{"id":7493,"date":"2026-03-06T09:04:14","date_gmt":"2026-03-06T08:04:14","guid":{"rendered":"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/?p=7493"},"modified":"2026-03-12T09:34:47","modified_gmt":"2026-03-12T08:34:47","slug":"gibt-es-neger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2026\/03\/06\/gibt-es-neger\/","title":{"rendered":"Gibt es Neger ?"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Es gibt keine Rassen, aber &#8230;.<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach Meinung mancher Leute gibt es keine schlimmere S\u00fcnde wider den heiligen Geist des Antirassismus, als Menschen als Neger zu bezeichnen. Das ist lustig, weil es aus genetischer Sicht keine Rassen und aus philosophischer Sicht keine Neger gibt. Das sind nur Wortkonstrukte. Es gibt au\u00dferhalb unserer K\u00f6pfe auch keine Breitengrade und keine S\u00fcnde. Alles sind nur Vorstellungen und Verstandeskategorien. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt noch nicht einmal mehr die klassischen, von Carl von Linn\u00e9 in die Wissenschaft eingef\u00fchrten Arten! Man tut nur aus praktischen Gr\u00fcnden so, <em><a href=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2026\/02\/06\/die-affen-die-woken-und-wir\/\">als ob<\/a><\/em> es sie g\u00e4be.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was sagen Biologen zum Artbegriff?<\/h2>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher war die Biologenwelt einfach: Was sich miteinander fortpflanzte, galt als <em>gute Art<\/em>, Hybride als Ausrutscher der Evolution. Heute gilt das nicht mehr: von der Pflanze \u00fcber den Schmetterling bis zum B\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt fangen Sie bitte nicht an, sich zu langweilen! Politisch wird es noch fr\u00fch genug. Wenn der fr\u00fchere Rassebegriff genetisch nicht zu halten ist, wankt auch der Artbegriff und erweisen sich all die h\u00fcbschen Etiketten als grobfingrige Ausgeburten unserer Willk\u00fcr. Wir werden sp\u00e4ter sehen, da\u00df das philosophisch schon lange klar war.<\/p>\n\n\n\n<p>Wegen ihrer schnellen Fortpflanzungsrate eignen sich Insekten hervorragend f\u00fcr genetische Studien. Dabei fiel seit einigen Jahren auf, da\u00df zum Beispiel Schmetterlinge aus der Gattung der Wolfsmilchschw\u00e4rmer<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> nicht genetisch sicher voneinander abzugrenzen waren. An den geographischen Verbreitungsr\u00e4ndern bisher angeblicher Spezies verschwimmen sie genetisch und gehen in bisher als Nachbararten gef\u00fchrte Spezies \u00fcber. Es findet ein st\u00e4ndiger Genflu\u00df statt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Man nahm an, da\u00df sich die Nachkommen einer Kreuzung nicht entwickelten oder steril waren, was darauf hindeutete, da\u00df die beiden Eltern verschiedenen Arten angeh\u00f6rten (biologisches Artkonzept). Heute wissen wir jedoch, da\u00df dies eine zu vereinfachte Betrachtungsweise der Evolution darstellt. &nbsp;[\u2026] Hybridisierung und Genflu\u00df zwischen Arten sind viel h\u00e4ufiger als bisher angenommen und k\u00f6nnen f\u00fcr manche Arten eher vorteilhaft als nachteilig sein.<\/p>\n\n\n\n<p>San Jose, M., Doorenweerd, C., &amp; Rubinoff, D. (2023).<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\"><strong>[2]<\/strong><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"813\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/15-Macroglossinae-1024x813.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7494\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/15-Macroglossinae-1024x813.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/15-Macroglossinae-300x238.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/15-Macroglossinae-768x610.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/15-Macroglossinae-1536x1220.jpg 1536w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/15-Macroglossinae-2048x1626.jpg 2048w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/15-Macroglossinae-900x715.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/15-Macroglossinae-1280x1016.