{"id":7102,"date":"2025-07-11T17:02:09","date_gmt":"2025-07-11T15:02:09","guid":{"rendered":"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=7102"},"modified":"2025-07-17T16:27:08","modified_gmt":"2025-07-17T14:27:08","slug":"zaehlen-esoteriker-und-glaeubige-zur-politischen-rechten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2025\/07\/11\/zaehlen-esoteriker-und-glaeubige-zur-politischen-rechten\/","title":{"rendered":"Z\u00e4hlen Esoteriker und Gl\u00e4ubige zur politischen Rechten?"},"content":{"rendered":"\n<p>Es gibt der Rechten zugeordnete relevante Publizisten, in deren Familien bei Tisch gebetet wird.<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Bis in den Dunstkreis der Esoterik reichen Urspr\u00fcnge der sogenannten Neuen Rechten &#8211; diese Ansicht vertritt der G\u00f6ttinger Religionswissenschaftler Prof. Julian Strube und untermauerte sie in einem Vortrag<a id=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a>.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"659\" src=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_31-1024x659.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7104\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_31-1024x659.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_31-300x193.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_31-768x494.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_31-900x579.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_31.jpg 1277w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Prof. Dr. Julian Strube (Universit\u00e4t G\u00f6ttingen) spricht im Rahmen der \u00f6ffentlichen Ringvorlesung &#8222;Gesellschaftlicher Zusammenhalt&#8220; an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen. Die Veranstaltung fand am 21. Januar 2024 in der Aula am Wilhelmsplatz statt.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Neue Rechte ist in der akademischen Diskussion angekommen: h\u00f6chste Zeit, in den Diskurs einzutreten. Das gilt umso mehr, als Strube Querverbindungen bis hin zu Personen wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alexander_Geljewitsch_Dugin\">Aleksandr Dugin<\/a> aufzeigt, dem ein eurasisches orthodox-christliches Gro\u00dfreich unter russischer F\u00fchrung vom Atlantik bis zum Pazifik vorschwebt und dem geistiger Einflu\u00df auf Putin zugeschrieben wird. Sind solche Leute wirklich geistige Verwandte der Neuen Rechten?<a href=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2022\/03\/29\/kampf-um-kiew-ein-glaubenskrieg\/\"> Ich habe seine Positionen hier in diesem Blog schon am 29.3.2022 abgelehnt<\/a>. Heute wollen wir noch n\u00e4her hinsehen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was will Dugin?<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit l\u00e4ngerer Versp\u00e4tung pflegen europ\u00e4ische Denkfiguren selbst in Ru\u00dfland anzukommen. Aleksandr Dugin hat gerade das Mittelalter f\u00fcr sich entdeckt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wir haben unser eigenes Mittelalter, das glanzvolle Mittelalter des Moskauer Zarenreichs unter Iwan dem Schrecklichen, der Oprichnina, der Doktrin von Moskau als dem Dritten Rom, der Symphonie der Gewalten und der \u00dcbertragung der orthodoxen Mission zur Rettung der Welt vom Byzantinischen Reich auf Moskau. Dies ist unser Mittelalter, und wir m\u00fcssen dorthin zur\u00fcckkehren, sonst werden wir irgendwo am Rande des Kalifats oder einfach auf der globalen M\u00fcllhalde landen. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/propagandahistory.ru\/books\/Aleksandr-Dugin_Geopolitika-postmoderna\/12\">Alexander Dugin, Interview mit A. Dugin f\u00fcr das analytische Portal \u0418\u0441\u0442\u043e\u0447\u043d\u0438\u043a, 8.11.2005<\/a>, abgerufen am 10.7.2025, maschinelle \u00dcbersetzung.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Er erstrebt f\u00fcr sein Modell eine <em>spiritual supremity<\/em>.<a id=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\">[3] <\/a>Diese spirituelle Vorherrschaft m\u00f6chte er durch einen R\u00fcckgriff auf die christliche Orthodoxie Moskauer Pr\u00e4gung erreichen. Er stellt sich die mittelalterliche Reichsidee (des Sacrum Romanum Imperium) so vor, als seien geistliche und weltliche Herrschaft prinzipiell miteinander verschmolzen gewesen.