{"id":6382,"date":"2024-07-18T11:06:10","date_gmt":"2024-07-18T09:06:10","guid":{"rendered":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=6382"},"modified":"2024-07-18T11:22:56","modified_gmt":"2024-07-18T09:22:56","slug":"leben-als-widerstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2024\/07\/18\/leben-als-widerstand\/","title":{"rendered":"Leben als Widerstand"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Uwe Sauermanns Biographie \u00fcber den Querfrontler Ernst Niekisch<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/lindenbaum-verlag.de\/produkt\/ernst-niekisch-widerstand-gegen-den-westen\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"411\" height=\"599\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/51KF45CpdrL.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6384 size-full\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/51KF45CpdrL.jpg 411w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/51KF45CpdrL-206x300.jpg 206w\" sizes=\"auto, (max-width: 411px) 100vw, 411px\" \/><\/a><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Diese Rezension ist am 12. und 13.1.2021 auf Compact online erschienen. Weil sie dort aufgrund des Compact-Verbotes seit dem 17.7.2024 nicht mehr abrufbar ist, wird sie hier erneut publiziert.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>\u201eVon der Parteien Ha\u00df und Gunst verzerrt\u201c, schrieb Schiller \u00fcber Wallenstein, \u201eschwankt sein Charakterbild in der Geschichte.\u201c Ernst Niekischs schillerndes Charakterbild schwankt auch, aber weil mal Linke, mal die Rechte ihn &#8211; peinlich ber\u00fchrt&nbsp; von dieser Verwandtschaft &#8211; von sich wegschieben. Die Wissenschaft dagegen w\u00e4hlt sich nur zu oft einzelne, zeitbedingte \u00c4u\u00dferungen des Nationalrevolution\u00e4rs, um ihn in die aus jeweiliger Sicht passende Schublade zu stecken und die eigene Ansicht damit zu untermauern.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Uwe Sauermanns Werk \u00fcber Niekischs Zeitschrift \u201eWiderstand\u201c von 1926 bis zum Verbot 1934 sollten viele Kontroversen und Fehldeutungen beendet sein. Niekisch war unbedingter Nationalist und kein Sozialist im heutigen Sprachgebrauch. Die Bezeichnung Nationalbolschewist f\u00fchrt uns in die Irre, und Niekischs unbedingter Antifaschismus erst recht. Es ist Sauermanns wissenschaftliches Verdienst, mit terminologischen Mi\u00dfverst\u00e4ndnissen aufzur\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p>Methodisch lehnt sich Sauermann an Armin Mohler und dessen Standardwerk \u00fcber die Konservative Revolution an. Nur wenn man die vielf\u00e4ltigen tagespolitischen Ereignisse der Weimarer Zeit kennt, versteht man die auf sie bezogenen Drehungen und Wendungen der politischen und ideologischen Akteure. Gesichtspunkte und Argumente tauchen wie \u00fcber Nacht auf, um vielleicht zwei Jahre sp\u00e4ter in den Hintergrund zu treten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ernst Niekisch tritt als Akteur in die Geschichte ein in Reaktion auf den Sturz des Kaiserreichs. Am 7. November 1918 hatte der Kurt Eisner im M\u00fcnchen eine R\u00e4terepublik ausgerufen. Der sozialistische Revolution\u00e4r Ernst Niekisch gr\u00fcndete in Augsburg einen Arbeiter- und Soldatenrat und \u00fcbernahm den Vorsitz. Er b\u00fc\u00dfte es 1919 mit zwei Jahren Festungshaft und Entlassung aus dem Schuldienst.