn der Wille zu ge\u00admeinsamem Handeln und damit zur gemeinschaftlichen Existenz er\u00adlischt, endet das Volk \u00fcber\u00adhaupt. V\u00f6lker sind nicht Gedanken Got\u00adtes, sondern kol\u00adlektive Gedanken vieler Menschen. Das zum Be\u00adwu\u00dft\u00adsein seiner selbst ge\u00adkommene Volk bezeichnet die ro\u00admanische Tra\u00addition als <em>Nation<\/em>: Nation sei ein t\u00e4gliches Plebiszit. Die Nation als Wil\u00adlens\u00adein\u00adheit zusammen\u00adgeh\u00f6render Menschen erfordert es, die Ent\u00adschei\u00addung f\u00fcr das Zusammengeh\u00f6ren und das gemein\u00adschaft\u00adliche Han\u00addeln t\u00e4g\u00adlich neu zu treffen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"620\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2013-10-19-Wynn-Geburtstag-002.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-716\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2013-10-19-Wynn-Geburtstag-002.jpg 992w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2013-10-19-Wynn-Geburtstag-002-300x188.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2013-10-19-Wynn-Geburtstag-002-768x480.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/2013-10-19-Wynn-Geburtstag-002-900x563.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 992px) 100vw, 992px\" \/><figcaption>Zum Schwarm werden die Einzelv\u00f6gel, wenn sie sich in einer gemeinsamen Ordnung formieren.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nationen sind daher verg\u00e4ngliche Gebilde und in ihrer Existenz verletz\u00adlich. Ihre Existenz h\u00e4ngt davon ab, den Willen zur Gemein\u00adschaft tagt\u00e4glich aufrecht zu erhal\u00adten. Einer Nation die\u00adsen Willen, die \u00dcber\u00adzeugung von ihrer eigenen Identit\u00e4t also, zu nehmen, bef\u00f6rdert sie von der pr\u00e4senten Existenz \u201cin mente\u201d ins Reich der Schatten, in den Orkus des blo\u00dfen Erinnerns, in die reale Nichtexistenz. <em>Finis Ger\u00ad\u00admaniae<\/em>? Das kann uns passieren, liegt aber allein an unserem Wollen. Ob eine<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201cNation als politische oder auch kulturel\u00adle Einheit erhal\u00adten bleibt, h\u00e4ngt nicht von ir\u00adgend\u00adei\u00adner unwandelbaren Sub\u00adstanz ab, die ihr inne\u00adwoh\u00ad\u00adnen soll, sondern von den langfristigen Erfor\u00adder\u00adnis\u00adsen der pla\u00adne\u00adta\u00adrischen Lage, ge\u00adnau\u00ader: von der Art und Weise, wie die Ak\u00adteure diese Erfordernisse be\u00adgreifen und sich darauf ein\u00adstel\u00adlen.\u201d<\/p><cite><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panajotis_Kondylis\">Panajotis Kondylis<\/a>, Die Zukunft der Nation, FAZ 26.10.1994.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es liegt ein irref\u00fchrender, weil transzendenter Akzent in der For\u00admu\u00adlie\u00adrung eines Gedichts, man solle an sein Volk und dessen Zukunft glau\u00adben. Das Volk gibt es, oder es gibt es nicht. Richtig w\u00e4re die For\u00admu\u00adlierung, man solle den Willen, in Gemeinschaft als Volk zu han\u00addeln, nicht auf\u00adge\u00adben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein so verstandener Wille zu gemeinschaftlichem und gemein\u00adschafts\u00ad\u00ad\u00adbe\u00adzo\u00adge\u00adnem Handeln st\u00fcnde nie in Gefahr ideologischer Verab\u00adso\u00adlutierung, kol\u00adlek\u00adti\u00advistischer Totalit\u00e4tsanspr\u00fcche oder quasireligi\u00f6ser Er\u00adweckungs\u00adhoffnun\u00adgen. Als Begr\u00fcndung f\u00fcr das kollektive Ph\u00e4no\u00admen, das wir je nach Aspekt der Betrachtung als Volk, Na\u00adtion oder Staat bezeichnen, gen\u00fcgt die Einsicht, da\u00df der Gemeinschaftsbezug des Handelns letztlich die Daseinsbedingungen des Einzelnen sichern