<a id=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> Ein solches russisches Reich ertr\u00e4umt sich Dugin, dessen weltlicher Herrschaftsanspruch sich auf ein religi\u00f6ses Fundament stellen soll. Soziologisch w\u00fcrde es sich dabei um den Typus der hierokratischen Herrschaft im Sinne Max Webers handeln.<a id=\"_ftnref5\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der qualifizierte Tr\u00e4ger des k\u00f6niglichen Charisma wird dann von Gott, d.h. den Priestern beglaubigt oder holt doch diese Beglaubigung nach, der als Inkarnation eines Gottes geltende Herrscher wird von Ihnen als den fachm\u00e4nnischen Kennern der G\u00f6ttlichkeit anerkannt. <\/p>\n\n\n\n<p>Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, S.875.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>So ist es konsequent, wenn Dugin selbst Methoden Iwans des Schrecklichen akzeptiert, dient ein hierokratischer Gottesstaat doch in letzter Konsequenz der Legitimierung von Macht und der Domestikation der Beherrschten, wie Max Weber sich s\u00fcffisant ausdr\u00fcckte.<a id=\"_ftnref6\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"713\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2023_Aleksandr_Dugin-713x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7112\" style=\"width:440px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2023_Aleksandr_Dugin-713x1024.jpg 713w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2023_Aleksandr_Dugin-209x300.jpg 209w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2023_Aleksandr_Dugin-768x1103.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2023_Aleksandr_Dugin.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 713px) 100vw, 713px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aleksandr Dugin (Wikipedia, gemeinfrei)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die ausgepr\u00e4gte Geschichtsmetaphysik entlehnt Dugin der hinduistischen Lehre des <em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kali-Yuga\">kali-yuga<\/a><\/em> im Rahmen eines zyklischen Geschichtsbildes: Das westliche Christentum befinde sich in einer Phase v\u00f6lligen Niederganges und m\u00fcsse durch Moskau neu erstehen. Dabei verf\u00e4llt Dugin auf eine verfehlte Anleihe an das <em>arcanum<\/em> des Katholiken Carl Schmitt, der christlichen Vorstellung, am Ende der Zeiten werde das B\u00f6se auf Erden siegen und m\u00fcsse durch einen Aufhalter, ein <em>Katechon<\/em>, unbedingt ausgebremst werden.<a id=\"_ftnref7\" href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> Den gl\u00e4ubigen Katholiken Schmitt hatte der Albdruck b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlicher Zeiten und der allm\u00e4hliche Zusammenbruch des alten Wertekosmos nie losgelassen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Schmitt sieht, wie sein gro\u00dfes Vorbild Donoso, die Moderne im Zeichen des Antichristen, jenes im zweiten Thessalonicherbrief angek\u00fcndigten Widersachers, der sich \u00fcber alles erhebt, was Gott und Gottesdienst hei\u00dft, sich selbst zum Gott aufwirft und einen Zustand des Chaos, der Gesetzlosigkeit, der L\u00fcge und der Bosheit herbeif\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p>Stefan Breuer, FAZ 27.2.1995<a id=\"_ftnref8\" href=\"#_ftn8\">[8]<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wir waten hier also bereits bis zu den H\u00fcften in fundamentalistischen religi\u00f6sen Vorstellungswelten und m\u00fcssen Julian Strubes Einordnung widersprechen, diese l\u00e4gen auf der Linie der spezifisch <em>neuen <\/em>Rechten. J\u00fcnger als uralt-rechts l\u00e4\u00dft sich Dugins quasimittelalterliches Weltbild schwerlich verorten. Es entspricht strukturell der mittelalterlichen Ideenwelt der Scholastik, deren Reste geistig, auch sozial als <em>societas civilis<\/em>, sp\u00e4testens im Gefolge der franz\u00f6sischen Revolution untergegangen sind. Bei Dugin kehrt ihre geistige Strukur als Farce wieder,<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von Julius Evola zu Alain de Benoist<\/h3>\n\n\n\n<p>Metaphysiker suchen seit der von Max Weber benannten Entzauberung unserer Welt nach der metaphorischen blauen Blume, finden sie aber nicht. Sie suchen n\u00e4mlich am falschen Ort. Die blaue Blume der Sehnsucht bl\u00fcht leider nur in ihrem eigenen Kopf. Dort schlug sie bei Dugin und Evola ihre Wurzeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Dugin hat massiv kompiliert und sich sein Weltbild zusammengezimmert aus Bestandteilen, die sich miteinander nicht vereinbaren lassen. Von Carl Schmitt kupferte er au\u00dfer dem Wort Katechon auch den Gedanken der v\u00f6lkerrechtlichen Gro\u00dfraumordnung mit Interventionsverbot f\u00fcr raumfremde M\u00e4chte ab. Schmitt allerdings hatte das Konzept aus defensiven Motiven entworfen, weil er Deutschland geografisch im Zangengriff von USA und UdSSR sah und f\u00fcr Mitteleuropa einen interventionsfreien Raum forderte. Dugin dagegen rechtfertigt damit die offensive Eroberung eines Gro\u00dfreiches vom Atlantik bis zum Ural.