{"id":7261,"date":"2025-10-24T15:16:40","date_gmt":"2025-10-24T13:16:40","guid":{"rendered":"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=7261"},"modified":"2025-10-28T17:28:18","modified_gmt":"2025-10-28T16:28:18","slug":"die-facetten-des-kulturkampfes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2025\/10\/24\/die-facetten-des-kulturkampfes\/","title":{"rendered":"Die Facetten des Kulturkampfes"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Heinrich der L\u00f6we, steh uns bei!<\/h2>\n\n\n\n<p>Kulturk\u00e4mpfe kann man nur auf dem Felde der Kultur gewinnen. Weil sie K\u00e4mpfe sind, sind sie immer politisch. Ob irgendein Sachgebiet politisch ist, ist immer eine politische Frage. <\/p>\n\n\n\n<p>Da\u00df &#8222;Erinnerungskultur&#8220; hochpolitisch ist, wissen wir schon lange. Wir sind indoktriniert, an welchen Gr\u00e4bern und Mahnmalen wir gef\u00e4lligst zu knien und zu schweigen haben und welcher Toten wir besser nicht gedenken. Es ist eine sp\u00e4tb\u00fcrgerliche Illusion, es k\u00f6nne eine unpolitische Kultur geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute besteht der links-gr\u00fcn-woke Kulturkampf darin, da\u00df man uns unsere Kultur nehmen will. Wir sind in der Defensive. Man will uns ein anderes Geschichtsbild aufzwingen, in dem Germanen eine Erfindung sind und in dem es Deutschland zwar erst seit dem 19. Jahrhundert gab und ein deutsches Volk sowieso nicht gibt, was aber nicht hindert, diesem Volk kollektiv eine &#8222;Kolonialschuld&#8220; und andere schlimme Dinge anzulasten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur aus dem Bewu\u00dftsein der eigenen Identit\u00e4t aber k\u00f6nnen Menschen die Kraft sch\u00f6pfen, sich nicht fremdbestimmen zu lassen. Wenn wir Deutsche uns nicht selbst vergessen wollen, m\u00fcssen wir diesen Kulturkampf eben f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob ein Beitrag in unserem Kulturkampf nun darin besteht, die Erinnerung an unsere Vergangenheit wach zu halten oder darauf beschr\u00e4nkt, sich einen teutschen Gartenzwerg vor die T\u00fcr zu stellen, mu\u00df jeder f\u00fcr sich entscheiden: Jedem das Seine!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schule ohne Geschichtsunterricht?<\/h2>\n\n\n\n<p>In Brandenburg, so las ich j\u00fcngst, sei geplant, den Geschichtsunterricht f\u00fcr die Zeit vor 1800 abzuschaffen. Ein Volk von seiner Geschichte abzuschneiden, ist aber ein versuchter geistiger V\u00f6lkermord. Jungen Leuten kann man dann schnell erz\u00e4hlen, vor 1800 habe es gar keine Deutschen gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dagegen dient jeder Blick in alte Literatur der geistigen Selbstvergewisserung, wer wir sind und wie wir einst waren. So werden wir in der nachstehend wiedergegebenen Sage in Strophe 59 und 65 von einer &#8222;deutschen Frau&#8220; lesen, die \u00fcbersetzen konnte. Das Gedicht, urspr\u00fcnglich wohl als Lied vorgetragen, ist 600 Jahre alt und berichtet von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_der_L%C3%B6we\">Heinrich des L\u00f6wen<\/a> m\u00e4rchenhaften Abenteuern und wie er seinen treuen L\u00f6wen fand.<\/p>\n\n\n\n<p>Der (nieder)s\u00e4chsische Stammesherzog (um 1130-1195) regierte in Braunschweig, wo sein L\u00f6we heute noch auf seinem Sockel am Dom steht. Im Dom selbst ruht er mit seiner Gattin Mathilde in einem Steinsarkophag. Die Sage um seine Abenteuer mag also in m\u00fcndlicher Form seit 800 Jahren im deutschen Ged\u00e4chtnis leben. Ich las sie ungef\u00e4hr als Achtj\u00e4hriger in dem Buch &#8222;Sagen aus Deutschland&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"864\" src=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Unbenannt-1024x864.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7266\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Unbenannt-1024x864.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Unbenannt-300x253.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Unbenannt-768x648.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Unbenannt-900x759.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Unbenannt.jpg 1072w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Sprachlich steht das Lied oder Gedicht am Ende des Mittelhochdeutschen und auf der Schwelle zu unserem Neuhochdeutsch. Wenn man es im Original laut liest, ist es weitgehend leicht zu verstehen. Nur die altert\u00fcmliche Orthographie hemmt den Leseflu\u00df. Dem Dichter stand, siehe Strophe 74, offenbar eine Vorlage der Erz\u00e4hlung aus einem \u00e4lteren Buch zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Poetisch steht das Lied zwischen den kunstvollen Liedern des hochmittelalterlichen Minnesanges und der Dichtkunst des ausgehenden 18. Jahrhunderts, mit anderen Worten: Es klingt banausisch. Indes:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Keine Nation, die verwandte englische ausgenommen, ist wohl so reich an historischen Liedern als die unsrige. Unsere ganze politische Verfassung hat das von jeder beg\u00fcnstigt, sie erzeugte best\u00e4ndig Parteien, und die Helden, die sich hervorthaten, geh\u00f6rten daher nie [&#8230;] dem ganzen Volke an, sondern nur der Partei, zu welcher sie sich bekannten. In dieser fanden sie ihre S\u00e4nger, die sich meist damit begn\u00fcgten, das was durch einen solchen Edlen oder T\u00fcchtigen vollbracht war, zum besseren Behalten in schmucklose Reime zu bringen, und es irgend einer gangbaren Melodie unterzulegen. So lebte es fort &#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>Oskar Ludwig Bernhard Wolff, Sammlung historischer Volkslieder und Gedichte der Deutschen, Stuttgart und T\u00fcbingen 1839,  Einleitung S.VI.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Am Beispiel des Gedichts \u00fcber die Abenteuer Heinrichs des L\u00f6wen, des Welfen, wird schlagartig deutlich, da\u00df solche \u00fcberlieferten Texte schon bei ihrer Entstehung auch ein Mittel des Kulturkampfes, also des politischen Kampfes waren. Bekanntlich hatte Heinrich der L\u00f6we seinem Lehnsherrn und K\u00f6nig Barbarossa, dem Staufer, die Heerfolge verweigert und verlor zur Strafe seine Lehen. Der Machtkampf der sp\u00e4teren Staufer gegen die Welfen entlud sich noch lange Zeit in kriegerischen Auseinandersetzungen. In diesen Konflikt mu\u00df ein Lied eingeordnet werden, das den Welfen Heinrich verherrlichte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Abenteuer Heinrichs des L\u00f6wen<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table alignwide\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>Hie hebt fich an ey(n) b\u00fcch von<br>dem edeln hern von Br\u00fcnczwigk<br>als er vber mer f\u00fcre.<br>\u00a0<br>1.<br>MAn \u017fagt vns hie gar offenbar,<br>von gr\u00f6\u017fzen f\u00fcrsten vnd von herren<br>Wie die hand vor manchen jaren<br>Geworben umb wirdickeyt vnd eren<br>Vnd hand her \u017f\u00fccht fille fremde land<br>Als durch abent\u00fcrwer willen<br>Als ich uch hie wil th\u00fcn bekant.<br><br>2.<br>VOn eynem f\u00fcrsten lobesame<br>Der het land l\u00fcde ere vnd g\u00fct<br>Vnd ist genent mit dem namen<br>Von Br\u00fcnyczigk eyn edles bl\u00fct.<br>Dem k\u00e4m in \u017flaffes dr\u00e4men f\u00fcr<br>Er \u017folt daz heilige grabe bes\u00fcchen,<br>Als ich von den allen h\u00f6re.<br><br>3.<br>Eyns machtes lagker an dem beth<br>Als by der lieb\u017ften fra\u00fcwen \u017fyn.<br>Er \u017fprach daz ich ny alle\u017fz het<br>Vnd uff erden i\u017ft wer alles myn.<br>So wer mir zyt vnd weyl lang<br>Solt ich alfo \u017ftille lygen,<br>Wan het ich lopp ere vnd auch dank.<br><br>4.<br>Da \u017fprach die fra\u00fcw gar dagentlich<br>Edeler f\u00fcrst vnd auch herre,<br>Blibent hie by vwerm rich,<br>Ibr habent g\u00fcdes gn\u00fcck vnd ere,<br>K\u00fcrezwil l\u00fcst, fr\u00fcwe vnd \u017fpad,<br>Ihr fint auch wol alle wegen l\u00fcde,<br>Die \u017fagent uch von fremden landen \u017ftat.<br><br>5.<br>Da \u017fprach \u017fich der f\u00fcrste millte<br>Frauwe, lagent, w\u00e4z ir wollet.<br>Ich k\u00e4n mit mynem helme vnd \u017fchilt<br>Nit verdienen godes holde<br>Ich m\u00f6\u017fz kommer erbet elende han<br>Ich bit \u00fcch aller lich\u017fte fra\u00fcwe,<br>N\u00fc land vns bye dem besten bestan.<br><br>6.