{"id":6031,"date":"2024-01-16T15:20:24","date_gmt":"2024-01-16T14:20:24","guid":{"rendered":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=6031"},"modified":"2024-01-17T08:25:53","modified_gmt":"2024-01-17T07:25:53","slug":"nietzsche-die-menschenwuerde-das-wef-in-davos-und-die-plutokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2024\/01\/16\/nietzsche-die-menschenwuerde-das-wef-in-davos-und-die-plutokratie\/","title":{"rendered":"Nietzsche, die Menschenw\u00fcrde, das WEF in Davos und die Plutokratie"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gegen die Illusionsk\u00f6che<\/h2>\n\n\n\n<p>Im 19. Jahrhundert durfte man noch frei von &#8222;gesellschaftlichen&#8220; Repressionen philosophieren. Origin\u00e4r zu philosophieren, hie\u00df noch, sich quer durch das Dickicht moralisierender Sprachverbote hindurchzudenken. Dabei blieb manche heilige Kuh auf der Strecke. Friedrich Nietzsche hatte es besonders auf die heiligen K\u00fche der Kirche abgesehen, lie\u00df aber auch die der Sozialisten und Moralisten nicht ungeschoren.<\/p>\n\n\n\n<p>Als heilige K\u00fche galten ihm all jene Begriffsgespenster, vor denen man uns als Gl\u00e4ubige gern auf die Knie zwingen m\u00f6chte. Wir sollen ihnen huldigen und sie anbeten. Wer heute um keinen Preis knien und huldigen m\u00f6chte, sollte Nietzsches Argumente kennen und verinnerlichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als begriffliche Gespenster spuken Worte in uns, die keinen realen Gegenstand aufweisen. Sie bezeichnen etwas, das nur in unserer Vorstellung existiert. Dabei raunen sie uns ihre normativen Implikationen ins Ohr und fordern, diese einzuhalten. Wo Menschen uns mit ihnen bel\u00e4stigen, sind diese Gespenster deren Hirngespinste: Verhaltensma\u00dfregeln und Befehle, was wir zu tun oder zu lassen haben. Eine Gesellschaft lebt umso freier, je weniger solcher Anweisungen es gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nietzsche durchschaute sie alle. Manche haben heute noch Konjunktur, zum Beispiel die normative Behauptung, jeder Mensch habe unabh\u00e4ngig von seinem realen Verhalten die gleiche Menschenw\u00fcrde. Auch die sogenannte &#8222;W\u00fcrde der Arbeit&#8220; spukt noch herum:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Welche sozialpolitischen Arrangements k\u00f6nnen die W\u00fcrde der Arbeit in Zukunft sichern? Welche Chancen bieten diese Arrangements, um auch auf die Herausforderung des Rechtspopulismus zu antworten? Am Beispiel des Vorschlags einer Jobgarantie sollen aktuelle \u00dcberlegungen zur Umsetzung eines substanziellen Rechts auf w\u00fcrdevolle Arbeit diskutiert und auf Basis der Forschungsergebnisse erweitert werden.<\/p><cite><a href=\"https:\/\/www.wsi.de\/de\/rechtspopulismus-und-der-kampf-um-die-wuerde-der-arbeit-projekt-torben-schwuchow-32002.htm\">Torben Schwuchow, Kampf um W\u00fcrde in der Arbeit, 2023<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Friedrich Nietzsche war aber nichts weniger als Populist. \u00dcber eine angebliche W\u00fcrde der Arbeit hatte er nur Spott \u00fcbrig. Er hielt jede Arbeit f\u00fcr schm\u00e4hliche Sklaverei. Ihr und jedem Menschen W\u00fcrde zuzusprechen, hielt er f\u00fcr eine Illusion.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Jetzt mu\u00df dieser sich mit solchen durchsichtigen L\u00fcgen von einem Tage zum andern hinhalten, wie sie in der angeblichen \u00bbGleichberechtigung aller\u00ab oder in den sogenannten \u00bbGrundrechten des Menschen\u00ab, des Menschen als solchen, oder in der W\u00fcrde der Arbeit f\u00fcr jeden tiefer Blickenden erkennbar sind. Er darf ja nicht begreifen, auf welcher Stufe und in welcher H\u00f6he erst ungef\u00e4hr von \u00bbW\u00fcrde\u00ab gesprochen werden kann, dort n\u00e4mlich, wo das Individuum v\u00f6llig \u00fcber sich hinausgeht und nicht mehr im Dienste seines individuellen Weiterlebens zeugen und arbeiten mu\u00df.<\/p><cite>Friedrich Nietzsche, Der griechische Staat, Basler nachgelassene Schriften 1870-73, in: Derselbe, Kritische Studienausgabe, dtv, ISBN 3-423-02221-3.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zuschneiden-900x598-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6040\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zuschneiden-900x598-1.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zuschneiden-900x598-1-300x199.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zuschneiden-900x598-1-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption>Nietzsche hielt eine &#8222;W\u00fcrde der Arbeit&#8220; f\u00fcr eine Illusion (Szenenbild: Fritz Lang, Metropolis, 1927)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nietzsche trifft sich mit Pico della Mirandola (1463-1494). <a href=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/2020\/09\/\">Auch ihm als geistigem Urvater der Vorstellung und des Konstruktes &#8222;Menschenw\u00fcrde&#8220; <\/a>war keineswegs eingefallen, jeder Hans und Franz habe eine W\u00fcrde. Er wu\u00dfte nur zu gut, da\u00df mancher, \u201egelockt von den Verf\u00fchrungen der Wollust, als Sklave seiner Sinne lebt.\u201c Wer so lebt, \u201eist nur ein Tier kein Mensch.