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"686\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20200129_154212-686x1024-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7109\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20200129_154212-686x1024-1.jpg 686w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/20200129_154212-686x1024-1-201x300.jpg 201w\" sizes=\"auto, (max-width: 686px) 100vw, 686px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Idee des sakralen Reiches wiederum hat er Julius Evola entlehnt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Ist ein Reich kein <em>heiliges<\/em> Reich, so ist es auch kein Reich, sondern so etwas wie ein Krebsgeschw\u00fcr innerhalb der verschiedenen Funktionen eines lebendigen Organismus. <\/p>\n\n\n\n<p>Julius Evola, Revolte gegen die Moderne Welt, S.110.<a id=\"_ftnref9\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Evola war begnadeter Metaphysiker, aber beileibe kein Christ, schon gar kein orthodoxer. Er forderte die normative R\u00fcckbindung an eine \u00fcberpolitische, absolute Ordnung. Man kann das auch psychologisch so wenden, da\u00df er seine pers\u00f6nliche Ideenwelt verabsolutierte und f\u00fcr universell g\u00fcltig erkl\u00e4ren wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>In romantischer Verkl\u00e4rung alten K\u00f6nigtums griff er sogar auf Joseph de Maistre (1753-1824) zur\u00fcck und zitierte ihn zustimmend:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Und Joseph de Maistre schreibt: &#8222;Gott schafft die K\u00f6nige buchst\u00e4blich. Er bereitet die K\u00f6nigsgeschlechter vor und l\u00e4\u00dft sie mitten in einer Wolke reifen, die ihren Ursprung verbirgt. Dann zeigen sie sich mit Ruhm und Ehre gekr\u00f6nt; sie setzen sich durch, und das ist das gr\u00f6\u00dfte Zeichen der Rechtm\u00e4\u00dfigkeit&#8230;.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Julius Evola, Revolte gegen die moderne Welt, S.43.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Einen Evola, der sich hundert Jahre nach de Maistre auf diesen schw\u00e4rzesten aller legitimistischen Reaktion\u00e4re berief, ausgerechnet als Vertreter der <em>neuen <\/em>Rechten zu bezeichnen, ist indessen keine \u00fcberzeugende Position.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Evola n\u00e4hern wir uns allerdings darum der Neuen Rechten, weil er in manchem rezipiert wurde von Alain de Benoist, der diese neue Rechte ma\u00dfgeblich beeinflu\u00dft hat. Benoist ist ebenfalls Gegner des Christentums, h\u00e4lt aber das metaphysische Bed\u00fcrfnis f\u00fcr \u201eden Menschen\u201c kennzeichnend,<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der Mensch braucht einen Glauben oder eine Religion \u2013 wir halten hier Religion und Moral auseinander \u2013 als Ritual, als beruhigende einf\u00f6rmige Handlung, als Bestandteil der Gewohnheitsnetze, aufgrund derer er sich formt. Diesbez\u00fcglich geh\u00f6rt die in letzter Zeit aufgekommene echte Ungl\u00e4ubigkeit zu jenen Untergangserscheinungen, die den Menschen in dem zersetzen, was er an kennzeichnend Menschlichem aufweist. (Ist jemand, der die F\u00e4higkeit oder den Wunsch zu glauben verloren hat, \u00fcberhaupt noch ein Mensch?) <\/p>\n\n\n\n<p>Alain de Benoist, Heide sein, S.25<a id=\"_ftnref10\" href=\"#_ftn10\">[10]<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>was <a href=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2023\/06\/02\/wir-froehlichen-heiden\/\">mich am 2.6.2023 in meiner Rezension<\/a> zu dem Seuzfer veranla\u00dfte: \u201eNach diesem strengen Urteil des Autors mu\u00dfte ich mich spontan durch einen Blick in den Spiegel vergewissern. Zumindest eine gewisse Menschen\u00e4hnlichkeit des Rezensenten war nicht zu leugnen.