{"id":6483,"date":"2024-10-13T10:47:53","date_gmt":"2024-10-13T08:47:53","guid":{"rendered":"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=6483"},"modified":"2024-10-26T14:19:54","modified_gmt":"2024-10-26T12:19:54","slug":"die-aufloesung-der-weiblichkeit-im-konstruktivismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2024\/10\/13\/die-aufloesung-der-weiblichkeit-im-konstruktivismus\/","title":{"rendered":"Die Aufl\u00f6sung der Weiblichkeit im Konstruktivismus"},"content":{"rendered":"\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Vortrag, gehalten in K\u00f6ln am 12.10.2024<\/h6>\n\n\n\n<p>Nebenan in der Andreaskirche liegt Albertus Magnus (1200-1280) begraben, der Namengeber meiner K\u00f6lner Alma Mater. Der Gelehrte bildete ein Scharnier zwischen dem dogmatisch christlichen Weltbild der Scholastik und einer neuen, wegweisenden Wissenschaft, die sich auf Naturbeobachtung st\u00fctzt. Auf diese Unterscheidung werde ich sp\u00e4ter zur\u00fcckkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine tiefgreifende Diskrepanz bestand schon immer zwischen der Betrachtung der Dinge, wie sie tats\u00e4chlich sind, und einer anderen Sichtweise, die nach einem Sinn hinter den Dingen fragt und die Realit\u00e4t mit einem Ideal verglich. Beim Vergleich mit den Dingen, wie sie sein sollten, schneiden die realen schlecht ab.<\/p>\n\n\n\n<p>So schwankte das Bild, das die Menschen sich von den Frauen machte, in der Geschichte und \u00e4nderte sich mit dem Zeitgeist, das hei\u00dft mit dem jeweils herrschenden Idealbild. Dieses Idealbild wiederum hatte immer auch einen engen Bezug zu den materiellen und gesellschaftlichen Bedingungen der Epoche. Ohne diese objektiven Bedingungen ist der Wandel des Frauenbildes nicht zu begreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rollenerwartungen an Frauen \u00e4nderten sich mit der faktischen Rolle, die Frauen jeweils spielen konnten. Jede herrschende Weltanschauung mu\u00dfte die realen Lebensverh\u00e4ltnisse widerspiegeln, in sich aufnehmen, verarbeiten und in eine scheinbar objektive Weltdeutung integrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine wegweisende Konstante der Realgeschichte ist dabei die Liebe zwischen Mann und Frau, wie sie bereits an einer Bestattung in Eulau um 1500 v.Chr. mit ihren beiden Kindern deutlich wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"711\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/01-711x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6484\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/01-711x1024.jpg 711w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/01-208x300.jpg 208w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/01-768x1105.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/01-1067x1536.jpg 1067w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/01-900x1295.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/01-1280x1842.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/01.jpg 1302w\" sizes=\"auto, (max-width: 711px) 100vw, 711px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Fr\u00fchgeschichte<\/h2>\n\n\n\n<p>Den meisten Epochen war ein prinzipieller gesellschaftlicher Rangunterschied zwischen Mann und Frau fremd. Dagegen teilten Ehefrauen im Regelfall den Stand ihrer M\u00e4nner. Im 1. vorchristlichen Jahrtausend waren die Priesterk\u00f6nige der Kelten im heutigen Hessen M\u00e4nner, von denen zum Beispiel der F\u00fcrst von Glauberg mit seinem hohen, goldenen Ritualhelm ber\u00fchmt geworden ist. W\u00e4hrend der Grundbesitz in jener patrilokalen Zeit im Mannesstamm vererbt wurde, stammten die Ehefrauen aus anderen Gegenden. Eine F\u00fcrstentochter heiratete innerhalb ihres Standes, aber weit weg und wurde mit \u00e4hnlich hochwertiger Ausstattung begraben wie ein gleichrangiger Mann.<\/p>\n\n\n\n<p>Von den Germanen ist vielfach \u00fcberliefert, da\u00df sie Frauen magische Kr\u00e4fte und eine kultische Rolle zugeschrieben<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> wie der bekannten Veleda. Rang und Stand jeder Person richteten sich nach ihrer Abstammung, ihren F\u00e4higkeiten und ihrem Besitz, nicht nach dem Geschlecht. Seit der milit\u00e4rischen Ausdehnung der Germanen in die Mittelgebirge und weiter nach S\u00fcden und ihre Konfrontation mit den R\u00f6mern ver\u00e4nderten sich Kultur und Weltanschauung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kult kriegerischer G\u00f6tter gewann an Boden. Wie in jeder Landnahmezeit expandierte der Bev\u00f6lkerungs\u00fcberschu\u00df in Form junger M\u00e4nnerbanden, sogenannten Gefolgschaften, raubend und pl\u00fcndernd in r\u00f6misch befriedetes Gebiet. Das 1. nachchristliche Jahrtausend war von blutigen Verdr\u00e4ngungsk\u00e4mpfen erf\u00fcllt. In dieser Epoche waren die Frauen der Besiegten Beute. Die eigenen Frauen der St\u00e4mme, die sich nach S\u00fcden ausbreiteten, waren stets gef\u00e4hrdet, selbst Beute zu werden. Ohne einen Mann, der mit Schwert und Schild f\u00fcr sie eintrat, waren sie schutzlos.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser militarisierten Zeit bestand die Volksversammlung aus den waffenf\u00e4higen M\u00e4nnern, die einen Herzog w\u00e4hlten und ihm hinterher zogen. Kinder, Frauen und Greise zogen nicht mit und entschieden darum auch nicht mit. Wir sehen hier einen der F\u00e4lle, warum die Faktizit\u00e4t der Umst\u00e4nde zu bestimmten Rechtsverh\u00e4ltnissen f\u00fchren mu\u00dfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab noch keinen Staat. Jeder mu\u00dfte mit der Waffe durchsetzen, was er f\u00fcr sein Recht hielt. Frauen konnten das regelm\u00e4\u00dfig nicht. Im schlimmsten Fall kam es zu einem Gottesurteil durch Zweikampf. Darum brauchte eine Frau einen Vormund, der vor dem Richter f\u00fcr sie sprach und ihr Recht auch durchsetzen konnte. Insoweit stand eine Frau einem unm\u00fcndigen Kind gleich, das auch einen solchen Vormund brauchte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"831\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/02-1024x831.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6485\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/02-1024x831.