\u201c<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Menschenw\u00fcrde habe nur jemand, der sich f\u00fcr ein Leben in moralischer W\u00fcrde entschieden habe. Das war f\u00fcr Nietzsche zu eng:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Was aber hier an einem einzelnen Beispiel gezeigt ist, gilt im allgemeinsten Sinne: jeder Mensch, mit seiner gesamten T\u00e4tigkeit, hat nur soviel W\u00fcrde, als er, bewu\u00dft oder unbewu\u00dft, Werkzeug des Genius ist; woraus sofort die ethische Konsequenz zu erschlie\u00dfen ist, da\u00df der \u00bbMensch an sich\u00ab, der absolute Mensch, weder W\u00fcrde, noch Rechte, noch Pflichten besitzt: nur als v\u00f6llig determiniertes, unbewu\u00dften Zwecken dienendes Wesen kann der Mensch seine Existenz entschuldigen.<\/p><cite>Friedrich Nietzsche<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Unter einem Genius hatte der alte Schelm offenbar Menschen wie ihn selbst gemeint.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gegen die Geldeinsiedler<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch den Staat sieht Nietzsche als potenzielle Bedrohung unserer Freiheit:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>die eiserne Klammer, die den Gesellschaftsproze\u00df er zwingt: w\u00e4hrend ohne Staat, im nat\u00fcrlichen <em>bellum omnium contra omnes<\/em>, die Gesellschaft \u00fcberhaupt nicht in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe und \u00fcber das Bereich der Familie hinaus Wurzel schlagen kann.<\/p><cite>Friedrich Nietzsche.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Staat hindert den gesellschaftlichen Krieg jedes gegen jeden und erzeugt das Politische, f\u00fcr Nietzsche eine Sph\u00e4re f\u00fcr sich. Doch der staatlich erzwungene innere Friede garantiert keineswegs die Freiheit des Einzelnen von Macht, zumal von gesellschaftlicher Seite. Macht kommt nicht nur aus Gewehrl\u00e4ufen, wie Mao tse Tung formuliert hatte. Auch Geldmacht kann die Menschen zu &#8222;Sklaven&#8220; im Sinne Nietzsches machen: Sie geben ihre W\u00fcrde auf, weil sie in ein System von Geldmacht hineingezwungen werden: die junge Mutter an der Ladenkasse, die ihr Baby fremdbetreuen lassen mu\u00df, der &#8222;flexible&#8220; Berufsanf\u00e4nger, der seine Heimat aufgeben mu\u00df, um in einem anonymen Zimmerchen einer Gro\u00dfstadt zu hausen und morgens mit der Bahn ins B\u00fcro zu pendeln und viele andere.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Macht \u00fcber sie haben &#8211; oft anonyme -Geldhaber als die neuen wahren Herrscher unserer Zeit. So lesen wir am Tage der diesj\u00e4hrigen WEF-Tagung in Davos mit Vergn\u00fcgen, was schon Nietzsche \u00fcber die Geldmachthaber schrieb,<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>jene wahrhaft internationalen heimatlosen Geldeinsiedler [\u2026], die, bei ihrem nat\u00fcrlichen Mangel des staatlichen Instinktes, es gelernt haben, die Politik zum Mittel der B\u00f6rse, und Staat und Gesellschaft als Bereicherungsapparate ihrer selbst zu mi\u00dfbrauchen.<\/p><cite>Friedrich Nietzsche<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nach unseren Erfahrungen in zwei Weltkriegen wollen wir zwar nicht mit Nietzsche einen P\u00e4an [Lobeshymne] auf den Krieg anstimmen, d\u00fcrfen uns aber gern friedlich an seiner scharfsichtigen Feindbestimmung erg\u00f6tzen, wenn er<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>die ungeheure Verbreitung des liberalen Optimismus zugleich als Resultat der in sonderbare H\u00e4nde geratenen modernen Geldwirtschaft begreife und alle \u00dcbel der sozialen Zust\u00e4nde, samt dem notwendigen Verfall der K\u00fcnste, entweder aus jener Wurzel entkeimt oder mit ihr verwachsen sehe: so wird man mir einen gelegentlich anzustimmenden P\u00e4an auf den Krieg zugute halten m\u00fcssen.<\/p><cite>Friedrich Nietzsche<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"788\" height=\"953\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Unknown_Artist_-_Portrait_of_Friedrich_Nietzsche_1833_-_1900_-_MeisterDrucke-929882.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6036\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Unknown_Artist_-_Portrait_of_Friedrich_Nietzsche_1833_-_1900_-_MeisterDrucke-929882.jpg 788w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Unknown_Artist_-_Portrait_of_Friedrich_Nietzsche_1833_-_1900_-_MeisterDrucke-929882-248x300.jpg 248w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Unknown_Artist_-_Portrait_of_Friedrich_Nietzsche_1833_-_1900_-_MeisterDrucke-929882-768x929.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 788px) 100vw, 788px\" \/><figcaption>Nietzsche<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im global waltenden Liberalismus kommt exemplarisch zum Vorschein, was Nietzsche schon vor 150 Jahren erkannt hatte: Wo das Geldverm\u00f6gen der einzige reale Faktor hinter gesellschaftlichen Entscheidungen ist, da ist Geld nichts als die Chiffre f\u00fcr Macht. Nicht aus sozialistischem Neid oder kollektivistischer Herrsucht bezeichnen wir das als die schw\u00e4rende Krankheit der Moderne, sondern in Verteidigung unserer demokratischen Mitwirkungsrechte. Niemand von uns hat sich die Geldmachthaber von Davos als neue Herrscher ausgesucht, niemand hat sie gew\u00e4hlt, aber alle m\u00fcssen nach der Melodie ihrer Pfeifen tanzen. Unsere Regierungen kennen bereits keine anderen Singweisen mehr &#8211; unsere famosen \u201eyoung global Leaders\u201c.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/jungefreiheit.de\/debatte\/kommentar\/2023\/wie-blackrock-harmoniert\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"739\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zuschneiden_2-1024x739.