<br>Ir le\u00fcbet mir eyn fr\u00fcntlich \u017fcheyden<br>Alhie jn k\u00fcrtzer tzyt,<br>Mit g\u00fcttem willen von vns beyden:<br>I\u017ft daz mir got daz leben gyt,<br>Das ich wider komen mag oder kan,<br>Ich wil e\u017fz \u00fcch alle \u017fant ergetzen<br>Byn ich anders eyn bieder man.<br><br>7.<br>Da die fra\u00fcwe hort mit \u017fittened<br>Von dem edele(n) f\u00fcrsten g\u00fct,<br>Das da nit halffe ir fr\u00fcntlich bitten,<br>Das er het \u017fyn vnd m\u00fct,<br>Da fprach fie mit weindende(n) a\u00fcgen<br>N\u00fc \u017fpyar uch g\u00f6t ges\u00fcnt.<br><br>8.<br>Dem f\u00fcrsten waz \u017fein hercze beweget<br>Vnd wart yn erbarmen czw\u00e4r,<br>Das \u017fie yn getr\u00fcblichen geseget,<br>Da by sol man nemen war.<br>Daz scheyden ist eyn \u017fchwere pyn,<br>Wo \u017fich czeye von einander \u017fchyden,<br>Die gern by ein ander \u017fin.<br><br>9.<br>VOn brunczwigk der f\u00fcrste wi\u017f\u017fe<br>F\u00fchre auch tzu an allen ha\u017fs<br>Vnd er wolte ym mit gantzem fli\u017fs(e),<br>Der ym der li(e)b\u017fte ym herczen waz<br>Vnd auch getr\u00fcwet in der mut<br>Dem befalle er land vnd l\u00fcde,<br>Sin \u017fch\u00f6ne fra\u00fcwen ere vnd auch g\u00fct.<br><br>10.<br>Er \u017fprach zu \u017fyner fra\u00fcwen \u017fch\u00f6n<br>Er umbfing \u017fie tzu derselben \u017ft\u00fcnt<br>Ich wil uch zu der lecze lan<br>Eyn keysches vfs mynes herczen gr\u00fcnt.<br>Er et\u017fchnyde enzweye eyn golde(n) fingerlin<br>Daz behalte aller lieb\u017fte fra\u00fcwe,<br>Da by solt ir gedencken myn.<br><br>11.<br>Von br\u00fcncczwik der f\u00fcrste wi\u017f\u017fe,<br>Von dem man \u017fchribt vnd list,<br>Dem wart da noch eren briffen<br>Vnd bereyt fich zu der \u017felben frist<br>Mit \u017fynen knechten an verczeyt<br>Vnd scheyd fr\u00f6lichen von land vnd l\u00fcden<br>Wit g\u00fcttem willen, als man vns \u017feyd.<br><br>12.<br>Da \u017fchyd von land der werde tegen<br>Vmb yn fo winnet j\u00fcng vnd allte,<br>Da wart er auch vnder wegen<br>Befollen in gottes gewalt<br>Vnd auch der lieben m\u00fctter her<br>Daz sie fyn dae \u017folten plegen<br>Da mit komen \u017fie an daz mer:<br><br>13.<br>Fvrba\u017fz \u017fagent man vns hie,<br>Als von dem f\u00fcrsten wyt vnd vil.<br>Da wart \u017fich bereyd \u017fchire<br>Eyn \u017fchiffman an dem mere eyn kiel.<br>Daz wart versorget \u017fchon mit habe,<br>Als noch die gro\u017fzen f\u00fcrsten th\u00fcn,<br>Wan \u017fie f\u00e4ren zu dem heilige(n) gr\u00e4be.<br><br>14.<br>DA \u017fti\u017fzen \u017fie von land mit \u017fch\u00e4lle<br>Den edele(n) f\u00fcrsten lobesam.<br>Sie \u017f\u00fcngen in gottes namen alle.<br>Der met f\u00fcren \u017fie in daz mere f\u00fcr ba\u017fz.<br>Das man vns dar an nit l\u00f6gen<br>Da er daz gra\u00fcsam wa\u017f\u017fer ane \u017fach,<br>Daz elende fl\u00fcgk ym vnder die a\u00fcgen,<br><br>15.<br>Ym wart auch gr\u00fc\u017f\u017fen al\u017fo \u017fere<br>Vil w\u00f6l er waz eyn k\u00f6ner helt.<br>Da er die linden vff dem mere<br>Sach vff fl\u00e4gen manig falt,<br>Er gedacht an ere vnd g\u00fct vnd ritterschafft<br>Vnd an den kosch den er hat gethan.<br>Da gewan er widder mane\u017fz krafft.<br><br>16.<br>Da f\u00fcre er manchen tag ym jare<br>Vff des wilden mere\u017fz \u017ftr\u00e4me,<br>Das er keines landes nye w\u00e4rt gewar,<br>Bi\u017fz daz eyn gr\u00f6\u017fzer \u017ftorm wint kam,<br>Der dreybe \u017fie alle vff eyn ort,<br>Da m\u00f6\u017ften fie al\u017fo \u017ftille ligen<br>Vnd mocht weder hinder noch fort.<br><br>17.<br>Al\u017fo hielt er yn gr\u00f6\u017fsem k\u00f6mer<br>Vnd riffe got getr\u00fclichen an,<br>Einen wintter vnd eynen \u017fomer,<br>Bi\u017fz daz yn alles da zu ran<br>Spi\u017f\u017fe vnd k\u00fc\u017fte, als man vns \u017feyd,<br>Vnd ym auch alle \u017fyn knecht verturben<br>Von gr\u00f6\u017fzem h\u00fcnger vnd auch leyd.<br><br>18.<br>Alfo blib nyman jn dem \u017fchiffe mer,<br>Dan eyn knecht vnd des heren pfert.<br>Arm\u00fct elende dat yn wee.<br>Der knecht cz\u00f6gt v\u017fz des herren \u017fwert,<br>Vnd \u017ftache daz pfert alda z\u00fc t\u00f6t<br>Vnd z\u00f6ch ym abe auch \u017fyn h\u00fct,<br>Daz deth er also von h\u00fcngers not.<br><br>19.<br>DAs pfert wart \u017fere \u017ftincken vnd nacken<br>Die weyl e\u017fs yn dem \u017fchiffe lag.<br>Daz wart eyn gryffe \u017fchm\u00e4cken,<br>Der an \u017fyner wonug da by fl\u00f6gk.<br>Er qwam gefl\u00f6gen mit grymmen Zorn<br>Zu dem selben gr\u00f6\u017fzen \u017fchiffe,<br>Da er fr\u00e4ckt der f\u00fcrste hoch geborn.<br><br>20.<br>Der griffe waz gro\u017fz vnd vn gehuwer.<br>Da yn der f\u00fcrste rechte an \u017fach,<br>Er macht ym \u017fchimpffe vnd fryde te\u00fcwer,<br>Der f\u00f6gel bracht ym vngemach.<br>Sie leytten daz pfert an eyn ende.<br>Da fl\u00f6ge er \u017fyn cl\u00e4en dar yn<br>Vnd furt e\u017fz al\u017fo behende.<br><br>21.<br>Er bracht e\u017fs \u017fynen jungen gedr\u00e4d,<br>Da er \u017fie ym nest het ver lon.<br>Der herre ging mit dem knecht zu rade<br>N\u00fc wirt i\u017fz an vns beyde gan.<br>Wir legen eyn l\u00f6\u017fze in alle geferde<br>Wellet vnder vns eyner ver l\u00fcret<br>Der stelle sich zu erste dem griffen dar.<br><br>22.<br>Der knecht der \u017fprach ach lieber her,<br>War umb m\u00fct ir mir daz z\u00fc.<br>Daz wer mir eyn \u017fchande vnd gro\u017fz vnrecht.<br>Daz ich mit uch \u017folt lo\u017fzen.<br>So wer ich nit eyn getruwer dinstman,<br>Daz ich nit jn \u00fcwern n\u00f6tten,<br>Mit libe vnd g\u00fct \u017folt von uch \u017ftan.<br><br>23.<br>Von br\u00fcneczwigk der f\u00fcrste vnd here<br>Redet das bedr\u00fcplichen eyn wort<br>Mich r\u00fcwet myn leben nit so sere<br>Und als myn g\u00fct da heyme d\u00f6rt,<br>Als die liebe kinde die ich han<br>Und myn aller lieb\u017ften fra\u00fcwen:<br>Ich han mir e\u017fz \u017felber geth\u00e4n.<br><br>24.<br>DA \u017fie mich bath zu aller der \u017ft\u00f6nde,<br>Daz ich da heymen bliben \u017folt<br>Mit wynnenden a\u00fcgen vnd mit monde,<br>Das ich ir nye gefolgen wolt<br>Irem willen vnd irem r\u00e4d,<br>So m\u00fc\u017fz ich a\u00fcch dar gegen nemen,<br>Waz mir zu leyden g\u00e4t.<br><br>25.<br>VOn bruneczwigk der f\u00fcrste elende<br>Sprach betropplichen wort gar l\u00fct<br>Se \u00fccher f\u00fcr balde vnd behende<br>Fer ne\u00fcwe mich in die pferts h\u00fct.<br>Syn g\u00fcdes \u017fwert er zu ym leyd<br>Daz wil ich auch by mir h\u00e4n,<br>W\u00f6 mich got oder der griffe hin dreyd.<br><br>26.<br>Den knecht den d\u00fcch da daz beste,<br>ae yn \u017fyn lieber here b\u00e4t.<br>Er fern\u00f6t yn alfo festen.<br>Dar nach gar \u017fchiere vnd getr\u00e4d<br>K\u00e4m der griffe gefl\u00f6gen here<br>Zu demselben gr\u00f6\u017fzen \u017fchiffe<br>Vnd waz der he\u00fcde begeren,<br><br>27.<br>Er fl\u00f6gk \u017fyn klaen \u017fcharpffe vnd diffe<br>Yn die hut, als man hie \u017fpricht.<br>Er l\u00e4ge vern\u00e4t, recht ob er \u017fliffe,<br>Vnd dorff sich a\u00fcch geregen nicht.<br>Er br\u00e4chten \u017fynen J\u00fcngen jn daz hu\u017fz,<br>Das fie ihn \u017folten haben ge\u017fzen,<br>Dae fl\u00f6ge der alte vndder v\u017fz.<br><br>28.<br>DA der herre hat vernommen,<br>Dez er ym dem neste waz<br>Vnd der alt waz dannen kommen,<br>Eyn j\u00fcnger nach dem andern vff yn \u017fa\u017fz.<br>Sie K(n)eyppten ym durch h\u00fcd vnd h\u00e4re,<br>D\u00e4tten yn auch al\u017fo hart,<br>Daz er wart gedencken czwar.<br><br>29.<br>SOlte ich n\u00fc al\u017fo ver derben<br>Al\u017fo gemerlichen zu hand<br>In der h\u00fcde als eyn \u017fchelme er\u017fterben,<br>Das wer mir ewiclichen \u017fchande.<br>Got gab y\u0131m al\u017fo in den m\u00fct<br>Das er \u017fich v\u017fs der he\u00fcde \u017fneide<br>Vnd cz\u00f6ch von \u017fcheyden \u017fyn \u017fwertte.<br><br>30.<br>Er \u017fl\u00fcge in die j\u00fcngen ge\u017fwinde,<br>Er \u017fl\u00fcge eynem nach dem andern dot.<br>Er dancket marien vnd irem kinde,<br>Das \u017fie ym holffen v\u017fs der n\u00f6t.<br>Da er fie alle er\u017flagen hat,<br>Da \u017fnyd er yn die kl\u00e4en abe,<br>Die hangen zu br\u00fcneczwigk in der \u017ftat.<br><br>31.<br>Er \u017fach vnder \u017fich geswinde balde,<br>Wo er in der welt were.<br>Dae sach er nichts dan hymmel vnd walt<br>Vnd furcht \u017fich v\u017fs der m\u00f6\u017fzen \u017fere,<br>W\u00f6 der alt griffe widder qwem:<br>Er w\u00f6ste wol, worde er fin geware,<br>Daz er ym \u017fyn leben neme.