mu\u00df. Am Anfang mu\u00df kann nur die Einsicht stehen, da\u00df je\u00adder Einzelne die Na\u00adtion und einen handlungsf\u00e4\u00adhigen Staat f\u00fcr sein pers\u00f6nli\u00adches Wohl\u00ader\u00adgehen und das seiner Nachkommen unab\u00addingbar braucht. Auf der freien Entscheidung f\u00fcr die Nation mag dann eine \u201cs\u00e4kularisierte\u201d Welt\u00adanschauung aufbauen, die sich der Liebe zu ihren N\u00e4chsten nicht sch\u00e4mt und selbstverst\u00e4ndliche Solidarit\u00e4t mit allen anderen Deut\u00adschen ein\u00adschlie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a>Handeln in nationaler Solidarit\u00e4t<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>Das Volk als Solidargemeinschaft von Verwandten hat sich historisch bew\u00e4hrt. An ihm allein mu\u00df und kann sich so\u00adzia\u00adles Han\u00addeln ausrichten. Andere Solidargemeinschaften wir religi\u00f6se haben sich historisch nicht als dauerhaft und darum als ungeeignet erwiesen (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Udo_Di_Fabio\">Udo Di Fabio<\/a>, Die Kultur der Freiheit, 2005, S.186). Solidarit\u00e4t erfordert differenzierendes Denken in Kategorien menschlicher Ungleichheit, denn die Solidargemeinschaft<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eist wesentlich und legitimerweise Abstammungsgemeinschaft, insoweit sie diejenigen ausgrenzt, die au\u00dferhalb der Gemeinschaft stehen, weil sie an deren Gemeinsamkeit nicht teilhaben: die Angeh\u00f6rigen einer Solidargemeinschaft stehen sich einander n\u00e4her als den Menschen im \u00fcbrigen, d.h., sie sind im Verh\u00e4ltnis zueinander gleicher als im Verh\u00e4ltnis zu anderen.\u201c<\/p><cite><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Otto_Depenheuer\">Otto Depenheuer<\/a>, Solidarit\u00e4t im Verfassungsstaat, 2.Aufl. 2016, S.309 f.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Eine typisch juristische Vorstellung besteht darin, eine rechtliche Verpflichtung als unsichtbares Band zu symbolisieren, das einen Menschen mit einem anderen verbindet. So kann man sich vorstellen, da\u00df die realen Angeh\u00f6rigen eines Volkes durch ihr t\u00e4gliches Handeln eine Art Bund<a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2019\/12\/01\/die-aufloesung-des-deutschen-volkes\/#_ftn1\">[1]<\/a> unter sich aufrechterhalten, der wie ein ideelles Band alle Einzelnen miteinander verbindet, berechtigt und verpflichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberall auf der Welt gab es diese Solidargemeinschaften bereits vor der Geburt jedes heute Lebenden. Man wird in eine Abstammungsgemeinschaft hineingeboren. Niemand kann sich frei aussuchen, mit welchen anderen Menschen er sich staatlich organisieren und ihnen solidarisch sein soll. Eltern und Vorfahren sind bereits da, bevor das Kind in die unk\u00fcndbare Solidargemeinschaft hineingeboren wird.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDie Unk\u00fcndbarkeit des Bundesschlusses verbindet viele Generationen miteinander. Die b\u00fcndische Gemeinschaft verf\u00fcgt dadurch \u00fcber Vergangenheit und Zukunft und erm\u00f6glicht dadurch die Statuierung einer Verantwortung des einzelnen vor der Nachwelt.\u201c<\/p><cite>Depenheuer a.a.O. (2016), S.313 f.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Gemeinschaft miteinander solidarischer und untereinander verpflichteter Menschen ist der einzige rechtfertigende Anla\u00df f\u00fcr den Einzelnen, gegebenenfalls f\u00fcr andere Menschen gro\u00dfe Opfer zu bringen. Das gilt auch f\u00fcr Menschen, die er gar nicht pers\u00f6nlich kennt. Warum akzeptiert ein egoistischer Einzelner, den Ertrag seiner H\u00e4nde Arbeit durch staatliche Umverteilung zu Bed\u00fcrftigen wandern zu lassen, die nicht arbeiten? Auf rein pers\u00f6nlicher Ebene wecken die Gef\u00fchle der famili\u00e4ren Liebe und F\u00fcrsorge solche Bereitschaft. Auf \u00fcberpers\u00f6nlicher Ebene kann man sich den Staat als Solidargemeinschaft wie eine gro\u00dfe Familie denken. Er institutionalisiert und regelt die Hilfsbereitschaft und F\u00fcrsorge in analoger Weise.