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6037\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zuschneiden_2-1024x739.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zuschneiden_2-300x217.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zuschneiden_2-768x554.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zuschneiden_2-900x650.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zuschneiden_2.jpg 1212w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Gegen die Geldmacht erheben sich politische Stimmen von links bis rechts (hier: Kommentar und Bildmontage aus der Jungen Freiheit)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch wenn Friedrich Nietzsche sich bei dieser demokratischen Begr\u00fcndung unseres Abscheus vor Millard\u00e4rsozialismus und ihrem Globalismus angeekelt im Grabe umdrehen w\u00fcrde, d\u00fcrfen wir uns seiner bleibend g\u00fcltigen Argumente bedienen und sie benutzen &#8211; er kann sich schlie\u00dflich nicht dagegen verwahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich lade den geneigten Leser darum gern ein, den ungek\u00fcrzten Text selbst zu genie\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Der griechische Staat<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">von Friedrich Nietzsche<\/p>\n\n\n\n<p>Wir Neueren haben vor den Griechen zwei Begriffe voraus, die gleichsam als Trostmittel einer durchaus sklavisch sich gebarenden und dabei das Wort \u00bbSklave\u00ab \u00e4ngstlich scheuenden Welt gegeben sind: wir reden von der \u00bbW\u00fcrde des Menschen\u00ab und von der \u00bbW\u00fcrde der Arbeit\u00ab. Alles qu\u00e4lt sich, um ein elendes Leben elend zu perpetuieren; diese furchtbare Not zwingt zu verzehrender Arbeit, die nun der vom \u00bbWillen\u00ab verf\u00fchrte Mensch (oder richtiger, menschliche Intellekt) gelegentlich als etwas W\u00fcrdevolles anstaunt. Damit aber die Arbeit einen Anspruch auf ehrende Titel habe, w\u00e4re es doch vor allem n\u00f6tig, da\u00df das Dasein selbst, zu dem sie doch nur ein qualvolles Mittel ist, etwas mehr W\u00fcrde und Wert habe, als dies ernstmeinenden Philosophien und Religionen bisher erschienen ist. Was d\u00fcrfen wir anders in der Arbeitsnot aller der Millionen finden als den Trieb, um jeden Preis dazusein, denselben allm\u00e4chtigen Trieb, durch den verk\u00fcmmerte Pflanzen ihre Wurzeln in erdloses Gestein strecken!<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem entsetzlichen Existenz-Kampfe k\u00f6nnen nur die einzelnen auftauchen, die nun sofort wieder durch die edlen Wahnbilder der k\u00fcnstlerischen Kultur besch\u00e4ftigt werden, damit sie nur nicht zum praktischen Pessimismus kommen, den die Natur als die wahre Unnatur verabscheut. In der neueren Welt, die, zusammengehalten mit der griechischen, zumeist nur Abnormit\u00e4ten und Zentauren schafft, in der der einzelne Mensch, gleich jenem fabelhaften Wesen im Eingange der horazischen Poetik, aus St\u00fccken bunt zusammengesetzt ist, zeigt sich oft an demselben Menschen zugleich die Gier des Existenz-Kampfes und des Kunstbed\u00fcrfnisses: aus welcher unnat\u00fcrlichen Verschmelzung die Not entstanden ist, jene erstere Gier vor dem Kunstbed\u00fcrfnisse zu entschuldigen und zu weihen. Deshalb glaubt man an die \u00bbW\u00fcrde des Menschen\u00ab und die \u00bbW\u00fcrde der Arbeit\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Griechen brauchen solche Begriffs-Halluzinationen nicht, bei ihnen spricht sich mit erschreckender Offenheit aus, da\u00df die Arbeit eine Schmach sei \u2013 und eine verborgenere und seltner redende, aber \u00fcberall lebendige Weisheit f\u00fcgte hinzu, da\u00df auch das Menschending ein schm\u00e4hliches und kl\u00e4gliches Nichts und eines \u00bbSchattens Traum\u00ab sei. Die Arbeit ist eine Schmach, weil das Dasein keinen Wert an sich hat: wenn aber eben dieses Dasein im verf\u00fchrenden Schmuck k\u00fcnstlerischer Illusionen ergl\u00e4nzt und jetzt wirklich einen Wert an sich zu haben scheint, so gilt auch dann noch jener Satz, da\u00df die Arbeit eine Schmach sei \u2013 und zwar im Gef\u00fchle der Unm\u00f6glichkeit, da\u00df der um das nackte Fortleben k\u00e4mpfende Mensch K\u00fcnstler sein k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>In der neueren Zeit bestimmt nicht der kunstbed\u00fcrftige Mensch, sondern der Sklave die allgemeinen Vorstellungen: als welcher seiner Natur nach alle seine Verh\u00e4ltnisse mit tr\u00fcgerischen Namen bezeichnen mu\u00df, um leben zu k\u00f6nnen. Solche Phantome, wie die W\u00fcrde des Menschen, die W\u00fcrde der Arbeit, sind die d\u00fcrftigen Erzeugnisse des sich vor sich selbst versteckenden Sklaventums. Unselige Zeit, in der der Sklave solche Begriffe braucht, in der er zum Nachdenken \u00fcber sich und \u00fcber sich hinaus aufgereizt wird! Unselige Verf\u00fchrer, die den Unschuldstand des Sklaven durch die Frucht vom Baume der Erkenntnis vernichtet haben! Jetzt mu\u00df dieser sich mit solchen durchsichtigen L\u00fcgen von einem Tage zum andern hinhalten, wie sie in der angeblichen \u00bbGleichberechtigung aller\u00ab oder in den sogenannten \u00bbGrundrechten des Menschen\u00ab, des Menschen als solchen, oder in der W\u00fcrde der Arbeit f\u00fcr jeden tiefer Blickenden erkennbar sind. Er darf ja