Ortsheimatpflege Fürstenhagen im Bramwald
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Daten und Bilder zur Geschichte der Kirche von Fürstenhagen


Um 1200 Die Kapelle wurde als Wehrkirche errichtet.
13.-14.Jh. Beschläge der Kirchentür  (aufgrund kunsthistorischer Datierung).
Um 1350-1420 Wüstungsperiode.
1423 Fälldatum einer 70jähriger Eiche für den ältesten Dachwerkbalken des Kirchendachstuhls, darum mutmaßlich  Beginn der Wiederbesiedlung.
1546 Fälldatum der Hölzer der Kirchentür (offenbar Instandsetzung unter Verwendung der alten Beschläge).
1564 Einrichtung der ersten Pfarrstelle.
16.Jh 2.Hälfte Ostwand herausgebrochen und Fachwerkanbau errichtet.
1620 Die Dorfschaft leiht sich eine Glocke vom Kloster Bursfelde.
1628 Beginn der Kirchenrechnungen
1625/26 Erste Truppendurchzüge.
1628 21 Groschen Ausgabe dem "Sehler für Fenster in der Kirche zu machen."
1629 zahlte eine Witwe 6 Taler für das Begräbnis ihrer Tochter in der Kirche.
1630 Ausgaben für ein hölzernes Schloß der Kirchentür, eiserne Riegel für Kirchenfenster und Verbesserung des Glockenknüppels.
1634 wurde der Glockenknüppel geflickt.
1635 Geldausgabe "für den Schmied, für Nägel, so durch die Hölzer geschlagen, damit die Kirchenmauer geklammert ist“ sowie Zimmerlohn und für andere Arbeiten, "als die beiden Klammern durch die Kirche gezogen.“
1636 mußte Forstgeld für die Hölzer gezahlt werden, mit denen die Kirchenmauer geklammert wurde.
1637 Ausgabe für den Schmied, der das Glockenjoch und den Knüppel größer machte.
1638 zerschlugen Reiter die Kirchenfenster
1643 Ausgabe 24 Groschen für ein Fenster in der Kirche und 26 Groschen für das Joch an der Glocke und 2 Gro­schen für Krampen an der Glocke, darin der Schwengel geht.
1644 Reparatur an der Kirchentür und Kirchenschlüssel.
1645 Leisten am Predigtstuhl
1645 verewigte sich der Zimmerermeister Hans Thiele unter dem Datum 4.September auf dem Querbalken an der Westfront der Kirche mit seinem Namen:
 
psal 27 eins bit ich vom herren das hette ich gern das ich im Hause des herren bleiben möge mein lebe anzuschawen die schönen gottesdienste des herren und seinen tempel zu suchen m.hans tilen
cn psal.84 wie lieblich sind deine wohnunge herr zebaoth meine seele verlanget und sehnet sich nach den vorhöfen des herren mein leib und seel frevwt sich in dem lebendigen gott anno 1645 den 4.sebtemper
1646 ein Groschen Ausgabe den Boden in der Kirche zu reparieren, den die Schwedischen eingerissen hatten, und für Nägel
1651 neues Fenster im Chor.
1653 neuer Kirchenschlüssel 3 Gr. 4 D.
1653 wurde der Gemeinde auf die Dauer von 6 Monaten eine Kollekte gestattet, weil die Kirche "vor dritthalb Jahren bei einem starcken Donnerwetter entstandener Wasserflut nunmehr in solchen schlechten Zustand gerathen, das der Gottesdienst darin ohn sonderbahre gefahr nicht verrichtet werden kan."
1654 stritt die Gemeinde mit der Gemeinde Offensen, die sich an den erneuten Reparaturkosten für die "baufällige" Kirche beteiligen sollte. - Fälljahr der meisten verwendeten Eichenbalken, -sparren und -ständer in Glockenstuhl, Dachwerk und Ostgiebel.
1656 dem Müller Hans Thiele für das Creutz unter dem Predigtstuhl und neuen Treppen 1 Taler 24 Groschen.
1656 2 hölzerne Klammern in die Länge durch die Kirche gezogen, das Mauerwerk zusammenzuhalten.
1658 Dielen zum Pfarrstuhl.
1659 Für ein fenster welches der Windt aus der Kirch außgeschlagen und für Botenlohn 22 Gr.; - Für den Pastorn Stuel in der Kirch zu machen 1 Tl. 27 Gr.
1660 dem Müller Hans Thiele für Zimmern in der Kirche fünf Taler
1660 Fünf Groschen für den Handriegel am Predigtstuhl
1662 15 Groschen für Hans Thiele "von den hohen Stämmern in der Kirch zu bauen“ und 12 Groschen für Schneiden der Ständer von den Ecken im Chor.
1664 dem Meister Hans Thiele 4 Taler 22 Groschen für Holz zum Beichtstuhl, Dielenholz und Werklohn.
1667 Datum des gestifteten Altargemäldes
1671 wurde oben in der Kirche eine Falltür gebaut.
1694 Dem Thurmdecker Andreas Pfeil für den Kirchthurm mit Spänen zu decken gegeben 7 Thaler 12 Gr. Magnus auf der Nieme alß der­selbe das holtz zu den Spänen behuff Kirchthurms angewiesen, verzehret 9 Mariengroschen. Für die Späne zu machen und sieden 4 Thaler.
1746 Kanzeltreppe und 1757 Knabenbänke im Chor repariert.
1773 Es regnet durch das Kirchendach. Die untere Sohle des Bauwerks war herausgewichen. Bis 1774 umfassende Reparaturarbeiten für 103 Taler.
1829 Umfassende Reparaturen an Dach und Kirchenboden.
1851 Urkunde im Kirchturmknopf niedergelegt
1888 Orgel angeschafft.
1889 Urkunde im Kirchturmknopf niedergelegt
1913 Kugelblitz schlägt in den Kirchturm ein.
1961 Kirchturmspitze mit Schiefer neu eingedeckt, Urkunde des Lehrers Gobrecht im Knopf hinterlegt
1967 Innenraum kahlmodernisiert, Teile der Empore beseitigt.
1990 Nach Blitzschaden am 6.6.1990 Kirchturmknopf abgenommen, Wetterhahn neu vergoldet und Urkunde der Pfarrerin Beisheim im Knopf hinterlegt
2007 Umfangreiche Erneuerung fauler Fachwerkbalken, Neueindeckung des Daches. Urkunde im Kirchturmknopf niedergelegt
Hochmittelalterlicher Wehrturm der Kirche von Fürstenhagen (Rekonstruktion)
 
 
 
 
 
 
Innenaufriß des Wehrturms (Rekonstruktion)
 
 
 
 
 
Fürstenhagener Kirche (Foto um 1940)