Forschungsgruppe Kreis Ohlau

Forschungsgruppe Kreis Ohlau, Schlesien, der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher
Klaus Kunze, Stegwiese 35, 51067 Köln


Quallwitz mit Klein Eichau (= Kl. Dupine) und Teichvorwerk   

Grundherrschaft:

1683: Konrad Wenzel von Sauerma; 1783: „dem Herrn Baron von Sauerma gehörig“; 1819 und 1830: Graf von Sau[e]rma[-Jeltsch]; 1845: Moritz Graf Saurma-Jeltsch.

Namen: Quallwitz, anfangs Quällwitz; Klein Eichau, bis 1936 Klein Dupine, 1783 Klein-Duppine; Teichvorwerk, im 19. Jahrhundert auch Lazisken
Polnisch: nach 1945: Chwalowice
Ortsgründung: Quallwitz: um 1680; Klein Eichau um 1758
Dorfform: Quallwitz: Gutskolonie; Klein Eichau: desgleichen
Amtsbezirk: Markstädt (= Laskowitz)
Standesamtsbezirk: Markstädt (= Laskowitz)
evangelische Kirche: Markstädt (= Laskowitz)
katholische Kirche: Fünfteichen (= Meleschwitz) Kr. Breslau
Entfernung von Ohlau: 15 km
Eisenbahnstation: Laskowitz-Beckern
Koordinaten (Quallwitz): 51° 02’ N; 17° 23’ Ö

 

1683:
Quällwitz: etwa 20 neue Gärtner- und Häuslerstellen.
1734:
34 Besitzungen.
1783:
Quallwitz: 1 Vorwerk „Quaschiskow“, 173 Einwohner, verteilt auf 42 Haushalte („Feuerstellen“); evangelisch; sprechen „deutsch und polnisch“. Klein-Duppine: 12 Häuser, 51 Einwohner.
1819:
Qual[l]witz: 1 Kretscham, 6 Freigärtnerstellen sowie 36 dienstbare Häuslerstellen, 1 Schmiedewohnung, 1 sonstige Feuerstelle, insgesamt 45 Haushalte; 284 Einwohner (131 männlich, 153 weiblich; 249 Lutheraner, 35 Katholiken). Klein-Duppine: 2 Freigärtnerstellen sowie 10 dienstbare Häuslerstellen, insgesamt 12 Haushalte; 68 Einwohner (30 männlich, 38 weiblich; 68 Lutheraner, 0 Katholiken).
1830:
Quallwitz: 52 Häuser, 344 Einwohner (kath. 49], evangelische Kirche zu Laskowitz, 1 evangelische Schule,, 1 Lehrer. – Hierzu: Teichvorwerk (Vorwerk und Försterei). Klein-Duppine: 14 Häuser, 1 herrschaftliches Vorwerk, 80 Einwohner, ganz evangelisch, evangelische zu Laskowitz, katholische Kirche zu Minken.
1845:
Quallwitz: 1 evangelische Schule, 1 Wirtshaus, 10 Leinweberstühle, 54 Häuser, 407 Einwohner (37 katholisch), 9 Handwerker, 1 Höcker [Höker, Händler]; hierzu: Teichvorwerk (Lazisco) mit 1 herrschaftlichen Försterei und 5 Stellen. Klein-Duppine: 1 herrschaftliches Vorwerk, 13 Häuser, 71 Einwohner (2 katholisch).
1871:
Quallwitz: 58 Wohngebäude, 98 Haushaltungen, 418 Einwohner (davon 322 ortsgebürtig; 199 männlich, 219 weiblich; 392 evangelisch, 26 katholisch). Auf die Colonie Teichvorwerk entfallen 9 Wohngebäude und 60 Einwohner.Klein Dupin (= Duppine): 12 Wohngebäude, 16 Haushaltungen, 63 Einwohner (davon 43 ortsgebürtig; 28 männlich, 35 weiblich; 63 evangelisch, 0 katholisch); auf das Vorwerk entfallen 1 Wohngebäude uns 1 Einwohner.
1885:
Flächeninhalt 263 ha, davon Ackerland 204 ha, Wiesen 42 ha, Holzungen 0,3 ha; Grundsteuer-Reinertrag vom Ackerland 6,27 Mark/ha, von Wiesen 12,53 Mark/ha, von Holzungen 2,35 Mark/ha. 3 Wohnplätze mit 68 Wohngebäuden, 104 Haushaltungen und 455 Einwohnern (davon 215 männlich, 240 weiblich; 431 Evangelische, 24 Katholiken). Auf die Nebenwohnplätze entfallende Wohngebäude und Einwohner: Klein Dupine 13 und 66, Teichvorwerk 6 und 56.
1895:
68 Wohnhäuser, 101 Haushaltungen, 451 Einwohner (davon 216 männlich, 235 weiblich; 426 evangelisch, 25 katholisch); auf die Nebenwohnplätze entfallende Wohnhäuser und Einwohner: Klein Dupine 12 und 57, Teichvorwerk 6 und 44.
1905:
66 Wohnhäuser, 67 Haushaltungen, 380 Einwohner (Muttersprache: deutsch 380); Gemarkungsfläche 263,3 ha; Grundsteuer-Reinertrag 7,42 Mark/ha.; auf die Nebenwohnplätze entfallende Wohnhäuser und Einwohner: Klein Dupine 12 und 68, Teichvorwerk 6 und 42.
1925:
4 Wohnplätze, 69 Wohnhäuser, 101 Haushaltungen, 366 Einwohner (davon 186 männlich, 180 weiblich; 360 evangelisch, 6 katholisch); Flächengröße 1931: 328,4 ha, Grundsteuer-Reinertrag 6,97 RM/ha.
1935:
348 Einwohner.
1939:
95 Haushaltungen, 318 Einwohner.