nicht begreifen, auf welcher Stufe und in welcher H\u00f6he erst ungef\u00e4hr von \u00bbW\u00fcrde\u00ab gesprochen werden kann, dort n\u00e4mlich, wo das Individuum v\u00f6llig \u00fcber sich hinausgeht und nicht mehr im Dienste seines individuellen Weiterlebens zeugen und arbeiten mu\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Und selbst auf dieser H\u00f6he der \u00bbArbeit\u00ab \u00fcberkommt die Griechen mitunter ein Gef\u00fchl, das wie Scham aussieht. Plutarch sagt einmal mit altgriechischem Instinkte, kein edelgeborner J\u00fcngling werde, wenn er den Zeus in Pisa schaue, das Verlangen haben, selbst ein Phidias, oder wenn er die Hera in Argos sehe, selbst ein Polyklet zu werden: und ebensowenig w\u00fcrde er w\u00fcnschen, Anakreon, Philetas oder Archilochus zu sein, so sehr er sich auch an ihren Dichtungen erg\u00f6tze. Das k\u00fcnstlerische Schaffen f\u00e4llt f\u00fcr den Griechen ebensosehr unter den unehrw\u00fcrdigen Begriff der Arbeit, wie jedes banausische Handwerk. Wenn aber die zwingende Kraft des k\u00fcnstlerischen Triebes in ihm wirkt, dann mu\u00df er schaffen und sich jener Not der Arbeit unterziehn. Und wie ein Vater die Sch\u00f6nheit und Begabung seines Kindes bewundert, an den Akt der Entstehung aber mit schamhaftem Widerwillen denkt, so erging es dem Griechen. Das lustvolle Staunen \u00fcber das Sch\u00f6ne hat ihn nicht \u00fcber sein Werden verblendet \u2013 das ihm wie alles Werden in der Natur erschien, als eine gewaltige Not, als ein Sichdr\u00e4ngen zum Dasein. Dasselbe Gef\u00fchl, mit dem der Zeugungsproze\u00df als etwas schamhaft zu Verbergendes betrachtet wird, obwohl in ihm der Mensch einem h\u00f6heren Ziele dient als seiner individuellen Erhaltung: dasselbe Gef\u00fchl umschleierte auch die Entstehung der gro\u00dfen Kunstwerke, trotzdem da\u00df durch sie eine h\u00f6here Daseinsform inauguriert wird, wie durch jenen Akt eine neue Generation. Die Scham scheint somit dort einzutreten, wo der Mensch nur noch Werkzeug unendlich gr\u00f6\u00dferer Willenserscheinungen ist, als er sich selbst, in der Einzelgestalt des Individuums, gelten darf.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt haben wir den allgemeinen Begriff, unter den die Empfindungen zu ordnen sind, die die Griechen in betreff der Arbeit und der Sklaverei hatten. Beide galten ihnen als eine notwendige Schmach, vor der man Scham empfindet, zugleich Schmach, zugleich Notwendigkeit. In diesem Schamgef\u00fchl birgt sich die unbewu\u00dfte Erkenntnis, da\u00df das eigentliche Ziel jener Voraussetzungen bedarf, da\u00df aber in jenem Bed\u00fcrfnisse das Entsetzliche und Raubtierartige der Sphinx Natur liegt, die in der Verherrlichung des k\u00fcnstlerisch freien Kulturlebens so sch\u00f6n den Jungfrauenleib vorstreckt. Die Bildung, die vornehmlich wahrhaftes Kunstbed\u00fcrfnis ist, ruht auf einem erschrecklichen Grunde: dieser aber gibt sich in der d\u00e4mmernden Empfindung der Scham zu erkennen. Damit es einen breiten, tiefen und ergiebigen Erdboden f\u00fcr eine Kunstentwicklung gebe, mu\u00df die ungeheure Mehrzahl im Dienste einer Minderzahl, \u00fcber das Ma\u00df ihrer individuellen Bed\u00fcrftigkeit hinaus, der Lebensnot sklavisch unterworfen sein. Auf ihre Unkosten, durch ihre Mehrarbeit soll jene bevorzugte Klasse dem Existenzkampfe entr\u00fcckt werden, um nun eine neue Welt des Bed\u00fcrfnisses zu erzeugen und zu befriedigen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240116_145042-669x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6035\" width=\"335\" height=\"512\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240116_145042-669x1024.jpg 669w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240116_145042-196x300.jpg 196w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240116_145042-768x1176.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240116_145042-1003x1536.jpg 1003w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240116_145042-1337x2048.jpg 1337w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240116_145042-900x1378.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240116_145042-1280x1960.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/20240116_145042-scaled.jpg 1672w\" sizes=\"auto, (max-width: 335px) 100vw, 335px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Demgem\u00e4\u00df m\u00fcssen wir uns dazu verstehen, als grausam klingende Wahrheit hinzustellen, da\u00df zum Wesen einer Kultur das Sklaventum geh\u00f6re: eine Wahrheit freilich, die \u00fcber den absoluten Wert des Daseins keinen Zweifel \u00fcbrig l\u00e4\u00dft. Sie ist der Geier, der dem prometheischen F\u00f6rderer der Kultur an der Leber nagt. Das Elend der m\u00fchsam lebenden Menschen mu\u00df noch gesteigert werden, um einer geringen Anzahl olympischer Menschen die Produktion der Kunstwelt zu erm\u00f6glichen. Hier liegt der Quell jenes Ingrimms, den die Kommunisten und Sozialisten und auch ihre blasseren Abk\u00f6mmlinge, die wei\u00dfe Rasse der \u00bbLiberalen\u00ab, jeder Zeit gegen die K\u00fcnste, aber auch gegen das klassische Altertum gen\u00e4hrt haben. Wenn wirklich die Kultur im Belieben eines Volkes st\u00fcnde, wenn hier nicht unentrinnbare M\u00e4chte walteten, die dem einzelnen Gesetz und Schranke sind, so w\u00e4re die Verachtung der Kultur, die Verherrlichung der Armut des Geistes, die bilderst\u00fcrmerische Vernichtung