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Artkomplex der Wolfsmilchschw\u00e4rmer (Gattung <em>Hyles<\/em>)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die neuen genetischen Erkenntnisse f\u00fchrten zu einer umfangreichen Revision des Wolfsmilchschw\u00e4rmer-Artenkomplexes (Gattung <em>Hyles<\/em>) und zur nomenklatorischen Aufgabe einiger Arten und Unterarten. Nur aus Gr\u00fcnden der Praktikabilit\u00e4t werden alte Namen noch weiter verwendet.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Arten gelten als wichtige biologische Einheiten, und die Entdeckung und Benennung neuer Arten wird von vielen Forschern als zentrales Forschungsziel angesehen, um die aktuelle Biodiversit\u00e4t zu erfassen, bevor ein Gro\u00dfteil davon ausstirbt. Weniger Beachtung findet jedoch die Frage, ob diese Namen tats\u00e4chlich g\u00fcltige biologische Einheiten repr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Anna K. Hundsdoerfer, Michael B. Mende, Axel Hausmann, Ian J. Kitching, Genomweite SNP-Daten enth\u00fcllen eine \u00dcbersch\u00e4tzung der Artenvielfalt in einer Gruppe von Schw\u00e4rmern, ver\u00f6ffentlicht: <a href=\"https:\/\/pmc.ncbi.nlm.nih.gov\/articles\/PMC6685492\">2019 in Genome Biology and Evolution (Oxford University Press), Volume 11, Issue 8, Seiten 2136\u20132148<\/a>. DOI: 10.1093\/gbe\/evz113, <a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\"><strong>[3]<\/strong><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wir sehen hieran beispielhaft, wie Naturwissenschaft sich konstruierter Begriffe wie Art oder Rasse bedienen mu\u00df, aber auch jederzeit bereit sein mu\u00df, anhand neuer Erkenntnisse solche alten Klassifizierungen fallenzulassen. Sie sind wie Hilfslinien auf einer versuchten Skizze unserer Realit\u00e4t, vergleichbar dem \u00c4quator oder den Breitengraden, die auch in der Realit\u00e4t nicht existieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Was von von ihnen bleibt, ist ihre umgangssprachliche Relevanz. Es gibt keine abgrenzbare Negerrasse im Sinne der Genetik. Es gibt aber Menschen, die ph\u00e4notypisch so aussehen, wie man sich Neger vorstellt. Wer jemanden sieht, der dieser Vorstellung entspricht, formt im Kopf das Denkbild Neger. Dabei denkt er an nichts weniger, als an schwierige genetische oder philosophische Unterscheidungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch was ist eigentlich mit uns stolzen Menschen? Einst vor unendlich langer Zeit trugen unsere Vorfahren Felle und kletterten auf B\u00e4umen herum.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"774\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ESPER-II-1779-132-774x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7504\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ESPER-II-1779-132-774x1024.jpg 774w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ESPER-II-1779-132-227x300.jpg 227w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ESPER-II-1779-132-768x1016.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ESPER-II-1779-132-1161x1536.jpg 1161w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ESPER-II-1779-132-900x1191.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ESPER-II-1779-132-1280x1693.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ESPER-II-1779-132.jpg 1514w\" sizes=\"auto, (max-width: 774px) 100vw, 774px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Seit Eugenius Johann Christoph Esper (Die Schmetterlinge, Erlangen 1779: &#8222;Wolfsmilchvogel <em>Sphinx euporbiae<\/em>&#8222;) hat sich die Klassifikation oft ge\u00e4ndert.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ab wann &#8211; genau bitte! &#8211; waren sie \u201eMenschen\u201c? Wer darauf pocht, es gebe keine abgrenzbaren Menschenrassen, kann nicht erkl\u00e4ren, ab welchem Ehepaar es eigentlich \u201eMenschen\u201c gab. Die genetischen Grenzen waren n\u00e4mlich nicht nur zwischen diversen hominiden Populationen immer im Flu\u00df, wie die moderne Anthropologie wei\u00df. Es gab stets Genfl\u00fcsse hin und her. Europ\u00e4er tragen 2-4% Neandertaler-Gene. Auch feste \u00dcberg\u00e4nge lassen sich biologisch nicht dingfest machen etwa derart, bis zu einer Generation x seien unsere Vorfahren Halbmenschen oder Halbaffen gewesen, dann mit gro\u00dfem Abrakadabra aber pl\u00f6tzlich Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn wir jenen Altvorderen jetzt gro\u00dfz\u00fcgig Menschenstatus zubilligen, verschiebt sich das Problem lediglich weiter in die Vergangenheit. Mensch ist ebensowenig ein genetisch fest definierbarer Begriff wie Neger oder Wolfsmilchschw\u00e4rmer. Alle diese klassifizierenden Merkmale sind nichts als hilfreiche Vorstellungen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"703\" src=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/zzz-1024x703.