<\/p>\n\n\n\n<p>1924 arbeitete er am \u201eRundbrief\u201c des Hofgeismarer Kreises der Jungsozialisten mit. Dieser Kreis zerfiel 1925, als sich dort der marxistische Fl\u00fcgel durchsetzte. Marxist, weist Sauermann nach, war Niekisch nie. Die Weimarer Zeit brachte einen geistig brodelnden Hexenkessel wildester Theorien, Gruppierungen, Sektierer und Sonderlinge mit sich. Mit sicherer Hand f\u00fchrt Sauermann den Leser durch das Labyrinth geistiger Str\u00f6mungen, die sich oft um pr\u00e4gende Literaten bildeten. Sie beargw\u00f6hnten und bek\u00e4mpften einander, warben sich die Gefolgschaft ab, ha\u00dften und vers\u00f6hnten sich. Gegen den Urwald kreativer Entw\u00fcrfe jener Epoche nimmt sich das geistige Leben des heutigen Deutschland wie eine monotone Steppe aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist Sauermanns Leistung, die ideologischen Wendungen Niekischs vor dem Hintergrund jener Zeit transparent zu machen. Wer nur eine Schrift Niekischs von 1929 liest und danach eine von 1932, schlie\u00dflich Publikationen nach 1945, w\u00e4re wohl ziemlich verwirrt. Sauermann hat den roten Faden gefunden, der \u00fcber die Jahrzehnte und politischen Systeme hinweg Niekisch verstehbar macht: Es ist sein radikaler nationalistischer Etatismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Niekisch hat es geschafft, seit 1918 bis zu seinem Tode 1967 mit allen f\u00fcnf politischen Systemen auf Kriegsfu\u00df zu stehen &#8211; einmal Revolution\u00e4r, immer Revolution\u00e4r! Wegen seiner strikt antifaschistischen Haltung verbrachte er die Jahre 1937 bis 1945 wiederum im Gef\u00e4ngnis. \u201eHitler, ein deutsches Verh\u00e4ngnis\u201c titelte er 1932 eine Schrift. Nach 1945 trat er in die SED ein, bis er auch hier 1955 resignierte und nach Westberlin zog.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der rote Faden<\/h2>\n\n\n\n<p>Innerhalb jeder Ideologie gibt es unhinterfragbare Axiome. Diese ruhen wiederum auf pr\u00e4genden emotionalen Bed\u00fcrfnissen. In der Stunde traumatischer Erlebnisse wandeln sich Saulusse zu Paulussen, werden Fanatiker oder Propheten geboren und bleiben es ihr Lebtag. \u201eUnd ich beschlo\u00df, Politiker zu werden\u201c &#8211; nach diesem Ausspruch eines anderen Fanatikers hatte Ernst Niekisch nach der Kapitulation von 1918 gehandelt. Fast drei\u00dfig Jahre war er alt und hatte unauff\u00e4llig gelebt. Die deutsche Niederlage und anschlie\u00dfende Not weckten in ihm den Homo politicus Niekisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Sein gesamtes geistiges und politisches Wirken ist aus der deutschen Schw\u00e4che von 1918 erkl\u00e4rbar. Nur ein starker Staat, das war f\u00fcr Niekisch klar, vermochte Deutschland aus dem wirtschaftlichen und moralischen Elend zu f\u00fchren. W\u00e4hrend Marxisten die Arbeiterklasse f\u00fcr ausgebeutet hielten, sah Niekisch das ganze deutsche Volk als durch das Versailler Diktat und die Reparationen ausgepl\u00fcndert an.<\/p>\n\n\n\n<p>Dagegen setzte Niekisch auf einen unbedingten Etatismus: Ein starker, disziplinierender Machtstaat sollte die Nation aus der Knechtschaft zu neuer Gr\u00f6\u00dfe f\u00fchren. Er war bereit,<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u2026f\u00fcr das h\u00f6chste aller unserer Werte,\u201c n\u00e4mlich die nationale Unabh\u00e4ngigkeit, \u201ealles hinzugeben; ihr, wenn sie nicht anders zu erlangen w\u00e4re, auch unsere gegenw\u00e4rtigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Ordnungen zum Opfer zu bringen.\u201c<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<cite>Ernst Niekisch<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Einen \u201eSozialismus\u201c ben\u00f6tigt Niekisch nicht als Selbstzweck, sondern als gesellschaftliches Gestaltungsprinzip, um der freien Willk\u00fcr der Individuen gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Schranken zu setzen und sie quasi im Gleichschritt in eine Richtung zu lenken: einen m\u00e4chtigen deutschen Staat. Auf die Arbeiterschaft setzte er lange, weil ihm das B\u00fcrgertum dazu viel zu schwach, dekadent und liberal war: Es hatte zu viel zu verlieren, um revolution\u00e4ren Elan zu entfalten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDeutscher Widerstand ist dort, wo man die Verantwortung daf\u00fcr tr\u00e4gt, da\u00df dem sozialrevolution\u00e4ren Einsatz nicht die nationalrevolution\u00e4re Hinterabsicht fehle, da\u00df der Sturz der b\u00fcrgerllchen Gesellschaft zugleich der Anbruch der Auferstehung Deutschlands sei.