Aus: Klaus Kunze, Mut zur Freiheit (1998), S. 205–213
Die konkrete Werteordnung
Die Gemeinschaftsbindung
Die soziale Ordnung
Auch eine menschliche Gemeinschaft ist als Ganzes mehr als die Summe vieler einzelner. Sie zu bewahren, erfordert mehr an ethischen Werten als individualistisches Einzelmenschbewußtsein und hedonistische Beliebigkeit. Bewahrung der sozialen Gemeinschaft erfordert Wertsetzungen, welche die Integrität der sozialen Ordnung nach innen und außen abstützen. Wir müssen danach fragen dürfen, ob die liberale Maxime: die Dominanz des unmittelbar nur dem Individuum Nützlichen ohne primäre Rücksicht auf das Ganze, diese Gemeinschaft schließlich zerstört und damit auch dem egoistischen einzelnen die Grundlage seiner Existenz entzieht. Ohne sozialbezügliche Wertsetzung und ohne Erziehung zu sozialen Tugenden haben wir keine Chance, unser Gemeinwesen, unsere Vorstellungen menschlichen Zusammenlebens und letztlich uns selbst als Volk auf Dauer zu erhalten. Weil sich keine Ordnung von allein einstellt, bedarf auch eine soziale Ordnung der Stiftung: Die Ordnung muß errichtet, sie erhaltende staatliche Institutionen müssen etabliert und die sie stützenden Tugenden müssen durchgesetzt werden. Weil ein ausbaufähiger Bestand an staatlicher Ordnung trotz aller galoppierenden Auflösung aller Dinge erhalten ist, muß unsere Hauptsorge den Tugenden gelten.
Die Aufklärung darüber, daß die gemeinschaftsbildenden Tugenden letztlich nicht religiös oder sonst metaphysisch begründbar sind, hat zum Verlust alles dessen geführt, was ein Gemeinwesen im Innersten zusammenhält. Sie "löste die Treuepflicht zu außerrationalen Werten auf, hob die Bindungen durch Kritik ins Bewußtsein, wo sie verarbeitet und zerdampft wurden, und stellte Formeln bereit, die Angriffspotential, aber keine konstruktive Kraft hatten." 520 Wenn wir die Wirkungen des Gemeinschaftlichen wieder nutzbar machen wollen und uns darum für die Anwendung der gemeinschaftsbildenden Werte entschieden haben, muß die Auflösung dieser Werte ein Ende haben. Sie sind der Mörtel, der die Bausteine unseres Gebäudes zusammenhalten soll.
Um sie sozial wirken zu lassen, müssen wir den Vorhang der Aufklärung schließen und die sozialen Tugenden verkünden und anwenden, als ob sie ontologisch real wären. "In dem Moment, in dem ein Reich aufhört, heilig zu sein, ist es schon kein Reich mehr." 521 Es ist praktisch unmöglich, ein Volk von Einzelgängern zusammenzuhalten, die an überhaupt nichts glauben. Ohne Zusammenhalt zu einem Ganzen ist auch der einzelne schwach; zu schwach in einer Fünf-Milliarden-Menschen-Welt. Nur mit vereinten Kräften sind wir stark. "Der Verein ist nur dein Werkzeug oder das Schwert, wodurch Du deine natürliche Kraft verschärfst und vergrößerst; der Verein ist für Dich und durch Dich da." 522 Dumme Autonome geben sich links. Sie werden Anarchisten und verzichten auf die Annehmlichkeiten des Gemeinschaftslebens. Schlaue Autonome denken weiter: Sie sind keinen Deut weniger autonom, nur weil sie die Autonomie nicht auf sich allein beziehen, sondern auf ihr ganzes Volk. Jeder dient sich selbst am besten und nachhaltigsten, indem er sich mit anderen zusammenschließt. Nur wenn er als Mitglied seiner Familie und seines Volkes für andere einsteht, darf er hoffen, selbst in der Stunde der Not nicht allein dazustehen. Praktisch funktioniert dieses bewährte Konzept nur mit staatlicher Organisation und einem verbindlichen Katalog von Tugenden:
Das Wissen um die Willkür solcher Wertsetzung bleibt immer intellektuellen Feinschmeckern vorbehalten. Darum ist das Verkünden der Werte, für die wir uns entschieden haben, eine realistische Option. Die Aufklärung mit ihrer Zerstörung fast alles dessen, was Menschen einst heilig war, hat den Boden bereitet für eine neue Glaubenssehnsucht. Diese zeigt sich zur Zeit in Form von Lichterketten für humanitaristische Hirngespinste. Nach Zerstörung aller über den einzelnen hinausgreifenden Sinnstiftung blieb den Deutschen nichts als eine verschwommene Menschheitsutopie. Der Boden für die Aufnahme einer realen, auf uns selbst unmittelbar bezüglichen Sinnstiftung ist bereitet. "Die weite Verbreitung von Zweifeln und Respektlosigkeit führt oft zu unerwarteten Ergebnissen." 523 Hoffer hat auf diese hingewiesen: Angesichts des menschlichen Glaubenshungers schafft der Intellektuelle durch die Zerstörung des einen Glaubens nur Sehnsucht nach einem neuen. Wenn die Menschen unbedingt etwas glauben wollen, sollten wir wenigstens denjenigen zu einem uns allen nützlichen Glauben verhelfen, die wir nicht vom Wert der eigenen, freien Entscheidung überzeugen können.
Die sozialen Tugenden lassen sich nur real etablieren und werden nur dann von einer nennenswerten Anzahl von Menschen angewendet werden, wenn die Mehrheit an sie glaubt. Diesen Glauben zu wecken und die Liebe sowohl zur Freiheit als auch zur Gemeinschaft in die Herzen unserer Kinder und derjenigen Erwachsenen zu pflanzen, die wie Kinder nicht selbst entscheiden können oder wollen, ist auch eine Frage der Verantwortung. Diese trifft jeden, der sich für Freiheit und für den Bestand der Gemeinschaften entschieden hat, in die er hineingeboren wurde und denen er sein Dasein und Sosein verdankt. Wie wenige Menschen - leider - die geistige Freiheit aufbringen können und wollen, und wie viele - leider - wie tote Fische immer nur mit dem Strom schwimmen; das zu erkennen bedarf praktischer Lebenserfahrung, die - leider - mancher Nur-Akademiker nicht hat. Es liegt keinerlei Überheblichkeit darin, aus dem Inbegriff jahrelanger beruflicher Erfahrung gerade auch mit Menschen ohne formale Schulbildung festzustellen, daß eine Mehrheit zu kritischer Reflexion von Wertfragen nicht fähig ist. Für diese Mitbürger die Last wertsetzender Entscheidung mitzutragen und im Sinne aller zu verantworten, ist eine selbstverständliche Pflicht für jeden, der das Glück hatte, eines Bildungsprozesses teilhaftig zu werden, den sich nur ein tätiges Volk vieler solcher "Ungebildeter" erlauben kann. Vaterlandsliebe kann nur Liebe zu den konkret vorfindbaren Menschen bedeuten, wie sie eben sind, nicht die zu einer idealistischen Fiktion.