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7496\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/zzz-1024x703.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/zzz-300x206.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/zzz-768x527.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/zzz-900x618.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/zzz-1280x879.jpg 1280w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/zzz.jpg 1336w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gibt es sie, oder gibt es sie nicht? <br>(Gro\u00dfes Universallexikon f\u00fcr die ganze Familie Band 4, 1982, S.1466)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Man darf das nat\u00fcrlich nicht falsch verstehen. Nat\u00fcrlich gibt es unzweifelhaft \u201eMenschen\u201c. Nur der <em>Begriff<\/em> Mensch existiert eben blo\u00df in der Welt der Begriffe, und die wohnen in unseren K\u00f6pfen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2022\/08\/27\/der-erste-konservative\/\">Michel de Montaigne (1533-1592) <\/a>wu\u00dfte schon zwischen den konkreten Dingen selbst und unseren Vorstellungen \u00fcber sie zu unterscheiden. Er wandte diese Erkenntnis zwar nicht auf Schmetterlinge, aber auf menschliches Denken an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das skeptische Denken<\/h2>\n\n\n\n<p>Montaigne begr\u00fcndete f\u00fcr die Neuzeit das skeptische Denken und war sp\u00e4teren Aufkl\u00e4rern teils um Jahrhunderte voraus. Er h\u00e4tte Klassifizierungen wie Neger ohne weiteres als blo\u00dfes <em>Denkbild <\/em>angesehen. Er durchschaute auch:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>&#8222;Den Tod hingegen nimmt man nur als Denkbild wahr.&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Montaigne, Essais I 14.<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\"><strong>[4]<\/strong><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es gibt \u201eden Tod\u201c nicht! Das war 1580 revolution\u00e4r! Begriffe sind f\u00fcr Montaigne Denkbilder, Werte sind subjektive Meinungen. moralische Kategorien sind kulturelle Konstrukte, und Universalien sind Abstraktionen ohne reale Entsprechung.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"777\" src=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cpg76__z4-066a-1024x777.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7502\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cpg76__z4-066a-1024x777.jpg 1024w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cpg76__z4-066a-300x228.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cpg76__z4-066a-768x583.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cpg76__z4-066a-1536x1165.jpg 1536w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cpg76__z4-066a-2048x1554.jpg 2048w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cpg76__z4-066a-900x683.jpg 900w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/cpg76__z4-066a-1280x971.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Ackermann begegnet dem Tod (<a href=\"https:\/\/digi.ub.uni-heidelberg.de\/diglit\/cpg76\/0066\/image,info\">Johannes von Tepl, Der Ackermann aus B\u00f6hmen, 1470, Bibliotheca Palatina Cod.Pal.Germ. 76<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>150 Jahre vor David Hume erkennt er, da\u00df aus blo\u00dfem Sein kein normatives Sollen folgt, und 200 Jahre vor Kant, da\u00df ein Ding und seine Erscheinung zweierlei ist. 300 Jahre vor Nietzsche vertritt er einen Relativismus der \u201eWerte\u201c. In mancher Weise bauten diese Philosophen auf seinem Denkstil auf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Geisterglauben versus Skeptizismus<\/h2>\n\n\n\n<p>Bis er sich durchsetzte, mu\u00dften aber die alten, noch lebendigen Philosopheme abger\u00e4umt werden. Bis heute gibt es begriffsgl\u00e4ubige Menschen. Sie sind immer kreativ, leere Worte zu erfinden und deren Bedeutung f\u00fcr real zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem Eifer denken sie sich Kampfbegriffe aus f\u00fcr Dinge, die es gar nicht gibt, um sie mit ernster Miene als zu glaubende Lehre zu verk\u00fcnden. Sie sind die geistigen Nachkommen jener mittelalterlichen Scholastiker, gegen die Montaigne 1580 ank\u00e4mpfte und \u00fcber die sich Pufendorf 1667 belustigte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Besonders bef\u00e4llt diese Krankheit die M\u00e4nner im D\u00e4mmer der Studierstube, die im B\u00fccherstaub der Scholastik aufgewachsen sind und einsam ihren Spekulationen nachh\u00e4ngen. Bei denen gilt als Todfeind, wer ihre \u00dcberzeugungen nicht als Orakelspr\u00fcche nimmt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Samuel von Pufendorf, 1667, S.249l<a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\"><strong>[5]<\/strong><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Heute sind es andere Orakelspr\u00fcche und scheinbare Zauberworte, mit denen die geistigen Nachfahren der alten Scholastiker alles erkl\u00e4ren m\u00f6chten: Sesam-\u00f6ffne-dich f\u00fcr die ebenso staubtrockene Zunft der Politologen oder Soziologen. Sie nennen sie gern mit ernster Miene \u201ePrinzipien\u201c wie den Diskurs, die Kommunikation, die Dekonstruktion, die Humanit\u00e4t, die Moral und deren viele Verwandte. Hier richten Skeptiker steil die Ohren auf, runzeln die Brauen und fragen mit Michel de Montaigne: Gibt es jedes dieser Gedankenmonster wirklich?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eJede Wissenschaft hat ihre vorgegebenen Prinzipien, die das menschliche Urteil rundum einengen. Falls ihr gegen diese Schranke, diesen Irrtum des Prinzipiellen einmal anrennt, ert\u00f6nt aus dem Mund der Prinzipienreiter sogleich der Spruch entgegen, mit Leuten, die keine Prinzipien ritten, debattiere man nicht. Dabei kann es f\u00fcr die Menschen gar keine Prinzipien geben, es sei denn, die Gottheit habe sie ihnen offenbart. Alles andre, Anfang, Mitte und Ende, ist Traum und Schaum. Jenen, die mit Postulaten in den Kampf ziehen, mu\u00df man deren jeweilige Umkehrung ins Gesicht postulieren.\u201c<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\"><strong>[6]<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Montaigne, II, 12, S.270.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Nun gibt es solche und solche Prinzipien: Die einen engen das Denken dogmatisch ein, andere hingegen besagen, eine kritische, skeptische \u00dcberpr\u00fcfung m\u00fcsse jedes Dogma sich gefallen lassen. Die eine Denkweise stillt ihr Bed\u00fcrfnis nach Orientierung und Sicherheit in einem Geh\u00e4use frei erfundener Begriffe. Was sie f\u00fcr real h\u00e4lt, konstruiert sie sich anhand starrer Vorurteile. Die andere m\u00f6chte einen stets unbefangenen Blick auf die offenkundige eine Realit\u00e4t bewahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Skeptiker m\u00f6chten erst wissen, welche realen Dinge es \u00fcberhaupt gibt und wie sich diese Dinge tats\u00e4chlich verhalten. Gegen\u00fcber jeder Sinndeutung verhalten sie sich erst einmal vorsichtig und akzepieren sie nie ohne den Vorbehalt jederzeitiger Nachpr\u00fcfung. Wenn jemand mit Begriffsgespenstern einzusch\u00fcchtern sucht, fragt ein Skeptiker zun\u00e4chst, ob dem Wort aus dessen Mund etwas Reales entspricht. Worte sind nichts als ein Hauch der Stimme.<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"653\" src=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_x980.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7500\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_x980.jpg 980w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_x980-300x200.jpg 300w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_x980-768x512.jpg 768w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/banner_x980-900x600.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die heiligen drei K\u00f6nige: als Vorstellung im Kopf gibt es sie tats\u00e4chlich (<a href=\"https:\/\/www.getty.edu\/visit\/cal\/events\/ev_2644.html\">Georges Trubert, Die Anbetung der Magier, 1480-1490, The J. Paul Getty Museum, Ausstellung &#8218;Balthazar: A Black African King in Medieval and Renaissance Art<\/a>&#8218;<a href=\"https:\/\/www.getty.edu\/visit\/cal\/events\/ev_2644.html\">, Open Content<\/a>).