Forschungsgruppe Kreis Ohlau

Forschungsgruppe Kreis Ohlau, Schlesien, der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher
Klaus Kunze, Stegwiese 35, 51067 Köln

Groß Eichau (= Groß Dupine) mit Eichhof und Waldvorwerk

Grundherrschaft:

1382: Die 40 Hufen in Dupin gehören dem Vinzenzkloster; bis 1650 von Prittwitz; 1783: „gehöret dem Herrn Baron von Sauerma“; 1819: Graf von Sauerma-Jeltsch; 1830: Graf von Saurma; 1845: Moritz Graf von Saurma-Jeltsch.

Namen: Groß Eichau, bis 9.12.1936: Groß Dup[p]in[e]
Polnisch: nach 1945: Debina, ehemals [Wielki] Dupin
Ortsgründung: um 1600 aus Vorwerk
Dorfform: Gutssiedlung, zuletzt Gutskolonie
Amtsbezirk: Markstädt (= Laskowitz)
Standesamtsbezirk: Markstädt (= Laskowitz)
evangelische Kirche: Markstädt (= Laskowitz)
katholische Kirche: Fünfteichen (= Meleschwitz) Kr. Breslau
Entfernung von Ohlau: 13 km
Eisenbahnstation: Laskowitz-Beckern
Koordinaten (Gr. Dupin): 51° 3’ 1,0557’’ N; 17° 23’ 39,4915’’ Ö
Höhe über Meeresspiegel: Trigon. Punkt: Pfeiler 134,75 m, Platte 133,89 m

 

1783:
2 Vorwerke, 49 Gärtner- und Häuslerstellen sowie Waldsiedlung „Klein-Eiche“, 240 Einwohner; „reden polnisch, wenig deutsch, und ihre Religion ist evangelisch“.
1819:
1 Kretscham, 6 Freigärtner-, 6 Dreschgärtner- und 33 dienstbare Häuslerstellen, 1 Schmiedewohnung, 1 sonstige Feuerstelle, insgesamt 48 Haushalte; 326 Einwohner (155 männlich, 171 weiblich;.319 Lutheraner, 7 Katholiken). Hierzu: Wald-Vorwerk.
1830:
52 Häuser, 365 Einwohner (kath. 8), evangelische Kirche zu Laskowitz, katholische Kirche zu Minken. Hierzu: Waldvorwerk, Vorwerk.
1845:
1 Waldvorwerk (Ziemniak) mit 5 Stellen, 1 Brennerei, 1 Wirtshaus, 51 Häuser, 386 Einwohner (14 katholisch), 8 Handwerker, 1 Händler; 500 Merinoschafe.
1871:
Landgemeinde: 62 Wohngebäude, 126 Haushaltungen, 456 Einwohner (davon 338 ortsgebürtig; 227 männlich, 229 weiblich; 451 evangelisch, 5 katholisch); auf das Waldvorwerk entfallen 2 Wohngebäude mit 17 Einwohnern. Gutsbezirk: 3 Wohngebäude, 19 Haushaltungen, 70 Einwohner (davon 12 ortsgebürtig; 31 männlich, 39 weiblich; 63 evangelisch, 7 katholisch); auf Nebenwohnplätze entfallende Wohngebäude und Einwohner: Rittergut 1 und 60, Forsthaus 2 und 10.
1885:
Landgemeinde: Flächeninhalt 191 ha, davon Ackerland 108 ha, Wiesen 60 ha; Grundsteuer-Reinertrag vom Ackerland 5,87 Mark/ha, von Wiesen 12,53 Mark/ha. 2 Wohnplätze mit 61 Wohngebäuden, 93 Haushaltungen und 449 Einwohnern (davon 209 männlich, 240 weiblich; 439 Evangelische, 9 Katholiken, 1 Jude). Auf das Waldvorwerk entfallen 2 Wohngebäude mit 14 Einwohnern. – Gutsbezirk: Flächeninhalt 490 ha, davon Ackerland 306 ha, Wiesen 97 ha, Holzungen 72 ha; Grundsteuer-Reinertrag vom Ackerland 5,87 Mark/ha, von Wiesen 13,32 Mark/ha, von Holzungen 3,92 Mark/ha. 1 Wohnplatz mit 1 Wohngebäuden, 14 Haushaltungen und 60 Einwohnern (davon 27 männlich, 33 weiblich; 50 Evangelische, 10 Katholiken).
1895:
Landgemeinde: 60 Wohnhäuser, 106 Haushaltungen, 400 Einwohner (davon 189 männlich, 211 weiblich; 393 evangelisch, 7 katholisch); auf das Waldvorwerk entfallen 2 Wohnhäuser und 12 Einwohner. Gutsbezirk: 1 Wohnhaus, 14 Haushaltungen, 43 Einwohner (davon 22 männlich, 31 weiblich; 35 evangelisch, 8 katholisch).
1905:
Landgemeinde: 54 Wohnhäuser, 86 Haushaltungen, 326 Einwohner (Muttersprache: deutsch 326); Gemarkungsfläche 190,6 ha; Grundsteuer-Reinertrag 7,51 Mark/ha.; auf das Waldvorwerk entfallen 2 Wohnhäuser und 9 Einwohner. Gutsbezirk: 1 Wohnhaus, 14 Haushaltungen, 58 Einwohner (Muttersprache: deutsch 57, polnisch 1); Gemarkungsfläche 489,9 ha; Grundsteuer-Reinertrag 7,21 Mark/ha.
1925:
5 Wohnplätze, 59 Wohnhäuser, 86 Haushaltungen, 345 Einwohner (davon 173 männlich, 172 weiblich; 324 evangelisch, 21 katholisch); Flächengröße 1931: 1855,5 ha, Grundsteuer-Reinertrag 5,29 RM/ha.
1935:
356 Einwohner.
1939:
88 Haushaltungen, 315 Einwohner.

