Klaus Kunze

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Die Affen, die Woken und wir

Fiktionales Denken vom Affen bis zur Politik: Vaihingers ‚Als-ob‘ als Schlüssel zur Ideologiekritik

So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
Den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
Doch davon mal abgesehen und
bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.
Erich Kästner

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt …

Mit unseren haarigen Verwandten teilen wir eine bemerkenswerte geistige Fähigkeit. Wie gestern im Magazin Science nachzulesen war, können Bonobos fiktional denken: Sie durchschauen das „So-tun-als-ob-Spiel“ mit einer fiktiven, also bloß ausgedachten „Realität“. Die Forscher der Johns- Hopkins-University kommen zu dem Ergebnis, daß Bonobos sich Dinge vorstellen können, die nicht real sind:

Sekundäre Repräsentationen ermöglichen es unserem Geist, sich vom Hier und Jetzt zu lösen und imaginäre, hypothetische oder alternative Möglichkeiten zu generieren, die von der Realität entkoppelt sind.

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Wiedergeburt Deutschlands ohne Glauben?

Hinter die Kulissen blicken

Die Kulissen der westlichen Wertegemeinschaft und UnsererDemokratie sind durchsichtig geworden. Dahinter sehen wir die politischen Akteure der nackten Macht. Sie hantieren mit salbungsvollem Wortgeklingel, an das sie selbst nicht mehr glauben.

Das ist bezeichnend für Epochenbrüche. 1789 glaubten auch viele Franzosen nicht mehr an Gottesgnadentum. Die historischen Folgen sind bekannt. Wenn die ideologischen Erklärungsmuster herrschender Kreise der großen Masse gar nichts mehr erklären und keine Lösungen liefern, ereignet sich – Geschichte.

In Europa hatte es drei große Phasen der Aufklärung darüber gegeben, daß die Glaubenswahrheiten der herrschenden Eliten nur Kopfgeburten waren: die vorsokratische Aufklärung in Griechenland[1], der Humanismus[2] und zuletzt die vollendete Aufklärung im 18. Jahrhundert[3].

Jeder Epoche der Aufklärung war wiederum eine Welle neuer Ideologisierung gefolgt. Die breite Masse fröstelt es bei der Vorstellung, daß unserem Leben kein „höherer“ Sinn vorgegeben ist. Weiterlesen

Sind sie unten, fressen sie uns aus der Hand …

Alle Sekten sind unter der Verfolgung demütig

Mit den Grundsätzen der religiösen Toleranz und Glaubensfreiheit und des daraus abgeleiteten Multikulturalismus hebt der Liberalismus sich an seinen inneren Widersprüchen selbst auf. Das Grundgesetz UnsererDemokratie verkörpert in Reinkultur das liberale Dogma, der Staat müsse sich religiös neutral verhalten. Blind soll er sich stellen auch angesichts von Religionen, die sein Gegenbild verkörpern: Intoleranz gegen Andersgläubige, ihre Unterwerfung unter angeblich göttliche Befehle und Verbote bis hin zu so mörderischen Konsequenzen wie in der Scharia.

Einst hieß es doch, man solle aus der Geschichte lernen. Jahrzehntelang lehrte man Kinder aber nur das ewiggleiche Zwölfjahresmantra. Vor allem im Westen wurden mehrere Generationen so indoktriniert und historisch dumm gehalten, daß sie von unseren deutschen Erfahrungen mit religiösem Fanatismus noch nie gehört haben. Von alter Schule war da ausgerechnet ein katholischer Erzbischof noch, der Kölner Kardinal Meißner (1933-2017). Weiterlesen

Konservativ oder rechts?

Emotionaler Zustand versus bewußtes Weltbild

Ohne rationales Denken und begriffliche Distinktion ist kein Durchblick möglich. Wer auf einer politischen oder medialen Bühne auftritt, läßt sehr schnell erkennen, wes‘ Geistes Kind er ist. Schlüsselworte wie Gerechtigkeit oder Freiheit sind verbale Feldzeichen im Getümmel der Meinungen.

Die bürgerlichen Kräfte stehen seit Jahren unter linkem Druck. Das Bürgertum ist der Linken in allen seinen Erscheinungsformen tief verhaßt. Es ist zugleich geistig weitgehend wehrlos und sprachlos. Sprachlos ist es, weil es die Worte und Schlüsselbegriffe verlernt hat, sein eigenes Denken auszudrücken. Wehrlos ist es, weil bürgerliche Feigheit überall vor den Zumutungen linker Kulturkämpfer einknickte und sich angesichts von Political Correctness willfährig sprachlos machen ließ. Zu den linken Hauptwaffen gehört seit Jahrzehnten die Verunglimpfung alles Bürgerlichen als faschistisch oder „Nazi“.

