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Der Weinschwärmer ist hier überall häufig und kommt nachts ans Licht. Seine aparte Färbung macht ihn zu einem der schönsten einheimischen Schmetterlinge.
Der Leib ist von feinen, weichen Härchen bepelzt, weiß Fühler und die sechs Beine, von purpur und grün gezeichnet Körper und Flügel. Menschen schaffen viel Häßliches. In der Natur finden wir nur Schönheit - solange unser Auge noch nicht von Stahl und Beton verdorben und dem Schönen offen ist.
Hier sitzt der Schwärmer ruhig an einer Wand. In der Luft zählt er zu den schnellsten Fliegern und dreht mancher Fledermaus eine Nase, die ihn unwiderstehlich findet und jagt.
Die Raupe frißt Labkraut und Weidenröschen und angeblich auch einen Neophyt, die aus Indien eingeschleppte, bis 3 m hohe Impatiens-Pflanze, die mit ihren rosa Büten zwar beeindruckt, an Bachläufen und Waldrändern aber viele einheimische Pflanzen zu verdrängen beginnt.
Die großen "Augen" der Raupe sind nur Farbmuster. Die wirklichen Augen sitzen ganz vorn und sind recht klein. Um sich auf ihrer Futterpflanze nicht zu verlaufen, baucht sie noch nicht so große Augen wie später als Falter.
Fingerlang und -dick wird unsere Raupe. Ihre Haupt ist kühl, glatt, zart und weich. Stolz trägt sie ein winziges, weißes Horn aus Haut am Hinterteil, das sie als Mitglied der Schwärmer-Sippe ausweist.
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