der Kunstanspr\u00fcche mehr als eine Auflehnung der unterdr\u00fcckten Masse gegen drohnenartige Einzelne: es w\u00e4re der Schrei des Mitleidens, der die Mauern der Kultur umrisse; der Trieb nach Gerechtigkeit, nach Gleichma\u00df des Leidens w\u00fcrde alle anderen Vorstellungen \u00fcberfluten. Wirklich hat ein \u00fcberschw\u00e4nglicher Grad des Mitleidens auf kurze Zeit hier und da einmal alle D\u00e4mme des Kulturlebens zerbrochen; ein Regenbogen der mitleidigen Liebe und des Friedens erschien mit dem ersten Aufgl\u00e4nzen des Christentums, und unter ihm wurde seine sch\u00f6nste Frucht, das Johannesevangelium, geboren. Es gibt aber auch Beispiele, da\u00df m\u00e4chtige Religionen auf lange Perioden hinaus einen bestimmten Kulturgrad versteinern und alles, was noch kr\u00e4ftig weiterwuchern will, mit unerbittlicher Sichel abschneiden. Eins n\u00e4mlich ist nicht zu vergessen: dieselbe Grausamkeit, die wir im Wesen jeder Kultur fanden, liegt auch im Wesen jeder m\u00e4chtigen Religion und \u00fcberhaupt in der Natur der Macht, die immer b\u00f6se ist; so da\u00df wir ebensogut es verstehen werden, wenn eine Kultur mit dem Schrei nach Freiheit oder mindestens Gerechtigkeit ein allzuhoch get\u00fcrmtes Bollwerk religi\u00f6ser Anspr\u00fcche zerbricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Was in dieser entsetzlichen Konstellation der Dinge leben will, das hei\u00dft leben mu\u00df, ist im Grunde seines Wesens Abbild des Urschmerzes und Urwiderspruches, mu\u00df also in unsrer Augen \u00bbwelt- und erdgem\u00e4\u00df Organ\u00ab fallen als uners\u00e4ttliche Gier zum Dasein und ewiges Sichwidersprechen in der Form der Zeit, also als Werden. Jeder Augenblick fri\u00dft den vorhergehenden, jede Geburt ist der Tod unz\u00e4hliger Wesen, Zeugen, Leben und Morden ist eins. Deshalb d\u00fcrfen wir auch die herrliche Kultur mit einem bluttriefenden Sieger vergleichen, der bei sei nem Triumphzuge die an seinen Wagen gefesselten Besiegten als Sklaven mitschleppt: als welchen eine wohlt\u00e4tige Macht die Augen verblendet hat, so da\u00df sie, von den R\u00e4dern des Wagens fast zermalmt, doch noch rufen: \u00bbW\u00fcrde der Arbeit!\u00ab, \u00bbW\u00fcrde des Menschen!\u00ab Die \u00fcppige Kleopatra Kultur wirft immer wieder die unsch\u00e4tzbarsten Perlen in ihren goldenen Becher: diese Perlen sind die Tr\u00e4nen des Mitleidens mit dem Sklaven und mit dem Sklavenelende. Aus der Verz\u00e4rtelung des neueren Menschen sind die ungeheuren sozialen Notst\u00e4nde der Gegenwart geboren, nicht aus dem wahren und tiefen Erbarmen mit jenem Elende; und wenn es wahr sein sollte, da\u00df die Griechen an ihrem Sklaventum zugrunde gegangen sind, so ist das andere viel gewisser, da\u00df wir an dem Mangel des Sklaventums zugrunde gehen werden: als welches weder dem urspr\u00fcnglichen Christentum, noch dem Germanentum irgendwie anst\u00f6\u00dfig, geschweige denn verwerflich zu sein d\u00fcnkte. Wie erhebend wirkt auf uns die Betrachtung des mittelalterlichen H\u00f6rigen, mit dem innerlich kr\u00e4ftigen und zarten Rechts- und Sittenverh\u00e4ltnisse zu dem h\u00f6her Geordneten, mit der tiefsinnigen Umfriedung seines engen Daseins \u2013 wie erhebend \u2013 und wie vorwurfsvoll!<\/p>\n\n\n\n<p>Wer nun \u00fcber die Konfiguration der Gesellschaft nicht ohne Schwermut nachdenken kann, wer sie als die fortw\u00e4hrende schmerzhafte Geburt jener eximierten Kulturmenschen zu begreifen gelernt hat, in deren Dienst sich alles andere verzehren mu\u00df, der wird auch von jenem erlogenen Glanze nicht mehr get\u00e4uscht werden, den die Neueren \u00fcber Ursprung und Bedeutung des Staates gebreitet haben. Was n\u00e4mlich kann uns der Staat bedeuten, wenn nicht das Mittel, mit dem jener vorhin geschilderte Gesellschaftsproze\u00df in Flu\u00df zu bringen und in seiner ungehemmten Fortdauer zu verb\u00fcrgen ist? Mag der Trieb zur Geselligkeit in den einzelnen Menschen auch noch so stark sein, erst die eiserne Klammer des Staates zw\u00e4ngt die gr\u00f6\u00dferen Massen so aneinander, da\u00df jetzt jene chemische Scheidung der Gesellschaft, mit ihrem neuen pyramidalen Aufbau, vor sich gehen mu\u00df. Woher aber entspringt diese pl\u00f6tzliche Macht des Staates, dessen Ziel weit \u00fcber die Einsicht und \u00fcber den Egoismus des einzelnen hinausliegt?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie entstand der Sklave, der blinde Maulwurf der Kultur? Die Griechen haben es uns in ihrem v\u00f6lkerrechtlichen Instinkte verraten, der, auch in der reifsten F\u00fclle ihrer Gesittung und Menschlichkeit, nicht aufh\u00f6rte, aus erzenem Munde solche Worte auszurufen: \u00bbDem Sieger geh\u00f6rt der Besiegte, mit Weib und Kind, Gut und Blut. Die Gewalt gibt das erste Recht, und es gibt kein Recht, das nicht in seinem Fundamente Anma\u00dfung, Usurpation, Gewalttat ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Hier sehen wir wiederum, mit welcher mitleidlosen Starrheit die Natur, um zur Gesellschaft zu kommen, sich das grausame Werkzeug des Staates schmiedet \u2013 n\u00e4mlich jenen Eroberer mit der eisernen Hand, der nichts als die Objektivation des bezeichneten Instinktes ist. An der undefinierbaren Gr\u00f6\u00dfe und Macht solcher Eroberer sp\u00fcrt der Betrachter, da\u00df sie nur Mittel einer in ihnen sich offenbarenden und doch vor ihnen sich verbergenden Absicht sind. Gleich als ob ein