Aus: Klaus Kunze, Mut zur Freiheit (1998), S. 199–205
Die konkrete Werteordnung
Die Geistesfreiheit
In konkreten Ordnungen zu denken, heißt nicht, nach Belieben heute Dezisionist und morgen Normativist zu sein. Niemand kann abwechselnd etwas Transzendentes heute wirklich glauben, ein paar Tage später aber nicht mehr. Oder doch? Wer an seine letzte Wahrheit wirklich glaubt, muß zwangsläufig nach ihr handeln. Oder doch nicht? Safranski möchte diesem Konsequenzgebot entkommen: Lebenstugend sei es, zwischen dem Denkbaren der eigenen Hirngespinste und dem zwischenmenschlich Lebbaren zu trennen. Er sagt mit Spinoza: "Nur wenn ich nicht alles tun darf, kann ich alles denken." Die großen Sinnentwürfe: die Volksseele, das Klassenbewußtsein, den objektiven Geist, das Gesetz der Geschichte - alles das möchte Safranski zur kulturellen Privatsache und damit harmlos machen. Eine abgemagerte Politik solle sich darauf beschränken, die Bedingungen für ein friedliches Zusammenlebens zu stiften.514
Einen solchen Seelenspagat kann aber kein einzelner in sich durchhalten. Der wirkliche Glaube an eine übergreifende transzendente Ordnung ist es, der dem Normativisten erst Sinn und Halt schenkt. Er muß nach dem normativen Gesetz handeln, nach dem er angetreten ist. Wer die Welt durch die Brille der Transzendenz sieht, kann sich immer nur nach deren Gesetzen in ihr orientieren. Sein Konsequenzgebot, formuliert auch Safranski, will das Denkbare und das Lebbare in eine widerspruchsfreie Einheit überführen: "Das Denken solle im Handeln aufgehen, fordern die Konsequenzler, »konsequent sein und nach der erkannten Wahrheit leben.«" Es sind aber alle Normativisten solche Konsequenzler! Sie können und werden nie dulden, ihre tiefsten, Identität stiftenden Wahrheiten im Alltag der dezisionistischen Beliebigkeit zu opfern. Wer das normativ Denkbare vom praktisch Lebbaren trennen möchte, erliegt einer Illusion: Noch nicht einmal ein Philosoph kann im Alltag anders handeln als innerhalb des eigenen normativen Weltbildes. Es werden sich auch niemals diejenigen Führer und Verführer den normativen Glauben ihrer Anhänger madig machen lassen, die ihre Macht auf deren gläubigen Fanatismus stützen. Die Bindung an das Normative und die Freiheit der Dezision lassen sich nicht im philosophischen Reagenzglas mischen oder in der sozialen Wirklichkeit trennen. Beide Grundhaltungen sind immer in erster Linie situationsbedingte Denkstrategien in der polemischen Auseinandersetzung. Sie sind Waffen und werden so benutzt.
Nur die bewußte Dezision macht frei: Vom Glauben als Erkenntnismodus muß sich prinzipiell lösen, wer frei entscheiden will. Wenn er sich für die Anwendung einer konkreten Norm entscheidet, benutzt er sie ebenso, wie wenn er sich normative Werte vorstellt und anwendet. Wer eine idealistische Prämisse bloß anwendet, ist kein Normendiener. Der Benutzer einer Ideologie glaubt nicht im metaphysischen Sinne an seine Werte, er handelt nur im täglichen Leben so, als ob sie existieren würden. "Wenn die Fahne fliegt," belächelte einst Konrad Lorenz nach einem ukrainischen Sprichwort den Normativisten, "ist der Verstand in der Trompete." Der Verstand des Dezisionisten ist nie in der Trompete. Unter den Bedingungen nachmetaphysischen Denkens lassen sich die Fragen der Werteexistenz und der Normsetzung nicht mehr mit dem Kinderglauben an irgendwelche Götter, objektive Ideen, intuitive Gewißheiten, Erlösungshoffnungen und Ideologien beantworten. Kindliche Gemüter glauben, alle diese schönen Spielzeuge unseres Denkens flögen uns von einem transzendenten Draußen zu, nach Platon von irgendwo über dem Himmel; so wie Kinder früher meinten, der Klapperstorch hätte sie aus einem Teich gefischt und sei mit ihnen angeflogen gekommen. Doch die Wahrheit ist noch viel wunderbarer: Sie sind alle aus uns heraus geboren, die Kinder und die Ideen. Wenn Schiller seinem Poeten aus dem Munde des Zeus noch die Hoffnung zurufen ließ: "Willst Du in meinem Himmel mit mir leben, so oft du kommst, er wird dir offen sein!", bleibt der Ideenhimmel uns verschlossen. Wir erkennen mit Roscellin, daß alle die schönen Begriffe nichts sind als ein Hauch unserer Stimme. Die Ehre, mahnten schon die Athener die Melier, ist bloß ein Wort. Und seit Ockham hat sich die Einsicht systematisiert, daß man die als existente Wesenheiten betrachteten Dinge nicht ohne Not vermehren soll, wenn sie bloß in unserer Vorstellung existieren.