<br><br>32.<br>Daz nest wa\u017fz gr\u00f6\u017fs vnd hoch gelegen<br>Vff einem fel\u017f\u017fe, als m\u00e4n \u017fpricht.<br>Dae hat er fich auch dez herwegen,<br>Er m\u00f6cht her abee komen nicht.<br>Er \u017fach zu allen ortten abee zu t\u00e4ll,<br>Wie er m\u00f6cht her abe komen<br>Da \u017fach er eyn clemmen, die waz \u017fchr\u00e4l.<br><br>33.<br>Er nam den cl\u00e4hen jn beyde hende<br>Vnd fingk an zu \u017ftigen in gottes namen<br>Vnd fl\u00fcge jn des felsch wende \u017fo lange<br>Bi\u017fz daz er her abe qw\u00e4m<br>Wie gro\u017fs freyde er da gewan.<br>Von br\u00fcnec\u017awigk der edelle f\u00fcrst<br>Waz eyn elen hafftiger man.<br><br>34.<br>Alo gingk der furste vnd here&#8216;<br>In der wilteni\u017fs widder vnd f\u00fcre.<br>Er a\u017fse die woczel vnd der bere<br>Er ging al\u017fo lange bi\u017fs daz er hort<br>Eyn gro\u017fze geschreye von wilden dyrn<br>Er gedocht wil dir g\u00f6t hie helffen,<br>So mag\u017ft\u00fc nit verlyren.<br><br>35.<br>VOn br\u00fcneczwigk der edele furst<br>Gingk dem geschreyee hinden nach<br>Durch wilde hecken vnd durch h\u00fcrst.<br>Er qu\u00e4m als nahe bi\u017fs daz er \u017fach<br>Striden eynen lintworm vnd eynen lewen.<br>Von bruneczwikg der edele f\u00fcrste<br>Sich hinder eynem baym verbarge.<br><br>36.<br>Er gedacht yn synem herczen n\u00fc<br>Wiltu \u017fehen die abent\u00fcwer.<br>Der lintworm \u017ftelt dem leben z\u00fc<br>Vnd \u017fche\u00fc\u017fcht yn al\u017fo mit dem fe\u00fcwer.<br>Da daz her \u017fach der werde man<br>Wie balde er zu dem lewen fprangk<br>Ich wil dir \u017ftetlich hie by \u017ftan,<br><br>37.<br>Dv d\u00fcnckest mich \u017fyn eyn edelich dire<br>Vnd bist mir dar ezu wol erkant:<br>Dere da bereyt er \u017fich gar \u017fchire,<br>Daz \u017fwert daz nahm er in die hand.<br>Da daz der lewe jnnen wart,<br>Wie balde er vor den herren \u017fprangk<br>Vnd neygte dem edelen f\u00fcrsten zart.<br><br>38.<br>DA der edele f\u00fcrste werde<br>Von dem lewen das er s\u00e4ch,<br>Das er fr\u00fcntschafft zu ym begert,<br>Der herre zu \u017ft\u00fcnd da widde(r) \u017fprangk<br>Ich wil dir \u017ftetlichen hie by \u017ftan<br>Und \u017folt ich hie by dir verderben.<br>Er liffe den lintworm litlich an.<br><br>39.<br>Er fl\u00fcg vff yn mit g\u00e4nczen crefften<br>Mit dem \u017fwerte v\u017fs grymmen czorn.<br>Das \u017fwert daz wolt vff ym nit hafften,<br>Wan er waz eytel horn.<br>Da deth ym got vil helffe schin<br>Da \u017fie n\u00fc mit eyn (ander) gefechten,<br>Dae her \u017ftache er yn z\u00fcm monde yn.<br><br>40.<br>DA dotten \u017fie den lyntworm geswinde<br>Mit gottes hilffe yn dem waldem<br>Der here (Der lewe) wart \u017fyn ynnen balde.<br>Er gr\u00f6b ym die worczeln v\u017fs der erdene<br>Vnd auch vil der g\u00fctter kre\u00fctten<br>Vnd bracht \u017fie dem fur\u017ften werden.<br><br>41.<br>Der lewe wa\u017fs dem herren getr\u00fcwe<br>W\u00f6e er mit ym hin gingk,<br>Wa\u017fs er ha\u017f\u017fen vnd wilde dire<br>Ergriffen m\u00f6cht \u00f6der fingk<br>Die \u017fl\u00f6ger vmb die baym \u017fo \u017fere,<br>Daz \u017fie worden weyche vnd linde<br>Vnd \u017fie a\u017fse der f\u00fcrste vnd here.<br><br>42.<br>Also gingk der f\u00fcrste rich(e)<br>In der wilteny\u017fs manigk zyt.<br>Der lewee wolt von ym nit wichen<br>Er waz \u017ftede\u017fz by ym an \u017fyner \u017fytten<br>Dag und nacht \u017fp\u00e4d vnd fr\u00fce<br>Wolt er auch von jm nit komen<br>Da qu\u00e4men \u017fie zu eynem wa\u017fzer cz\u00fc.<br><br>43.<br>Daz wa\u017fzer daz waz gro\u017fz vnd breyd<br>Da bye eyn gr\u00f6\u017fzer bergk auch lag<br>Here g\u00f6t gib mir dyn geleyde,<br>Daz ich widder komen magk,<br>So wirt e\u017fz be\u017fzer hie umb mich:<br>Hilffe mir v\u017fs di\u017f\u017fer wilteni\u017fs.<br>Lieber here, daz bit ich dich.<br><br>44.<br>Er gingk daz wa\u017fzer vff vnd abe<br>Vnd \u017fach betr\u00fcplichen wider vnd fur<br>Got ym yn den syn gabe,<br>Daz er \u017folt flechten eyn hort<br>Da h\u00fcbe er an zu der \u017felben frist<br>Ein \u017fch\u00f6ne hort zu machen<br>Nach dem besten, daz er von \u017fynnen wist.<br><br>45.<br>Da die hort n\u00fc wart gemacht<br>Vff das beste, daz er hat bed\u00e4cht<br>Vnd vff daz wa\u017fzer wart geleyd<br>Der herre nam heymeliche fl\u00fccht<br>Von dem \u017ftarcken lewen gryn<br>Er f\u00fcrcht, qwem er zu ym vff die hort,<br>Er brecht yn vmb daz leben \u017fyn.<br><br>46.<br>Da \u017fti\u017fze er \u017fich von lande dae<br>Wol czweyer \u017fpi\u017fze lange<br>Der lewe wart fyn ynnen dae,<br>Wie balde er czu ym vff die hort \u017fprange.<br>W\u00f6 \u017fich die hort \u017fencket nydermthod<br>So \u017fprangk er vff die andern \u017fytten<br>Vnd drange \u017fie vff widder.<br><br>47.<br>Alfo f\u00fcre der f\u00fcrste riche<br>Mit dem lewen sicherlich.<br>Daz wa\u017fser wa\u017fz swinde vnd \u017ftrenge<br>Vnd dribe yn alle\u017fz vnder \u017fich<br>Zu eynem gr\u00f6\u017fsen berge \u017f\u00fcnder wan.<br>Da m\u00fcst doz \u017felbe gro\u017fse wa\u017fser<br>Zu eynem finstern l\u00f6ch yn gan.<br><br>48.<br>Da der f\u00fcrste vnferceyt<br>Daz gru\u017fzlich l\u00f6ch reth an sach,<br>Er riffe an marien die keyserliche m\u00e4get<br>Beh\u00fcde mich vor vngem\u00e4ch.<br>Ich bin e\u017fs alles wol gewert<br>Kommer erbeyt vnd auch elende,<br>Daz ich dae heymen han begert.<br><br>49.<br>Da f\u00fcre der edele f\u00fcrst mit \u017f\u00f6rgen<br>Zu dem finstern l\u00f6ch hyn jnne,<br>Eyn langen tag vnd eyn nacht verb\u00f6rgen<br>Daz ym keynes lichtes nye wart \u017fchyn,<br>Bi\u017fs er sach eyn car f\u00fcnekel \u017ftein,<br>Der l\u00fccht vnd brant fich al\u017fo helle,<br>Als wern h\u00fcndert lich gewest by eyn.<br><br>50.<br>Er k\u00fcnde auch dae nit erkennen<br>Waz daz yn dem berge were.<br>Da er e\u017fz \u017fach \u017fo hel brennen,<br>Er f\u00fcrchte \u017fic vs der m\u00f6\u017fsen fere<br>Got beh\u00fct mich vor vngefelle:<br>Mich drigen dan alle myn \u017fyn,<br>So k\u00f6m ich zu der bittern helle.<br><br>51.<br>Al\u017fo m\u00f6st er f\u00fcrba\u017fs \u017fchalten<br>Von des \u017ftrengen wa\u017fser n\u00f6t<br>Vnd m\u00f6cht nit lenger \u017ftille gehalten.<br>Da qwam er an den karf\u00fcnkel r\u00f6t.<br>V\u017fz z\u00f6che er \u017fyn \u017fwert \u017fcharpffe vnd lang<br>Vnd \u017ftach frolichen in den berg,<br>Daz eyn \u017ft\u00fccke vff die hort \u017fprangk.<br><br>52.<br>Der herre da gr\u00f6\u017fze freyde gewan,<br>Als von des claren \u017fteynne\u017f\u017fz glast<br>Das wa\u017fzer dribe yn balde dar von.<br>Er f\u00fcre \u017fo \u017fere vnd \u017fo faste,<br>Bifs daz er v\u017fs dem berge qw\u00e4m<br>Von br\u00fcneczwig der edele f\u00fcrste<br>Waz eyn clender man.<br><br>53.<br>Da fille er nider vff die knye<br>Vnd dancket dem almechtigen got,<br>Daz er ym hat geh\u00fclffen hie<br>V\u017fs \u017follicher gro\u017f\u017fer not,<br>Die er yn dem berge hat.<br>Von br\u00fcneczwick der edele f\u00fcrste<br>Got mit fli\u017fs vnd ernste b\u00e4t,<br><br>54.<br>Das er yn folt wy\u017f\u017fen vnd f\u00fcgen,<br>Wer e\u017fs anders \u017fyn lieber wilde,<br>Wege, die yn zu den l\u00fctten dr\u00f6ge.<br>Der lewe \u017ft\u00fcnt by dem herren \u017ftylle.<br>Da wolt er eyn wenig f\u00fcrba\u017fs gan<br>Vber eyn wytte heyden<br>Da sach er eyn b\u00fcrgk vor ym stan<br><br>55.<br>In eynem w\u00f6nsten br\u00fcche vnd r\u00f6re<br>Der here qwam yr al\u017fo n\u00e4he<br>Er klopffet fr\u00f6lichen an daz d\u00f6re<br>Der pforttener der waz balde dae.<br>Er deth ym vff zu der selben \u017ft\u00fcnd.<br>Da yn der here an sach,<br>Da het er \u017fyne lichten m\u00fct.<br><br>56.<br>Er war do yn also \u017fere fr\u00f6gen,<br>Von wannen er auch qweme n\u00fc.<br>Er k\u00fcnde e\u017fs ym auch nit gesagen<br>Der pfortner der \u017flo\u017fs wider z\u00fce<br>Vnd seyd dem herren vff der b\u00fcrge die mere,<br>Wie al\u017fo eyn gr\u00fcstlich dire<br>Vnd eyn man vor der pfortten were.<br><br>57.<br>Dye herren beg\u00fcnde zubym jehen.<br>Lass yn zu vns vffer gan,<br>Das wir m\u00f6gen in gesehen<br>Das dire vnd auch den fremden man,<br>Wie sie sint al\u017f\u017fo gestalt.<br>Da liffe der knechte al\u017fo behende<br>Vnd li\u017fs \u017fie yn gar balde.<br><br>58.<br>Vnd an alles messe wende<br>F\u00fcren sie yn nyn den sall.<br>Er hat den lewen in der hende,<br>Die herren hetten all zu mall<br>Lange snebbel manigfalt.