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir akzeptieren das, wenn wir den Gedanken famili\u00e4rer Solidarit\u00e4t auf unser ganzes Volk \u00fcbertragen. Sie besagt, da\u00df jeder f\u00fcr den anderen, notfalls mit seinem Leben, einzustehen hat. Diese anderen gelten ihm als seine Angeh\u00f6rigen im weitesten Sinne, mit denen er sich emotional verbunden f\u00fchlt aufgrund gleicher Abstammung, gleicher Geschichte und gleichen Schicksals. Der Staat kann nicht sinnvoll nur als unpers\u00f6nliche Verteilungsanstalt materieller G\u00fcter verstanden werden, sonst w\u00fcrde er keine Opferbereitschaft wecken. Er mu\u00df darum<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eals personenbezogenes Gebilde gedacht werden, dessen Substrat nur das Volk sein kann. Tats\u00e4chlich liegt im Begriff des Volkes der Schl\u00fcssel zur Beantwortung der Frage nach dem materiellen Grund der staatsb\u00fcrgerlichen Solidarit\u00e4t. Diese findet ihre Grundlage&nbsp; in der substantiell durch Volkszugeh\u00f6rigkeit, rechtlich durch Staatsangeh\u00f6rigkeit vermittelten Gemeinsamkeit der Staatsb\u00fcrger.\u201c<\/p><cite>Depenheuer a.a.O. (2016), S.324.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Solidarit\u00e4t der Mitglieder einer solchen Solidargemeinschaft untereinander erfordert ein Denken in Gleichheits- und Ungleichheitskategorien. Untereinander gelten sie als gleich. Wer nicht dazu geh\u00f6rt, ist Ausl\u00e4nder und damit ungleich. Ihm wird nicht das Ma\u00df an Solidarit\u00e4t geschuldet, das einem Inl\u00e4nder zukommt. Schlie\u00dflich ist er auch seinerseits nicht verpflichtet, notfalls mit seiner ganzen Existenz f\u00fcr einen Staat einzustehen, der f\u00fcr ihn Ausland ist. Es existiert kein Weltstaat und keine globale Solidargemeinschaft. F\u00fcr radikal kosmopolitisches Denken ist das schrecklich. Es m\u00f6chte von der Ebene des Individuums die des Staates \u00fcberspringen und unmittelbare Solidarit\u00e4tspflichten zwischen allen Menschen begr\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p>Kosmopolitisches Denken kann dabei die Frage nicht beantworten, warum ich mich jemandem gegen\u00fcber solidarisch f\u00fchlen und Opfer bringen soll, der mir nicht angeh\u00f6rt und den ich nicht liebe, vielleicht aufgrund seines Verhaltens, seiner Kultur und anderer Eigenheiten auch gar nicht lieben m\u00f6chte. Wenn ich mich mit jemandem schlechterdings nicht identifizieren kann, mag ich mich auch nicht f\u00fcr ihn aufzuopfern. Je ferner er mir steht, je weniger er mir und den Meinen \u00e4hnelt, desto weniger f\u00fchle ich mich ihm solidarisch. Ich empfinde zwischen ihm und mir keine substantielle Gleichheit.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDie staatsb\u00fcrgerliche Solidarit\u00e4t, d.h. die Identifikation mit der Nation \u00fcber alle sonstigen Unterschiede und Gegens\u00e4tze hinweg, ist fundiert durch die unverf\u00fcgbare&nbsp; Zugeh\u00f6rigkeit zu einer konkreten Volksgemeinschaft. Der Begriff des Volkes im substantiellen Sinne vermag jene Basis substantieller Gleichheit&nbsp; der Staatsb\u00fcrger zur Sprache zu bringen. Im Zentrum des substantiellen Volksbegriffs steht das Volk als ethnische oder kulturelle Gr\u00f6\u00dfe.<\/p><p>In ihm gr\u00fcndet die politische Einheit des Volkes. Dieser Nationenbegriff ist objektiv: er garantiert die nationale Identit\u00e4t, ohne sie von subjektiven Willensbekundungen&nbsp; bestimmen zu lassen.