Offensichtlich sind wir aber im sozialen Leben darauf angewiesen, unsere Vorstellungen wirkungsmächtig zu formulieren. Unser Geltungsanspruch beruht geradezu darauf, daß andere glauben, was wir uns vorstellen. Wenn wir uns nicht in die Klause des Philosophen zurückziehen und, wie Kondylis, rein deskriptiven Genüssen hingeben möchten, müssen wir unsere Geltungsansprüche formulieren, transzendieren und sie gegenüber unserer Umwelt als etwas wirklich Vorhandenes und Heiliges ausgeben, sonst wird sich niemand nach ihnen richten. Kondylis hat formuliert: Es muß der idealen Norm zu dienen vorgeben, wer real herrschen will. Tatsächlich sind unsere Vorstellungen soziologische Realitäten, nicht aber ontologische. Wie schon Machiavelli bemerkt hatte, muß man Gesetze aber im Namen Gottes vortragen, wenn man mehr als äußeren Gehorsam erwartet. Das praktische Problem besteht allerdings darin, daß es eine allgemeine Vorstellung über einen bestimmten Gott im heutigen Glaubenspluralismus nicht mehr gibt. Unseren Geltungsanspruch einem Gott in den Mund legen, wie Machiavelli empfohlen hat, scheitert am Unglauben unserer Mitmenschen.
Der Theologie geht es heute wie dem Liberalismus und Sozialismus. Diese stimmen Rohrmoser zufolge im Kern in ihren Zielsetzungen überein: Wie alle Ideologien hätten sie mit quasi religiösen Verheißungen operiert. Sie könnten darum nur durch eine andere religiöse oder quasi religiöse Kraft überwunden werden, also einem neuen Normativismus. - Ohne sich mit offenbaren Nebensächlichkeiten wie der Frage nach der wirklichen Existenz Gottes aufzuhalten, empfiehlt Rohrmoser als Rettungsring die Zwei-Reiche-Lehre Luthers, ohne die wir im Anschluß an Nietzsche in eine Art Neuheidentum zurückfallen würden. 515 - Luthers Lehre entlastet uns zwar von der Zumutung staatlich verordneter Glaubenslehren, indem sie das Religiöse vom Politischen strikt scheidet. Ihre nominalistische Metaphysik gründet auf einem fideistischen Dezisionismus: Gottes Wille ist unergründlich. Subjektiv ist darum unser normatives Gewissen; eine objektive göttliche Seinsordnung vermögen wir nicht zu erkennen. Damit wird die Zwei-Reiche-Lehre aber untauglich für das polemische Bedürfnis, Machtansprüche normativ vorzutragen und auf eine objektive Ordnung zu pochen, die hienieden durchzusetzen sei. Gerade darum war sie ja verdrängt und von jener frömmelnden Variante des Liberalismus ersetzt worden, die heute jenen unerträglichen öffentlichen Gewissensdruck ausübt.