<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Bezeichnen Worte als Namen reale Personen wie Hans und Willi, haben sie eine reale Grundlage. Bei Oberbegriffen wird es schon problematisch. Ihr Realit\u00e4tsgehalt ist geringer. Gibt es wirklich \u201edie M\u00e4nner\u201c, gibt es \u201edie Menschheit\u201c, gibt es \u201edie Neger\u201c? Wer geh\u00f6rt dazu? Das ergibt sich erst aus einer Abstraktionsleistung unseres Denkens.<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Skeptische Pr\u00fcfung ist ein Gegengift f\u00fcr alle Gedankengespenster aus der moralinischen Hexenk\u00fcche. Sie durchschaut auch, da\u00df Gegensatzpaare wie hei\u00df und kalt, rechts und links oder gut und b\u00f6se nur Ma\u00dfst\u00e4be sind, die unser Denken erzeugt und die unsere Orientierung erleichtern. Sie sind intellektuelle Begriffssch\u00f6pfungen, nur vorhanden in unseren K\u00f6pfen. \u201eFroschperspektiven\u201c hatte Friedrich Nietzsche sie genannt.<a href=\"#_ftn9\" id=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Moralfrosch ben\u00f6tigt kaum empirische Fakten, um sich von seiner moralischen Wahrheit zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Corey Cusimano und Tania Lombrozo von der Princeton University untersuchten das Ph\u00e4nomen an Beispielen aus Alltag und Privatleben. [&#8230;] Und umso moralischer eine Ansicht in den Augen der Versuchspersonen war, desto weniger Belege befanden sie f\u00fcr n\u00f6tig. \u00bbDie Versuchspersonen hielten moralische Erw\u00e4gungen f\u00fcr legitime Gr\u00fcnde, eine Ansicht zu vertreten, die nicht dem objektiven, evidenzbasierten Urteil entspricht\u00ab, erl\u00e4utern Cusimano und Lombrozo in der Zeitschrift \u00bbCognition\u00ab.&#8220;<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\"><strong>[10]<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/ignoranz-warum-manche-menschen-die-fakten-leugnen\/1838431\">Christiane Gelitz, Warum Menschen an einem Irrglauben festhalten, Spektrum vom 1.3.2021<\/a>.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Moralisten \u00fcberzeugen sich anhand vieler h\u00fcbscher Worte, die in der Realit\u00e4t oft keine Entsprechung haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprachlich verm\u00f6gen wir selbst T\u00e4tigkeiten oder komplexe Vorg\u00e4nge und Verh\u00e4ltnisse auf abstrakte Begriffe zu bringen. Sie erleichtern die Verst\u00e4ndigung, aber auch das L\u00fcgen mit metaphorischen Worten. Die Arbeit, das Elend, der Tod, die Liebe und die Gerechtigkeit sind keine Personen. Man darf nicht ohne Notwendigkeit einen Begriff als eine \u201eWesenheit\u201c betrachten, also nicht alles, was wir uns so ausdenken, hatte Wilhelm von Ockham (1288-1347) gemahnt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>Entia non sunt multiplicanda praeter necessitatem<\/strong> (Die Wesenheiten soll man nicht ohne Notwendigkeit vermehren)<\/p>\n\n\n\n<p>William of Ockham paraphrasierend zugeschrieben<a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\"><strong>[11]<\/strong><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>In seiner Tradition steht der gro\u00dfe franz\u00f6sische Skeptiker Michel de Montaigne. Er lie\u00df keine heilige Kuh unangetastet, selbst nicht das h\u00fcbsche Wort \u201eSeele\u201c. Noch niemand hat eine gesehen. Gibt es sie wirklich?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eEs ist erstaunlich, da\u00df sogar die verbohrtesten Anh\u00e4nger des Glaubens an die Unsterblichkeit der Seele sich unf\u00e4hig und au\u00dferstande sahen, sie, die sie derart einleuchtend und \u00fcberzeugend fanden, kraft ihres menschlichen Verm\u00f6gens zu beweisen. Das sind Tr\u00e4ume von W\u00fcnschenden, nicht von Wissenden, sagten die Alten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Michel de Montaigne, um 1580, Buch II, Kap.12.<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\"><strong>[12]<\/strong><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Eine abgestorbene Gehirnstruktur aber denkt nicht mehr, und ohne Gehirnstruktur gibt es kein Denken. So sehen das heutige Naturwissenschaftler. Der Biologie Adolf Heschl steuert dieser Absage an den spiritistischen Seelenglauben ein k\u00f6stliches Zitat bei:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eStruktur ohne Funktion ist eine Leiche, und Funktion ohne Struktur ist ein Gespenst.