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/02-300x243.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/02-768x623.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/02-900x730.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/02-1280x1038.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/02.jpg 1314w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Sp pr\u00e4gte die Realit\u00e4t das Rechtsverst\u00e4ndnis. Die vollg\u00fcltige Ehe war ein Vertrag zwischen den Sippen beider Brautleute zur Regelung der g\u00fcterrechtlichen Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"623\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/03-1024x623.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6486\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/03-1024x623.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/03-300x183.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/03-768x467.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/03-900x548.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/03-1280x779.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/03.jpg 1288w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Mittelalter<\/h2>\n\n\n\n<p>Das hohe Mittelalter, vor allem in seiner ritterlichen Oberschicht, brachte Frauen die allerh\u00f6chste Achtung entgegen. Eine edle Frau zu minnen machte sich mancher zum Traum seines Lebens. Worauf diese Minne hinauslief, sehen Sie auf einer Buchmalerei von 1420.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"855\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/04-1024x855.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6487\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/04-1024x855.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/04-300x250.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/04-768x641.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/04-900x751.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/04-1280x1068.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/04.jpg 1313w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Dabei kannte das Volksrecht rechtliche Regeln. Folgte auf eine galante Werbung<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"693\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05-693x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6488\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05-693x1024.jpg 693w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05-203x300.jpg 203w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05-768x1134.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05-1040x1536.jpg 1040w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05-900x1329.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/05.jpg 1273w\" sizes=\"auto, (max-width: 693px) 100vw, 693px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>ein Ehebruch, verlor eine Frau nach dem Sachsenspiegel wohl ihre Ehre, aber nicht ihr Erbe:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"759\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/06-1024x759.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6490\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/06-1024x759.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/06-300x222.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/06-768x570.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/06-900x667.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/06-1280x949.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/06.jpg 1308w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der geh\u00f6rnte Ehemann durfte die Ehebrecher freilich in flagranti erschlagen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"698\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/07-1-1024x698.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6491\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/07-1-1024x698.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/07-1-300x205.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/07-1-768x524.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/07-1-900x614.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/07-1.jpg 1270w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eDas Recht des Sachsenspiegels spiegelte nicht pauschal eine willk\u00fcrlich intendierte Schlechterstellung der Frau wider. Vielmehr war bereits zu Eike von Repgows Zeit im germanischen Recht ein differenziertes System des Rechtsg\u00fcterschutzes vorgebildet, das zwar naturgem\u00e4\u00df die Vorstellungen seiner Zeit reflektierte, aber auch um Ausgewogenheit und Interessenausgleich bem\u00fcht war, mithin um Prinzipien, die bis heute das Recht ganz allgemein pr\u00e4gen und diesem Werk seine besondere rechtshistorische Stellung sichern.\u201c<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4testens im 12. Jahrhundert hatte sich in Mitteleuropa die Konsensehe durchgesetzt. Keine Frau wurde gegen ihren Willen verheiratet. Das entsprach christlichen Vorstellungen. Die kirchliche Lehre der Zeit orientierte sich aber bald stark an Aristoteles und scholastischen Kirchenlehrern wie Albertus Magnus und seinem Sch\u00fcler Thomas von Aquin. Das der biblischen sogenannten Offenbarung und Aristoteles entlehnte Frauenbild hielt Frauen f\u00fcr unvollkommene Wesen und gipfelte im 16. Jahrhundert in vereinzelten Stellungnahme aus m\u00f6nchischen Studierzellen, die ernstlich die Meinung vertraten, Frauen seien keine Menschen. Jahrhundertelang wurden Zitatstellen aus Aristoteles abgeschrieben, der Frauen als feucht und kalt im Sinne seiner Lehre bezeichnet hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Bemerkungen \u00fcber Frauen spiegeln die gesellschaftliche Unterordnung der Frau im antiken Griechenland, die sich an allen Bereichen des kulturellen Lebens finden l\u00e4\u00dft. Zu Ber\u00fchmtheit gelangt ist seine Ansicht, die Frau sei eine Abart der Natur, ein Monster, ein verfehlter Mann.