\u201c<\/p><cite>Depenheuer a.a.O. (2016), S.333.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Kosmopolitisches Denken \u00fcbersieht aber auch, da\u00df die verschiedenen Solidargemeinschaften nicht nur den Zweck haben, im Sozialleben untereinander solidarisch zu sein. Sie haben auch die Funktion, die Art und Weise des Zusammenlebens gegen\u00fcber Bedrohungen von au\u00dfen zu garantieren. Diese droht potentiell aus L\u00e4ndern, die im Innern ebenfalls Solidargemeinschaften bilden, aber v\u00f6llig andere Vorstellungen von gutem Zusammenleben haben. So kann man die Solidargemeinschaft unseres Staates auch betrachten als staatliche Gemeinschaft derjenigen, die in einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung und nicht in einem islamischen Kalifat oder einer asiatischen Autokratie leben wollen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDenn jede Gemeinschaft mu\u00df eine Grenze zur sozialen Umwelt setzen, sonst kann sie keine kraftspendende Identit\u00e4t gewinnen.\u201c<\/p><cite>Udo Di Fabio a.a.O., S.103.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wer die Kraft aufbringen m\u00f6chte, die zur Verteidigung unserer Identit\u00e4t notwendig ist, darf niemals schweigen: nicht wenn \u201eDeutschland verrecke\u201c an Hausmauern geschmiert wird, nicht, wo \u201eAllah ist gro\u00df\u201c gebr\u00fcllt wird, nicht, wenn wir Welle auf Welle gegen Afroasiaten ausgetauscht werden, und \u00fcberall da nicht, wo unser Staat, seine Grundordnung und mit ihr unsere eigemt\u00fcmliche freiheitliche Lebensweise angegriffen wird.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Deutschland als Wille und Vorstellung<\/h1>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dfen Sie ihre Augen, und lauschen Sie: Es lebte einst eine alte Gro\u00dfmutter. Manchmal kam ihre kleine Enkelin zu Besuch. Sie war der einzige, kleine Sonnenstrahl im Leben der alten Dame. Die aber sorgte sich um das Kind. Im Leben des Kindsvaters spielten n\u00e4mlich Einfl\u00fcsse mit, denen die Kleine nicht zum Opfer fallen sollte. Verzweifelt rief sie sogar das Familiengericht an und wollte sie zu sich nehmen. Aber das Schicksal ri\u00df die beiden f\u00fcr immer auseinander.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nnen Sie sich die Oma gut vorstellen? Haben Sie\nsie bereits lieb gewonnen? Machen Sie sich ein Bild von ihr? <\/p>\n\n\n\n<p>Dann stellen Sie sich danach bitte eine Frau vor,\ndie wegen vierfachen Mordes verurteilt worden ist. Alle Opfer waren verm\u00f6gende\nalte M\u00e4nner. Mengen Sie nun in ihrer Vorstellung Schlafmittel in Erbsensuppe,\nund weben sie die Suppe in diese Geschichte ein, in der auch ein Gehilfe eine\nRolle spielt, der sich mit dem Erw\u00fcrgen und Verbrennen bestens auskennt. <\/p>\n\n\n\n<p>Sehen Sie jetzt auch diese Frau klar vor Ihrem inneren\nAuge? Machen Sie sich ein Bild von ihr?<\/p>\n\n\n\n<p>Sie d\u00fcrfen die Augen nun wieder \u00f6ffnen. Ihre beiden Vorstellungen sind wahr. Aber die Frauen sind in Wirklichkeit ein und dieselbe. Nur hatte ich Ihnen erst einen und dann einen anderen Aspekt der Geschichte vorenthalten. Wenn man sich v\u00f6llig unterschiedliche Vorstellungen von etwas macht, gelangt man zwangsl\u00e4ufig zu v\u00f6llig verschiedenen Bildern. Bei einem k\u00f6rperlichen Gegenstand, den man sieht, kann das nicht passieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Stellen wir uns aber keinen K\u00f6rper vor, sondern\nsoziale Beziehungen zwischen Personen, wird die unterschiedlich m\u00f6gliche\nWahrnehmung politisch hoch brisant.