Vor allem aber fehlt es fehlt es an der Hauptvoraussetzung des Lutheranismus: Wer glaubt schon wirklich noch an heilige Drei‑, Zwei- oder Einfaltigkeiten als Stifter von moralischen Geboten? Freiheit von Indoktrinierung bringt von selbst mit sich, daß Menschen an alle möglichen verschiedenen Werte zu glauben beginnen. Die in manchen früheren Zeiten bestehende geistige Einheit unseres Volkes hat sich völlig aufgelöst. Das "lebendige, heilende, befreiende Wort Gottes" predigt Rohrmoser, "fließt aus der Gabe des Heiligen Geistes." Doch fordert er im selben Atemzug: Wir dürften bloß nicht zu Fundamentalisten werden! Für unsere jetzige junge Generation sind solche mystischen Formulierungen so unverständlich, als kämen sie von einem anderen Stern. Sollen wir sie wirklich religiös indoktrinieren wie ihre Ururgroßeltern, die, nach Stirners Formulierung, von ihrem Jesulein nicht lassen konnten? Ja doch, bestätigt wieder Rohrmoser, sonst kämen in ein paar Jahren die Mullahs und würden uns erfolgreich missionieren. Die Zukunft der Welt werde jenen Mächten gehören, die von ihrer Wahrheit am überzeugtesten sind und am konsequentesten für sie einstehen.
Damit wendet er Comtes Dreistadiengesetz wieder ins Gegenteil, der im theologischen und im metaphysischen Zeitalter nur dunkles Vergangenes gesehen und eine leuchtende positivistische Zukunft prophezeit hatte. Stirner hätte darauf geantwortet: So laßt uns selbst Gegenstand unserer Wahrheit sein; laßt uns an uns glauben und mit vereinten Kräften tun, was uns gefällt. Wer mit zwanzig nicht an Geistideale glaubt, hat ja angeblich kein Herz; wer mit vierzig noch an solche Gespenster glaubt, keinen Verstand. Mit sechzig sollte man aber begriffen haben: Ein Zwanzigjähriger hat ein Bedürfnis nach herzhaftem Idealismus und ein Vierzigjähriger nach verständigem Realismus. Eine soziale Vormachtstellung im Weltmaßstab wird die dezisionistische Haltung ohnehin nicht erringen können. Bisher galt aus psychologisch und sozial nachvollziehbaren Gründen die Vorherrschaft von Normativismen. Nur sie können ihren Anhängern das Gefühl der Geborgenheit und des Aufgehens in einem umfassenden Heiligen oder Überindividuellen geben, ohne das viele Menschen nicht leben können; aber bitte: ohne mich!
Letztlich wollen Rohrmoser, Marquard, Gehlen, Safranski und viele andere dasselbe wie lange vor ihnen schon Hobbes: Sie suchen den Menschen zu entlasten von jenen unerträglichen Glaubenszumutungen, die uns immer in einer bestimmten Lage die Luft zum geistigen Atmen abschnüren: In allem Normativen ist die Tendenz zu jener Totalität angelegt, die es zum Absoluten machen möchte und jede Freiheit zum Andersdenken bedrängt. Weil es alle Lebensbereiche zu durchdringen sucht, müssen immer wieder moralinfreie Räume geöffnet werden. Gegen die normative Einheit von Staat und Gesellschaft zieht Rohrmoser der Religion eine Grenze durch die Zwei-Reiche-Lehre. Diese billigt dem Kaiser zu, was des Kaisers ist, und läßt dem einzelnen im übrigen das Privatvergnügen seines eigenen Weges zu Gott. Überschreite Religion diese Grenze, komme es zu Intoleranz, religiösem Wahn und Fanatismus.516 Diesen bekämpfte auch Hobbes durch Trennung des äußeren Handelns vom inneren Glauben: Der Staat entscheidet nur den offiziellen Kultus, den öffentlich geltenden Glauben. Mehr kann er nicht verlangen: Das Nicht-Glauben ist zwar eine Leugnung des als göttlich Festgesetzten, nicht aber seine Übertretung.517
