Klaus Kunze

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Der Staat packt seine Folterwerkzeuge aus

Der Beamtenstatus begründet ein öffentlich-rechtliches Dienst- und Treueverhältnisse. Welcher Geist oder Ungeist in einem Staate herrscht, erkennen wir im Umgang mit seinen Beamten.

Immerhin hat der 2. Wehrdienstsenat des Bundesverwaltungsgerichts[1] den beamteten Hauptfeldwebel am 8. Oktober 2026 freigesprochen. Der Mann hatte jahrelang mit den besten Dienstzeugnissen treu gedient. Im Kosovo und in Afghanistan hatte er für diesen Staat Leben und Gesundheit riskiert.

Aber dann machte er einen Fehler. Jedenfalls nach Meinung des Wehrdisziplinaranwalts (WDA) war es einer. Er teilte nämlich am 21.4.2026 auf Facebook einen Witzbeitrag des Schauspielers Ingo Kantorek:

Mit diesem Witz, legte ihm der WDA zur Last, habe der Soldat gegen seine „politische Treuepflicht“ verstoßen. Außerdem hatte er am 13. April 2017 einem Bericht der Identitären Aktion Deutschland über eine Demonstration „Gegen Staatswillkür und Islamismus“ durch Anklicken des „Gefällt-mir“-Feldes zugestimmt. Weiterlesen

Der allwissende Idiot

Ängste vor einem “Untergang der Menschheit” durch die Gefahren künstlicher Intelligenz hatten bisher vor allem in spannenden Science-Fiction-Romanen und –Filmen Ausdruck gefunden. Menschliche Urängste wurden schon immer in Erzählungen verarbeitet. Die germanischen Götter bekämpfen die Frostriesen, Siegfried den Drachen und der Erzengel Michael den Teufel, doch fanden die wechselnden Bösewichter immer würdige Nachfolger. Für Hollywood machten sie sich bezahlt: Das Publikum schauderte vor “Formicula”, den Riesenameisen, King Kong und Godzilla, vor UFOs, Killerviren und zuletzt vor einer übergeschnappten künstlichen Intelligenz. Wie wir in dem Dreiteiler “Matrix” erleben durften, haben KIs kein anderes Hobby, als die Menschen auszurotten.

Nun haben die jüngsten KI-Modelle, hinterlistig wie sie nun mal sind, den Sprung aus ihrem Sandkasten geschafft! Brav ihrem Auftrag folgend lösten sie ein ihnen gestelltes Problem und griffen dabei auf externe Quellen im Internet zu. Weiterlesen

Systemkollaps

Das oligarchische System kollabiert. Ein Modewort der Klimajünger und anderer Propheten ist das Wort Kippunkt. Die Wahl in Sachsen-Anhalt läßt aus soziologischer Sicht einen echten Kippunkt erwarten. In meinem Buch Der totale Parteienstaat hatte ich 1994 prophezeit, daß nur durch plebiszitäre Abstimmungen das oligarchische System aus CDUCSUSPDFDP aufgebrochen werden kann, das sich den Staat schon damals zur Beute gemacht hatte.

Im Lauf der Zeit wurde hinter der demokratischen Fassade ein System etabliert, in dem völlig andere Regeln gelten als die des Grundgesetzes.

Hans Herbert von Arnim: Das System. Die Machenschaften der Macht, 2001, S. 26.

Der Kippunkt ist nicht mit dem vollständigen Umsturz eines Systems zu verwechseln. Er bezeichnet den Punkt, an dem eine geringe weitere Veränderung genügt, um eine sich selbst verstärkende Entwicklung in Gang zu setzen. Genau diesen Punkt hat Sachsen-Anhalt erreicht. Weiterlesen

Gestalt und Verfall der deutschen Nation

Ordnung aus Chaos: Die Ontologie unseres Werdens und Vergehens

Neuerscheinung

Nichts Menschliches ist für die Ewigkeit geschaffen. Reiche entstehen und vergehen, Kulturen blühen auf und zerfallen, Völker treten auf die Bühne der Geschichte und verschwinden wieder. Aber warum geschieht das? Welche Kräfte lassen Ordnung entstehen, und welche führen zu ihrem Verfall? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Buch Gestalt und Verfall der deutschen Nation. Es kann beim Verlag oder in Buchhandlungen bestellt werden.