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man ganz unterschiedliche Fakten zugrundelegt,\nkommen verschiedenartige Bewertungen heraus: eine liebenswerte Oma oder eine\nM\u00f6rderin. Soziale Gebilde aber wie die Familie Krupp, der Verein Bayern M\u00fcnchen\noder der Staat DDR bestehen aus mehr einzelnen Fakten, als ein Mensch\ngleichzeitig kennen und ber\u00fccksichtigen kann. Wenn sie vergangen sind, gibt es\nsie nur noch in unserer Vorstellung. Wir m\u00fcssen uns die Fakten wie zu einem Bild\nzusammensetzen, also im Kopf eine Idee davon bilden, was f\u00fcr uns ihr Pr\u00e4gendes\nist. <\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich reden wir hier \u00fcber Deutschland, das haben\nSie schon gemerkt. Friedrich Schiller sagte \u00fcber Wallenstein: &#8222;Von der Parteien\nHa\u00df und Gunst verzerrt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte.&#8220;\nGenau um solche schwankenden Bilder geht es. Welches Bild wir uns von\nDeutschland machen, h\u00e4ngt von den Fakten ab, die wir in dieses Bild einflie\u00dfen\nlassen. Darum stellen sich verschiedene Menschen v\u00f6llig Verschiedenes unter\n&#8222;Deutschland&#8220; vor. Je nach dem hassen sie es, lieben sie es oder\nbleiben gleichg\u00fcltig. Zwischen &#8222;Bl\u00fche, deutsches Vaterland!&#8220; und\n&#8222;Nie wieder Deutschland!&#8220; klafft eine tiefe Kluft. Die ihr Vaterland\nlieben und die es hassen machen sich n\u00e4mlich so unterschiedliche Vorstellungen\nvon Deutschland wie von einer liebevollen Oma oder einer M\u00f6rderin.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/4\/4f\/Nie-wieder-Deutschland.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"967\" height=\"362\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-803\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_4.jpg 967w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_4-300x112.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_4-768x288.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_4-900x337.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 967px) 100vw, 967px\" \/><\/a><figcaption><a href=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/4\/4f\/Nie-wieder-Deutschland.png\">Deutschlandhasser<\/a> am Werk<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jeder hat sein pers\u00f6nliches Deutschland<\/h2>\n\n\n\n<p>Es gab und gibt keine pr\u00e4zise, einheitliche Idee &#8222;Deutschland&#8220;. Jeder hat seine eigene Idee von Deutschland im Herzen &#8211; genauer gesagt: im Kopf. Sie ist historisch eine junge Idee. Zwar schlie\u00dft sie mehr als tausend Jahre unserer Geschichte ein. Wer in historischem Zusammenhang von Deutschland spricht, beginnt sp\u00e4testens im 9. Jahrhundert bei Ludwig dem Deutschen. Im Mittelalter selbst stellte man sich aber kein Land Deutschland vor. Man lebte staatlich im Heiligen R\u00f6mischen Reich, und dessen Reichsvolk waren auch mehrheitlich Deutsche. Sie hatten aber noch nicht die Idee eines abgrenzbaren Landes namens Deutschland.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Platon hatte Ideen f\u00fcr real gehalten. Sie seien die\nUrformen des Seins, und in der k\u00f6rperlichen Welt s\u00e4hen wir nur ihre\nschattenhaften Abbilder. Nehmen wir eine Kugel. Unter einer idealen Kugel\nwerden alle Menschen sich dasselbe vorstellen. Ein Land ist aber keine Kugel.\nEs weist nicht f\u00fcr alle Leute dieselben Merkmale auf. Wir k\u00f6nnen uns sogar\nL\u00e4nder und Orte vorstellen, die es gar nicht gibt, zum Beispiel das sagenhafte\nAvalon oder Tolkiens Auenland. Jeder kann sich die Idee eines solchen Ortes ein\nwenig unterschiedlich denken.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die Franzosen 1681 Stra\u00dfburg besetzten, um zu\nbleiben, hatten die K\u00f6lner keine Idee von \u201eDeutschland\u201c. Ihnen ging das Gef\u00fchl\nab, man h\u00e4tte ihnen etwas weggenommen. 