<a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Solch unvollkommenen Wesen durfte man nat\u00fcrlich keine m\u00fcndige Entscheidung \u00fcber ihre Verm\u00f6gensverwaltung und andere Rechte zuerkennen. Solche Hypothesen wurden durch die Kirche und Bibelstellen aus der Antike in die sp\u00e4tmittelalterliche und fr\u00fchneuzeitliche Diskussion eingeschleppt. So betonte der Humanist Vives 1524:<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich solle sie immer in Erinnerung behalten, da\u00df Paulus nicht ohne Grund den Frauen das Lehren und Sprechen in der Kirchen verboten hat, und da\u00df sie sich den M\u00e4nnern zu f\u00fcgen habe und schweigend das zu lernen habe, was ihr aufgegeben wird.<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Hypothesen von Stubengelehrten waren immer eins, die gelebte Realit\u00e4t aber ein anderes. Albertus Magnus war einer der ersten, der es nicht mit theologischen Spekulationen bewenden lie\u00df, sondern exakte Naturbeobachtung betrieb und dadurch ber\u00fchmt wurde. Nach und nach setzte sich die Erforschung der empirischen Welt durch gegen rein intellektuelle Deduktionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade als Jurist warne ich davor, Rechtspositionen im allt\u00e4glichen Leben die allein ausschlaggebende Bedeutung beizumessen. Die realen Machtverh\u00e4ltnisse in einer Ehe hingen niemals nur von Rechten oder Pflichten ab. Sie ergeben sich immer als der individuellen Pers\u00f6nlichkeit des jeweiligen Mannes und der jeweiligen Frau. Jenseits aller Rechts- oder Gleichberechtigungsfragen gab es immer Frauen, die die Hosen anhaben, es gab Pantoffelhelden, und es gab tyrannische M\u00e4nner. Dominant oder devot zu sein sind allgemeinmenschliche und keine an das Geschlecht gebundene Eigenschaften.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Klugheit kann jede Frau ihren Mann lenken: Erasmus von Rotterdam (um 1467-1536) argumentierte nicht moralisch, sondern praktisch und n\u00fctzlich: Faktisch seien Frauen von M\u00e4nnern abh\u00e4ngig. Er vergleicht in einer Schrift von 1523 M\u00e4nner mit wilden Tieren, die man zwar nicht durch Gewalt beherrschen, aber durch die Anwendung von Klugheit oder eigene geistige \u00dcberlegenheit z\u00e4hmen k\u00f6nne. Wieviel M\u00fche nehmen die Menschen auf sich, um sich ein Pferd zuzureiten, und uns verdrie\u00dft es, dahin zu arbeiten, da\u00df wir angenehmere M\u00e4nner haben? Im Dialog zwischen einer sanften Eulalia mit einer berechnenden Xanthippe meint die erste, sie achte darauf, was ihr Mann m\u00f6ge, so wie man auch Elefanten und L\u00f6wen bezwingt, indem man sie nicht erz\u00fcrnet.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;<em>So ein Tier habe ich auch daheim<\/em>&#8222;, erwidert Xanthippe. Eulalia weiter: <em>&#8222;Man reizt ja auch Elefanten und Tiger nicht durch Kleiderfarben, die sie nicht m\u00f6gen. Und reitet man ein wildes Ro\u00df zu, streichelt man es. Solche Kunst brauchen wir gegen unsere M\u00e4nner, mit denen wir, m\u00f6gen wir wollen oder nicht, ein Leben lang Haus und Bett teilen&#8220;<\/em>.<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Erasmus von Rotterdam<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Agrippa von Nettesheim (*K\u00f6ln 1486-1535) gab 1529 zu bedenken: Gott habe Mann und Frau die gleiche Seele eingepflanzt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Aber ein Seel\/ darzu ein gantz vnd gar vnnderschidliche gestalt der Seelen\/ hat Gott dem Mann vnd dem Weib mitgetheylt\/ Also\/ das zwischen der beider Seeln gantz kein getheilts ist an der art\/ oder geschlecht. So hat auch das weib hier\u00fcber sampt dem Mann\/ ein gleich gem\u00fct\/ vernunfft\/ und red empfangen.<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"765\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/08.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6492\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/08.jpg 1000w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/08-300x230.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/08-768x588.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/08-900x689.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen hier als Zwischenergebnis festhalten: In Epochen purer Faktizit\u00e4t hatte weitgehend ein \u201eRecht\u201c des St\u00e4rkeren gegolten. Das beg\u00fcnstigte patriarchalische Verh\u00e4ltnisse. Frauen und Kinder waren schutzbed\u00fcrftig und k\u00e4mpften nicht. Darum waren sie auch vor Gericht M\u00fcndel.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Christentum in seiner scholastischen Auspr\u00e4gung gab f\u00fcr die rechtliche Unterordnung der Frau eine nachtr\u00e4gliche theologische, also letztlich ideologische Scheinbegr\u00fcndung, die mit dem urspr\u00fcnglichen, dem praktischen Sinn nichts mehr zu tun hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Sp\u00e4tmittelalter hatten die faktischen Verh\u00e4ltnisse sich n\u00e4mlich nach und nach ge\u00e4ndert. Landfrieden verboten die Privatfehde. Insbesondere in den St\u00e4dten \u00e4nderten sich nach und nach die faktischen Bedingungen tiefgreifend. So hatten l\u00e4ndliche Grundherren vielfach das Recht gehabt, Ehen ihrer Unfreien zu genehmigen. Ein in die Stadt gezogenes Landm\u00e4dchen durfte nicht einfach einen Br\u00e4utigam aus der Stadt heiraten und er sie nicht, wenn er einer Einwohnergruppe angeh\u00f6rte, die ihrerseits anderem Recht unterworfen war. Im 13. Jahrhundert erwarben St\u00e4dte nach und nach das Privileg, da\u00df ihre Stadtluft von solchen Beschr\u00e4nkungen frei machte. Handwerkerwitwen f\u00fchrten den Betrieb auf eigene Rechnung weiter, ohne irgendeiner Beschr\u00e4nkung zu unterliegen. Ohnehin durften Witwen jederzeit aus eigener Rechtsvollkommenheit wieder heiraten.<\/p>\n\n\n\n<p>In diese Zeit fiel auch eine Hochbl\u00fcte weiblicher Bildung. Viele Ritter konnten nicht lesen und schreiben, das galt nicht als besonders ritterlich. Viele edle Damen waren weitaus gebildeter als ihre M\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"575\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/09-575x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6493\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/09-575x1024.jpg 575w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/09-169x300.jpg 169w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/09-768x1367.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/09-863x1536.jpg 863w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/09-900x1602.