Familien, Kirchen, Unternehmen, Staaten, Völker und Nationen existieren nicht nur in den Köpfen der Menschen. Sie sind reale Ordnungsgebilde mit Eigenschaften und Wirkungen, die sich nicht auf ihre einzelnen Mitglieder zurückführen lassen. Diese Erkenntnis betrifft nicht nur die Philosophie. Von ihr hängt ab, wie wir Kultur, Geschichte, Gemeinschaft und letztlich auch uns selbst verstehen.

Auf der Suche nach der Letztbegründung

Die moderne Aufklärung hat zahlreiche überkommene Vorstellungen beseitigt. Weiterlesen

Das deutsche Volk ist real …

… auf dem schmalen Grat zwischen Entropie und Emergenz

Doch – es gibt das deutsche Volk tatsächlich. Es ist Bestandteil unserer Realität. Aber unsterblich ist es nicht. Unsere linksgrünen Dekonstruktivisten erkennen mit ihren spärlichen Denkbemühungen nicht, daß es auch Wald gibt, nicht nur Bäume. Wir wollen das hier philosophisch nachweisen und einen kleinen Ausflug in die Ontologie wagen. Der Ausflug lohnt sich für jeden, der an der Front politischer Debatten höhnisch niedergemacht werden soll, weil er für ein deutsches Volk jenseits von Staatsgrenzen und Paßfragen kämpft.

Die Stadt der ewig Blinden

Es gibt tatsächlich geistig Blinde, die nicht erkennen, was doch augenfällig ist. Die Seherin Kassandra sah den Untergang Trojas voraus, aber niemand glaubte ihr.

Warum warfest du mich hin
In die Stadt der ewig Blinden
Mit dem aufgeschloßnen Sinn?

Friedrich Schiller, Kassandra

Die Ontologie ist seit den Vorsokratikern die Lehre vom Sein. Weiterlesen

Das entwaffnende Lächeln UnsererDemokraten

UnsereDemokraten möchten alle entwaffnen, denen sie nicht trauen. Anfang 2026 gab es in Deutschland etwa 3,05 Millionen gültige waffenrechtliche Erlaubnisse. Statistisch nach den Wahlergebnissen gesehen würde etwa ein Drittel davon, also eine Million, auf verdächtige Gesellen entfallen. Der Verwaltungsgerichtshof Hessen hat UnserenDemokraten am 16.4.2026 die Flügel gestutzt. Ich publiziere den Beschluß (8 B 666/24) hier.

Der Anlaß

Am 26.1.2024 entzog sein Heimatlandkreis einem Bürger die waffenrechtlichen Erlaubnisse. Der unbescholtene Mann hatte nämlich bei einem Montagsspaziergang am 30.9.2022 ein Transparent getragen: „Stoppt Habecks Wirtschaftskrieg gegen das eigene Volk!“

Solche Leute sind aus Behördensicht gefährlich. Das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen hatte der Waffenbehörde am 22.3.2023 ausführlich mitgeteilt, der Mann werde seit 2021 „dem Phänomenbereich Rechtsextremismus zugerechnet“. Zwar war er kein Mitglied irgendeiner Partei. Aber am 27.2.2021 sei er als Zuhörer auf einer Wahlkampfveranstaltung der NPD identifiziert worden. Weiterlesen

Der Metaphysiker Habermas und seine Diskursutopie sind tot

Jürgen Habermas‘ (1929-2026) zeitweise modische Diskursutopie ist schon lange widerlegt und tot. Sie vegetiert noch vor sich hin, wo seine Schüler auf Lehrstühlen professorale Pfründen genießen.

Habermas behauptete von sich, eine nachmetaphysische Theorie sozialen Handelns gefunden zu haben: die Kommunikationstheorie. Bei ihrer Analyse erweist sich aber, daß Habermas ein intellektueller Blender und Hochstapler war. Er bediente sich selbst handfester metaphysischer Glaubenssätze, wie wir hier sehen werden.

Dieser Text muß sich mit seinem meist unverständlichen Wortgeschwurbel auseinandersetzen, um das aufzuzeigen. Von denen, die Habermas hoch dekorierten, hat ihn nicht einer selbst gelesen. Darauf deutet vieles hin. Er reiht sich nämlich ein in eine Tradition schwer verständlicher Philosophen wie vor ihm Hegel und Heidegger mit ihrer je eigenen schwer verdaulichen Begriffssprache.

Davon möchte dieser Text sich abheben, ist aber, wie sein Thema, rein philosophisch und setzt etwas mehr geistige Arbeit voraus als eine Hommage an Habermas in einer Tageszeitung. Weiterlesen

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