\u201c<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die bolschewistische Methode<\/h2>\n\n\n\n<p>Prinzipien waren Niekisch gleichg\u00fcltig, wenn sie nicht mit dem nationalen Interesse konform gingen.<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Je nach innen- und au\u00dfenpolitischer Lage lobte Niekisch, was zu einem starken Staat f\u00fchren konnte, oder verdammte, was ihn verhinderte. Niekisch war Revolution\u00e4r und Bolschewist insoweit, als er das Schwache und das Westliche rigoros beseitigen wollte und zu diesem Zwecke vor bolschewistischen Methoden nicht zur\u00fcckschreckte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der &#8222;Bolschewismus&#8220; Niekischs war die taktische Methode seiner Strategie, das Endziel einer von einer spezifischen Idee erf\u00fcllten deutschen Staatlichkeit zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Uwe Sauermann ist den literarischen Hinterlassenschaften akribisch und kritisch nachgegangen: Niekisch war nie besonders v\u00f6lkisch inspiriert.<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Er war ja politisch aus der M\u00fcnchener R\u00e4terepublik hervorgegangen, die mit origin\u00e4r bolschewistischen Methoden eine zeitweise Diktatur der Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te erzwungen hatte. Als sein Blick sich von der zu befreienden Arbeiterklasse auf sein ganzes zu befreiendes Volk weitete, blieb er der in seinen Methoden nicht w\u00e4hlerische \u201eBolschewist\u201c. Das Etikett blieb h\u00e4ngen. Er&nbsp; trug es zeitweilig mit Stolz.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Geschichtsmetaphysik<\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt Autoren, die man gelesen haben mu\u00df. Sie geben Orientierung, wohin man selbst will und wohin man nicht will. Auf ihren Wegen, Irrwegen und Sackgassen wandeln wir in einem Sessel mit einem guten Buch in der Hand bequemer als es Niekisch im Gef\u00e4ngnis hatte. In der Bibliothek der Geistesgeschichte steht Niekisch im Giftschrank der b\u00f6sen B\u00fccher. Uwe Sauermann hat uns heimlich den Schl\u00fcssel zugesteckt.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Marxisten und andere Linksradikale in einem Sozialismus ein utopisches, aber gesetzm\u00e4\u00dfig zu erwartendes Ende der Geschichte in einem Nirwana allgemeinen Gerechtigkeit suchen, sieht Niekischs Geschichtsmetaphysik v\u00f6llig anders aus. Von einem imaginierten goldenen Zeitalter deutscher Macht und deutschen Wesens ging es immer weiter abw\u00e4rts. Dieses \u00e4hnelt der \u201egl\u00fccklichen Urgesellschaft\u201c der marxistischen Ideenlehre. Was dort aber den S\u00fcndenfall des Privateigentums an Produktionsmitteln ausmachte, das ist f\u00fcr Niekisch die gesamte \u201ewestliche\u201c Vorstellungswelt von Liberalismus, Demokratismus,<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Universalismus,<sup> <a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/sup> Kapitalismus und Humanitarismus.<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Er schildert die deutsche Geschichte als Verfallsgeschichte, beginnend mit der Abschlachtung der urw\u00fcchsigen Sachsen durch Karl den Gro\u00dfen. Hitler als Katholik war aus Niekischs Sicht ganz dem Abendl\u00e4ndischen und R\u00f6mischen verfallen. In seiner bekannten Schrift von 1932 \u201eHitler, ein deutsches Verh\u00e4ngnis\u201c sah er dieses in einem Hitler, der Niekisch nicht radikal genug gegen die westlichen Demokratien, die Deutschland aufgezwungene Demokratie und den Kapitalismus vorging. Grandiose Fehlbeurteilungen des absoluten Willens Hitlers zur Macht unterliefen allerdings damals Politikern aller Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Rettung suchte Niekisch in der preu\u00dfischen Staatsidee. Sie