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/09.jpg 1034w\" sizes=\"auto, (max-width: 575px) 100vw, 575px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Schon nach dem Sachsenspiegel des 13. Jahrhunderts erbte eine Witwe den Hausrat, darunter die B\u00fccher.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"913\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/10-913x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6494\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/10-913x1024.jpg 913w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/10-268x300.jpg 268w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/10-768x861.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/10-900x1009.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/10-1280x1435.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/10.jpg 1326w\" sizes=\"auto, (max-width: 913px) 100vw, 913px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Hier liest die Dichterin und Gelehrte Christine des Pisan M\u00e4nnern vor:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"911\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/11-911x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6495\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/11-911x1024.jpg 911w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/11-267x300.jpg 267w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/11-768x863.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/11-900x1012.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/11-1280x1439.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/11.jpg 1288w\" sizes=\"auto, (max-width: 911px) 100vw, 911px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>So kam es zu einem Auseinanderklaffen zwischen der gelebten Wirklichkeit und ihrer ideologisch gef\u00e4rbten Interpretation durch scholastische und sp\u00e4ter humanistische Stubengelehrte, die sich ihre eigene \u201eWirklichkeit\u201c anhand von Aristoteles und Paulus zurechtstrickten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"606\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/12-606x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6496\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/12-606x1024.jpg 606w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/12-178x300.jpg 178w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/12-768x1297.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/12-910x1536.jpg 910w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/12-900x1520.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/12.jpg 1153w\" sizes=\"auto, (max-width: 606px) 100vw, 606px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Die gelebte Realit\u00e4t<\/h2>\n\n\n\n<p>Gerade so wie Sie heute in der breiten Bev\u00f6lkerung herumfragen k\u00f6nnen, wer im Ernst an Gender und zig diverse Geschlechter glaubt, konnten Sie vor 500 Jahren herumfragen, welcher Bauer oder Handwerker seine Frau f\u00fcr ein minderes, unm\u00fcndiges Wesen hielt. Gelehrte mit solchen Hypothesen machten einen in Promille z\u00e4hlenden Anteil der Bev\u00f6lkerung aus und publizierten gew\u00f6hnlich auf Latein.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist eine r\u00fcckblickende Fiktion, \u201edie Frau\u201c sei \u201efr\u00fcher\u201c unterdr\u00fcckt worden. Weder gab es jemals \u201edie Frau\u201c oder \u201edie Frauen\u201c, noch hat der pauschale Begriff \u201efr\u00fcher&#8220; irgendeinen Erkenntniswert. Die Frauen waren niemals eine soziale Einheit. Sie sind auch niemals \u201eunterdr\u00fcckt\u201c worden. Vielmehr gab es ein komplexes System kultureller, sozialer und rechtlicher Faktoren, die sie vor \u00dcbergriffen und roher Gewalt sch\u00fctzen sollten, gerade weil sie als besonders wertvoll, aber auch als verletzlich galten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Beruf bringt einen gr\u00f6\u00dferen Schatz an praktischer Lebenserfahrung mit sich als nur reine Studierstubenweisheit. Ich habe hunderte von Scheidungsverfahren gef\u00fchrt. Es gibt pr\u00fcgelnde Ehem\u00e4nner, aber auch verpr\u00fcgelte. Wer in einer Ehe die Hosen anhat und ob ein Ehepartner tyrannisiert wird, ist immer eine Einzelfallfrage. Ihre Antwort h\u00e4ngt vom dominanten oder weniger dominanten Charakter des einzelnen Menschen ab.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/13-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6497\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/13-768x1024.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/13-225x300.jpg 225w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/13-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/13-900x1200.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/13-1280x1707.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/13.jpg 1290w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das war schon immer so. Selbst ein Sokrates hatte seine Xanthippe. Frauen sind ebensowenig reine Engel wie M\u00e4nner. Es gibt M\u00e4nner, die zu schlicht gestrickt sind, sich gegen eine spitze Zunge zu wehren. Die Machtmittel von Frauen sind andere, aber nicht weniger effektive. Es gibt nicht nur die braven Heimchen am Herde, sondern gab stets auch Frauen, die m\u00e4nnlichen Liebeswahn ausnutzten. Ein verliebter Mann kann sich zum Narren machen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"911\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/14-911x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6498\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/14-911x1024.jpg 911w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/14-267x300.jpg 267w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/14-768x863.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/14-900x1011.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/14-1280x1439.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/14.jpg 1292w\" sizes=\"auto, (max-width: 911px) 100vw, 911px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Rechtsverh\u00e4ltnisse sind immer nur eines von vielen Mitteln, die zwischen den Geschlechtern angewandt werden. Hinter unz\u00e4hligen \u201estarken M\u00e4nnern\u201c steht in Wahrheit eine starke Frau.