Wenn wir begrifflich und rational klären wollen, wer wir eigentlich sind und was wir wollen, müssen wir deutlich unterscheiden:

Konservativ zu sein ist eine allgemeine emotionale Haltung, rechts zu sein erfordert dagegen eine innere Entscheidung für konkrete, unverzichtbare Dinge wie Familie, Volk, politische Freiheit dieses Volkes und so fort. Weiterlesen

Wir sollen vergessen

Der Zeitgeist unserer woken Ideologen behauptet, Deutschland und das deutsche Volk gebe erst seit 1871. Die Narren können Staaten nicht von Völkern unterscheiden! Städte und Länder hat man uns genommen und will und jetzt noch unsere Erinnerungen rauben. Ziel ist die Zersetzung unserer Identität.

Fabian Frangk von Aßlaw in Schlesien, Freyer künste magister, Burger zu Buntzlaw, wündscht heil dem Leser„. So beginnt das m.W. älteste deutsche Grammatikbuch. Geschrieben hat es Magister Fabian Frangk aus Aslau nordöstlich von Bunzlau, und gedruckt wurde es 1530 in Straßburg.

„Daß wir Deutsche neben andern Nationen in unserer Sprache nicht so ganz ungeschickt befunden würden, hab ich den jungen deutscher Zung Ungeübten und den recht regulierten deutschen Liebhabern diesen kurzen Unterricht zur Anweisung, sich darinnen zu üben, vorschreiben wollen.“

Fabian Frangk, 1530

Wir vergessen aber nicht Aslau bei Bunzlau und nicht die deutsche Stadt Straßburg. Weiterlesen

Grundgesetzänderung zum Schutz der sexuellen Identität?

Nach einem Gesetzentwurf der Bundestags-Fraktionen FDP, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN von 2019 (BT-Drucksache 19/13123 vom 12.9.2019) hatte das Grundgesetz geändert werden sollen:

In Artikel 3 Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 100-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 28. März 2019 (BGBl. I S. 404) geändert worden ist, werden nach den Wörtern „wegen seines Geschlechtes,“ die Wörter „seiner sexuellen Identität,“ eingefügt.

Was die linken Parteien 2019 nicht hatten durchsetzen können, wird zur Zeit unter anderem von den CDU-Linken Wüst, Günter und Wegener aufgegriffen und soll durch eine Bundesrats-Initiative durchgedrückt werden. Der öffentlich-rechtliche Sender rbb24 berichtet erwartungsgemäß wohlwollend:

Berichterstattung des rbb24 am 26.9.2024

Das Land Berlin hatte den Vorschlag in der Länderkammer eingebracht, weitere Länder schlossen sich an.

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Unter der Herrschaft des Parteienblocks und seiner Verbände

Wie sich Macht verankert

Wer sich noch erstaunt die Augen reibt, wie eine (z.Z. demoskopische) 15-%-Partei wie die SPD gleich zwei Sitze im Bundesverfassungsgericht durchsetzen will und wird, der hat die grundlegende Konstruktion unseres Verfassungssystems nicht verstanden. Sie ermöglicht es Parteien und anderen Interessenverbänden, sich in die Lücke zwischen Wahlvolk und Staat einzuschummeln. Der Wille des Wahlvolks, wie er sich zuletzt in der Bundestagswahl 2024 geäußert hat, richtete sich auf keine Fortsetzung linksliberaler Politik.

Der mehrheitliche Wille zu einem Ende der linken Experimente und hin zu realer Interessenpolitik scheitert am Widerstand eines Parteienblocks mit Einheitsmeinung, wie er sich jetzt beispielhaft in Köln zeigte: In einem „Fairnesabkommen“ verpflichteten sich alle Parteien außer der AfD, die Migrationsprobleme nicht kritisch zu einem Wahlkampfthema zu machen.

Henryk M. Broder über die antidemokratische Vereinbarung zu Köln! Sieben Parteien verabreden ein Migrations-Tabu gegen die AfD – das wichtigste Bürgerthema wird schlichtweg zensiert 🙈🙉🙊 Diese institutionelle Manipulation des Wahlkampf’s stellt einen fundamentalen Angriff auf die demokratische Meinungsbildung dar.

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