1794 hi\u00dften die Franzosen dann in K\u00f6ln\ndie Trikolore. Sie behaupteten: zu ihrer &#8222;Nation&#8220; k\u00f6nne jeder\ngeh\u00f6ren, der sich zu ihr bekenne. Nachdem sie auf dem Neumarkt einen\nFreiheitsbaum errichtet hatten, nahmen sie sich die Freiheit, die Kunstsch\u00e4tze\nK\u00f6lns zu pl\u00fcndern. Die Roten Funken erhielten franz\u00f6sische Uniformen und\ndurften 1812 zum Ruhme Frankreichs nach Ru\u00dfland mitmarschieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Sachse <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johann_Gottlieb_Fichte\">Johann Gottlieb Fichte<\/a> entwickelte dagegen kreative Ideen und propagierte diese ab 1807 in seinen &#8222;Reden an die deutsche Nation&#8220;. Seine Idee von Deutschland setzte sich schnell durch. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_Moritz_Arndt\">Ernst Moritz Arndt <\/a>kleidete sie in die Worte: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/M\/Arndt,+Ernst+Moritz\/Gedichte\/Gedichte\/Des+Deutschen+Vaterland\">Soweit die deutsche Zunge klingt und Gott im Himmel Lieder singt.<\/a>&#8220; Ungeachtet der Staatsgrenzen sah er das deutsche Vaterland \u00fcberall da, wo Deutsche wohnen. Die zukunftsweisende Idee wehrte die franz\u00f6sische Rechtfertigung daf\u00fcr ab, wo immer m\u00f6glich Teile Deutschlands zu annektieren und die Bewohner flugs zu Franzosen zu erkl\u00e4ren. Nicht durch einen Willensakt, durch keine Beitrittserkl\u00e4rung sollte man aus seinem Vaterland aus- und in ein anderes eintreten k\u00f6nnen. Deutscher zu sein galt jetzt als Frage der objektiven Identit\u00e4t. Das Vaterland sollte seine Kinder nicht einfach loslassen k\u00f6nnen und diese ihm nicht entrissen werden d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die im 18. Jahrhundert erst sch\u00fcchtern knospende Vaterlandsliebe bl\u00fchte im 19. voll auf. Im selben Lied forderte Ernst Moritz Arndt: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/M\/Arndt,+Ernst+Moritz\/Gedichte\/Gedichte\/Des+Deutschen+Vaterland\">Das ganze Deutschland soll es sein! O Gott im Himmel, sieh darein und gib uns rechten deutschen Mut, da\u00df wir es lieben treu und gut!<\/a>&#8222;. Die Liebe zu Deutschland dr\u00fcckt bis heute auch das Lied der Deutschen aus und geh\u00f6rt traditionell zum positiven Verst\u00e4ndnis der Idee &#8222;Deutschland&#8220;. Wer sie teilt, denkt an Deutschland als Land unseres deutschen Volkes in Jahrhunderte zur\u00fcckreichender Tradition: an die deutschen Kaiser des Mittelalters, die romanischen und gotischen Kathedralen, an ein leidgepr\u00fcftes Volk, das sich aus Kriegen wie dem 30j\u00e4hrigen immer wieder kraftvoll erhoben und unsterbliche Werke der Kunst, der Philosophie und der Wissenschaften geschaffen hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das p\u00f6se, p\u00f6se, Deutschland<\/h2>\n\n\n\n<p>Und dann gibt es noch das b\u00f6se Deutschlandbild, die Idee einer angeblichen direkten Traditionslinie von Friedrich den Gro\u00dfen (b\u00f6se) \u00fcber Bismarck (b\u00f6se) zu Hitler (b\u00f6se). Es ist die Idee eines Deutschlands, das eigentlich an allem schuld ist, und wo nicht, werden wir das auch noch bald herausfinden. Diese Vorstellung vom b\u00f6sen &#8222;Deutschland&#8220; gr\u00fcndet auf der Wahrnehmung ganz anderer Fakten als die vom guten \u201eDeutschland\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem aber gr\u00fcndet sie zentral auf derjenigen normativen\nVorstellung von &#8222;Deutschland\u201c, die damals die Nationalsozialisten hatten.\nOhne deren Idee von &#8222;Deutschland&#8220; w\u00e4re die heutige Idee vom\n&#8222;b\u00f6sen Deutschland&#8220;, das man nicht lieben kann und das man\nschnellstens abschaffen mu\u00df, gar nicht vorstellbar. Beide Ideen sind n\u00e4mlich\nmiteinander verbunden. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee vom b\u00f6sen Deutschland gr\u00fcndet zwar auch, aber nicht haupts\u00e4chlich auf anderen Fakten als die Idee vom guten Deutschland. Sie gr\u00fcndet sich darauf, was man sich heute von der b\u00f6sen Idee der Nationalsozialisten von Deutschland f\u00fcr Vorstellungen macht. Immerhin hatte sich Hitler immer auf Deutschland bezogen. Wenn Deutschlandhasser heute Deutschland hassen, hassen sie das, was sie sich unter der Idee der Nationalsozialisten von Deutschland vorstellen. Sie nehmen Hitlers Deutschlandbild f\u00fcr bare M\u00fcnze und zum Ma\u00dfstab der Idee \u201eDeutschland\u201c. Sie meinen, damit die einzig g\u00fcltige Vorstellung von Deutschland zu haben. Sie haben dabei die Idee eines &#8222;Deutschland&#8220; , st\u00e4ndig besch\u00e4ftigt, Minderheiten zu hassen, Juden auszurotten und fremde L\u00e4nder zu erobern. <\/p>\n\n\n\n<p>So hegen Deutschlandhasser eine antifaschistische Idee davon, welche nationale Idee zwangsl\u00e4ufig hinter dem Wort \u201eDeutschland\u201c stecken m\u00fcsse. Deutschlandha\u00df setzt heute ein bestimmte Vorstellung davon voraus, was fr\u00fchere Menschen sich einst vorgestellt hatten. Er beruht auf der Idee von einer Idee. Die Deutschlandhasser von heute stellen sich im Grunde dasselbe Bild von Deutschland vor wie jener &#8211; Wie hie\u00df er doch gleich? Sie bewerten es nur mit umgekehrtem Vorzeichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jener hatte seine Absicht, &#8222;das Ende des Judentums in Europa&#8220; herbeizuf\u00fchren, vorher \u00f6ffentlich verk\u00fcndet. Das pr\u00e4gt mein Bild seines Nationalsozialismus. Mu\u00df es zwangsl\u00e4ufig mein Bild von Deutschland pr\u00e4gen? Er behauptete sinngem\u00e4\u00df, die Verk\u00f6rperung Deutschlands zu sein. Mu\u00df ich ihm das abnehmen?<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Merkel sagte, Auschwitz sei Teil ihrer nationalen Identit\u00e4t, h\u00e4tte jener &#8211; Sie wissen schon, wen ich meine &#8211; ihr nicht widersprochen. Seine Obsession zielte darauf ab, was in jenem Ort geschah. Die Idee eines von Juden &#8222;gereinigten&#8220; Deutschlands, verbunden mit Orten wie Auschwitz, war Teil seiner nationalen Identit\u00e4t. So bildet der Ort f\u00fcr beide Kanzler einen festen Bestandteil der Identit\u00e4t &#8211; f\u00fcr den einen vielleicht triumphierend, f\u00fcr die andere eher versch\u00e4mt. <\/p>\n\n\n\n<p>In gewisser Weise h\u00e4lt das Denken jenes von damals jene von heute fest im Griff. Deutschlandhasser haben eine fremdbestimmte Idee von &#8222;Deutschland&#8220;. Der gro\u00dfe Bestimmer von einstmals beherrscht heute noch ihr Denken. Seine Vorstellung seines Deutschlands ist zu ihrer geworden, und in Abscheu und Selbstha\u00df m\u00f6chten sie Deutschland und mit ihm die Vorstellung zerst\u00f6ren, die sie so qu\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Fakten spielen nur im Hintergrund eine Rolle, wenn jemand sich eine Idee seines pers\u00f6nlichen Deutschlands bildet. Nach der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alexander_Gauland\">Gauland<\/a>\u2019schen Vogelschi\u00dftheorie machen zw\u00f6lf b\u00f6se Jahre gegen\u00fcber 1200 anderen Jahren nicht das Deutschland Pr\u00e4gende aus. Es kann sich jeder selbst aussuchen, welche Ereignisse aus 1200 Jahren er f\u00fcr sein Bild von Deutschland verinnerlicht. Wirklich jeder? Kann wirklich aus 1200 Jahren ausw\u00e4hlen, wer in der Schule nur von zw\u00f6lf geh\u00f6rt hat? Vielleicht waren es auch drei\u00dfig, wenn Lehrer zu den gewissen zw\u00f6lf Jahren noch die Jahre davor genommen hatten, um den historischen Ursprung des B\u00f6sen zu verdeutlichen. <\/p>\n\n\n\n<p>Lieben Sie mal ein \u201eLand der T\u00e4ter\u201c, wie man Deutschland jahrzehntelang genannt hat und heute noch im Staatsfernsehen nennt. Lieben Sie es mal, wenn Ihre Klassenfahrten Sie vorzugsweise zu Konzentrationslagern gef\u00fchrt hatten. Lieben Sie es ruhig, wenn Sie es schaffen, nachdem Zeit Ihres kurzen Lebens Deutschland vor allem im selben Atemzug mit den Worten Nazis und Auschwitz gefallen ist und dieser Kerl &#8211; wie hie\u00df er doch noch? &#8211; jeden Tag auf irgendwelchen mindestens drei Fernsehsendern seinen Krieg \u201eim Namen Deutschlands\u201c verliert!