Im Einwohnerbuch 1935 genannte Haushaltungsvorstände (Anzahl):
Becker, Beinert (3), Beschnitt, Bochnig, Dzialas (2), Dziallas (6), Freitag, Fronzek, Gebuhr, Gerlach (2), Gleis (2), Glufke (4), Govin, Hentschel (2), Hofmeister, Hohle (5), Karrasch, Kaufmann, Kleinert, Kliche, Kosa, Kose (2), Krusch, Kusch (4), Liebske, Lobe, Malguth (4), Mierswa (5), Nowak (4), Pohlit, Reisewitz, Richter (4), Ruhm (3), Runschke, Sabel, Sandmann, Schirdewan, Schubert, Schütze, Smude, Sorof, (2), Stock, Teichmann, Thon, Tinzmann (3), Treske (3), Urban, Wiesner (2), Wiezorek (5), Wittek, Zeckay.

Literatur:

Beschreibung des Ohlauschen Kreises [nach: Friedrich Albert Zimmermann, Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, Brieg 1783]: Laskowitz, Minken, Ottag, Paperwitz, Peisterwitz, Quallwitz, Rodeland, Steindorf, Trattaschine, Zelline; Heimatbl. Strehl./Ohlau 3/1995, S. 5 f.

Annemarie Marks, Lageplan von Quallwitz, Heimatblatt Strehlen/Ohlau 4/1998, S. 24 f.

Annemarie Marks, Die Schule in Quallwitz; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 11/1998, S. 28 f.

Matthias Marks, Quallwitz [im Jahre 2000]; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 3/2002, S. 29 f.

Annemarie und Matthias Marks, Familie Glufke [in] Quallwitz, Kreis Ohlau; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 2/2001, S. 30 f.

Annemarie und Matthias Marks, 2. Familientreffen Glufke [aus Quallwitz], Heimatblatt Strehlen/Ohlau 4/2002, S. 29 f.

Matthias Marks, [Landschaft um] Quallwitz [und] Groß-Dupine (Kreis Ohlau), Heimatblatt Strehlen/Ohlau 1/2004, S. 27 f.

Annemarie Marks, Quallwitz mit Klein Eichau (= Kl. Dupine) und Teichvorwerk; Groß Eichau (= Groß Dupine) mit Eichhof und Waldvorwerk [aus der Homepage von Klaus Kunze]; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 5/2004, S. 31-33.

Bodo Becker, Winter in Quallwitz; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 1/2005, S. 3, 2/2005, S. 3 f.

Matthias Marks, [Aus dem] Inhaltsverzeichnis der vorhandenen Akten des Gutes Saurma/Jeltsch, [betreffend Birksdorf, Dupine, Laskowitz, Quallwitz, Trattaschine]; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 2/2005, S. 27.

Annemarie Marks, Quallwitz – Einwohnerliste ca. 1937; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 3/2005, S. 30 f.

Matthias und Annemarie Marks, [Luftbild vom 1.2.1945 von Beckern, Klein und Groß Eichau, Markstädt, Quallwitz]; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 7/2006, S. 27 f.

Heinz Quester, Ortslexikon des Kreises Ohlau/Schlesien, Alfter 2007, S. 85 (Klein Eichau) und S. 125 (Quallwitz).

Annemarie und Matthias Marks, Izabella Kertész, Die Glufkes in Brasilien; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 10/2007, S. 30 f.; 11/2007, S. 35; 1/2008, S. 27 f.; 2/2008, S. 23 f.; 3/2008, S. 26; 4/2008, S. 24 f.

Ein Bericht über die Familie Hohle, wohnhaft in ehemals Klein Dupine im Kreis Ohlau Schlesien von Karin Fritsch, ehemals Birksdorf; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 5/2009, S. 17 f.

Matthias Marks, Wie unser schlesisches (ev.) Gesangbuch entstanden ist; in: Heimatblatt Strehlen/Ohlau 4/2010, S. 28.

Annemarie und Matthias Marks, Die Volksschule in Quallwitz; in: Heimatblatt Strehlen/Ohlau 1/2011, S. 36-37.

Bodo Becker, Winter in Quallwitz; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 1/2011, S. 23-25.

Matthias Marks, [Die Landschaft um Quallwitz – vor etwa 250 Jahren]; in: Heimatblatt Strehlen/Ohlau 3/2011, S. 28 f.

Hans Gebuhr, Namensträger Hohle in Quallwitz und Umgebung; Heimatblatt Strehlen/Ohlau 6/2012, S. 27.

Eberhard Bittner, Zum Nordzipfel des Landkreises Ohlau; aus Heimatblatt Strehlen/Ohlau, November 1984; in: Heimatblatt Strehlen/Ohlau 6/2013, S. 28 f.

[Bettina Brümann,] Auf dem Weg zur Wiege – ein ungewöhnlicher Reisebericht [Quallwitz]; in: Heimatblatt Strehlen/Ohlau 4/2015, S. 3-6; 5/2015, S. 2-3.