<br>Von br\u00fcneczwick der edelle f\u00fcrst<br>Eynen nach dem andern ane \u017fach,<br><br>59.<br>Sye worden ye also \u017fere fragen<br>Von mancher hande geschicht<br>Er k\u00fcnt es yn&#8216; auch nit ges\u00e4gen,<br>Wan er verst\u00fcnd der \u017fprach nicht.<br>Da qw\u00e4m eyn deuscheze fra\u00fcwe angeferd,<br>Die waz auch vff die burgk komen,<br>Die bracht man dem herren dar.<br><br>60.<br>Sye wart daezu ym kallen<br>Vnd vmb fingk yn zu der selben stunden.<br>Daz wart dem herren wol gefallen,<br>Der herre deth der fra\u00fcwen k\u00fcndt,<br>Wie e\u017fs umb \u017fin sache gelegen were,<br>Wie er mit \u017follicher gro\u017fsen not<br>Wer v\u017fs der welt komen here.<br><br>61.<br>Da die fra\u00fcwe erhorte daz,<br>Sie frogett ye den herren fort,<br>Wie e\u017fs umb \u017fyn \u017fache gelegen ba\u017fs.<br>Dar nach schid vngern diet.<br>Dar dr\u00fcg man ym vor spi\u017fe vnd k\u00f6st<br>Nach des \u017felben landes \u017fytten<br>Des beste \u017fo man da wiste.<br><br>62.<br>Dye fra\u00fcwe wart sich zu dem herren halten,<br>Saget vns des boches lere,<br>Vnd gar fruntliche mit ym \u017fchympffen<br>Das verdro\u017fs dye gesnebelten \u017fere,<br>Das \u017fie fruntschafft zu ym gewan<br>Sie were auch gern gewest z\u00fc lande,<br>Da m\u00f6cht \u017fie auch von ym nit komen.<br><br>63.<br>Da die gesnebbelten l\u00fcde daz beducht<br>Daz fie fr\u00fcntschaff zu ym gewan,<br>Eyner stie\u017fs den andern das er str\u00fcchelt<br>Vnd wolten yn geslagen han<br>Da haczte er den lewen an sie<br>Der reysz yn abe die snebbel m\u00fcller,<br>W\u00f6ller ym k\u00e4m \u017fo nahe her bye.<br><br>64.<br>Der lewie schrie mit lutter stym,<br>Daz e\u017fz in der burg her hall.<br>Er fl\u00fcge yn sy mit gro\u017fsem grym.<br>Dy\u017f\u017fe wonden an zalle<br>Die worden gethan zu der selben frist<br>Von dem starcken lewen vnd herren,<br>Als noch manche kofich man ist<br><br>65.<br>Dae der f\u00fcrste l\u00f6besam<br>Die g snebbelten l\u00fcde alle vberwan(t),<br>Die de\u00fctzschen fra\u00fcwen er mit ym nam.<br>Er f\u00fcrt sye hyn weck alda zu h\u00e4nd.<br>Got w\u00f6lt den herren nye gelan,<br>Als wil er noch den ginen d\u00f6n,<br>Die yn fragen getr\u00fcwen wollen han.<br><br>66.<br>Von br\u00fcneczwick der f\u00fcrst vnd herre<br>Wolt sich aber f\u00fcrbass gan<br>Da qwam er vnder daz w\u00f6den her<br>Dae die b\u00f6\u017f\u017fen geiste ir won\u00fcg han.<br>Da begeget ym eyner vff der fart<br>Der waz sich gr\u00fcfs vnd vngeh\u00fcwer.<br>Da aber ersr\u00e4ck der f\u00fcrste zart.<br><br>67.<br>Da der edele f\u00fcrste vnd herre<br>Ver n\u00e4m vnd hort, wer er w\u00e4z,<br>Er besw\u00f6re yn vil hartte vnd \u017fere,<br>D\u00fc most mich bescheiden b\u00e4\u017fse<br>D\u00fc most mir dar cz\u00fc \u017fagen mee,<br>Wie esz vmb myn kinder da heymen<br>Vnd vmb myn lieben fra\u00fcwen stee.<br><br>68.<br>Der geyste da mit grymme zorn<br>Widder dae zu dem herren \u017fprach<br>Du hast mich al\u017fo hart besworn<br>Das mir nye \u017fo wee geschach<br>Vnd ich dir nit verswygen kan:<br>Br\u00fcneczwigk du \u017folt wiszen,<br>Dyn fra\u00fcwe wil nemen eyn andern man.<br><br>69.<br>Da der edele f\u00fcrste zart<br>Von dem geiste erhortte \u017folliche antwort<br>Er beswore yn f\u00fcrtter aber by gottes crafft<br>Vnd by \u017fyner martet grosze<br>Du most mich vnd myn lewen<br>F\u00fcren vor myn \u017flofze.<br><br>70.<br>Der geiste \u017fprach sich dar gar eben<br>Ich wil dir sagen, waz e\u017fz ist.<br>Ich wil dir eyn gedeyltze geben<br>Alhie in kurczer frist.<br>Finde ich dich slaffen an der stat<br>Wan ich dir dyn lewen bringe<br>Daz saltu mich wiszen lan gar dr\u00e4t<br><br>71.<br>Wan ich dich vor din \u017flosz gestelle,<br>Das du e\u017fz \u017fyst vor dir lygen,<br>Wiltu dich mir vnd myn gesellen<br>Geben allhie zu eygen,<br>Wann ich dich heym bringe scheyre<br>Vnd auch dynen lieben \u017ftarcken lewen:<br>Wilt\u00fc nach myner begire?<br><br>72.<br>Der edele f\u00fcrste lobes\u00e4m<br>Der wart aber bekomert \u017fere.<br>Er ryffe got getr\u00fclichen an<br>Vnd \u017fprach ach herczer lieber herre,<br>D\u00fce mir din rat vnd hilffe schin,<br>Daz ich lib vnd \u017fell behalt<br>Vnd beyde die ere der fra\u00fcwen myn.<br><br>73.<br>GOt der herre mit syner g\u00fcde<br>Deth ym balde dic vffenb\u00e4re.<br>Ergab ym \u017fchire in syn gem\u00f6de,<br>Daz er mit dem geiste \u017folt faren.<br>Da wart die glopni\u017fs von dem herren gethan.<br>Findestu mich al\u017fo \u017flaffen,<br>So \u017faltu mich zu eygen han.<br><br>74.<br>Der here wart sich vff geladen<br>D\u00fcth vns de\u017fz buch n\u00fc hie bekant<br>Von dem geist an allen schaden:<br>Er f\u00fcrt yn wider in \u017fyn land<br>Er \u017fazt yn f\u00fcr syn burgk gar feste.<br>Finde ich dich alfo \u017flaffen<br>Du weyst wol, waz du mir ver\u017fprochen hast.<br><br>75.<br>Ich wil dir n\u00fc dynen lewen bringen<br>Auch gar gar in zeller zill<br>Der geist wart \u017fich balde swingen<br>In k\u00fcrczer \u017ft\u00fcnd manche mylle.<br>Da er schire zu ym kommen w\u00e4z,<br>Von br\u00fcneczwicke der edele f\u00fcrst,<br>Der waz entschlaffen in dem grafs.<br><br>76.<br>G\u00f6t der walt den herren her freuwen<br>Vnd hat yn alczyt in der acht:<br>Der lewe hob an gar l\u00fcde z\u00fc schrien,<br>Da von der edele f\u00fcrste er wacht.<br>Der geyst quam dart her geflogen:<br>Br\u00fceneczwick wie bist\u00fc eyn man,<br>Du hast mich felschlichen betrogen.<br><br>77.<br>Er warffe den lewen geswinde her nyder<br>Vor den a\u00fcgen hin zu hant.<br>Der geist wart sich balde \u017fwingen<br>In daz vor benannte land.<br>Da waz der f\u00fcrste von herczen fr\u00f6e,<br>Daz ym got het geholffen<br>Zu lande mit ges\u00fcndem liebe d\u00e4e.<br><br>78.<br>Das worden balde geware man vnd fra\u00fcwen.<br>Die qwamen alle dar czu.<br>Yder man wolt wonder \u017fcha\u00fcwen,<br>Waz fremdes wer komen nun<br>Da stunt der furste lobesam<br>Mit langem harre vmbhangen,<br>Recht ob er wer eyn wilder man.<br><br>79.<br>Dye mere qwamen vff die fe\u017f\u017fte<br>Syner lieben fra\u00fcwen f\u00fcr,<br>Wie \u017follich fremde geste<br>Da v\u017fzen stunden vor dem t\u00f6re<br>Sie wern so geistlichen gestalt.<br>Vff st\u00fcnd die fra\u00fcwe mit iren dynern<br>Vnd ging zu yn hyn \u00fc\u017fz vil balde.<br><br>80.<br>Dye fra\u00fcw sach den br\u00fcder an<br>Vnd mocht yn nit erkennen woll.<br>Sie \u017fprach man fol yn erhin lan,<br>Das dire dar v\u017fzen bliben soll.<br>Da sprach der f\u00fcrste daz \u017foll nit syn:<br>Ee wolt ich dar vmb verderben<br>Vnd ver li\u017f\u017fen daz leben myn.<br><br>81.<br>Er hat so vil in groszen notten<br>Gelyden by mir jn liebe vnd in leyd,<br>Ee daz ich mich von ym wolt scheyden:<br>Frauwe, daz \u017folt ir gla\u00fcben mir.<br>Da sprach die fra\u00fcwe zu iren dynern<br>N\u00fc land \u017fie beyde ryn gar \u017fchir.<br><br>82.<br>Der here wart \u017fich yn gelaszen<br>Da daz gebot die fra\u00fcwe zart.<br>Man deth ym g\u00fctlichen v\u017fz der ma\u017fzen.<br>Der here mit dem langen bartte<br>Sach \u017fin fra\u00fcwen gar fruntlichen an<br>Vnd wolt fich doch nit melden,<br>Bi\u017fz er sach, wie e\u017fz wolt ergan.<br><br>83.<br>Vyl herschafft qwamen dort her geritten,<br>Die zu der hochgezijt worn geladen<br>Wol bereyt mit sch\u00f6nem \u017fytten<br>Sie qwamen geritten angefertte<br>Da gedacht der f\u00fcrste lobesam<br>Ich getr\u00fcwe got vnd \u017fyner gnaden<br>Dem \u017fchympffe dem wil ich widerstan.<br><br>84.<br>Man wart zu dische phiffen und schrien.<br>Man \u017faezt yclichen nach fynem stat.<br>Graffen vnd ritter vnd frien.<br>Dar nach yelichen als er adel hat,<br>An den herren vnd daz dire<br>Li\u017fs man in dem hoffe siczen.<br>Das be elent den herren schire.<br><br>85.<br>Sye worden frolich vnd beg\u00fcnden lachen<br>F\u00fcrsten vnd herren jn dem \u017fall<br>Heifsent vns den br\u00fcder etwaz machen<br>Des begerren wir alle zu mal.<br>Da waren bereyd dry knecht oder fyer<br>Die liffen in den h\u00fcffe hyn vfs<br>Vnd holten den herren vnd daz dire.<br><br>86.<br>Da \u017fprach der fra\u00fcwen kemmerer<br>Nu \u017fwiget alle j\u00fcngk vnd alt:<br>Br\u00fcder \u017fag vns n\u00fc n\u00fcwe mere<br>Wie e\u017fz in fremden landen sy gestalt.