\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"409\" height=\"562\" src=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7110\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_3.jpg 409w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_3-218x300.jpg 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 409px) 100vw, 409px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Alain de Benoist steht allerdings nicht f\u00fcr <em>die<\/em> Neue Rechte \u00fcberhaupt, wenn es diese denn als abgrenzbares Ph\u00e4nomen gibt. W\u00e4hrend linke Dogmatiker und christliche Theologen immer nach einer stringenten einheitlichen Rationalisierung ihres Glaubens suchen, ist dieses Bed\u00fcrfnis bei konservativen und bei rechten Menschen wenig ausgepr\u00e4gt. Sie f\u00fchlen sich n\u00e4mlich in der Regel sehr wohl in unserer realen Lebenswelt und ben\u00f6tigen keine Utopien und keine politologischen Konstruktionen. Rechte theologisieren nicht. Sie f\u00fchlen sich nicht als S\u00fcnder und sehnen sich nicht nach Erl\u00f6sung. Sie tr\u00e4umen nicht von einer sch\u00f6nen neuen Welt und tr\u00e4umen weder von Esoterik noch von irgendeiner Metaphysik.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir ist keine Untersuchung dar\u00fcber bekannt, ob der Anteil von Menschen mit spiritistischen oder esoterischen, aber auch solchen mit konventionell christlichen Neigungen unter Rechten h\u00f6her, gleich hoch oder niedriger liegt als in der Gesamtbev\u00f6lkerung:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1552945\/umfrage\/umfrage-zu-esoterischen-glaubenssaetzen-in-deutschland\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"802\" height=\"637\" src=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_32.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7107\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_32.jpg 802w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_32-300x238.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zuschneiden_32-768x610.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 802px) 100vw, 802px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Daten von Statista zur Verbreitung esoterischer Neigungen<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Nutzung metaphysischer Anleihen mag sprechen, da\u00df tats\u00e4chlich viele Menschen das Bed\u00fcrfnis haben, in eine als sinnvoll empfundene kosmische Ordnung oder wenigstens Weltordnung eingebettet zu sein. Dieses Bed\u00fcrfnis ist keine Besonderheit der Rechten. Hinter manchen vielbenutzten Begriffen verbergen sich urspr\u00fcnglich metaphysische oder esoterische Ideen, ohne da\u00df es den Benutzern noch bewu\u00dft wird. In der politischen Arena werden unz\u00e4hlige solcher Begriffe benutzt oder auch mi\u00dfbraucht, weil sie einen tradierten Symbolgehalt aufweisen und f\u00fcr die Freund-Feind-Kennung n\u00fctzlich sind. Zum Beispiel ist das inflation\u00e4r benutzte Wort <em>Nazi<\/em> schon l\u00e4ngst seiner spezifischen Bedeutung entkernt worden und eignet sich als negatives Symbolwort.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Symbolbegriffe<\/h3>\n\n\n\n<p>Politische Begriffe sind konventionelle Wortsymbole. Worte wie Demokratie sind wie ein <em>flatum vocis<\/em>, ein Hauch der Stimme: Jeder spricht sie aus, aber man kann sie nicht recht greifen. Sie sind Hirnerzeugnisse, Kopfgeburten ohne festen Anker in der realen Welt. Sie transportieren W\u00fcnsche und keine Beschreibung exakter Fakten. Mit schwammigen Begriffen k\u00f6nnen wir auch Dinge bezeichnen, die nur in unseren K\u00f6pfen existieren: Prinzipien, Konstrukte, Gedankenmodelle. Sie entziehen sich jeder empirischen \u00dcberpr\u00fcfung und jeder objektivierbaren, subsumti0nsf\u00e4higen Begrifflichkeit. Darum kann sich jeder von ein und demselben Symbolwort eine andere Vorstellung machen, zum Beispiel selbst von so sch\u00f6nen Begriffen wie Menschenrechte, Demokratie, Gott, Freiheit, Schuld oder Erl\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ma\u00dfgeblichen ideologischen und politischen Begriffe sind s\u00e4kularisierte theologische Begriffe. Ohne klar definierbaren Inhalt stehen sie als Symbole f\u00fcr politische Verhei\u00dfungen und oft f\u00fcr letztlich uneinl\u00f6sbare utopische Versprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Begriffe bilden Symbole, ebenso wie eine Fahne, eine Standarte, eine Parole oder ein Abzeichen. Ihre Funktion besteht darin, in den Massen Folgebereitschaft und bei den Gl\u00e4ubigen Folgebereitschaft zu erzeugen. Im Kern beruhen sie auf psychologisch