magischer Wille von ihnen ausginge, so r\u00e4tselhaft schnell schlie\u00dfen sich die schw\u00e4cheren Kr\u00e4fte an sie an, so wunderbar verwandeln sie sich, bei dem pl\u00f6tzlichen Anschwellen jener Gewaltlawine, unter dem Zauber jenes sch\u00f6pferischen Kernes, zu einer bis dahin nicht vorhandenen Affinit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir nun sehen, wie wenig sich alsbald die Unterworfenen um den entsetzlichen Ursprung des Staates bek\u00fcmmern, so da\u00df im Grunde \u00fcber keine Art von Ereignissen uns die Historie schlechter unterrichtet als \u00fcber das Zustandekommen jener pl\u00f6tzlichen gewaltsamen blutigen und mindestens an einem Punkte unerkl\u00e4rlichen Usurpationen: wenn vielmehr der Magie des werdenden Staates die Herzen unwillk\u00fcrlich entgegenschwellen, mit der Ahnung einer unsichtbar tiefen Absicht, dort, wo der rechnende Verstand nur eine Addition von Kr\u00e4ften zu sehen bef\u00e4higt ist: wenn jetzt sogar der Staat mit Inbrunst als Ziel und Gipfel der Aufopferungen und Pflichten des einzelnen betrachtet wird: so spricht aus alledem die ungeheure Notwendigkeit des Staates, ohne den es der Natur nicht gelingen m\u00f6chte, durch die Gesellschaft zu ihrer Erl\u00f6sung im Scheine, im Spiegel des Genius, zu kommen. Was f\u00fcr Erkenntnisse \u00fcberwindet nicht die instinktive Lust am Staate! Man sollte doch denken, da\u00df ein Wesen, welches in die Entstehung des Staates hineinschaut, f\u00fcrderhin nur in schauervoller Entfernung von ihm sein Heil suchen werde; und wo kann man nicht die Denkmale seiner Entstehung sehen, verw\u00fcstete L\u00e4nder, zerst\u00f6rte St\u00e4dte, verwilderte Menschen, verzehrenden V\u00f6lkerha\u00df! Der Staat, von schm\u00e4hlicher Geburt, f\u00fcr die meisten Menschen eine fortw\u00e4hrende flie\u00dfende Quelle der M\u00fchsal, in h\u00e4ufig wiederkommenden Perioden die fressende Fackel des Menschengeschlechts \u2013 und dennoch ein Klang, bei dem wir uns vergessen, ein Schlachtruf, der zu zahllosen wahrhaft heroischen Taten begeistert hat, vielleicht der h\u00f6chste und ehrw\u00fcrdigste Gegenstand f\u00fcr die blinde und egoistische Masse, die auch nur in den ungeheuren Momenten des Staatslebens den befremdlichen Ausdruck von Gr\u00f6\u00dfe auf ihrem Gesichte hat!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Griechen aber haben wir uns, im Hinblick auf die einzige Sonnenh\u00f6he ihrer Kunst, schon a priori als die \u00bbpolitischen Menschen an sich\u00ab zu konstruieren; und wirklich kennt die Geschichte kein zweites Beispiel einer so furchtbaren Entfesselung des politischen Triebes, einer so unbedingten Hinopferung aller anderen Interessen im Dienste dieses Staateninstinktes \u2013 h\u00f6chstens, da\u00df man vergleichungsweise und aus \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden die Menschen der Renaissance in Italien mit einem gleichen Titel auszeichnen k\u00f6nnte. So \u00fcberladen ist bei den Griechen jener Trieb, da\u00df er immer von neuem wieder gegen sich selbst zu w\u00fcten anf\u00e4ngt und die Z\u00e4hne in das eigne Fleisch schl\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese blutige Eifersucht von Stadt auf Stadt, von Partei auf Partei, diese m\u00f6rderische Gier jener kleinen Kriege, der tigerartige Triumph auf dem Leichnam des erlegten Feindes, kurz die unabl\u00e4ssige Erneuerung jener trojanischen Kampf- und Greuelszenen, in deren Anblick Homer lustvoll versunken, als echter Hellene, vor uns steht \u2013 wohin deutet diese naive Barbarei des griechischen Staates, woher nimmt er seine Entschuldigung vor dem Richterstuhle der ewigen Gerechtigkeit? Stolz und ruhig tritt der Staat vor ihn hin: und an der Hand f\u00fchrt er das herrlich bl\u00fchende Weib, die griechische Gesellschaft. F\u00fcr diese Helena f\u00fchrte er jene Kriege \u2013 welcher graub\u00e4rtige Richter d\u00fcrfte hier verurteilen? \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Bei diesem geheimnisvollen Zusammenhang, den wir hier zwischen Staat und Kunst, politischer Gier und k\u00fcnstlerischer Zeugung, Schlachtfeld und Kunstwerk ahnen, verstehen wir, wie gesagt, unter Staat nur die eiserne Klammer, die den Gesellschaftsproze\u00df er zwingt: w\u00e4hrend ohne Staat, im nat\u00fcrlichen <em>bellum omnium contra omnes<\/em>, die Gesellschaft \u00fcberhaupt nicht in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe und \u00fcber das Bereich der Familie hinaus Wurzel schlagen kann. Jetzt, nach der allgemein eingetretenen Staatenbildung, konzentriert sich jener Trieb des <em>bellum omnium contra omnes <\/em>von Zeit zu Zeit zum schrecklichen Kriegsgew\u00f6lk der V\u00f6lker und entladet sich gleichsam in selteneren, aber um so st\u00e4rkeren Schl\u00e4gen und Wetterstrahlen. In den Zwischenpausen aber ist der Gesellschaft doch Zeit gelassen, unter der nach innen gewendeten zusammengedr\u00e4ngten Wirkung jenes <em>bellum<\/em>, allerorts zu keimen und zu gr\u00fcnen, um, sobald es einige w\u00e4rmere Tage gibt, die leuchtenden Bl\u00fcten des Genius hervorsprie\u00dfen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts der politischen Welt der Hellenen will ich nicht verbergen, in welchen Erscheinungen der Gegenwart ich gef\u00e4hrliche, f\u00fcr Kunst und Gesellschaft gleich bedenkliche Verk\u00fcmmerungen der politischen Sph\u00e4re zu erkennen glaube. Wenn es Menschen geben