<br>Ir d\u00fcncket mich \u017fin eyn weyt gewandert man:<br>Hant ir nit gehort oder vernommen<br>Von eynem f\u00fcrsten lobesam?<br><br>87.<br>Da \u017fprach ich der f\u00fcrste slecht<br>Ich habe e\u017fz alles wol gehort<br>Seyt ich \u00fcch die warheit recht,<br>So gle\u00fcbent ir nit myner wort<br>Ich habe gesehen in k\u00fcrtzer st\u00fcnd,<br>Er kompt schire widde(r) heym zu lande<br>Vnd ist auch frisch vnd wol ges\u00fcnd.<br><br>88.<br>Doch han ich wol von ym vernommen,<br>Da her wa\u017fz myn wandels gen\u00f6fs,<br>W\u00f6e ich yn \u017fyn land bekommen<br>Irgent vor \u017fyn b\u00fcrgk vnd \u017flosse,<br>Er het eyn dochter vnd eyn jungen hern,<br>Die \u017folt er ym grosen vnd \u017fyn fra\u00fcwen,<br>Der gedr\u00fct er alles g\u00fct vnd ere.<br><br>89.<br>Sie worden yn alfo \u017fere frogen<br>Von manchen abentt\u00fcwer czwar.<br>Er fprach &#8222;ich kan uch nit gesagen,<br>Fra\u00fcwen haben langes hare.<br>Das mercke recht, wer e\u017fs mercken wil:<br>V\u017fz den a\u00fcgen vnd vfz den herczen<br>Das \u017felbe daz ist ein gewares \u017fpil.<br><br>90.<br>Dye fra\u00fcwe b\u00e4t dem herren drincken<br>Sie sach yn lenger ye ba\u017fze.<br>Da lifs er daz halbereyllee fingerlin \u017fincken<br>Hob selich in daz drinck gla\u017fz.<br>Man bot der fra\u00fcwen widder zur hand.<br>Daz fingerlin l\u00fccht al\u017fo hell,<br>Also were\u017fz gewest eyn adamant.<br><br>91.<br>Vnd an alles me\u017f\u017fe wende<br>Sie h\u00fcbe e\u017fz v\u017fs gar behende<br>Sie nam e\u017fz gar balde jn ir hand<br>Da waz daz teyll dem andern glich.<br>Sie \u017fchr\u00fcwe we gar l\u00fct aller myner eren,<br>Ich han widder daz gemachel f\u00fcnden<br>Myn lieben man vnd mynen herren.<br><br>92.<br>Vnd \u017fo gar an alles mi\u017f\u017fwenden<br>Sie zu dem edeln f\u00fcrsten gingk<br>Vnd \u017fo gar mit ganezen tr\u00fcwender<br>Gar liplich \u017fie yn enpfingk<br>Gnade mir, edeler herre myn<br>Ich habe an uch gebrochen<br>In ywer b\u00fcfs wil ich \u017fyn.<br><br>93.<br>Da sprach der edele f\u00fcrste zart<br>Swiget edele fra\u00fcwe sch\u00f6n:<br>Nemet e\u017fz \u00fcch nit an \u017fo hart,<br>Wir wollen e\u017fz by dem besten bliben lan.<br>Wiel ir noch halt \u00fcwer wiplich ere.<br>Het ich daz al\u017fo ver\u017fumpt<br>Ich weyss nit, wie e\u017fz gangen were.<br><br>94.<br>Da n\u00fc er hortte die mere,<br>Der die fra\u00fcven \u017folt genomen han,<br>Er gingk vor den f\u00fcrsten here<br>Vnd \u017fprach herre f\u00fcrste lobes\u00e4m<br>Ich gebe mich g\u00e4nez in uwer Gewalt,<br>Lebent mit mir, wie ir wolt.<br>Da \u017fprach der edele f\u00fcrste gar balde.<br><br>95.<br>Wer ich in fremden landen verdorbene<br>So were\u017fz gewest der m\u00f6twil myn.<br>Hast\u00fc hie heymen nach eren geworben,<br>So trage ich dir nit dar yn.<br>Kein \u00f6rtel ich dar vber finden kan<br>Blib by mir vor als nach<br>Als eyn getr\u00fcwer dinstman.<br><br>96.<br>Al\u017fo kam der f\u00fcrste vnd herre<br>Mit gottes hillffe alda zu lande<br>In syn g\u00fcd vnd in syn ere.<br>Vnd hat er s\u00fccht vil fremder lande<br>Wonder vnd abent\u00fcwer czwar<br>Vnd lebt dar nach by syner fra\u00fcwen<br>Wol \u017fesch vnd ezwenczig jare.<br><br>97.<br>Da n\u00fc qwam die zijt vnd dage,<br>Daz der herre sterben solt,<br>Keyn mensche hort nye groszer clagen<br>Dan der lewen vmb den herren hat.<br>Er leyt sich zu ym vff daz gr\u00e4b<br>Vnd w\u00f6lt auch nit von dannen komen,<br>Bi\u017fz daz er auch \u017fyn leben vff g\u00e4b.<br><br>98.<br>Da wart ze vrk\u00fcnde gego\u017fzen<br>Eyn he\u00fcbscher lewen vnd \u017find<br>Zu br\u00fcneczwick al vff dem \u017flo\u017fse.<br>Da by \u017fol man gedencken \u017fyn,<br>Wie es ym ergangen were<br>Mit dem lewen jn fremden landen.<br>Singet vns michel wyffenhere<br><br>Hie endet daz buch von dem edelle herren von<br>br\u00fcneczwick<br>amen.\u00a0<br>Got wol vns auch gnedig \u017fyn,<br>Vns behutten vor der helle pin<br><br>(Von sp\u00e4terer Hand) Got w\u00f6l vn\u017fz auch verczeihen thon<br>Da\u017fz wir fehr vil gelogen hon.<br><\/td><td><br><br><br><br>Hier hebt sich an ein Buch vom edlen Herrn von Braunschweig, wie er \u00fcbers Meer fuhr.<br><br>1.<br>Man sagt uns hier ganz offen,<br>von gro\u00dfen F\u00fcrsten und von Herren,<br>wie die vor vielen Jahren<br>um W\u00fcrde und Ehre geworben haben<br>und viele fremde L\u00e4nder bereist,<br>um Abenteuer willen,<br>wie ich es euch hier kundtun will.<br><br>2.<br>Von einem lobenswerten F\u00fcrsten,<br>der Land, Leute, Ehre und Gut hatte<br>und mit dem Namen genannt wird<br>von Braunschweig, ein edles Blut.<br>Dem kam im Schlaf ein Traum vor:<br>Er solle das heilige Grab besuchen,<br>wie ich von allen h\u00f6re.<br><br>3.<br>Eines Nachts lag er im Bett<br>bei seiner liebsten Frau.<br>Er sprach: Da\u00df ich nie alles hatte<br>und auf Erden alles mein ist.<br>So w\u00e4re mir Zeit und Weile lang,<br>sollte ich so still liegen,<br>wenn ich nicht Lob, Ehre und Dank h\u00e4tte.<br><br>4.<br>Da sprach die Frau ganz traurig:<br>Edler F\u00fcrst und auch Herr,<br>bleibt hier bei eurem Reich,<br>ihr habt Gutes genug und Ehre,<br>Kurzweil, Lust, Freude und Spa\u00df.<br>Ihr seid auch wohl alle Wege Leute,<br>die euch von fremden L\u00e4ndern berichten.<br><br>5.<br>Da sprach der milde F\u00fcrst:<br>Frau, la\u00dft, was ihr wollt.<br>Ich kann mit meinem Helm und Schild<br>nicht Gottes Huld verdienen.<br>Ich mu\u00df Kummer, Arbeit, Elend haben.<br>Ich bitte euch, allerliebste Frau,<br>nun la\u00dft uns beim Besten bleiben.<br><br>6.<br>Ihr leistet mir einen freundlichen Abschied<br>hier in kurzer Zeit,<br>mit gutem Willen von uns beiden:<br>Wenn mir Gott das Leben gibt,<br>da\u00df ich wieder kommen mag oder kann,<br>will ich es euch allesamt erfreuen ,<br>bin ich sonst ein biederer Mann.<br><br>7.<br>Da die Frau mit Sitten h\u00f6rte<br>vom edlen guten F\u00fcrsten,<br>dass da nicht half ihr freundliches Bitten,<br>dass er seinen Sinn und Mut hatte,<br>da sprach sie mit weinenden Augen:<br>Nun spare euch Gott gesund.<br><br>8.<br>Dem F\u00fcrsten war sein Herz bewegt<br>und es erbarmte ihn schwer,<br>da\u00df sie ihn betr\u00fcbt ansah,<br>dabei soll man wahrnehmen.<br>Das Scheiden ist eine schwere Pein,<br>wo sich zwei voneinander scheiden,<br>die gern beieinander sind.<br><br>9.<br>Von Braunschweig der weise F\u00fcrst<br>f\u00fchrte auch zu an allen Ha\u00df<br>und er wollte ihm mit ganzem Flei\u00df,<br>der ihm der Liebste im Herzen war<br>und auch getreu in der Mut,<br>dem befahl er Land und Leute,<br>seine sch\u00f6ne Frau, Ehre und auch Gut.<br><br>10.<br>Er sprach zu seiner sch\u00f6nen Frau:<br>Er umfing sie zu derselben Stunde.<br>Ich will euch zum Letzten lassen<br>ein Keuschheitszeichen aus meines Herzens Grund.<br>Er schnitt entzwei einen goldenen Fingerring.<br>Das behaltet, allerliebste Frau,<br>dabei sollt ihr meiner gedenken.<br><br>11.<br>Von Braunschweig der weise F\u00fcrst,<br>von dem man schreibt und liest,<br>dem ward da noch Ehre geboten<br>und bereitete sich zu derselben Frist<br>mit seinen Knechten ohne Verzug<br>und schied fr\u00f6hlich von Land und Leuten<br>mit gutem Willen, wie man uns sagt.<br><br>12.<br>Da schied von Land der werte Degen,<br>um ihn weinten Jung und Alt,<br>da ward er auch unterwegs<br>in Gottes Gewalt befohlen<br>und auch der lieben Mutter Herr.<br>Da\u00df sie ihn da pflegen sollten,<br>damit kamen sie ans Meer.<br><br>13.<br>Vorbei sagen man uns hier,<br>wie vom F\u00fcrsten weit und viel.<br>Da ward sich bereit gemacht schnell<br>ein Schiffmann am Meer ein Kiel.<br>Das ward versorgt sch\u00f6n mit Habe,<br>wie noch die gro\u00dfen F\u00fcrsten tun,<br>wenn sie zum heiligen Grab fahren.<br><br>14.<br>Da stie\u00dfen sie von Land mit Schall<br>den lobenswerten edlen F\u00fcrsten.<br>Sie sangen in Gottes Namen alle.<br>Der Wind f\u00fchrte sie ins Meer voran.<br>Dass man uns daran nicht l\u00fcgt:<br>Da er das grausame Wasser ansah,<br>das Elend flog ihm unter die Augen.<br><br>15.<br>Ihm ward auch gr\u00fc\u00dfen also sehr<br>viel wohl, er war ein k\u00fchner Held.<br>Da er die Linden auf dem Meer<br>sah aufsteigen vielfach,<br>er dachte an Ehre und Gut und Ritterschaft<br>und an die Kosten, die er gethan.<br>Da gewann er wieder Mannes Kraft.<br><br>16.