entschl\u00fcsselbaren W\u00fcnschen und Erwartungshaltungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Macht gewinnt, wer sie sozial wirksam werden l\u00e4\u00dft, indem er Viele an den Realit\u00e4tsgehalt solcher Begriffe glauben l\u00e4\u00dft. Dann gewinnen sie Bedeutung als soziale Tatsachen. Es m\u00fc\u00dfte Micky Mouse nicht wirklich geben, um ihn auf eine Fahne zu malen und Tausende unter dieser Fahne in den Krieg ziehen zu lassen &#8211; wenn sie denn dran glauben &#8211; und wenn jemand sich als sein berufener Prophet und f\u00e4higer Vollstrecker pr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Legitimit\u00e4t aller politischen Systeme beruht auf dem Glauben an solche ideologischen Traumgebilde, die sich in Bildsymbolen oder Symbolbegriffen verdichten. Wer real herrschen will, mu\u00df ideell zu dienen vorgeben, zum Beispiel <em>UnsererDemokratie<\/em>. Er mu\u00df ein Ideal, das seine reale Macht zu begr\u00fcnden und zu befestigen vermag, als objektiv, universell und absolut g\u00fcltig propagieren, gerade so wie Dugin, wie Evola und wie nebenbei bemerkt die Normativisten aller Couleur.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Metaphysiker<\/h3>\n\n\n\n<p>Den Schritt vom Saulus zum Paulus, vom Realisten zum Metaphysiker, kann ein Einzeler nach innerer Ersch\u00fctterung gehen. So hatte Ernst J\u00fcnger vor dem 2. Weltkrieg der politischen Rechten angeh\u00f6rt; von metaphysischen Gel\u00fcsten habe ich bis dahin nichts von ihm gelesen. Nach den Traumata der NS-Herrschaft wandelte er sich zum Metaphysiker:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die geistig-titanischen Kr\u00e4fte m\u00fcssen von den menschlichen und g\u00f6ttlichen getrennt und ihnen unterstellt werden. Das ist nur m\u00f6glich, wenn die Menschen sich metaphysisch st\u00e4rken im gleichen Ma\u00dfe, in dem die Technik w\u00e4chst.<\/p>\n\n\n\n<p>Ernst J\u00fcnger, Der Friede, Erstdruck 1945, in: Ernst J\u00fcnger, Gesammelte Werke, Band 7, ISBN 3-12-904171-0, S.229.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Damit h\u00f6rte er allerdings auf, &#8222;rechts&#8220; zu sein und wurde vor seinem Tod noch katholisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Innerhalb des als rechts gehandelten Denkspektrums gibt es eine tiefe Kluft. Wir finden sie aber auch in anderen Denkstilen vor. Den Beteiligten ist sie meistens nicht bewu\u00dft: Auf der einen Seite stehen die aufgekl\u00e4rten Realisten, auf der anderen die an \u00dcbersinnliches Glaubenden, <a href=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2024\/06\/07\/2024-06-07-komische-rechte\/\">darunter auch Katholiken<\/a>. Diese glauben an die wirkliche Existenz ihrer Denkerzeugnisse und Konstrukte, wie schon mittelalterliche Platoniker im Universalienstreit behauptet hatten, die Allgemeinbegriffe von Dingen seien realer als die bezeichneten Dinge selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den erkenntnistheoretischen und philosophischen strukturellen Grundbausteinen rechten Denkens geh\u00f6ren unabh\u00e4ngiges, ergebnisoffenes, naturwissenschaftliches Denken, Freiheitsdrang und Selbstbestimmung, wie ich in <a href=\"https:\/\/lindenbaum-verlag.de\/produkt\/klaus-kunze-das-rechte-weltbild\/\">&#8222;Das rechte Weltbild&#8220; (2024)<\/a> dargelegt habe. Inhaltlich richtet sich das Denken eines Rechten gew\u00f6hnlich auf reale Objekte, die er, etwa wie konkrete Personen, tief ins Herz geschlossen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das unterscheidet ihn von Metaphysikern, in deren Denken ihre begrifflichen Konstrukte vorherrschen. Deren Liebe ist im Kern Eigenliebe, weil sie ihrer h\u00f6chstpers\u00f6nlichen Idee gilt und allenfalls sekund\u00e4r konkretisierbaren Personen. So \u00fcbergaben einst christliche Metaphysiker bedenkenlos Ketzer den Flammen zugunsten des Reiches Christi auf Erden, so fanden Kommunisten in gl\u00e4ubigem Hoffen auf die \u201eWeltrevolution\u201c nichts dabei, Renegaten und Klassenfeinde zu erschie\u00dfen, und so fort. Auch auf der anderen Seite tr\u00e4umen manche von angeblicher alter Gr\u00f6\u00dfe und finden, wie Dugin, dabei selbst Iwan den Schrecklichen gar nicht so schrecklich:<\/p>\n\n\n\n<p>Wo immer jemand von der Rettung der Welt tr\u00e4umt und bereit ist, dabei \u00fcber Leichen zu gehen, sollte Distanz wahren, wer nicht selbst am Ende eine werden m\u00f6chte. Herrschaftsordnungen wie auch Kriege wurden historisch \u00fcberall dann und dort besonders grausam, wo es metaphysisch verstandene \u201eFeinde\u201c auszurotten galt und die individuellen Menschen aus dem Blickfeld gerieten. Mit einem realen Feind kann man Frieden schlie\u00dfen, mit einer Inkarnation des B\u00f6sen niemals. Allen historisch relevanten gro\u00dfen metaphysischen Systemen wohnte eine Art normativer Aufforderung inne, \u00fcberall gelten zu <em>sollen<\/em>, koste es, was da wolle.