Wer bescheiden ist, dem mag es zu seiner seelischen Entlastung genügen, im stillen Kämmerlein seinem eigenen Gotte zu huldigen. Unterdessen werden seine Kinder in staatlichen Schulen mit Geschichten vollgepfropft, nach deren Moral der Vater ein Tyrann ist und Opa sowieso ein Verbrecher war. Warum also bescheiden sein? Die von Rohrmoser geforderte Trennung von Politik und Religion ist eine Illusion: Zurückgedrängt wurde die Religion seit Luther nur scheinbar, nämlich in ihrer doktrinär-theologischen Variante. Die Idee einer von allen normativen Gehalten freien Politik wäre ihrerseits eine Utopie. Wer mit Hobbes den Rückzug in die private Glaubensinnerlichkeit vorschlägt oder mit Safranski Politik zum "Geschäft der Friedensstiftung im Felde der kombattanten Wahrheiten" machen möchte, überläßt das Feld seinen Gegnern. Glaube nicht, mahnen wir erneut mit Donoso, Staat oder Politik könnten jemals neutral sein. Ob man seine Normen nur benutzt oder an sie glaubt: Safranskis "Politik der Friedensstiftung ohne Sinnstiftungsambitionen" ist sowenig eine normenlose Politik wie irgend eine andere. Oder ist das Ideal eines Friedens zwischen kombattanten Wahrheiten vielleicht kein normatives Ideal? Auch dem Frieden sollten wir nicht dienen, sondern ihn gut nutzen. Er wird unser Friede sein: der noch zu schaffende Zustand, den zu erhalten sich lohnen wird. Wir werden ihn hüten, weil er die Entscheidungen verfestigen wird, die wir selbst getroffen haben. -
Anders sucht Habermas das normative Dilemma zu umgehen. Er verkleidet seine Wertsetzungen als intuitive Gewißheiten, um ihren willkürlich gesetzten Charakter nicht so offensichtlich werden zu lassen. Zwingend für andere ist dieser Weg aber auch nicht, denn wer teilt schon die intuitiven Gewißheiten eines Jürgen Habermas? Auch wir können uns nicht darauf verlassen, nur diejenigen zu erreichen, die sowieso schon dasselbe für wertvoll halten wie wir. Es gilt also, aus Sicht eines mutmaßlich für Mehrheiten unmittelbar evidenten Zentralwertes zu argumentieren und von einem solchen Zentralwert abzuleiten, was wir letztlich erreichen wollen. Einen solchen vorfindbaren Zentralwert gibt es. Es handelt sich um den des Eigeninteresses, also des zentralen Ideologems des Liberalismus. Die Wirkungskraft liberaler Vorstellungen zeigt sich heute darin, daß auch über die Grenzen eigentlich liberalen Denkens hinaus dieser Topos unhinterfragte Wertschätzung genießt. Ohne ihn etwa metaphysisch auf seinen Gehalt abklopfen zu müssen, können wir ihn jedenfalls benutzen: Aus ihm können wir alle von uns gewünschten Folgen ableiten, wenn wir ihn gedanklich mit unserem eigenen Axiom zur Deckung bringen: der Wertschätzung unserer eigenen Existenz. Daß jeder an seinem Leben ein unmittelbares Interesse hat, so daß beide Topoi sich in ihrer Anwendung decken, ist allen evident, die nicht bereits an einen anderen Zentralwert wie das Eingehen ins himmlische Paradies glauben. Solche Gläubigen sind für unsere diesseitige Wertsetzung unerreichbar, doch für alle, die am Leben hängen und kein Jenseits kennen, können wir eine brauchbare Wertsetzung vornehmen und alles weitere im Lichte dieses Zentralwertes betrachten: unseres persönlichen Einzellebens, nicht etwa eines Lebens an sich.