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/programm.ard.de\/TV\/daserste\/im-land-der-t-ter--1-2-\/eid_281061932808891\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"761\" height=\"613\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-802\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_2.jpg 761w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Zuschneiden_2-300x242.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 761px) 100vw, 761px\" \/><\/a><figcaption><a href=\"https:\/\/programm.ard.de\/TV\/daserste\/im-land-der-t-ter--1-2-\/eid_281061932808891\">Land der T\u00e4ter &#8211; das Deutschlandbild der ARD<\/a>.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Saat der Selbstha\u00dfpropaganda<\/h2>\n\n\n\n<p>Es tr\u00f6stet, da\u00df ich hier stark vereinfache und zuspitze. Man kann dem volksp\u00e4dagogischen Druck auch entrinnen. Die Gedanken sind frei. Aber nicht jeder vermag der t\u00e4glichen Berieselung zu entgehen. Nicht jeder bildet sich selbst historisch fort. Die suggestive Kraft der Selbstha\u00dfpropaganda ist so stark, da\u00df selbst schlichte Gem\u00fcter ihr erliegen, die ihr zum Trotz ihr Gegenteil wollen. Wer in vermeintlicher Liebe zu Deutschland die vom Deutschlandha\u00df vermittelten Vorstellungen verinnerlicht, h\u00e4lt dann wom\u00f6glich in seinem Wahn f\u00fcr einen Beweis von Vaterlandsliebe, wenn er bewaffnet vor einer Synagoge aufkreuzt und wild um sich ballert. Er macht sich damit selbst zum Abziehbild des linken Zerrbildes von einem sein Vaterland liebenden Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p> Liebe vermag die Welt manchmal so zu sehen, wie sie nicht ist. Wenn wir uns entscheiden, zu unserem Land zu stehen, kann unsere Idee von Deutschland nur die eines liebenswerten Vaterlandes sein.  Jenseits des verminten Gel\u00e4ndes rein deskripitiver Geschichtsschreibung, au\u00dferhalb der Z\u00e4une und Wacht\u00fcrme moralisierender Geschichtsdeutung, da sind wir frei. Hier k\u00f6nnen wir uns entscheiden, welche Merkmale unsere Idee von Deutschland aufweisen soll. Auch normative Komponenten d\u00fcrfen zu dem ideellen Bild geh\u00f6ren. Wie soll unser Land aussehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Germania in meinem Kopf ist keine M\u00f6rderin,\nsondern eine liebenswerte Gro\u00dfmutter, zu deren F\u00fc\u00dfen eine fr\u00f6hliche Schar\nkleiner Enkelkinder spielt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"719\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/43-1024x719.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-804\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/43-1024x719.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/43-300x211.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/43-768x539.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/43-1536x1078.jpg 1536w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/43-2048x1437.jpg 2048w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/43-900x632.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/43-1280x898.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Ludwig Fahrenkrog, Der V\u00e4ter Land<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Aufl\u00f6sung des deutschen Volkes Das ethnische deutsche Volk befindet sich in amtlicher Aufl\u00f6sung. 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