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Zerst\u00f6rungen und Leiden in der bisherigen Geschichte sind nicht von Relativisten, Skeptikern oder Nihilisten verursacht worden, sondern von Moralisten und Normativisten \u2013 und zwar im Namen der \u201aeinzig\u2018 wahren Religion, der \u201aeinzig\u2018 richtigen Politik oder der \u201aeinzig\u2018 zur Herrschaft geeigneten Rasse. <\/p>\n\n\n\n<p>Panajotis Kondylis (1943-1998), Macht und Entscheidung, 1984, S.125.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Liebhaber des \u00dcbersinnlichen dagegen k\u00f6nnen sich nicht damit begn\u00fcgen, was sie wissen. Sie m\u00fcssen daran glauben, da\u00df \u201ees da noch mehr\u201c gibt. Statt ihrem pers\u00f6nlichen Leben durch freie Entscheidung einen Sinn zu geben, erfinden sie sich einen transzendenten gro\u00dfen Sinnstifter, der das schon ewig f\u00fcr sie erledigt habe. Da ihn noch niemand angetroffen hat, mu\u00df er wohl als Geist in einem jenseitigen Himmel wohnen oder sich wenigstens in jedem materiellen Fragment unserer Welt sinnstiftend verstecken. Es tr\u00fcgen demnach alle Elementarteilchen eine heimliche Aufgabenzuweisung in sich: \u201eSeid fruchtbar und mehret euch!\u201c, k\u00f6nnte ein solcher Befehl nach hebr\u00e4ischem Glauben gelautet haben. \u201eDer St\u00e4rkste soll siegen!\u201c, w\u00fcrde ein anderer formulieren, denn \u201edie Natur\u201c befehle das &#8211; gesetzlich!<\/p>\n\n\n\n<p>Wer mit dem realen \u201eDiesseits\u201c nicht auskommt, erfindet sich G\u00f6tter, die genau das gebieten, was ihr menschlicher Erfinder gern h\u00e4tte. Eine unpers\u00f6nliche \u201eNatur\u201c erf\u00fcllt dieselben W\u00fcnsche: Man kann zum Beispiel \u201eder menschlichen Natur\u201c zuschreiben, was immer beliebt, um alles normativ zu rechtfertigen, was man ohnehin gern m\u00f6chte. In den esoterischen Kreisen des rechten Narrensaumes d\u00fcrfen auch Geister nicht fehlen: Im Anschlu\u00df an Hegels \u201eWeltgeist\u201c erfindet man dann einen \u00fcbersinnlichen deutschen Volksgeist. So war es nur noch ein kleiner gedanklicher Fehltritt, diesem einen \u201eUngeist\u201c zur Seite zu stellen, was Nationalsozialisten gern aufnahmen und sofort zu wissen meinten, in welchen Leuten dieser Ungeist sich besonders manifestiere.<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einen realistisch denken Rechten ist solche Metaphysik gruselig. Das schlie\u00dft nicht aus, metaphysische Topoi zu verwenden, ja geradezu zu mi\u00dfbrauchen, sie also rein zweckorientiert auszunutzen. Die Masse h\u00f6rt sie gern. Viele Menschen haben ein unstillbares Bed\u00fcrfnis nach \u201eH\u00f6herem\u201c, das \u00fcber ihre sonst als sinnlos empfundene Existenz hinausweist. Seit Papst Urban II. am 27. November 1095 mit den Worten: \u201eGott will es\u201c zum Kreuzzug aufrief, wehen metaphysische Fahnen \u00fcber allen Gefolgschaften, in die sich Gl\u00e4ubige gef\u00e4lligst einzureihen haben. Ihre F\u00fchrer k\u00f6nnen, m\u00fcssen aber nicht selbst glauben, sie m\u00fcssen nur f\u00fcr gl\u00e4ubig gehalten werden.<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wo Menschen einen Glauben n\u00f6tig haben, sind die Priester nicht weit, die Sinnverk\u00fcnder, die Heilspender und die Seelentr\u00f6ster. Ihnen folgen auf dem Fu\u00df die Me\u00dfdiener mit den Klingelbeuteln, die Dogmatiker und Inquisitoren. Der Soziologe Schelsky bezeichnete ihre heutigen Vertreter als Priesterkaste einer neuen Sozialreligion.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eIn der Tat dr\u00e4ngen sich Begriffe der l\u00e4ngst \u00fcberholt geglaubten \u00bbMetaphysik\u00ab als einzig angemessene Formen ihres Verst\u00e4ndnisses auf. Da\u00df es sich dabei um eine andere Religiosit\u00e4t handelt als um den christlichen Heilsglauben ist deutlich, ja, diese neue Religiosit\u00e4t ist nur zu verstehen als die Dauerhaftigkeit religi\u00f6ser Grundbed\u00fcrfnisse, nachdem das Scheidewasser der Aufklarung und S\u00e4kularisation die spezifisch christlichen Glaubensinhalte von diesem religi\u00f6sen Heilsbed\u00fcrfnis ersetzt und abgespalten hat.