Der entscheidende Unterschied zu allen transzendenten Wertsetzungen besteht in diesem scheinbar kleinen Unterschied: Ein Leben an sich gibt es nicht und könnte daher nur eine metaphysische Vorstellung sein. Unser individuelles Leben hingegen hat physischen, existentiellen Wert für uns. Der Schritt vom Abstrakten zum Konkreten: von der Fiktion eines Leben an sich zu unserem eigenen Leben, ist der nötige Schritt vom Jenseits ins Diesseits, von der Metaphysik zur Physik. Platoniker haben uns lange genug mit Jenseitsvorstellungen umgarnt. Wir sollten uns endlich vorbehaltlos dem Diesseits stellen, in dem wir - auch von Metaphysikern nicht bestritten - tatsächlich leben. In Beziehung auf unser individuelles Leben sind Weltanschauungen nicht praktisch gleich nützlich. Nicht jede vermag uns als Existenzen, individuell und kollektiv, langfristig zu erhalten.
Eine Ethik der völligen Beliebigkeit, Bindungslosigkeit und Unbezüglichkeit führt uns ins Chaos, zur Auflösung unserer sozialen Strukturen - denkmöglich, aber doch unserem Selbsterhaltungstrieb widersprechend. Mit einer fundamentalistisch moralisierenden Ethik dagegen kann es uns nach dem Sprichwort geschehen: "Edel geht die Welt zugrunde." Wir sollten uns daran nicht beteiligen, sondern mit dem Realisten Machiavelli "der Wirklichkeit der Dinge nachgehen und nicht den bloßen Vorstellungen über sie. [...] Es liegt eine so große Entfernung zwischen dem Leben, wie es ist, und dem Leben, wie es sein sollte, daß derjenige, welcher das, was geschieht, unbeachtet läßt zugunsten dessen, was geschehen sollte, dadurch eher seinen Untergang als seine Erhaltung betreibt. Denn ein Mensch, der sich in jeder Hinsicht zum Guten bekennen will, muß zugrunde gehen inmitten so viel anderer, die nicht gut sind."518
Um den Akt der Dezision vornehmen und uns für eine bestimmte nützliche Ordnung entscheiden zu können, mußten wir uns zunächst bewußt werden, daß es da überhaupt etwas zu entscheiden gibt. Wer in fremdbestimmten Normenkäfigen hockt, muß die Zelle erst öffnen und für einen Augenblick das Tal des Nihilismus durchschreiten: den Großen Mittag Nietzsches. Laßt uns nicht länger an eine Hölle glauben, in der unsere Großväter schmoren. Befreien wir sie daraus, indem wir nicht mehr an das sie begründende Gut und Böse glauben! Ohne die befreiende Tat der völligen Zerstörung aller fremdbestimmenden Normen können wir keinen neuen Anfang machen. Für einen Augenblick öffnet sich uns so der Vorhang der Erkenntnis, daß alle Ethik eben nur Menschenwerk und Sache freier, interessenbedingter Entscheidung ist. Paradoxerweise müssen wir ihn leider schnell wieder schließen: Auch die freie Entscheidung für eine Ethik der Ordnung ist keine Sache für Mehrheiten. Die Masse muß an die gemeinschaftsbildenden Tugenden glauben, als seien diese im metaphysischen Sinne real. Skepsis ist nicht die Vorhalle der Resignation, sondern der Vorbote des Kampfes und somit einer neuen siegreichen Gewißheit. 519 Gewiß können wir uns aber nur unserer selbst sein.
Anmerkungen
- 514 Safranski, Wieviel Wahrheit braucht der Mensch? S.200 ff.
- 515 Rohrmoser, Der Ernstfall, S.19, 420.
- 516 Rohrmoser, Der Ernstfall, S.532.
- 517 Hobbes, Leviathan, 2.Teil, 26. Kap., S.240.
- 518 Machiavelli, Der Fürst, S.119.
- 519 Kondylis, Die Aufklärung, S.128. Die neue, siegreiche Gewißheit sieht auch Evola (Revolte.., a.a.O. S.373) auf den Zerfall der alten heraufkommen: "Die immer raschere Beschleunigung von allem, was fällt, bringt es mit sich, daß die Phase des Individualismus und des Rationalismus überholt wird und darauf irrationale und elementare Kräfte mit einer entsprechenden Mystik folgen."
Glossar zu Mut zur Freiheit
Bibliographische Angaben zu den zitierten Werken: Literaturverzeichnis