Rittergutsbesitzer 1894:

Graf Joh. von Saurma-Jeltsch’sche Erben auf Laskowitz.

Im Einwohnerbuch 1935 genannte Haushaltungsvorstände (Anzahl):
Bachmann (2), Barth, Bartsch, Barufke (4), Begander (4), Biniok, Bochnig (3), Blasche (2), Christ, Dziallas, Freitag (2), Fröhlich (2), Fronzeck (2), Flörecke, Foryschak, Gebühr, Glatz (3), Gadulla, Grabolle (3), Hadrischek, Haja, Hantke (2), Hentschel, Hohle (2), Jäschke (2), Jeschin, Kiesewetter, Klepatz, Konzalla, Kraske (2), Lobe (3), Malguth (3), Moka (2), Moke, Muche, Niedenführ (2), Pieper, Pietsch, Podalsky, Pohl (3), Regel, Reich (2), Reichel (2), Reinhold, Richlig, Richter (2), Rogoll (2), Sandmann, Scheffler, Schewzyk, Schlesier, Scholz, Skripalle, Sorge, Spaniel, Srowig, Stache, Strusch, Synok, Treske (4), Warkus, Wenzel, Wieloch, Woidnik, Woiwode, Wünscher, Zoll.  

Literatur:

Erich Quester, Der Kreis Ohlau in Urkunden der Jahre 1331 – 1398; [Artikelreihe in:] Heimatblatt Strehlen/Ohlau 11/1965-8/1966; Groß-Dupine (später Groß-Eichau) 1/1966, S. 6.

Helmut Vogt, Ostpreußische und Schlesische Ahnenstämme mit Angeheirateten [enthaltend u. a. Barufke und Srowig in Groß Dupine]; in: Archiv Ostdeutscher Familienforscher, Band VII 1979, S. 433-435.

Martin Maskos, Stammliste Maskos aus Groß Dupine, Kreis Ohlau in Schlesien; in: Archiv ostdeutscher Familienforscher, IX/14 (Juni 1985), S. 463-466; aus Klein Dupine S. 469 f..

Annemarie Marks, Gemeinde Groß-Eichau (Groß-Dupine) Stand etwa 1937 [mit Lageplan]; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 11/1997, S. 31.

Annemarie Marks, Zur Geschichte von Laskowitz/Markstädt, Groß-Dupine/Groß-Eichau, Birksdorf; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 7/1998, S. 29; 8/1998, S. 40; 9/1998, S. 33 f.; 10/1998, S. 26.; 11/1998, S. 27 f.; 1/1999, S. 24 f.; 2/1999, S. 26 f.; 4/1999, S. 27; 6/1999, S. 26; 7/1999, S. 27 f.; 8/1999, S. 40 f.

Annemarie Marks, Orts- und Lageplan von Groß Dupine (Groß Eichau); Heimatblatt Strehlen/Ohlau 4/2001, S. 30.

Einwohnerliste um 1937; in: Heimatblatt Strehlen/Ohlau 5/2001, S. 26-27.

Matthias Marks, [Landschaft um] Quallwitz [und] Groß-Dupine (Kreis Ohlau), Heimatblatt Strehlen/Ohlau 1/2004, S. 27 f.

Annemarie Marks, Quallwitz mit Klein Eichau (= Kl. Dupine) und Teichvorwerk; Groß Eichau (= Groß Dupine) mit Eichhof und Waldvorwerk [aus der Homepage von Klaus Kunze]; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 5/2004, S. 31-33.

Matthias Marks, [Aus dem] Inhaltsverzeichnis der vorhandenen Akten des Gutes Saurma/Jeltsch, [betreffend Birksdorf, Dupine, Laskowitz, Quallwitz, Trattaschine]; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 2/2005, S. 27.

Matthias und Annemarie Marks, [Luftbild vom 1.2.1945 von Beckern, Klein und Groß Eichau, Markstädt, Quallwitz]; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 7/2006, S. 27 f.

Heinz Quester, Ortslexikon des Kreises Ohlau/Schlesien, Alfter 2007, S. 56.

Groß Dupine Einwohnerliste (ca. 1937); in: Heimatblatt Strehlen/Ohlau 2/2010, S. 27-29.

Matthias Marks, Ortsplan von Groß Dupine Groß Eichau; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 3/2010, S. 32.

Annemarie Marks, Familien der Heimat – Familie Heinz Fronzek aus Groß-Dupine; in: Heimatblatt Strehlen/Ohlau 9/2011, S. 29-30.

Matthias Marks, Von der Geschichte der Laskowitzer Gegend: Dupine; in: Heimatblatt Strehlen/Ohlau 9/2011, S. 30-31.

Hans Gebuhr, Namensträger Fronzek in Groß Dupine (Groß Eichau) und Umgebung; in: Heimatblatt Strehlen/Ohlau 4/2012, S. 26-27.

Hans Gebuhr, Das Gasthaus Begander in Groß Dupine; in: Heimatblatt Strehlen/Ohlau 5/2012, S. 25.

Annemarie Marks, 80. Geburtstag von Anna Henschel geb. Kiesewetter aus Groß-Dupine (Schlesien); in: Heimatblatt Strehlen/Ohlau 7/2012, S. 26-28.