schien ihm geeignet, die Kr\u00e4fte aller B\u00fcrger zu b\u00fcndeln, doch:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eunertr\u00e4glich fast schien die Forderung, mit der der Staat an den einzelnen herantrat; der einzelne brach unter ihr nur deshalb nicht zusammen, weil der Staat am Ende zur Verk\u00f6rperung des Weltgeistes selbst erhoben wurde; jetzt war der Staat in so hohe Sph\u00e4ren ger\u00fcckt, da\u00df seinen Gehorsams- und Unterwerfungsanspr\u00fcchen die zwingende Kraft g\u00f6ttlich-unbedingter Gebote innewohnte; ein Schimmer des Metaphysischen verkl\u00e4rte den preu\u00dfischen Staatsgeist.\u201c<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\n<cite>Ernst Niekisch<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Damit ist Niekisch philosophisch geradezu der geistige Antipode der Aufkl\u00e4rung<a href=\"#_ftn9\" id=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> und juristisch unserer grundgesetzlichen Ordnung. Jedes ihrer Prinzipien und Wertentscheidungen ist denen Niekischs diametral entgegengesetzt. F\u00fcr das Grundgesetz ist der Staat um des Menschen willen da, f\u00fcr Niekisch der Mensch um des Staats willen. Sein Etatismus gr\u00fcndet auf der idealistischen Vorstellung Hegels vom Staat als Inbegriff und H\u00fcter des Sittlichen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDer Staat ist die Verwirklichung der sittlichen Idee. Der sittliche Geist offenbart sich und denkt sich im Staate. Seine Existenz hat er unmittelbar aus der Sitte. Der Staat ist die Manifestation des Willens, dessen Selbstbewu\u00dftsein das Vern\u00fcnftige an sich verk\u00f6rpert. Dieser Wille, der sich im Staat manifestiert, ist absoluter Zweck an sich selbst. Darin kommt die Freiheit zur h\u00f6chsten G\u00fcte. Dieser Staat hat gegen\u00fcber dem einzelnen Individuum das absolute Recht. Gleichwohl hat jeder B\u00fcrger die absolute Pflicht, ein Teil dieses Staates zu werden.\u201c<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a><\/p>\n<cite>Ernst Niekisch<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Hans Buchheim betonte, Niekisch habe den totalen Staat ausschlie\u00dflich als politisch-sittliche Idee verlangt<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>, weist Sauermann nach, da\u00df er diese Totalit\u00e4t durchaus anwendungspraktisch verstand. Niekischs &#8222;sittliche&#8220; Staatsidee hat sich im Ringen der metaphysischen Angebote in der Weimarer Zeit nicht gegen\u00fcber den geistig schlichteren Angeboten Hitlers durchgesetzt. Dieser hatte ausgerufen: &#8222;Nicht der Staat befielt uns, sondern wir befehlen dem Staat!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Machiavelli hatte einst geschrieben, jeder werde mit seinen Vorhaben scheitern, der sich nicht im Einklang mit seinen Zeitumst\u00e4nden befindet. W\u00e4hrend Carl Schmitt 1932 seufzte: &#8222;Die Epoche der Staat\u00adlich\u00adkeit geht jetzt zu Ende. Dar\u00ad\u00fcber ist kein Wort mehr zu verlie\u00adren,&#8220;<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> setzte Niekisch unverdrossen auf auf die Staatsidee. Er hatte seine Zeit revolution\u00e4r ver\u00e4ndern wollen, um dem deutschen Volk den ihm von Niekisch zugedachten Platz zu erk\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Utilitarist<\/h2>\n\n\n\n<p>Seit seiner Beteiligung an der Revolution von 1918 verstand Niekisch sich nicht prim\u00e4r als Politiker und nicht als Philosoph, Literat oder gar als Moralphilosoph. Seinem Werk \u201eGedanken \u00fcber deutsche Politik\u201c von 1929 stellte er sogar ein Zitat von Machiavelli voran, dem gro\u00dfen Amoralisten der Renaissance. Wie konnte Niekisch, Amoralist, der er war, den Staat als Verk\u00f6rperung des sittlichen Weltgeistes preisen? Er bediente sich derselben Methoden, die bereits Machiavelli empfohlen hatte und deren sich unsere Politiker heute noch bedienen:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs geh\u00f6rt zu den merkw\u00fcrdigsten Eigent\u00fcmlichkeiten der Massenseele, da\u00df sie die Worte autoritativer Pers\u00f6nlichkeiten um so lieber als wirklichen und glaubw\u00fcrdigen Ausdruck vorhandener Gesinnungen hinnimmt, je erhabener, edler und vornehmer die Gesinnung zu sein scheint, die sich in diesen Worten andeutet.