Die vorgefundene Gemeinschaft, in die jeder von uns hineingeboren wurde, ist die Grundlage unserer aller Existenz. Man kann nicht wie Habermas die Wirklichkeit neu erschaffen und so tun wollen, als stünden wir uns in einem gedachten Moment als autarke Einzelwesen gegenüber, die nichts miteinander zu tun haben und die zunächst einmal einen Gesellschaftsvertrag miteinander schließen müssen. Diese Idee braucht nur, wer die Wirklichkeit völlig umkrempeln möchte und wem die vorgefundene Wirklichkeit dabei im Wege sieht. Er schließt vor ihr die Augen, um wie auf einem Reißbrett den Neuentwurf einer ganz anderen Wirklichkeit zu wagen, und zwar einer, in der er selbst als berufener Interpret dessen eine besondere Rolle spielt, was er selbst zuvor für vernünftig erklärt hat. Es ist aber völlig abwegig, im Menschen nur das reine Subjekt der Logik zu sehen, das in sozialethisch ganz indifferenten Beziehungen zu ebenso beschaffenen anderen Subjekten steht. 524 Genau das aber ist der Kern von Habermas Theorie der kommunikativen Vernunft. Als Wertsetzung steht sie in unauflöslichem Widerspruch zu einem Bild vom Menschen als verantwortlichem Mitglied einer vorgefundenen Gemeinschaft. Die Wertentscheidung für die gemeinschaftsgebundene Persönlichkeit ist übrigens die des Bonner Grundgesetzes 525, und jeder sollte sie für sich nachvollziehen, der sein eigenes Wohl und Wehe vom Bestand seines Volkes abhängen sieht. Das Bundesverfassungsgericht hat dazu ausgeführt: "Das Menschenbild des Grundgesetzes ist nicht das eines isolierten souveränen Individuums; das Grundgesetz hat vielmehr die Spannung Individuum-Gemeinschaft im Sinne der Gemeinschaftsbezogenheit und Gemeinschaftsgebundenheit der Person entschieden, ohne dabei deren Eigenwert anzutasten."526
Dem Glauben an die sozialen Tugenden entgegen steht die Aufklärung über ihre Beliebigkeit. Eine Aufklärung über die Aufklärung muß das destruktive Angriffspotential der Aufklärung auf sie selbst richten und sie zerstören. Das Dilemma der Aufklärung hat Jan Roß mit den Worten zusammengefaßt: "Wenn freilich am Ende das kalte und abstrakte Denken alle hergebrachten Normen als bloße Vorurteile beseitigt hat, ist jede Untat erlaubt und die Rationalität zur Barbarei geworden. [...] Befreiung schlägt in Knechtschaft um, vollkommene Befreiung in totale Knechtschaft. Diese tödliche Falle ist die Dialektik der Aufklärung."527 Ihr entkommen wir nur, wenn wir die sozialen Tugenden wie reale Gegebenheiten anwenden und unsere konkreten, historisch gewachsenen Ordnungsideen respektieren. Wer sich gegen sie entscheidet, darf unseres philosophischen Wohlwollens sicher sein, muß sich aber gefallen lassen, nach Maßgabe der Gesetze eingesperrt zu werden. Wer als Robinson, als Verbrecher oder Autonomer seine Tage fristen will, hat die Entscheidungsfreiheit, gegen alle diese Regeln zu leben, ohne Moralvorwürfe hören zu müssen. Die sozialen Ausfallerscheinungen und psychischen Störungen der Massengesellschaft haben tatsächlich bei vielen gesamtschulgeschädigten kleinen Rambos die unabdingbare Grundlage für alles gemeinschaftsbezogene Ethos zerstört: die Liebesfähigkeit. Krankhafter Selbsthaß kann die unbefangene Eigenliebe jedes geistig Gesunden zerstören, und solche Psychopathen sind auch unfähig, ihre nächsten Angehörigen oder ihr Volk zu lieben.
Ein Mensch allein, schrieb Konrad Lorenz, ist - für sich genommen - gar kein Mensch; "Nur als Mitglied einer geistigen Gruppe kann er voll Mensch sein. Geistiges Leben ist grundsätzlich überindividuelles Leben; die individuelle konkrete Verwirklichung geistiger Gemeinsamkeit nennen wir Kultur." Der Verhaltensforscher hatte schon vor Jahren weitsichtig formuliert: "Wir müssen lernen, einsichtsvolle Humanität dem Individuum gegenüber mit der Berücksichtigung dessen zu verbinden, was der menschlichen Gemeinschaft not tut. Der Einzelmensch, der mit dem Ausfall bestimmter sozialer Verhaltensweisen und dem gleichzeitigen Ausfall der Fähigkeit zu den sie begleitenden Gefühlen geschlagen ist, ist tatsächlich ein armer Kranker, der unser volles Mitgefühl verdient. Der Ausfall selbst aber ist das Böse schlechthin. Er ist nicht nur die Negation und Rückgängigmachung des Schöpfungsvorganges, durch den ein Tier zum Menschen wurde, sondern etwas viel Schlimmeres, ja Unheimliches. In irgendeiner geheimnisvollen Weise führt die Störung moralischen Verhaltens nämlich oft nicht zu einem einfachen Fehlen alles dessen, was wir als gut und anständig empfinden, sondern zu einer aktiven Feindschaft dagegen."528 - Hiergegen bieten sich diejenigen ethische Werte und Grundhaltungen an, die seit undenklichen Zeiten den Bestand menschlicher Gemeinschaften stützten.