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Helmut Schelsky<a id=\"_ftnref13\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Typischerweise wurde Schelsky prompt von den Hohepriestern der neuen Sozialreligion als reaktion\u00e4r, konservativ oder rechtsextremistisch beschimpft.<a href=\"#_ftn14\" id=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Es spricht f\u00fcr die Richtigkeit unserer Analyse, realistisches statt quasireligi\u00f6ses Denken sei ein wesentliches Merkmal rechten Denkens, da\u00df Schelsky bereits in den Jahren nach der linken Studentenrevolte 1968 von den Linken als \u201erechts\u201c eingeordnet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit wird \u00fcberdeutlich, da\u00df keiner der modernen Metaphysiker, keiner der alten oder neuen Heilsbringer, philosophisch mit Rechten in einem Boot sitzt. Wie sich im Mittelalter die Scholastik gegen weltlich argumentierende Denker wandte und erst durch die beginnende Aufkl\u00e4rung zur\u00fcckgedr\u00e4ngt wurde, benutzen alle religi\u00f6sen und quasireligi\u00f6sen Heilsbringer Metaphysik, welche dies inhaltlich auch immer sein mag. Rechtes Denken wehrt christliches Moralisieren genauso ab wie die modische Anbetung \u201edes Menschen\u201c als Gottersatz<a id=\"_ftnref15\" href=\"#_ftn15\">[15]<\/a> und das Moralduseln oder die Minderheitenschw\u00e4rmerei der neuen Sozialreligion. Gegnerisch sind aber auch die mit beschw\u00f6render Miene vorgetragenen Versuche, ein normatives Sollen aus einer angeblichen Natur des Menschen hervorzuzaubern: Der Starke herrsche in der Welt \u00fcber den Schwachen, also <em>solle<\/em> das so sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele ideologische Nischenexistenzen pflegen n\u00e4mlich zutiefst metaphysische Glaubenslehren und halten sich dabei selbst f\u00fcr rechts. Dadurch setzen sie sich nicht nur in un\u00fcberbr\u00fcckbaren Widerspruch zu allen Grundlagen rechten Denkens, sondern machen sich damit h\u00f6chst angreifbar. Rechtes Denken beruht auf der Autonomie des frei \u00fcber sein Schicksal entscheidenden Individuums.<a href=\"#_ftn16\" id=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl wir damit auch alles kollektivistische Denken verworfen und in den Orkus verbannt haben, spaziert es in den Augen mancher Autoren unter metaphysischen Fanfaren zur publizistischen Hintert\u00fcr wieder herein und beruft sich dabei auf unser aller geliebtes Deutschland: \u201eDie Kulturen sind wirklich die Seelen der V\u00f6lker, ihr urspr\u00fcnglicher Anteil, ihr l\u00e4ngstes Ged\u00e4chtnis, der st\u00e4rkste Beweis f\u00fcr ihr unterschiedliches Genie, die beste Gew\u00e4hr f\u00fcr ihren Fortbestand, ihr Werden, ihre F\u00e4higkeit, die Geschichte fortzusetzen.\u201c<a id=\"_ftnref17\" href=\"#_ftn17\">[17]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Faktisch richtige Beobachtungen sind hier mit metaphysischen Deutungen und Seelenglauben so unentwirrbar verwoben, da\u00df die Linke Julia Rosenstock neben \u00e4hnlichen Beispielen res\u00fcmieren kann: \u201eLetztlich entwirft rechtsradikales Denken somit eine kulturell ausformulierte Teleologie des Lebens, in welcher der Einzelne in seiner Doppelung als Sein und Aufgabe stets an das ihm seinshaft Gegebene gebunden bleibt.\u201c<a href=\"#_ftn18\" id=\"_ftnref18\">[18]<\/a> In der Tat sind es die metaphysischen und darum normativen Argumente, die hier auf ein gef\u00e4hrliches Glatteis f\u00fchren: Wer an ein festgelegtes Schicksal glaubt und seine Existenz (teleologisch) auf einen von vornherein feststehenden Zweck gr\u00fcndet, verzapft nicht nur philosophischen Unsinn. Er vernichtet auch die Grundlagen seiner eigenen Freiheit und opfert diese auf dem Altar eines v\u00f6lkisch gedachten Kollektivs, das nur in seiner Wunschvorstellung existiert.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Lesen Sie gern weiter in:<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"226\" height=\"300\" src=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Cover-Kunze-2024-Endfassung-Viki-100dpi-5-226x300-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7113\" style=\"width:405px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Ich nenne keine Namen, weil es mir nur um die Sache geht und keinesfalls um Angriffe auf die Person anst\u00e4ndiger Menschen, deren Ziele ich vielfach teile &#8211; nur nicht in der Gretchenfrage.