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"682\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/15-682x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6499\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/15-682x1024.jpg 682w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/15-200x300.jpg 200w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/15-768x1154.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/15-1022x1536.jpg 1022w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/15-900x1352.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/15-1280x1923.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/15.jpg 1300w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Einer damals verbreiteten Satire zufolge kann ein Mann sich im Liebeswahn selbst zum Esel machen.<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Es hat immer starke, ja gro\u00dfartige Frauen gegeben. Im 14. Jahrhundert hatten an Universit\u00e4ten noch mehrere \u00c4rztinnen promoviert. Seitdem fanden sie kaum noch Zugang zu Hochschulen oder universit\u00e4ren Ausbildungsst\u00e4tten.<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Praktizieren durften sie zwar, konnten aber keine akademischen Autorit\u00e4ten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Dorothea Erxleben studieren wollte, schrieb man sie nicht in die Matrikel ein. Sie wandte sich an den K\u00f6nig, was in der Regierungszeit Friedrichs des Gro\u00dfen jeder B\u00fcrger ausdr\u00fccklich durfte. Der wies die Universit\u00e4t Halle 1741 an, sie zur Promotion zuzulassen. 1742 heiratete sie, begann als \u00c4rztin zu praktizieren und \u00fcbernahm 1747 die Praxis.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"211\" height=\"300\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/16-211x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6500\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/16-211x300.jpg 211w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/16-719x1024.jpg 719w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/16-768x1094.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/16-1078x1536.jpg 1078w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/16-900x1283.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/16.jpg 1240w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Sie reichte schlie\u00dflich ihre Dissertation ein und wurde 1755 promoviert. Das m\u00fcndliche Examen bestand sie glanzvoll. Ebenso glanzvoll argumentierte sie 1742 \u2013 27j\u00e4hrig! &#8211; auch in ihrer Schrift \u00fcber die Ursachen, die das weibliche Geschlecht vom Studieren abhalten. Allgemein, leitet sie ein, sage man ja den Frauen nach, eine Abneigung gegen das Schreiben und Lehren zu haben. Viele M\u00e4nner d\u00e4chten nun vielleicht, sie wolle ihnen den Krieg erkl\u00e4ren und ein Vorrecht entziehen. Davon sei sie aber weit entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sofort am Beginn ihrer eigentlichen Argumentation gewinnt sie die Herzen aller selbst wissensdurstigen Leser:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eSo gro\u00df der Vorzug ist, welchen das Licht vor der Finsternis verdienet, ebenso gro\u00df, ja noch gr\u00f6\u00dfer ist das Vorrecht, welches dem [zukommt], dessen Verstand durch Gelehrsamkeit verbessert worden, vor denen, die nicht in der dicken Finsternis desselben herumtappen\u201c.<a href=\"#_ftn9\" id=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dorothea Christiane Erxleben geb. Leporin<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Darum sei es geradezu eine Verachtung der Gelehrsamkeit, das weibliche Geschlecht v\u00f6llig von diesem kostbaren Schatz auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Die moralistische Gegenfraktion<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Mittelalter war zwar theoretisch fromm, in seiner Lebenswirklichkeit aber oft weit von den Forderungen hoher Moral entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis in den Klerus&nbsp; fand niemand an Badeh\u00e4usern etwas anst\u00f6\u00dfig, in denen es zuging wie heute in einem Swingerclub.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"839\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/17-839x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6501\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/17-839x1024.jpg 839w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/17-246x300.jpg 246w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/17-768x937.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/17-1259x1536.jpg 1259w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/17-900x1098.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/17-1280x1562.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/17.jpg 1284w\" sizes=\"auto, (max-width: 839px) 100vw, 839px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch Prostituierte waren nicht prinzipiell verachtete Frauen. Selbst bei Reichstagen und Konzilien achtete man vorher darauf, da\u00df sich gen\u00fcgend Damen einfanden. In Zurzach war der Hurentanz anl\u00e4\u00dflich des Ro\u00dfmarktes ein gesellschaftliches Ereignis.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"995\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/19-1024x995.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6502\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/19-1024x995.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/19-300x291.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/19-768x746.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/19-900x874.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/19-1280x1243.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/19.jpg 1322w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zweifellos hatten viele christliche Moraltheologen Angst vor Frauen, das hei\u00dft vor ungez\u00fcgelter weiblicher Sexualit\u00e4t. Solche Frauen galten ihnen als b\u00f6se.