Ganze Büchereien wurden geschrieben mit philosophischen Spekulationen darüber, ob der Mensch an sich gutoder böse sei; ob er, läßt man ihm freien Lauf, des Menschen Wolf oder ein friedliches Lämmchen sei. Komplette Philosophien bauen auf der einen oder der gegenteiligen Annahme auf, häufig inspiriert durch zeitbedingte Lebenserfahrungen des Philosophen. Während etwa Hobbes meinte, von Natur aus und ohne staatlichen Zwang sei der Mensch überhaupt nicht sozial, behauptete Grotius das Gegenteil. So erhoben beide den Inhalt eines allgemeinmenschlichen Triebes zur Grundnorm: Hobbes den Selbsterhaltungstrieb und Grotius den appetitus societatis.529 Der eine sah damit nur den individualistischen Eigenwillen, der andere nurden Gemeinschaftssinn als Natur des Menschen an. Alle diese philosophischen Spekulationen über die Natur des Menschen haben nur noch historischen Reiz, seit sich die vergleichende Verhaltensforschung vom Menschen als exakte Naturwissenschaft allgemeine Anerkennung erworben hat. Sie hat die alte Vermutung bewiesen, daß der Mensch von Natur aus beides sein kann - Individualist und soziales Wesen - und je nach seinen Lebensumständen und seinem Eigenwillen mehr oder weniger das eine oder das andere ist.
Weder eine imaginierte Transzendenz noch genetische Prädisposition beseitigen die Notwendigkeit der freien Entscheidung für oder gegen die sozialen Wertvorgaben. Herkömmliche Moral und moderne Humangenetik zeigen aber deutlich auf, daß menschliche Gemeinschaften offenbar der dauerhaften Bindungswirkung sozialer Imperative bedürfen. Diese müssen wir durch Entscheidung der Diskussion entziehen und in Form einer konkreten staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung bewahren und verteidigen, wenn uns am Bestand derjenigen menschlichen Gemeinschaft etwas liegt, der wir angehören. Das gilt gerade in einer Zeit pluralistischer Beliebigkeit, in der zunehmend mehr Menschen ihre Entscheidungsfreiheit so benutzen, daß sie im Endeffekt nur noch für ihren individuellen Lustgewinn und die Unlustvermeidung leben, in der die Respektierung von gemeinschaftlichen Werten also eine Mühe und einen Verzicht bedeuten kann.
Wenn wir aus der modernen Anthropologie Erkenntnisse für politische Zwecke unmittelbar nutzbar machen wollen, dann sind es die der vergleichenden Verhaltensforschung. Sie decken sich völlig mit dem, was jedem Laien unmittelbar evident ist und seinem täglichen Gefühlsleben entspricht: Nicht nur die Aggression, auch die Fähigkeit zu freundlichen Gefühlen ist uns unmittelbar angeboren. Wir kommen mit einem Instinktrepertoire auf die Welt, das, je nach Situation, bestimmte Verhaltensprogramme ablaufen läßt - wenn - ja wenn! - wir sie ablaufen lassen. Denn daß wir trotz Hungers nicht essen müssen, trotz Wut nicht losschlagen müssen und uns im allgemeinen gegenüber anziehenden Artgenossinnen nicht benehmen wie unsere peinlichen Verwandten im Zoo; daß unser freier Wille also über allen diesen Verhaltensprogrammen steht, ist natürlich auch eine anthropologische Binsenwahrheit.