\u201c<a href=\"#_ftn13\" id=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Scheinbar leiten diese Worte Niekischs R\u00fcckblick auf den 14-Punkte-Plan des US-Pr\u00e4sidenten Wilson vom 18. Januar 1918 ein. Die Deutschen h\u00e4tten dem Wortlaut der ehrlich klingenden Rede geglaubt. Ein Politiker, dekliniert Niekisch aber seinen Machiavelli durch, wei\u00df: F\u00fcr den Erfolg ist es unwichtig, ob die Absichten moralisch sind, wenn nur die Worte moralisch klingen. \u201eDiese Einstellung liegt jenseits von gut und b\u00f6se\u201c, l\u00e4\u00dft er Nietzsche aufblitzen, \u201eund ist ihrem inneren Wesen nach durchaus amoralisch\u201c<a href=\"#_ftn14\" id=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> &#8211; nicht unmoralisch!<\/p>\n\n\n\n<p>Sie nimmt den Menschen \u201eals eine naturwissenschaftliche Gegebenheit\u201c und stellt fest, \u201ewie er bewegt und beeinflu\u00dft werden mu\u00df.\u201c<a href=\"#_ftn15\" id=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Seine \u201eEndz\u00fcndlichkeit durch Ideale\u201c sei ein \u201eHebel, mittels dessen, wenn man sich seiner geschickt bedient, der Mensch am leichtesten und sichersten zu lenken und in klug erwogene Bahnen zu dr\u00e4ngen ist.\u201c<a href=\"#_ftn16\" id=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> Nicht die F\u00f6rderung sittlicher Verwirklichung sei der Zweck, sondern die Erregung seiner sittlichen Kr\u00e4fte und Antriebe. Nur seltene und besonders begabte Pers\u00f6nlichkeiten br\u00e4chten die Voraussetzungen f\u00fcr diese politische Denk- und Anschauungsweise mit.<sup> <a href=\"#_ftn17\" id=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Vor diesem Hintergrund erweist Niekisch sich als reiner Nationalist. Seine Metaphysik: das preu\u00dfische Staatsethos, die Verk\u00f6rperung des sittlichen Weltgeistes in einem totalen Machtstaat, aber auch sein \u201eBolschewismus\u201c erweisen sich dagegen als probate Mittel, Menschen auf ein gemeinsames Ziel einzuschw\u00f6ren. Wer herrschen will, mu\u00df scheinbar einer Idee dienen. Und die Opfer bringen sollen, m\u00fcssen gl\u00e4ubig sein. Metaphysik zu glauben ist etwas f\u00fcr die zu lenkenden Massen; sie zu benutzen ist eine Herrschaftstechnik der politischen F\u00fchrer.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die absolute Republik<\/h2>\n\n\n\n<p>Niekisch w\u00fcnscht sich den Staat nicht als eine totale Gesellschaft, in der eine Klasse gegen die anderen k\u00e4mpft und sie verschlingt, sondern als absoluten Staat, der alle gesellschaftlichen Kr\u00e4fte neutralisiert und b\u00e4ndigt. Einen solchen Staatsabsolutismus liebt und m\u00f6chte niemand.<a href=\"#_ftn18\" id=\"_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Als totaler Staat sollte er alle Kr\u00e4fte unter gleichf\u00f6rmiger Regie zusammenfassen, weil nur in einem starken Machtstaat<a href=\"#_ftn19\" id=\"_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> der Deutsche wieder zu seinem soldatischen, preu\u00dfischen \u201eWesen\u201c finden und der Auspl\u00fcnderung durch die \u201eabendl\u00e4ndischen\u201c M\u00e4chte von Rom \u00fcber Paris bis New York entgehen k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>Niekisch propagierte seine absolute Republik nicht offen als zynischen Machtstaat. Er versah ihn im Sinne Hegels mit dem Odium der Sittlichkeit. Dieser Metaphysik blieb die Massengefolgschaft aber versagt. Niekisch verstand es zwar meisterhaft, geschichtliche Fakten und tagespolitische Ereignisse in seinem