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"592\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20-592x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6503\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20-592x1024.jpg 592w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20-173x300.jpg 173w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20-768x1328.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20-888x1536.jpg 888w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20-900x1556.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/20.jpg 1116w\" sizes=\"auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Sie kopulierten in d\u00e4monischen N\u00e4chten mit dem Teufel. Wer sich verd\u00e4chtig machte, wurde verfolgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Moralisten verfa\u00dften Anleitungsb\u00fccher f\u00fcr z\u00fcchtiges Betragen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"681\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/21-681x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6504\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/21-681x1024.jpg 681w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/21-199x300.jpg 199w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/21-768x1155.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/21-1021x1536.jpg 1021w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/21-900x1354.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/21-1280x1925.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/21.jpg 1323w\" sizes=\"auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das moralisierende Mi\u00dftrauen f\u00fchrte zu geradezu frauenfeindlichen Exzessen wie der metaphorischen Forderung, Frauen ein Schlo\u00df vor den Mund zu h\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"747\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/22-747x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6505\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/22-747x1024.jpg 747w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/22-219x300.jpg 219w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/22-768x1053.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/22-1120x1536.jpg 1120w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/22-900x1234.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/22-1280x1755.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/22.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 747px) 100vw, 747px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Von den gleichen Leuten wurde die Frau als Jungfrau Maria idealisiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"889\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/23-889x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6506\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/23-889x1024.jpg 889w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/23-260x300.jpg 260w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/23-768x885.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/23-900x1037.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/23.jpg 1278w\" sizes=\"auto, (max-width: 889px) 100vw, 889px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Seit dem hohen Mittelalter galten Frauen als latent flatterhaft wie auf der Abbildung von 1215 das unstete Weib und ihre Liebhaber.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1274\" height=\"1742\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/24-749x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6507\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/24-749x1024.jpg 749w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/24-219x300.jpg 219w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/24-768x1050.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/24-1123x1536.jpg 1123w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/24-900x1231.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/24.jpg 1274w\" sizes=\"auto, (max-width: 1274px) 100vw, 1274px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich k\u00f6nnen es Frauen, biologisch gesehen, durchaus mit mehreren M\u00e4nnern nacheinander aufnehmen und sind, so gesehen, das eigentlich starke Geschlecht, wo die m\u00e4nnliche Kraft nach gehabtem Vergn\u00fcgen erst einmal erlahmt. Entkleidet man die Kritik ihrer moralisierenden Elemente, bleibt jedoch ein realistisches und klares Bild weiblicher M\u00f6glichkeiten zur\u00fcck, so da\u00df Mann und Frau immer als substanziell verschieden gedacht wurden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. Die Aufl\u00f6sung der Weiblichkeit im Konstruktivismus<\/h2>\n\n\n\n<p>Das \u00e4nderte sich in den vergangenen 250 Jahren bis hin zu modernen Genderhypothesen, denen zufolge zwischen M\u00e4nnlichkeit und Weiblichkeit kein objektiver Unterschied besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst dr\u00e4ngte die Aufkl\u00e4rung alle \u00fcberkommenen Vorstellungen zur\u00fcck, Menschen unterl\u00e4gen feststehenden moralischen Befehlen, weshalb nur ein moralischer Mensch gott\u00e4hnlich und darum ein vollwertiger Mensch sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Der franz\u00f6sische Philosoph am Hofe Friedrichs des Gro\u00dfen, La Mettrie, verk\u00fcndete radikal materialistisch, die Altvorderen, selbst &#8222;ganz Seele, h\u00e4tten sich nicht um ihr k\u00f6rperliches Heil, wir aber, ganz K\u00f6rper, wollen uns nicht um unser Seelenheil k\u00fcmmern\u201c<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\">[10]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mehrheitsmeinung in der sich zun\u00e4chst anschlie\u00dfenden b\u00fcrgerlichen Epoche schreckte vor den Konsequenzen dieser Sichtweise zur\u00fcck. Sie ben\u00f6tigte unbedingt eine g\u00fcltige Letztbegr\u00fcndung von Sitte und Moral. Sie fand diese in der Lebensform der b\u00fcrgerlichen Ehe mit all ihren bekannten Tugenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade durch ihre geschlechtliche Verschiedenheit verhielten Mann sich quasi komplement\u00e4r zueinander und bildeten als Ehe eine h\u00f6here Einheit. Ihr Ganzes galt als mehr als die Summe seiner beiden einzelnen Teile.