Leider wurde und wird sie von manchen Nur-Geisteswissenschaftlern nicht verstanden. Sie meinen, die Biologie habe seit Darwin, der Affen für unsere Vorfahren hielt, oder seit dem Arzt La Mettrie nichts dazugelernt, der uns Menschen für nichts als organische Maschinen gehalten und ihnen die Willensfreiheit abgesprochen hatte. So möchte Zippelius die Naturwissenschaften vom Menschen abtun: Die Soziobiologie könne keine Hilfe sein, weil menschliches Verhalten nicht allein auf angeborenen Dispositionen beruht, sondern eben auf Weltanschauungen, die soziale Integrationsfunktionen besitzen und Orientierungsgewißheiten vermitteln.530 - Aber gerade das ist doch die zentrale Einsicht aller Forschung über das menschliche Verhalten seit Konrad Lorenz! Ersichtlich behauptet kein Naturwissenschaftler heute, Menschen seien willenlos ihren Instinkten unterworfen - im Gegenteil! Je mehr wir dazugelernt haben über angeborene Instinkte und Reize, über Hormonausschüttungen unseres Gehirns und genetische Veranlagung zum "Wertfühlen", desto sicherer wurden wir: Unser Verstand kann sich darüber erheben, wenn er nur will. Der Mensch ist, mit den Worten Gehlens, von Natur aus ein Kulturwesen.531 Es ist typisch für ihn, und nur für ihn, die Welt einer umfassenden Deutung zu unterwerfen, um sich in ihr zu orientieren und sie nach seinem freien Willen zu formen.
Inwieweit angeborene Verhaltensdispositionen unser Verhalten beeinflussen, weil wir sie uns nicht bewußt machen oder weil wir sie bewußt bejahen und "ablaufen" lassen, ist aber eine Frage, der sich die politische Theorie nicht verschließen darf. Schließlich muß sie auch einkalkulieren, daß wir Menschen gerade in unserem Verhalten gegenüber Mitmenschen stammesgeschichtlich vorgeprägt sind. Auf genetischen Programmen beruhen nicht nur der Apparat unserer Sinneswahrnehmungen und die Fähigkeit zu logischem Denken; auf ihnen beruhen nach Lorenz "auch die komplizierten Gefühle, die unser zwischenmenschliches Verhalten bestimmen. Besonders unser soziales Verhalten ist von uraltem Erbe arteigener Aktions- und Reaktionsmuster beherrscht." Den in unzähligen Generationen des Lebens im sozialen Kleinstverband erworbenen Verhaltensstrategien entsprechen in auffälliger Weise kulturell überlieferte Werthaltungen: So ist die zum "instinktmäßigen Ethogramm"532 gehörende Freundestreue, also der Antrieb, sich und nächste Angehörige bei einem Angriff gemeinsam zu verteidigen, zweifellos stammesgeschichtlich erworben, bildet aber auch in allen bekannten Kulturen einen Wert. Niemand muß sich entscheiden, diesen für sein persönliches Leben als verbindlich zu akzeptieren, aber seine Existenz bei den meisten Menschen und seine zweckgerichtete Funktion muß bedacht werden. Wer nämlich die hinter dem Phänomen Freundestreue stehende teleonome Wirkung erreichen möchte, wird sie als Wert benötigen und sie unter den Tugenden seiner Weltanschauung nicht missen wollen.
Anmerkungen
- 520 Gehlen, Moral und Hypermoral, S.102, dort im Präsens.
- 521 Julius Evola, Revolte gegen die moderne Welt, a.a.O., S.353.
- 522 Stirner, Der Einzige, 2.Abtl., II. 2., S.351.
- 523 Hoffer, Der Fanatiker, S.119.
- 524 Dürig in Maunz-Dürig, Komm.zum GG, Art.1 Rdn.48.
- 525 Dürig in Maunz-Dürig, Komm.zum GG, Art.1 Rdn.46, 49.
- 526 Urteil vom 20.7.1954, BVerfG E 4, 7 (15 f.).
- 527 Jan Roß, Dialektik der Aufklärung, FAZ 24.5.94.
- 528 Lorenz, Der Abbau des Menschlichen, S.70, 122 f..
- 529 Kondylis, Die Aufklärung, S.151 ff., 166 f. nach Welzel, Naturrecht, S.126.
- 530 Zippelius, Recht und Gerechtigkeit, S.96-101, 147-170.
- 531 Gehlen, Moral und Hypermoral, S.9.
- 532 Lorenz, Der Abbau des Menschlichen, S.100, 113.
Glossar zu Mut zur Freiheit
Bibliographische Angaben zu den zitierten Werken: Literaturverzeichnis