<br>Da fuhr er manchen Tag im Jahr<br>auf des wilden Meeres Str\u00f6men,<br>dass er keines Landes nie gewahr ward,<br>bis dass ein gro\u00dfer Sturmwind kam,<br>der trieb sie alle auf einen Ort,<br>da mu\u00dften sie also still liegen<br>und konnten weder hinter noch vor.<br><br>17.<br>Also hielt er in gro\u00dfem Kummer<br>und rief Gott getreu an,<br>einen Winter und einen Sommer,<br>bis da\u00df ihnen alles da verrann<br>Speise und Kost, wie man uns sagt,<br>und ihm auch alle seine Knechte verdarben<br>von gro\u00dfem Hunger und auch Leid.<br><br>18.<br>Also blieb niemand im Schiff mehr,<br>als ein Knecht und des Herren Pferd.<br>Armut, Elend tat ihnen weh.<br>Der Knecht zog aus des Herren Schwert,<br>und stach das Pferd da zu Tode<br>und zog ihm ab auch seine Haut,<br>das tat er also von Hungersnot.<br><br>19.<br>Das Pferd ward sehr stinken und faulen,<br>die Weile es im Schiff lag.<br>Das w\u00fcrd einem Greif schmecken,<br>der an seiner Wohnung da bei flog.<br>Er kam geflogen mit grimmem Zorn<br>zu demselben gro\u00dfen Schiff,<br>da er frackt der hochgeborene F\u00fcrst.<br><br>20.<br>Der Greif war gro\u00df und ungeheuer.<br>Da ihn der F\u00fcrst recht ansah,<br>er machte ihm Schimpf und Freude teuer,<br>der Vogel brachte ihm Ungemach.<br>Sie legten das Pferd an ein Ende.<br>Da flog er seine Klauen hinein<br>und f\u00fchrte es also behende.<br><br>21.<br>Er brachte es seinen Jungen dreien,<br>da er sie im Nest hatte verborgen.<br>Der Herr ging mit dem Knecht zu Rate:<br>Nun wird es an uns beide gehen.<br>Wir legen ein Los in alle Gefahr:<br>Welcher unter uns einer verliert,<br>der stelle sich zuerst dem Greif dar.<br><br>22.<br>Der Knecht der sprach: Ach lieber Herr,<br>warum mutet ihr mir das zu.<br>Das w\u00e4re mir eine Schande und gro\u00df Unrecht,<br>dass ich mit euch losen sollte.<br>So w\u00e4re ich nicht ein getreuer Diener,<br>dass ich nicht in euren N\u00f6ten<br>mit Leib und Gut von euch stehe.<br><br>23.<br>Von Braunschweig der F\u00fcrst und Herr<br>redete das betr\u00fcbliche ein Wort:<br>Mich reut mein Leben nicht so sehr<br>und als mein Gut daheim dort,<br>als die lieben Kinder, die ich habe,<br>und meine allerliebste Frau:<br>Ich habe es mir selbst angetan.<br><br>24.<br>Da sie mich bat zu aller der Stunde,<br>dass ich daheim bleiben sollte,<br>mit weinenden Augen und mit Munde,<br>dass ich ihr nie folgen wollte<br>ihrem Willen und ihrem Rat,<br>so muss ich auch dagegen nehmen,<br>was mir zu Leide geht.<br><br>25.<br>Von Braunschweig der elende F\u00fcrst<br>sprach betr\u00fcbliche Worte gar laut:<br>Seht euch vor bald und behende,<br>vern\u00e4ht mich in die Pferdehaut.<br>Sein gutes Schwert er zu sich legte:<br>Das will ich auch bei mir haben,<br>wo mich Gott oder der Greif hin tr\u00e4gt.<br><br>26.<br>Den Knecht dauchte da das Beste,<br>da ihn sein lieber Herr bat.<br>Er n\u00e4hte ihn also fest ein.<br>Danach gar schnell und getreu<br>kam der Greif geflogen her<br>zu demselben gro\u00dfen Schiff<br>und war der Haut begehren.<br><br>27.<br>Er flog seine Klauen scharf und tief<br>in die Haut, wie man hier spricht.<br>Er lag vern\u00e4ht, recht ob er schliefe,<br>und durfte sich auch nicht regen.<br>Er brachte seinen Jungen in das Haus,<br>dass sie ihn fressen sollten,<br>da flog der Alte und der aus.<br><br>28.<br>Da der Herr hat vernommen,<br>dass er im Nest war<br>und der Alte davon gekommen,<br>ein Junges nach dem andern auf ihn fasste.<br>Sie kniffen ihm durch Haut und Haar,<br>taten ihm auch also hart,<br>dass er ward gedankenschwer.<br><br>29.<br>Sollte ich nun also verderben<br>also j\u00e4mmerlich zur Hand<br>in der Haut als ein Schalk ersticken,<br>das w\u00e4re mir ewiglich Schande.<br>Gott gab ihm also in den Mut,<br>dass er sich aus der Haut schnitt<br>und zog von Scheiden sein Schwert.<br><br>30.<br>Er schlug in die Jungen geschwind,<br>er schlug einem nach dem andern tot.<br>Er dankte Maria und ihrem Kind,<br>dass sie ihm halfen aus der Not.<br>Da er sie alle erschlagen hat,<br>da schnitt er ihnen die Klauen ab,<br>die h\u00e4ngen zu Braunschweig in der Stadt.<br><br>31.<br>Er sah unter sich geschwind bald,<br>wo er in der Welt w\u00e4re.<br>Da sah er nichts als Himmel und Wald<br>und f\u00fcrchtete sich \u00fcber die Ma\u00dfen sehr,<br>wo der alte Greif wieder k\u00e4me:<br>Er w\u00fcsste wohl, w\u00fcrde er seiner gewahr,<br>dass er ihm sein Leben n\u00e4hme.<br><br>32.<br>Das Nest war gro\u00df und hoch gelegen<br>auf einem Felsen, wie man spricht.<br>Da hat er sich auch des hergewagt,<br>er mochte herab kommen nicht.<br>Er sah zu allen Orten ab zu Tal,<br>wie er mochte herab kommen,<br>da sah er eine Klamm, die war schmal.<br><br>33.<br>Er nahm die Klauen in beide H\u00e4nde<br>und fing an zu steigen in Gottes Namen<br>und flog in des Felsens Wende so lange,<br>bis dass er herab kam.<br>Wie gro\u00dfe Freude er da gewann.<br>Von Braunschweig der edle F\u00fcrst<br>war ein herzhafter Mann.<br><br>34.<br>Also ging der F\u00fcrst und Herr<br>in der Wildnis wieder und vor.<br>Er a\u00df die Wurzeln und die Beeren.<br>Er ging also lange, bis dass er h\u00f6rte<br>ein gro\u00dfes Geschrei von wilden Tieren.<br>Er dachte: Will dir Gott hier helfen,<br>so magst du nicht verlieren.<br><br>35.<br>Von Braunschweig der edle F\u00fcrst<br>ging dem Geschrei hinterher<br>durch wilde Hecken und durch Horste.<br>Er kam so nahe, bis dass er sah<br>streiten einen Lindwurm und einen L\u00f6wen.<br>Von Braunschweig der edle F\u00fcrst<br>sich hinter einem Baum verbarg.<br><br>36.<br>Er dachte in seinem Herzen nun:<br>Willst du die Abenteuer sehen.<br>Der Lindwurm stellte dem L\u00f6wen zu<br>und scheucht ihn also mit dem Feuer.<br>Da das Tier sah der werte Mann,<br>wie bald er zu dem L\u00f6wen sprang:<br>Ich will dir stetig hier beistehen.<br><br>37.<br>Du d\u00fcnkst mich sein ein edles Tier<br>und bist mir dazu wohl bekannt.<br>Da bereitete er sich gar schnell,<br>das Schwert nahm er in die Hand.<br>Da das der L\u00f6we inne ward,<br>wie bald er vor den Herren sprang<br>und neigte dem edlen F\u00fcrsten zart.<br><br>38.<br>Da der edle werte F\u00fcrst<br>von dem L\u00f6wen das er sah,<br>da\u00df er Freundschaft zu ihm begehrte,<br>der Herr zu Stund da wider sprang:<br>Ich will dir stetig hier beistehen<br>und sollte ich hier bei dir verderben.<br>Er lief den Lindwurm leicht an.<br><br>39.<br>Er schlug auf ihn mit ganzen Kr\u00e4ften<br>mit dem Schwert aus grimmem Zorn.<br>Das Schwert wollte auf ihm nicht haften,<br>denn er war eitel Horn.<br>Da tat ihm Gott viel Hilfe scheinen.<br>Da sie nun mit einander fochten,<br>da stach er ihn zum Munde hinein.<br><br>40.<br>Da t\u00f6teten sie den Lindwurm geschwind<br>mit Gottes Hilfe in dem Walde.<br>Der Herr ward sein innen bald.<br>Er grub ihm die Wurzeln aus der Erden<br>und auch viel der guten Kr\u00e4uter<br>und brachte sie dem werten F\u00fcrsten.<br><br>41.<br>Der L\u00f6we war dem Herren getreu,<br>wo er mit ihm hinging,<br>was er hetzen und an wilden Tieren<br>ergreifen mochte oder fing,<br>die schlug er um die B\u00e4ume so sehr,<br>da\u00df sie weich und lind wurden<br>und sie a\u00df der F\u00fcrst und Herr.<br><br>42.<br>Also ging der reiche F\u00fcrst<br>in der Wildnis manche Zeit.<br>Der L\u00f6we wollte von ihm nicht weichen,<br>er war stets bei ihm an seiner Seite,<br>Tag und Nacht, sp\u00e4t und fr\u00fch.<br>Wollte auch von ihm nicht kommen,<br>da kamen sie auf ein Wasser zu.<br><br>43.<br>Das Wasser das war gro\u00df und breit,<br>da bei ein gro\u00dfer Berg auch lag.<br>Herr Gott, gib mir dein Geleit,<br>dass ich wieder kommen mag,<br>so wird es besser hier um mich:<br>Hilf mir aus dieser Wildnis.<br>Lieber Herr, das bitte ich dich.<br><br>44.<br>Er ging das Wasser auf und ab<br>und sah betr\u00fcblich wider und vor.<br>Gott ihm in den Sinn gab,<br>dass er sollt flechten einen Hort.<br>Da hub er an zu derselben Frist<br>einen sch\u00f6nen Hort zu machen<br>nach dem Besten, das er von Sinnen wist.<br><br>45.<br>Da dies Flo\u00df nun ward gemacht<br>auf das Beste, das er bedacht hat,<br>und auf das Wasser ward gelegt,<br>der Herr nahm heimliche Flucht<br>von dem starken L\u00f6wen Grimm.<br>Er f\u00fcrcht, k\u00e4me er zu ihm auf die H\u00fcrde,<br>er br\u00e4chte ihn um das Leben sein.<br><br>46.<br>Da stie\u00df er sich von Lande da<br>wohl zweier Spie\u00dfe lange.