<\/p>\n\n\n\n<p>Das entsprach einem umfassenden gesellschaftlichen Denkmodell, das sich urspr\u00fcnglich gegen die alte Feudalgesellschaft mit ihrer starren Hierarchie wandte. Die vorausgesetzte substanzielle Verschiedenheit der St\u00e4nde und Geschlechter wurde nicht in Frage gestellt. Diese sollten aber, wie die verschiedenen R\u00e4dchen und Teile eines Uhrwerks, harmonisch ineinandergreifen, wobei selbst die untergeordneten Einzelelemente f\u00fcr das Funktionieren des Ganzen unentbehrlich waren und eine Synthese des Verschiedenen erm\u00f6glichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ganz anderes Denkmodell setzt sich in der Moderne ab ungef\u00e4hr Anfang des 20. Jahrhunderts durch. Die Lebenswirklichkeit jedenfalls der st\u00e4dtischen Menschen wurde gepr\u00e4gt durch die Massengesellschaft mit massenhafter Produktion von Industriewaren. Umso billiger und effektiver wurde produziert, auf je weniger gleichartige und austauschbare Einzelelemente die Produktion sich st\u00fctzen konnte. Der Handwerksmeister hatte noch alle Produktionsschritte beherrscht. Er wich dem Industriearbeiter am Flie\u00dfband mit immer denselben Handgriffen. Untereinander waren diese Arbeiter so austauschbar wie die Einzelteile bei der Flie\u00dfbandfertigung. Wie bei einem Legospiel beruhte jede Konstruktion aus untereinander gleichen Grundelementen, aus denen man alles m\u00f6gliche konstruieren konnte.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"783\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/25-1024x783.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6508\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/25-1024x783.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/25-300x229.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/25-768x587.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/25-1536x1175.jpg 1536w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/25-2048x1566.jpg 2048w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/25-900x688.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/25-1280x979.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Impressionismus: Monet<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Parallel dazu kam ein Kunstverst\u00e4ndnis auf, das zunehmend die Form aufl\u00f6ste sich wie ein Gem\u00e4lde aus gleichartigen Bildpunkten und Grundformen zusammensetzte. Dabei blieb eine erkennbare Form des Abgebildeten wie hier 1872 bei Monet zun\u00e4chst<\/p>\n\n\n\n<p>noch erhalten, l\u00f6ste sich aber in den folgenden Jahrzehnten nach und nach auf und wich abstrakten Formelementen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"734\" height=\"800\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/26.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6509\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/26.jpg 734w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/26-275x300.jpg 275w\" sizes=\"auto, (max-width: 734px) 100vw, 734px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Konstruktivismus: Theo Margaretha van Doesburg, Komposition IX, 1917<\/p>\n\n\n\n<p>Eine gleichartige Entwicklung fand in der Architektur statt. Der neue, analytisch-kombinatorische Denkstil suchte alles in seine Grundlemente zu zerlegen, um aus ihnen jedes Beliebige neu zu konstruieren. Davon konnte das gesellschaftliche Leben nicht unber\u00fchrt bleiben. Man zerlegte nach und nach die fr\u00fcher als substanziell empfundenen Strukturen in ihre Einzelelemente. Diese Grundelemente des gesellschaftlichen Lebens waren bis in die b\u00fcrgerliche Zeit die Einzelpers\u00f6nlichkeit, die Familie und ihr Stand gewesen. Ein Adliger sei etwas substanziell anderes als ein Tagel\u00f6hner, war dem modernen Denken aber nicht mehr vermittelbar. Folgerichtig atomisierte man die Gesellschaft und zerlegte sie in ihre Grundbausteine, die einzelnen Personen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eEinzelne Menschen, die als einzelne Menschen gleich sind &#8211; das ist bereits, wenn man alle Implikationen bedenkt, eine ad\u00e4quate Beschreibung der Massendemokratie.\u201c<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Panajotis Kondylis<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Damit einher verbreitete sich ein immer radikaleres Gleichheitsdenken. Jede wertgebundene Differenzierung wurde verd\u00e4chtig. Da\u00df jede Person eine gleiche Stimme haben sollte, war dann konsequent.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen hat sich das analytisch-kombinatorische Denkmodell weiter radikalisiert. Vermutlich haben Sie die Konsequenzen f\u00fcr das Frauenbild schon geahnt. Analyse und freie Kombinatorik machte vor den Menschen nicht halt, die sich immer noch substanziell in M\u00e4nner und Frauen gliederten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die innere Logik der Entwicklung offenbarte sich als erstes im Frauenbild des Kommunismus, f\u00fcr das Frauen wie M\u00e4nner als revolution\u00e4re Subjekte gleich waren. Das dr\u00fcckte sich bald in ihrer Uniformierung aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"722\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/27-722x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6510\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/27-722x1024.jpg 722w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/27-212x300.jpg 212w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/27-768x1089.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/27-1084x1536.jpg 1084w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/27-900x1276.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/27.jpg 1260w\" sizes=\"auto, (max-width: 722px) 100vw, 722px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Tendenz der Moderne sucht alle festen Formen aufzul\u00f6sen und mit immer weniger Grundelementen auszukommen, aus denen sich alles Beliebige frei konstruieren l\u00e4\u00dft. Da\u00df eine Gesellschaft sich in M\u00e4nner und Frauen gliedert, ben\u00f6tigt aber noch deren zwei. Ebenso denkkonsequent wie radikal wechselte man nun die beiden Formelemente Mann und Frau aus und ersetzte sie durch das einheitliche \u201eMensch\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Davon erhoffte man sich zwar ein neues H\u00f6chstma\u00df an Freiheit, zum Beispiel der Freiheit gewisser M\u00e4nner, in Frauensaunas zu gehen. Zugleich nahm man aber den Frauen die Freiheit, dort unter sich zu sein. Der besondere Schutz der Frauen, eben weil sie Frauen sind, war seit dem Altertum ein feststehendes Merkmal unseres Frauenbildes. Er wurde beseitigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Genderismus schaffte die seinsm\u00e4\u00dfige Gebundenheit der Menschen an ihr Geschlecht ab. Im Prinzip schaffte man damit die Frauen insoweit ab, als sie jetzt nur noch Menschen sein durften.