Sinne umzudeuten. Dabei entfernte er sich zuweilen so weit von der von allen anderen wahrgenommenen Wirklichkeit, da\u00df sein Einflu\u00df begrenzt blieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Lekt\u00fcre ist schlechterdings unverzichtbar, wenn jemand mit dem Gedanken spielt, einen bestimmten argumentativen Pfad erneut zu beschreiten. Bei Niekisch k\u00f6nnen wir nachlesen, wohin Gedankeng\u00e4nge in letzter Konsequenz f\u00fchren. Das Labyrinth der M\u00f6glichkeiten betritt mit verbundenen Augen, wer darauf verzichtet, es zuvor, gem\u00fctlich im Sessel sitzend, mit seinen Ver\u00e4stelungen und Sackgassen in Draufsicht zu studieren. F\u00fcr diesen \u00dcberblick und schlie\u00dflichen Durchblick ist der Kaufpreis von Sauermanns Buch gut angelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Klaus Kunze 28.12.2020<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Ort der Ursprungspublikation ist nicht mehr aufrufbar:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"651\" height=\"910\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Zuschneiden-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2904\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Zuschneiden-1.jpg 651w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Zuschneiden-1-215x300.jpg 215w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Niekisch 1928, zitiert nach Uwe Sauermann, 2020 S.211, vgl. Uwe Sauermann, Ernst Niekisch, 1980, S.122.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Sauermann (2020) S.284 nach Niekisch (1931)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Sauermann (2020) S.270 Fn.1.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Vgl. Sauermann (2020) S.311 u.a.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Vgl. Sauermann (2020) S.333 u.a.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Vgl. Sauermann (2020) S.227.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Vgl. Sauermann (2020) S.317.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> Ernst Niekisch, Gedanken \u00fcber deutsche Politik, 1929, S.11.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Damit ist die Metaphysik seinen Staatsverst\u00e4ndnis auch grundlegend unvereinbar mit der Verwerfung jeder Metaphysik seitens des Rezensenten, vgl. Klaus Kunze, Mut zur Freiheit, S.8 u.v.a.m.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Hegel &#8211; Grundlinien der Philosophie des Rechts \u00a7 257-269, Der Staat.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Hans Buchheim, Hans Niekischs Ideologie des Widerstands, in: Vierteljahreshefte f\u00fcr Zeitgeschichte, Jahrgang 5 (1957) Heft 4, S.349, Sauermann (2020) S. 167 f. (168).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen, 1932, S.10.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> Ernst Niekisch, Gedanken \u00fcber deutsche Politik, 1929, S. 57.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> Niekisch 1929 a.a.O. S.58.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Niekisch 1929 a.a.O. S.59.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> Niekisch 1929 a.a.O. S.59.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Niekisch 1929 a.a.O. S.60.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Vgl. Klaus Kunze, Der totale Parteienstaat, 1.Auf.1994, Kapitel \u201eDie absolute Republik\u201c S.139-148, insbesondere S.148, wo ein Staatsabsolutismus als Ultima Ratio nur f\u00fcr den Fall bezeichnet wurde, da\u00df die Alternative zu ihm das Chaos ist.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\" id=\"_ftn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Vgl. Sauermann (2020) S.226 u.a.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Uwe Sauermanns Biographie \u00fcber den Querfrontler Ernst Niekisch Diese Rezension ist am 12. und 13.1.2021 auf Compact online erschienen. 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