sollte, die durch Geburt gleichsam au\u00dferhalb der Volks- und Staateninstinkte gestellt sind, die somit den Staat nur soweit gelten zu lassen haben, als sie ihn in ihrem eigenen Interesse begreifen: so werden derartige Menschen notwendig als das letzte staatliche Ziel sich das m\u00f6glichst ungest\u00f6rte Nebeneinanderleben gro\u00dfer politischer Gemeinsamkeiten vorstellen, in denen den eigenen Absichten nachzugehen ihnen vor allen ohne Beschr\u00e4nkung erlaubt sein d\u00fcrfte. Mit dieser Vorstellung im Kopfe werden sie die Politik f\u00f6rdern, die diesen Absichten die gr\u00f6\u00dfte Sicherheit bietet, w\u00e4hrend es undenkbar ist, da\u00df sie gegen ihre Absichten, etwa durch einen unbewu\u00dften Instinkt geleitet, der Staatstendenz sich zum Opfer bringen sollten, undenkbar, weil sie eben jenes Instinktes ermangeln. Alle anderen B\u00fcrger des Staates sind \u00fcber das, was die Natur mit ihrem Staatsinstinkte bei ihnen beabsichtigt, im Dunkeln und folgen blindlings; nur jene au\u00dferhalb dieses Instinktes Stehenden wissen, was sie vom Staate wollen und was ihnen der Staat gew\u00e4hren soll. Deshalb ist es geradezu unvermeidlich, da\u00df solche Menschen einen gro\u00dfen Einflu\u00df auf den Staat gewinnen, weil sie ihn als Mittel betrachten d\u00fcrfen, w\u00e4hrend alle anderen unter der Macht jener unbewu\u00dften Absichten des Staates selbst nur Mittel des Staatszwecks sind. Um nun, durch das Mittel des Staates, h\u00f6chste F\u00f6rderung ihrer eigenn\u00fctzigen Ziele zu erreichen, ist vor allem n\u00f6tig, da\u00df der Staat von jenen schrecklich unberechenbaren Kriegszuckungen g\u00e4nzlich befreit werde, damit er rationell benutzt werden k\u00f6nne; und damit streben sie, so bewu\u00dft als m\u00f6glich, einen Zustand an, in dem der Krieg eine Unm\u00f6glichkeit ist. Hierzu gilt es nun zuerst die politischen Sondertriebe m\u00f6glichst zu beschneiden und abzuschw\u00e4chen und durch Herstellung gro\u00dfer gleichwiegender Staatenk\u00f6rper und gegenseitiger Sicherstellung derselben den g\u00fcnstigen Erfolg eines Angriffskriegs und damit den Krieg \u00fcberhaupt zur gr\u00f6\u00dften Unwahrscheinlichkeit zu machen: wie sie andererseits die Frage \u00fcber Krieg und Frieden der Entscheidung einzelner Machthaber zu entrei\u00dfen suchen, um vielmehr an den Egoismus der Masse oder deren Vertreter appellieren zu k\u00f6nnen: wozu sie wiederum n\u00f6tig haben, die monarchischen Instinkte der V\u00f6lker langsam aufzul\u00f6sen. Diesem Zwecke entsprechen sie durch die allgemeinste Verbreitung der liberal-optimistischen Weltbetrachtung, welche ihre Wurzeln in den Lehren der franz\u00f6sischen Aufkl\u00e4rung und Revolution, das hei\u00dft in einer g\u00e4nzlich ungermanischen, echt romanisch flachen und unmetaphysischen Philosophie hat. Ich kann nicht umhin, in der gegenw\u00e4ltig herrschenden Nationalit\u00e4tenbewegung und der gleichzeitigen Verbreitung des allgemeinen Stimmrechts vor allem die Wirkungen der Kriegsfurcht zu sehen, ja im Hintergrund dieser Bewegungen, als die eigentlich F\u00fcrchtenden, jene wahrhaft internationalen heimatlosen Geldeinsiedler zu erblicken, die, bei ihrem nat\u00fcrlichen Mangel des staatlichen Instinktes, es gelernt haben, die Politik zum Mittel der B\u00f6rse, und Staat und Gesellschaft als Bereicherungsapparate ihrer selbst zu mi\u00dfbrauchen. Gegen die von dieser Seite zu bef\u00fcrchtende Ablenkung der Staatstendenz zur Geldtendenz ist das einzige Gegenmittel der Krieg und wiederum der Krieg: in dessen Erregungen wenigstens doch so viel klar wird, da\u00df der Staat nicht auf der Furcht vor dem Kriegsd\u00e4mon, als Schutzanstalt egoistischer Einzelner, gegr\u00fcndet ist, sondern in Vaterlands- und F\u00fcrstenliebe einen ethischen Schwung aus sich erzeugt, der auf eine viel h\u00f6here Bestimmung hinweist. Wenn ich also als gef\u00e4hrliches Charakteristikum der politischen Gegenwart die Verwendung der Revolutionsgedanken im Dienste einer eigens\u00fcchtigen staatlosen Geldaristokratie bezeichne, wenn ich die ungeheure Verbreitung des liberalen Optimismus zugleich als Resultat der in sonderbare H\u00e4nde geratenen modernen Geldwirtschaft begreife und alle \u00dcbel der sozialen Zust\u00e4nde, samt dem notwendigen Verfall der K\u00fcnste, entweder aus jener Wurzel entkeimt oder mit ihr verwachsen sehe: so wird man mir einen gelegentlich anzustimmenden P\u00e4an auf den Krieg zugute halten m\u00fcssen. F\u00fcrchterlich erklingt sein silberner Bogen: und kommt er gleich daher wie die Nacht, so ist er doch Apollo, der rechte Weihe- und Reinigungsgott des Staates. Zuerst aber, wie es im Beginne der Ilias hei\u00dft, schnellt er den Pfeil auf die Maultiere und Hunde. Sodann trifft er die Menschen selbst, und \u00fcberall lodern die Holzst\u00f6\u00dfe mit Leichnamen. So sei es denn ausgesprochen, da\u00df der Krieg f\u00fcr den Staat eine ebensolche Notwendigkeit ist wie der Sklave f\u00fcr die Gesellschaft: und wer m\u00f6chte sich diesen Erkenntnissen entziehn k\u00f6nnen, wenn er sich ehrlich nach den Gr\u00fcnden der unerreichten griechischen Kunstvollendung fragt?