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Universit\u00e4t G\u00f6ttingen, Aula am Wilhelmsplatz, 21.1.2024.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> So in einem Interview mit einem US-Sender.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Tats\u00e4chlich hat es eine solche Verschmelzung nach Karl dem Gro\u00dfen, der f\u00fcr seine Person auch die Oberherrschaft \u00fcber die Geistlichkeit beanspruchte, nicht gegeben. Im Gegenteil folgte aus der sp\u00e4teren Zweischwerterlehre eine Trennung der geistlichen von der Weltlichen Machtsph\u00e4re, was freilich zu anhaltenden Konflikten f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, Zweiter Halbband, 6.Abschnitt, in der Ausgabe ISBN 978-3-86150-730-7 auf S.874 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, Zweiter Halbband, 6.Abschnitt, in der Ausgabe ISBN 978-3-86150-730-7 auf S.891.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Freilich war Carl Schmitts Endzeitvorstellung vom Katechon nicht zyklisch gepr\u00e4gt, sondern linear.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn8\" href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Stefan Breuer, Der letzte Ritter der heiligen Johanna, Rezension zu: G\u00fcnter Meuter, Der Katechon, Zu Carl Schmitts fundamentalistischer Kritik der Zeit, FAZ 27.2.1995, vgl. auch <a href=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2021\/11\/28\/antimoderne-appelle\/#_ftn11\">Klaus Kunze, blog, 28.11.2021<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Julius Evola, Revolte gegen die moderne Welt, Neue \u00dcbersetzung der 3. Ausgabe von <em>Rivolto Contro Il Mondo Moderno<\/em>, <em>Roma 1969<\/em>, ISBN 3-927940-11-9, S.110.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Alain de Benoist, Heide sein. Die europ\u00e4ische Glaubensalternative, \u00a9 2023 by Lindenbaum Verlag GmbH, Beltheim-Schnellbach, Aus dem Franz\u00f6sischen von Patrick de Trevillert und Claude Michel, Erstauflage 1982 im Grabert Verlag, \u00dcberarbeitete u. erweiterte Neuauflage 2023 im Lindenbaum Verlag, S.25.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> Vgl. Claus Wolfschlag, Hitlers rechte Gegner, 1995, ISBN 3-927940-18-6, S.110.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> Vgl. Niccolo Machiavelli, Der F\u00fcrst, XVIII = Il Principe, 1513\/1532, = Der F\u00fcrst, Hrg. Philipp Rippel, 1986.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> Helmut Schelski, Die Arbeit tun die anderen, Klassenkampf und Priesterherrschaft der Intellektuellen, 1975, ISBN 3-531-11300-3), S.35.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a> Helmut Schelski, Der selbst\u00e4ndige und der betreute Mensch, 1978, ISBN 3-548-03527-2, S.9.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn15\" href=\"#_ftnref15\">[15]<\/a> <a href=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2024\/02\/07\/wie-der-mensch-sein-eigener-gott-wurde\/\">Klaus Kunze; Wie der Mensch sein eigener Gott wurde. Humanitarismus &#8211; die Religion der Gottlosen. Hamburg, Hrg. Die Deutschen Konservativen e.V., 2022, Max Stirner, Der Einzige und sein Eigentum, 1845, Stuttgart (Reclam) 1972, S.61 f., 192 f.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\">[16]<\/a> Zum Dezisionismus vgl. eingehend Klaus Kunze, Mut zur Freiheit, 1995.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\">[17]<\/a> Pierre Krebs, Das Thule-Seminar (1994), hier zitiert nach Julika Rosenstock, Vom Anspruch auf Ungleichheit, \u00dcber die Kritik am Grundsatz bedingungsloser Menschengleichheit, gedruckt mit freundlicher Unterst\u00fctzung des Zentrums f\u00fcr Antifeminismusforschung der Technischen Universit\u00e4t Berlin, gef\u00f6rdert durch die Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung, 2015, S.149.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\">[18]<\/a> Rosenstock a.a.O. S.154.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt der Rechten zugeordnete relevante Publizisten, in deren Familien bei Tisch gebetet wird.[1] Bis in den Dunstkreis der Esoterik reichen Urspr\u00fcnge der sogenannten Neuen Rechten &#8211; diese Ansicht vertritt der G\u00f6ttinger Religionswissenschaftler Prof. Julian Strube und untermauerte sie in einem Vortrag[2]. 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