<\/p>\n\n\n\n<p>Typischerweise sind moderne Ideologen die geschworenen Feinde der empirischen Naturwissenschaft. Gegen\u00fcber der von Albertus Magnus begonnenen Epoche der Naturbeobachtung machen sie eine geistige Rolle r\u00fcckw\u00e4rts. Wie ihre Vorg\u00e4nger aus der Epoche der Scholastik wischen sie die biologischen, medizinischen und psychologisch feststellbaren Unterschiede zwischen den Geschlechtern beiseite und bilden sich ein, Mann oder Frau k\u00f6nne jemand allein durch sein subjektives Selbstbild, einen freien Entschlu\u00df oder eine perverse Kost\u00fcmierung werden. Wir wissen aber gerade hier in K\u00f6ln sehr genau: Wer sich am Rosenmontag ein Affenkost\u00fcm \u00fcberzieht, erwacht doch Aschermittwoch wieder als Mensch.<\/p>\n\n\n\n<p>Im realen Leben erfreuen Frauen sich ihrer Weiblichkeit ebenso, wie das m\u00e4nnliche Selbstverst\u00e4ndnis auf M\u00e4nnlichkeit beruht. Die Geschlechter k\u00f6nnen diese spezifische M\u00e4nnlichkeit und Weiblichkeit aber nur jeweils in Bezug auf das andere Geschlecht ausleben. Beides geh\u00f6rt komplement\u00e4r zusammen. Darum wissen M\u00e4nner und Frauen ganz von allein, wie sich sich zueinander im realen Leben verhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz dazu hat es wiederkehrend ideologische Versuche gegeben, Geschlechtsrollen umzudefinieren. Mal waren das scholastische Theologen, sp\u00e4ter Humanisten, zuletzt Dekonstruierer und Genderisten. Ein Weltbild aber, das handgreiflich mit der Wirklichkeit kollidiert, kann sich nicht dauerhaft durchsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lesen Sie gern weiter in:<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lindenbaum-verlag.de\/produkt\/das-ewig-weibliche-im-wandel-der-epochen-von-der-vormundschaft-zum-genderismus\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"722\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/001-722x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6513\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/001-722x1024.jpg 722w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/001-212x300.jpg 212w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/001-768x1089.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/001.jpg 876w\" sizes=\"auto, (max-width: 722px) 100vw, 722px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die obigen Abbildungen sind dem Buch entnommen. Ihre Fu\u00dfnotennachweise der Bilder finden sich im Buch.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edith_Ennen\">Edith Ennen<\/a>, Frauen im Mittelalter, 1987, S.33.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/feuilleton\/f\/die-frau-im-sachsenspiegel-bevormundet-enteignet-und-wirtschaftlich-abhaengig\">Jochen Barte, Die Frau im Sachsenspiegel, Legal Tribune Online 24.2.2011<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.amad.org\/jspui\/handle\/123456789\/124863?mode=full\">Sabrina Ebbersmeyer, Lateinische Werke \u00fcber Frauen in deutschen \u00dcbersetzungen der Renaissance, 2003<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Juan_Luis_Vives\">Juan Luis Vives<\/a>, De institutione feminae christianae (1524), 40.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Nach der deutschen Druckfassung von 1524, S.13 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_Cornelius_Agrippa_von_Nettesheim\">Henri Corneille Agrippa<\/a> <em>De nobilitate et praecellentia foeminei sexus<\/em>. Edition critique d&#8217;apr\u00e8s le texte d&#8217;Anvers 1529, Gen\u00e8ve 1990, zit. nach Ebbersmeyer a.a.O. Fn.74 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Aristoteles und Phyllis ist eine mittelhochdeutsche M\u00e4re, die von einem unbekannten h\u00f6fischen Dichter verfa\u00dft wurde. Dargestellt wird das Motiv des Weisen, der durch eine sch\u00f6ne Frau verf\u00fchrt, \u00fcberlistet und blo\u00dfgestellt wird.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> Keil, Gundolf, Die Frau als \u00c4rztin und Patientin, in: Appelt (1986) S.157-211, in: Appelt, Heinrich (Hrg.), Frau und sp\u00e4tmittelalterlicher Alltag, Internationaler Kongre\u00df Krems an der Donau, 2. bis 5.10.1984. (= \u00d6sterreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-historische Klasse. Sitzungsberichte, Bd. 473. &#8211; Ver\u00f6ffentlichungen des Instituts f\u00fcr Mittelalterliche Realienkunde \u00d6sterreichs, Nr. 9), Wien 1986, S.205 und dort Fn.211 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Leporin, Dorothee Christiane, sp\u00e4ter verheiratete Erxleben, <a href=\"https:\/\/www.google.de\/books\/edition\/Gr%C3%BCndliche_Untersuchung_der_Ursachen_di\/zcJYAAAAcAAJ?hl=de&amp;gbpv=1&amp;dq=%22gr%C3%BCndliche+untersuchung%22+inauthor:Leporin&amp;printsec=frontcover\">Gr\u00fcndliche Untersuchung der Ursachen, die das Weibliche Geschlecht vom Studiren abhalten, Berlin 1742. \u00a7 17 Einleitung S.3, \u00a7 1<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> La Mettrie, Julien Offray de, Discours sur le bonheur, 1748\/51, \u00dcber das Gl\u00fcck, oder: Das h\u00f6chste Gut (\u00bbAnti-Seneca\u00ab), Hrg.Bernd A. Laska, N\u00fcrnberg 1985 (24), S.18 f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> Panajotis Kondylis, Der Niedergang der b\u00fcrgerlichen Denk- und Lebensform, 1991, S.281.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vortrag, gehalten in K\u00f6ln am 12.10.2024 Nebenan in der Andreaskirche liegt Albertus Magnus (1200-1280) begraben, der Namengeber meiner K\u00f6lner Alma Mater. Der Gelehrte bildete ein Scharnier zwischen dem dogmatisch christlichen Weltbild der Scholastik und einer neuen, wegweisenden Wissenschaft, die sich auf Naturbeobachtung st\u00fctzt. Auf diese Unterscheidung werde ich sp\u00e4ter zur\u00fcckkommen. 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