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Adolf Heschl, Das intelligente Genom, S.120.<a href=\"#_ftn13\" id=\"_ftnref13\"><strong>[13]<\/strong><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Schon Montaigne verwarf die christlich-platonische Vorstellung, an Gott als \u201egro\u00dfen Geist\u201c m\u00fcsse man eben <em>glauben <\/em>und k\u00f6nne daraus deduktiv ableiten, auch in Menschen m\u00fcsse ein kleines Geistlein wohnen. Skeptisches Denken befl\u00fcgelt hingegen alles empirische Nachforschen und f\u00fchrt folgerichtig dazu, geistige Erzeugnisse immer einer Vorpr\u00fcfung durch Naturwissenschaft zu unterziehen. Wie Montaigne in der Realit\u00e4t keine Entsprechung der Idee von Seelen fand und die Venus sich zur Ver\u00e4rgerung der Astrologen nicht als machtvolle Frau entpuppte, sondern als Planet, so ist heute f\u00fcr einen Empiriker unbegreiflich, wie ein geisteswissenschaftlich Beseelter auf die Schnapsidee kommen kann, es g\u00e4be weitere Geschlechter als das m\u00e4nnliche und das weibliche.<\/p>\n\n\n\n<p>Skeptizismus und Empirismus f\u00fchren folgerichtig zum naturwissenschaftlichen Weltbild. Typischerweise sind es dagegen \u00e4u\u00dferst links stehende Fakult\u00e4ten, die zum Beispiel anthropologische Fakten ignorieren.<a href=\"#_ftn14\" id=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Sie werden weggewischt, wenn sie zu einem Ergebnis f\u00fchren w\u00fcrden, das die jeweils gew\u00fcnschte Sozialideologie widerlegt. Darum darf es aus ihrer Sicht keine Indianer mehr geben, und nat\u00fcrlich Neger schon gar nicht, wohl aber Rassismus. Damit wissen wir jetzt auch, in welchen K\u00f6pfen unzweifelhaft \u201eRassismus\u201c wohnt und herumspukt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Macht hat, wer die Sprachregeln regelt<\/h2>\n\n\n\n<p>Weil es Neger nur als Denkbild in der Vorstellungswelt gibt, zielt jeder Versuch, das Wort zu verp\u00f6nen, nur darauf ab, die Vorstellungswelten und das Denken von Menschen einzuengen. Es soll damit beginnen, das Vorstellungsbild aus der Vorstellung zu streichen. <a href=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2019\/12\/21\/die-sache-mit-dem-neger\/\">Wer wie eine Obrigkeit das Denken seiner Untertanen manipulieren will, mu\u00df bei ihrer Sprache anfangen. Darauf habe ich hier schon am 21.12.2019 hingewiesen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Bestimmte Vorstellungen sollen aus dem Denken verschwinden, weshalb man die Bezeichnungen f\u00fcr bestimmte Worte verbieten will. Wer etwas nicht mehr auf den Begriff zu bringen vermag, kann es noch nicht einmal mehr denken. Schon der blo\u00dfe Gedanke an etwas Verbotenes \u2013 das Gedankenverbrechen \u2013 wird dem Unterworfenen dann unm\u00f6glich. <a href=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/2019\/12\/21\/die-sache-mit-dem-neger\/\">Weil wir noch eine freiheitliche Verfassung haben, ist die Benutzung von Worten wie Neger noch nicht verboten<\/a>. Ein Verbot w\u00e4re ein verfassungswidriger Eingriff in die Menschenw\u00fcrde der Sprechenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gewisse, aus zwei oder drei Worten bestehende Wortfolgen sind bereits verboten. Niemand soll sie \u00f6ffentlich aussprechen d\u00fcrfen. Sie sollen aus dem Denken verschwinden. Der sonntags vielgepriesene Diskurs, aus dessen freier Prozedur sich eine f\u00fcr alle annehmbare <em>Wahrheit<\/em> ergeben soll, ist eine illusion\u00e4re Fiktion. Er ist ein nettes Gedankenbild wie alle anderen Wortbilder auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Macht hat, wer die Regeln regelt. Zu den Regeln der Kommunikation geh\u00f6rt, welche Worte kommunikativ verwendet werden d\u00fcrfen und welche nicht. Wer sich die Macht \u00fcber unsere Worte anma\u00dft, will die vollst\u00e4ndige Macht und Kontrolle \u00fcber unser Denken erlangen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Lesen Sie gern weiter in:<\/h1>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong><a href=\"https:\/\/lindenbaum-verlag.de\/produkt\/klaus-kunze-das-rechte-weltbild\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Das rechte Weltbild<\/a><\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Freiheit &#8211; Identit\u00e4t &#8211; Selbstbehauptung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Lindenbaum-Verlag, 218 Seiten, 19,80 \u20ac, ISBN 978-3-949780-20-2<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/lindenbaum-verlag.de\/produkt\/klaus-kunze-das-rechte-weltbild\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"622\" height=\"827\" src=\"http:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Cover-Kunze-2024-Endfassung-Viki-100dpi-5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6174\" srcset=\"https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Cover-Kunze-2024-Endfassung-Viki-100dpi-5.jpg 622w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Cover-Kunze-2024-Endfassung-Viki-100dpi-5-226x300.jpg 226w, https:\/\/klauskunze.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Cover-Kunze-2024-Endfassung-Viki-100dpi-5-113x150.jpg 113w\" sizes=\"auto, (max-width: 622px) 100vw, 622px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Insbesondere der <a href=\"https:\/\/forum.lepiforum.org\/taxon\/Hyles\">Hyles <\/a>euphorbiae-Komplex.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> San Jose, M., Doorenweerd, C., &amp; Rubinoff, D. (2023). Genomics reveals widespread hybridization across insects with ramifications for species boundaries and invasive species. Current Opinion in Insect Science, 58, Article 101052. https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.cois.2023.101052<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> Anna K. Hundsdoerfer, Michael B. Mende, Axel Hausmann, Ian J. Kitching, Genomweite SNP-Daten enth\u00fcllen eine \u00dcbersch\u00e4tzung der Artenvielfalt in einer Gruppe von Schw\u00e4rmern, ver\u00f6ffentlicht: 2019 in Genome Biology and Evolution (Oxford University Press), Volume 11, Issue 8, Seiten 2136\u20132148. <em>DOI: 10.1093\/gbe\/evz113<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Michel de Montaigne, Essais, 1580, Hrg. Hans Magnus Enzensberger, \u00dcbersetzer Hans Stilett, Frankfurt 1998, Buch I, 14. Kapitel, S.32.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Pufendorf, Samuel von, De statu Imperii Germanici, 1667, Die Verfassung des Deutschen Reiches, Hrg.Horst Denzer, Frankfurt\/M.1994. S.249.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> Montaigne, II, 12, S.270.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Anselm von Canterbury formulierte \u00fcber Roscelin (Roscellinus von Compi\u00e8gne, ca. 1050\u2013nach 1120), dieser betrachte die (angeblichen) universalen Substanzen f\u00fcr nichts anderes halten als einen Hauch der Stimme (<em>flatum vocis<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> Vgl. Konrad, Lorenz, Vom Weltbild des Verhaltensforschers, 10.Aufl.1979, ISBN 3-423-000499-1, S.128.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und B\u00f6se, 1886, zit. nach der Ausgabe bei Goldmann, 5.Aufl. 1990, S.10.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Cusimano, C., &amp; Lombrozo, T. (2021). Morality justifies motivated reasoning in the folk ethics of belief. Cognition, 209, 104513. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.cognition.2020.104513\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.cognition.2020.104513<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/ignoranz-warum-manche-menschen-die-fakten-leugnen\/1838431\">https:\/\/www.spektrum.de\/news\/ignoranz-warum-manche-menschen-die-fakten-leugnen\/1838431<\/a> vom 1.3.2021.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> <em>Entia non sunt multiplicanda praeter necessitatem<\/em>, Dazu eingehend Klaus Kunze, Mut zur Freiheit, 1995, S.22 ff.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> Montaigne (1580), Buch II, 12, S.276.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> Heschl, Adolf, Das intelligente Genom, 1998, ISBN 3-540-64202-1, S.120 nach S.Vogel &amp; Steve Wainwright, 1969, Einleitung).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a> Vgl. eingehend Klaus Kunze, Das ewig Weibliche im Wandel der Epochen, Von der Vormundschaft zum Genderismus, 2019, ISBN 978-3-938176719, 2019, S.264 ff.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt keine Rassen, aber &#8230;. 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