<br>Der L\u00f6we ward sein innen da,<br>wie bald er zu ihm auf das Flo\u00df sprang.<br>Wo dies sich senkte niederw\u00e4rts,<br>so sprang er auf die andere Seite<br>und dr\u00fcckte sie wieder hoch.<br><br>47.<br>Also fuhr der reiche F\u00fcrst<br>mit dem L\u00f6wen sicherlich.<br>Das Wasser war schnell und stark<br>und trieb sie alles unter sich<br>zu einem gro\u00dfen Berg ohne Wahn.<br>Da musste das selbe gro\u00dfe Wasser<br>zu einem finstern Loch hineingehen.<br><br>48.<br>Da der F\u00fcrst unversehrt<br>das grusliche Loch recht ansah,<br>er rief an Maria, die kaiserliche Magd:<br>Beh\u00fcte mich vor Ungemach.<br>Ich bin es alles wohl gewert,<br>Kummer, Arbeit und auch Elend,<br>das ich daheim habe begehrt.<br><br>49.<br>Da fuhr der edle F\u00fcrst mit Sorgen<br>zu dem finstern Loch hinein,<br>einen langen Tag und eine Nacht verborgen,<br>da\u00df ihm keines Lichtes nie ward Schein,<br>bis er sah einen Karfunkelstein,<br>der leucht und brannte sich also hell,<br>als w\u00e4ren hundert Lichter gewesen bei ein.<br><br>50.<br>Er konnte auch da nicht erkennen,<br>was das in dem Berg w\u00e4re.<br>Da er es sah so hell brennen,<br>er f\u00fcrchtete sich ohne Ma\u00dfen sehr:<br>Gott beh\u00fcte mich vor Ungef\u00e4lle.<br>Mich tr\u00fcgen wohl alle meine Sinne,<br>so komm ich zu der bittern H\u00f6lle.<br><br>51.<br>Also mu\u00dfte er voran schalten<br>von des strengen Wassers Not<br>und mochte nicht l\u00e4nger still gehalten.<br>Da kam er an den Karfunkel rot.<br>Aus zog er sein Schwert scharf und lang<br>und stach fr\u00f6hlich in den Berg,<br>da\u00df ein St\u00fcck auf das Flo\u00dfsprang.<br><br>52.<br>Der Herr da gro\u00dfe Freude gewann,<br>als von des klaren Steines Glanz<br>das Wasser trieb ihn bald davon.<br>Er fuhr so fern und so schnell,<br>bis dass er aus dem Berg kam.<br>Von Braunschweig der edle F\u00fcrst<br>war ein kl\u00e4glicher Mann.<br><br>53.<br>Da fiel er nieder auf die Knie<br>und dankte dem allm\u00e4chtigen Gott,<br>dass er ihm hat geholfen hier<br>aus solcher gro\u00dfer Not,<br>die er in dem Berg hat.<br>Von Braunschweig der edle F\u00fcrst<br>Gott mit Flei\u00df und Ernst bat,<br><br>54.<br>da\u00df er ihn sollte weisen und f\u00fchren,<br>wer es anders sein lieber Wille,<br>Wege, die ihn zu den Leuten dr\u00f6ge.<br>Der L\u00f6we stand bei dem Herren still.<br>Da wollte er ein wenig voran gehen<br>\u00fcber eine weite Heide.<br>Da sah er eine Burg vor ihm stehen.<br><br>55.<br>In einem w\u00fcsten Bruch und R\u00f6hricht will.<br>Der Herr kam ihr also nahe no.<br>Er klopfte fr\u00f6hlich an das Tor.<br>Der Pf\u00f6rtner der war bald da.<br>Er tat ihm auf zu derselben Stunde.<br>Da ihn der Herr ansah,<br>da hatte er seine lichten Mut.<br><br>56.<br>Er war do in also sehr fragen,<br>von wo er auch k\u00e4me nun.<br>Er konnte es ihm auch nicht sagen.<br>Der Pf\u00f6rtner der floss wider zu<br>und sagte dem Herren auf der Burg die M\u00e4re,<br>wie also ein grusliches Tier<br>und ein Mann vor der Pforte w\u00e4re.<br><br>57.<br>Die Herren begannen zu ihm zu sagen:<br>Lass ihn zu uns herein gehen,<br>dass wir m\u00f6gen ihn sehen,<br>das Tier und auch den fremden Mann,<br>wie sie sind also gestaltet.<br>Da lief der Knecht also behende<br>und lie\u00df sie ein gar bald.<br><br>58.<br>Und an alles Ma\u00dfe Wende<br>f\u00fchrten sie ihn in den Saal.<br>Er hatte den L\u00f6wen in der Hand,<br>die Herren hatten all zu mallwondr<br>lange Schn\u00e4bel mannigfalt.<br>Von Braunschweig der edle F\u00fcrst<br>einen nach dem andern ansah.<br><br>59.<br>Sie wurden je also sehr fragen<br>von mancherlei Geschichte.<br>Er konnte es ihnen auch nicht sagen,<br>denn er verstand die Sprache nicht.<br>Da kam eine deutsche Frau angefahrn,<br>die war auch auf die Burg gekommen,<br>die brachte man zu dem Herren.<br><br>60.<br>Sie ward dazu ihm rufen<br>und umfing ihn zu derselben Stunde.<br>Das ward dem Herren wohl gefallen.<br>Der Herr tat der Frau kund,<br>wie es um seine Sache gelegen w\u00e4re,<br>wie er mit solcher gro\u00dfen Not<br>war aus der Welt kommen her.<br><br>61.<br>Da die Frau das h\u00f6rte,<br>sie fragte je den Herren fort,<br>wie es um seine Sache stehe.<br>Danach schied ungern diet.<br>Da trug man ihm vor Speise und Kost<br>nach des selben Landes Sitten<br>des Besten, so man da wuste.<br><br>62.<br>Die Frau ward sich zu dem Herren halten,<br>sagt uns des Buches Lehre,<br>und gar freundlich mit ihm schimpfen.<br>Das verdross die geschn\u00e4belten sehr,<br>dass sie Freundschaft zu ihm gewann.<br>Sie w\u00e4re auch gern gewesen zu Lande,<br>da m\u00f6chte sie auch von ihm nicht kommen.<br><br>63.<br>Da die geschn\u00e4belten Leute das bedachten,<br>dass sie Freundschaft zu ihm gewann,<br>einer stie\u00df den andern, dass er strauchelte,<br>und wollten ihn geschlagen han.<br>Da hetzte er den L\u00f6wen an sie.<br>Der riss ihnen ab die Schnabelm\u00e4uler,<br>wenn sie ihm zu nahe kamen.<br><br>64.<br>Der L\u00f6we schrie mit lauter Stimme,<br>dass es in der Burg her hallte.<br>Er flog in sie mit gro\u00dfem Grimm.<br>Diese Wunden an Zahl<br>die wurden getan zu derselben Frist<br>von dem starken L\u00f6wen und Herren,<br>als noch mancher kofich Mann ist.<br><br>65.<br>Da der lobenswerte F\u00fcrst<br>die geschn\u00e4belten Leute alle \u00fcberwand,<br>die deutsche Frau er mit ihm nahm.<br>Er f\u00fchrte sie hinweg allda zu Hand.<br>Gott wollte den Herren nie gelan,<br>als will er noch den Ginen tun,<br>die ihn getreu Fragen wollen.<br><br>66.<br>Von Braunschweig der F\u00fcrst und Herr<br>wollte sich aber voran gehen.<br>Da kam er unter das w\u00fctende Heer,<br>da die b\u00f6sen Geister ihre Wohnung haben.<br>Da begegnete ihm einer auf der Fahrt,<br>der war gruselig und ungeheuer.<br>Da aber erschrak der F\u00fcrst zart.<br><br>67.<br>Da der edle F\u00fcrst und Herr<br>vernahm und h\u00f6rte, wer er war,<br>er beschwor ihn sehr hart und sehr,<br>du mu\u00dft mich bescheiden besser:<br>Du mu\u00dft mir dazu sagen mehr,<br>wie es um meine Kinder daheim<br>und um meine liebe Frau stehe.<br><br>68.<br>Der Geist da mit grimmem Zorn<br>wider da zu dem Herren sprach:<br>Du hast mich also hart beschworen,<br>dass mir nie so weh geschah<br>und ich dir nicht verschweigen kann:<br>Braunschweig, du sollst wissen,<br>deine Frau will einen andern Mann nehmen.<br><br>69.<br>Da der edle F\u00fcrst zart<br>von dem Geist h\u00f6rte solche Antwort,<br>er beschwor ihn weiter aber bei Gottes Kraft<br>und bei seiner Marter gro\u00df:<br>Du musst mich und meinen L\u00f6wen<br>f\u00fchren vor mein Schlo\u00df.<br><br>70.<br>Der Geist sprach sich da gar eben:<br>Ich will dir sagen, was es ist.<br>Ich will dir ein Geteiltes geben<br>hier in kurzer Frist.<br>Finde ich dich schlafend an der Stat,<br>wenn ich dir deinen L\u00f6wen bringe,<br>das sollst du mich wissen lassen gar schnell.<br><br>71.<br>Wenn ich dich vor dein Schloss stelle,<br>da\u00df du es siehst vor dir liegen,<br>willst du dich mir und meinen Gesellen<br>geben hier zu Eigen,<br>wenn ich dich heim bringe <br>und auch deinen lieben starken L\u00f6wen:<br>Willst du nach meiner Begier?<br><br>72.<br>Der edle lobenswerte F\u00fcrst<br>der ward aber bek\u00fcmmert sehr.<br>Er rief Gott getreu an<br>und sprach: Ach herzlich lieber Herr,<br>tu mir dein Rat und Hilfe schein,<br>dass ich Leib und Seele behalte<br>und beide die Ehre der Frauen mein.<br><br>73.<br>Gott der Herr mit seiner G\u00fcte<br>tat ihm bald dies offenbaren.<br>Gab ihm schnell in sein Gem\u00fcte,<br>dass er mit dem Geist sollte fahren.<br>Da ward die Gel\u00fcbde von dem Herren getan:<br>Findest du mich also schlafend,<br>so sollst du mich zu Eigen han.<br><br>74.<br>Der Herr ward sich aufgeladen,<br>tut uns das Buch nun hier kund:<br>Von dem Geist an allen Schaden.<br>Er f\u00fchrte ihn wider in sein Land,<br>er setzte ihn vor sein Burg gar feste.<br>Finde ich dich also schlafend,<br>du weisst wohl, was du mir versprochen hast.<br><br>75.<br>Ich will dir nun deinen L\u00f6wen bringen,<br>auch gar in seiner Seele (?).<br>Der Geist ward sich bald schwingen<br>in kurzer Stunde manche Meile.<br>Da er schnell zu ihm kommen war,<br>von Braunschweig der edle F\u00fcrst,<br>der war entschlafen in dem Gras.<br><br>76.