<\/p>\n\n\n\n<p>Wer den Krieg und seine uniformierte M\u00f6glichkeit, den Soldatenstand, in bezug auf das bisher geschilderte Wesen des Staates betrachtet, mu\u00df zu der Einsicht kommen, da\u00df durch den Krieg und im Soldatenstande uns ein Abbild, oder gar vielleicht das Urbild des Staates vor Augen gestellt wird. Hier sehen wir, als allgemeinste Wirkung der Kriegstendenz, eine sofortige Scheidung und Zerteilung der chaotischen Masse in milit\u00e4rische Kasten, aus denen sich pyramidenf\u00f6rmig, auf einer allerbreitesten sklavenartigen untersten Schicht, der Bau der \u00bbkriegerischen Gesellschaft\u00ab erhebt. Der unbewu\u00dfte Zweck der ganzen Bewegung zwingt jeden einzelnen unter sein Joch und erzeugt auch bei heterogenen Naturen eine gleichsam chemische Verwandlung ihrer Eigenschaften, bis sie mit jenem Zwecke in Affinit\u00e4t gebracht sind. In den h\u00f6heren Kasten sp\u00fcrt man schon etwas mehr, um was es sich, bei diesem innerlichen Prozesse, im Grunde handelt, n\u00e4mlich um die Erzeugung des milit\u00e4rischen Genius \u2013 den wir als den urspr\u00fcnglichen Staatengr\u00fcnder kennengelernt haben. An manchen Staaten, zum Beispiel an der lykurgischen Verfassung Spartas, kann man deutlich den Abdruck jener Grundidee des Staates, der Erzeugung des milit\u00e4rischen Genius, wahrnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denken wir uns jetzt den milit\u00e4rischen Urstaat in lebhaftester Regsamkeit, in seiner eigentlichen \u00bbArbeit\u00ab, und f\u00fchren wir uns die ganze Technik des Kriegs vor Augen, so k\u00f6nnen wir uns nicht entbrechen, unsere \u00fcberallher eingesognen Begriffe von der \u00bbW\u00fcrde des Menschen\u00ab und der \u00bbW\u00fcrde der Arbeit\u00ab durch die Frage zu korrigieren, ob denn auch zu der Arbeit, die die Vernichtung von \u00bbw\u00fcrdevollen\u00ab Menschen zum Zwecke hat, ob auch zu dem Menschen, der mit jener \u00bbw\u00fcrdevollen Arbeit\u00ab betraut ist, der Begriff von W\u00fcrde stimmt, oder ob nicht, in dieser kriegerischen Aufgabe des Staates, jene Begriffe, als untereinander widerspruchsvolle, sich gegenseitig aufheben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich d\u00e4chte, der kriegerische Mensch w\u00e4re ein Mittel des milit\u00e4rischen Genius und seine Arbeit wiederum nur ein Mittel desselben Genius; und nicht ihm, als absolutem Menschen und Nichtgenius, sondern ihm als Mittel des Genius \u2013 der auch seine Vernichtung als Mittel des kriegerischen Kunstwerks belieben kann \u2013 komme ein Grad von W\u00fcrde zu, jener W\u00fcrde n\u00e4mlich, zum Mittel des Genius gew\u00fcrdigt zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Was aber hier an einem einzelnen Beispiel gezeigt ist, gilt im allgemeinsten Sinne: jeder Mensch, mit seiner gesamten T\u00e4tigkeit, hat nur soviel W\u00fcrde, als er, bewu\u00dft oder unbewu\u00dft, Werkzeug des Genius ist; woraus sofort die ethische Konsequenz zu erschlie\u00dfen ist, da\u00df der \u00bbMensch an sich\u00ab, der absolute Mensch, weder W\u00fcrde, noch Rechte, noch Pflichten besitzt: nur als v\u00f6llig determiniertes, unbewu\u00dften Zwecken dienendes Wesen kann der Mensch seine Existenz entschuldigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der vollkommne Staat Platos ist nach diesen Betrachtungen gewi\u00df noch etwas Gr\u00f6\u00dferes als selbst die Warmbl\u00fctigen unter seinen Verehrern glauben, gar nicht zu reden von der l\u00e4chelnden \u00dcberlegenheitsmiene, mit der unsre \u00bbhistorisch\u00ab Gebildeten eine solche Frucht des Altertums abzulehnen wissen. Das eigentliche Ziel des Staates, die olympische Existenz und immer erneute Zeugung und Vorbereitung des Genius, demgegen\u00fcber alles andere nur Werkzeuge, Hilfsmittel und Erm\u00f6glichungen sind, ist hier durch eine dichterische Intuition gefunden und mit Derbheit hingemalt.<\/p>\n\n\n\n<p>Plato sah durch die schrecklich verw\u00fcstete Herme des damaligen Staatslebens hindurch und gewahrte auch jetzt noch etwas G\u00f6ttliches in ihrem Inneren. Er glaubte daran, da\u00df man dies G\u00f6tterbild herausnehmen k\u00f6nne und da\u00df die grimmige und barbarisch verzerrte Au\u00dfenseite nicht zum Wesen des Staates geh\u00f6re: die ganze Inbrunst und Erhabenheit seiner politischen Leidenschaft warf sich auf jenen Glauben, auf jenen Wunsch \u2013 an dieser Glut verbrannte er. Da\u00df er in seinem vollkommnen Staate nicht den Genius in seinem allgemeinen Begriff an die Spitze stellte, sondern nur den Genius der Weisheit und des Wissens, da\u00df er die genialen K\u00fcnstler aber \u00fcberhaupt aus seinem Staate ausschlo\u00df, das war eine starre Konsequenz des sokratischen Urteils \u00fcber die Kunst, das Plato, im Kampfe gegen sich selbst, zu dem seinigen gemacht hatte. Diese mehr \u00e4u\u00dferliche und beinahe zuf\u00e4llige L\u00fccke darf uns nicht hindern, in der Gesamtkonzeption des platonischen Staates die wunderbar gro\u00dfe Hieroglyphe einer tiefsinnigen und ewig zu deutenden Geheimlehre vom Zusammenhang zwischen Staat und Genius zu erkennen: was wir von dieser Geheimschrift zu erraten meinten, haben wir in dieser Vorrede gesagt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Pico della Mirandola, De dignitate hominis, 1496, S.11.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegen die Illusionsk\u00f6che Im 19. Jahrhundert durfte man noch frei von &#8222;gesellschaftlichen&#8220; Repressionen philosophieren. Origin\u00e4r zu philosophieren, hie\u00df noch, sich quer durch das Dickicht moralisierender Sprachverbote hindurchzudenken. Dabei blieb manche heilige Kuh auf der Strecke. 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