Forschungsgruppe Kreis Ohlau

Forschungsgruppe Kreis Ohlau, Schlesien, der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher
Klaus Kunze, Stegwiese 35, 51067 Köln

Neuottag mit Vorwerk Neuvorwerk

Neuansiedlung:

Ab 1910: Umsiedlung von Einwohnern aus dem Überschwemmungsgebiet Ottag auf das (1909 vom Preußischen Staat gekaufte) Land des ehemaligen Rittergutes Baumgarten.

Namen: Neuottag, gegründet 1910, amtlich seit 1925
Polnisch: nach 1945: Nowy Otok; jetzt zu Ohlau gehörig
Ortsgründung: Vorwerk „Neuvorwerk“ vor 1819 zum Dominium Baumgarten gehörend; Neuottag ab 1910 als Neuansiedlung hochwassergefährdeter Bewohner von Ottag angelegt
Dorfform: Netzwegedorf
Amtsbezirk: Eisfeld (Stannowitz)
Standesamtsbezirk: Ohlau
evangelische Kirche: Ohlau
katholische Kirche: Ohlau
Entfernung von Ohlau: 2,5 km
Eisenbahnstation: Ohlau
Koordinaten (Neuottag): 51° 56’ N; 17° 15’ Ö

 

1925:
2 Wohnplätze, 28 Wohnhäuser, 44 Haushaltungen, 190 Einwohner (davon 107 männlich, 83 weiblich; 141 evangelisch, 26 katholisch); Flächengröße 1931: 226,9 ha, Grundsteuer-Reinertrag 29,14 RM/ha.
1935:
233 Einwohner.
1939:
57 Haushaltungen, 225 Einwohner.

Im Einwohnerbuch 1935 genannte Haushaltungsvorstände (Anzahl):

Arlt, Barth, Bienas, Feller, Fliege (2), Frost, Gawor (5), Gieschler, Großer (3), Hätscher, Heidenreich, Herbst (5), Hoffmann (4), Jochmann, Kluge, Koslitz (2), Krawietz, Kuppi (2), Landskron (5), Muche, Munder, Neumann, Riedel (9), Rother, Schipke, Schmidt (2), Steweg, Sulitze, Vogt, Warkus, Wasner, Woitas, Wuttke (3).

Literatur:

G. Hallama, Das jüngste schlesische Dorf (Neu-Ottag); in: Schlesien 5/1912, S. 176-178.

Heinz Quester, Ortslexikon des Kreises Ohlau/Schlesien, Alfter 2007, S. 113.