<br>Gott der waltet den Herren her freuen<br>und hat ihn allzeit gut in Acht:<br>Der L\u00f6we hob an gar laut zu schreien,<br>davon der edle F\u00fcrst erwacht.<br>Der Geist kam daher geflogen:<br>Braunschweig, wie bist du ein Mann,<br>du hast mich falsch betrogen.<br><br>77.<br>Er warf den L\u00f6wen geschwind hernieder<br>vor den Augen hin zur Hand.<br>Der Geist ward sich bald schwingen<br>in das vor benannte Land.<br>Da war der F\u00fcrst von Herzen froh,<br>dass ihm Gott geholfen hat<br>zu Lande mit gesundem Leibe da.<br><br>78.<br>Das wurden bald gewahr Mann und Frauen.<br>Die kamen alle dar zu.<br>Jeder Mann wollte Wunder schauen,<br>was Fremdes war gekommen nun.<br>Da stand der F\u00fcrst lobenswert<br>mit langem Haar umhangen,<br>recht ob er war ein wilder Mann.<br><br>79.<br>Die M\u00e4re kamen auf die Feste<br>seiner lieben Frau f\u00fcr,<br>wie solch fremde G\u00e4ste<br>da drau\u00dfen standen vor dem Tor,<br>sie w\u00e4ren so geistlich gestaltet.<br>Auf stand die Frau mit ihren Dienern<br>und ging zu ihnen hinaus vil bald.<br><br>80.<br>Die Frau sah den Bruder an<br>und mochte ihn nicht erkennen wohl.<br>Sie sprach: Man soll ihn herein lassen,<br>das Tier da drau\u00dfen bleiben soll.<br>Da sprach der F\u00fcrst: Das soll nicht sein:<br>Ehe wollte ich darum verderben<br>und verlieren das Leben mein.<br><br>81.<br>Er hat so vil in gro\u00dfen N\u00f6ten<br>gelitten bei mir in Liebe und in Leid,<br>ehe dass ich mich von ihm wollte scheiden:<br>Frau, das sollt ihr glauben mir.<br>Da sprach die Frau zu ihren Dienern:<br>Nun lasst sie beide rein gar schnell.<br><br>82.<br>Der Herr ward eingelassen,<br>weil das gebot die zarte Frau.<br>Man tat ihm g\u00fctlich \u00fcber die Ma\u00dfen.<br>Der Herr mit dem langen Bart<br>sah seine Frau gar freundlich an<br>und wollte sich doch nicht melden,<br>bis er sah, wie es wollte ergangen war.<br><br>83.<br>Viel Herrschaft kam dort her geritten,<br>die zu der Hochzeit waren geladen,<br>wohl bereitet mit sch\u00f6nem Gewand.<br>Sie kamen beritten angefahren.<br>Da dachte der lobenswerte F\u00fcrst:<br>Ich getraue Gott und seiner Gnade,<br>dem Schimpf dem will ich widerstehen.<br><br>84.<br>Man ward zu Tische gepfiffen und geschrien.<br>Man setzte jedlichen nach seinem Stand.<br>Grafen und Ritter und Freie.<br>Danach jeglichen als er Adel hat,<br>an den Herren und das Tier<br>lie\u00df man in dem Hofe sitzen.<br>Das behandelte den Herren als Fremden.<br><br>85.<br>Sie wurden fr\u00f6hlich und begannen zu lachen,<br>F\u00fcrsten und Herren in dem Saal.<br>Befehlt uns den Bruder etwas vorzuf\u00fchren,<br>des begehren wir alle zu mal.<br>Da waren bereit drei Knechte oder vier,<br>die liefen in den Hof hinaus<br>und holten den Herren und das Tier.<br><br>86.<br>Da sprach der Frau K\u00e4mmerer:<br>Nun schweigt alle jung und alt:<br>Bruder, sagt uns nun neue M\u00e4re,<br>wie es in fremden L\u00e4ndern ist gestaltet.<br>Ihr d\u00fcnkt mich zu sein ein weit gewanderter Mann:<br>Habt ihr nicht geh\u00f6rt oder vernommen<br>von einem lobenswerten F\u00fcrsten?<br><br>87.<br>Da sprach sich der F\u00fcrst schlecht:<br>Ich habe es alles wohl geh\u00f6rt.<br>Sagt ich euch die Wahrheit recht,<br>so glaubt ihr nicht meinem Wort.<br>Ich habe gesehen in kurzer Stunde,<br>er kommt schnell wider heim zu Lande<br>und ist auch frisch und wohl gesund.<br><br>88.<br>Doch habe ich wohl von ihm vernommen,<br>da her was mein Wandels Genosse,<br>wo ich in sein Land bekommen<br>irgend vor sein Burg und Schloss,<br>er h\u00e4tte eine Tochter und einen jungen Herrn,<br>die sollte er ihm gr\u00fc\u00dfen und seine Frau,<br>der zollt er alles Gut und Ehre.<br><br>89.<br>Sie wurden ihn also sehr fragen<br>von manchen Abenteuern schwer.<br>Er sprach: Ich kann euch nicht sagen,<br>Frauen haben langes Haar.<br>Das merke recht, wer es merken will:<br>Aus den Augen und aus den Herzen<br>das Selbe das ist ein gewisses Spiel.<br><br>90.<br>Die Frau bot dem Herren Trinken,<br>sie sah ihn l\u00e4nger je bas.<br>Da lie\u00df er das halbe Fingerlein sinken,<br>legt selig in das Trinkglas.<br>Man bot der Frau wider zur Hand.<br>Das Fingerlein leucht also hell,<br>also w\u00e4re es gewesen ein Diamant.<br><br>91.<br>Und an alles Ma\u00dfe Wende<br>sie hub es aus gar behende.<br>Sie nahm es gar hold in ihre Hand,<br>da war das Teil dem andern gleich.<br>Sie schrie weh gar laut aller meiner Ehren:<br>Ich habe wider den Gemahl gefunden,<br>meinen lieben Mann und meinen Herren.<br><br>92.<br>Und so gar an alles Mi\u00dfwenden<br>sie zu dem edlen F\u00fcrsten ging<br>und so gar in aller Treue<br>ihn gar lieblich sie empfing.<br>Gnade mir, edler Herr mein,<br>ich habe an euch gebrochen,<br>eure Straf stell ich anheim.<br><br>93.<br>Da sprach der edle F\u00fcrst zart:<br>Schweigt, edle Frau sch\u00f6n:<br>Nehmt es euch nicht so schwer,<br>wir wollen es gut sein lassen.<br>Weil ihr noch haltet eure weibliche Ehre.<br>H\u00e4tte ich das also vermi\u00dft,<br>ich wei\u00df nicht, wie es gegangen w\u00e4re.<br><br>94.<br>Da nun er h\u00f6rte die M\u00e4re,<br>der die Frau sollte genommen han,<br>er ging vor den F\u00fcrsten her<br>und sprach: Herr F\u00fcrst lobenswert,<br>ich gebe mich ganz in eure Gewalt,<br>lebt mit mir, wie ihr wollt.<br>Da sprach der edle F\u00fcrst gar bald.<br><br>95.<br>W\u00e4re ich in fremden L\u00e4ndern verdorben,<br>so w\u00e4re es gewesen der Mut Wille mein.<br>Hast du hier heim nach Ehren geworben,<br>so trage ich dir nicht dar in.<br>Kein \u00d6rtel ich dar\u00fcber finden kann.<br>Bleib bei mir vor als nach<br>als ein getreuer Diener.<br><br>96.<br>Also kam der F\u00fcrst und Herr<br>mit Gottes Hilfe allda zu Lande<br>in sein Gut und in seine Ehre.<br>Und hat er gesehn viel fremde Lande,<br>Wunder und Abenteuer schwer,<br>und lebte danach bei seiner Frau<br>wohl sechs und zwanzig Jahre.<br><br>97.<br>Da nun kam die Zeit und Tage,<br>dass der Herr sterben sollte,<br>kein Mensch h\u00f6rte nie gr\u00f6\u00dfer Klagen<br>denn der L\u00f6we um den Herren hat.<br>Er legte sich zu ihm auf das Grab<br>und wollte auch nicht von dannen kommen,<br>bis dass er auch sein Leben aufgab.<br><br>98.<br>Da ward als Urkunde gegossen<br>ein h\u00fcbscher L\u00f6we und steht<br>zu Braunschweig all auf dem Schlosse.<br>Dabei soll man eingedenl sein,<br>wie es immer gegangen w\u00e4re<br>mit dem L\u00f6wen in fremden Landen.<br>Singet uns Michel Wyffenhere.<br>\u00a0<br>Hier endet das Buch vom edlen Herren von Braunschweig. Amen. Gott wol uns auch gn\u00e4dig sein,<br>uns beh\u00fcten vor der H\u00f6lle Pein.<br><br>(Von sp\u00e4terer Hand) Gott wol uns auch verzeihen tun,<br>da\u00df wir sehr viel gelogen haben.<br><br><br><br><br><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Anmerkung: Vom sp\u00e4tmittelalterlichen Text mit zu unterstellenden kleinen Fehlern \u00fcber den Abdruck von 1830 bei Wolff, dem Scanvorgang dank der KI Grok mit seiner Texterkennungsfunktion nis hin zur richtigen \u00dcbersetzung war ein weiter Weg. Eine \u00dcbersetzung in unser Deutsch gab es anscheinend bisher nicht. Bei der Texterkennung hat Grok sich meistens geirrt, wo im Druck von 1830 ein langes s (\u017f) stand und die KI statt dessen ein f gelesen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz Nutzung mittelhochdeutscher W\u00f6rterb\u00fccher konnte auch ich nicht mit jedem Wort etwas anfangen. Was sind (Strophe 65) Ginen? Vielleicht schreibt es mir jemand, damit ich hier und da nachkorrigieren kann.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-08-26-3-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7265\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-08-26-3-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-08-26-3-300x169.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-08-26-3-768x432.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-08-26-3-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-08-26-3-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-08-26-3-900x506.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/2025-08-26-3-1280x720.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Heinrich der L\u00f6we (hinten) und seine Gemahlin, Sarkophag im Braunschweiger Dom (Foto: eigenes)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heinrich der L\u00f6we, steh uns bei! 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