Klaus Kunze

Wann kommt der Bürgerkrieg?

Wer „irreversibel“ sagt, will einfach nicht nachdenken, oder ist denkfaul und fantasielos. Als ich vor 1989 jahrelang die Wiedervereinigung gefordert hatte, nannten solche Leute mich einen „Revisionisten“. Die „Ergebnisse des zweiten Weltkriegs“ seien irreversibel.

Bundeskanzler Merz bezeichnet die Sprengung der Atomkraftwerke als irreversibel. Er will nur darum keine neuen, weil er weiß, daß die SPD ihm eine Rückkehr zur Kernkraft nicht erlauben würde. Er sagt aber nicht die ganze Wahrheit, denn mit der AfD in seiner Regierung ginge das sehr wohl.

Zu den Denkgewohnheiten seiner Restwähler, vor allem über 70jährige Tagesschau-Gucker, gehören viele altbundesrepublikanische Glaubenssätze. Zum Beispiel leben wir ja in einer Demokratie, sogar einer „wehrhaften“, Das sei wegen der Ewigkeitsklausel des Grundgesetzes irreversibel, Art. 79 III GG.

Während dessen analysieren namhafte Soziologen bereits, ob es mittelfristig in den westeuropäischen Staaten zu Bürgerkriegen kommen wird und welche strukturellen Gründe dafür verantwortlich sind. Weiterlesen

Gibt es Neger ?

Es gibt keine Rassen, aber ….

Nach Meinung mancher Leute gibt es keine schlimmere Sünde wider den heiligen Geist des Antirassismus, als Menschen als Neger zu bezeichnen. Das ist lustig, weil es aus genetischer Sicht keine Rassen und aus philosophischer Sicht keine Neger gibt. Das sind nur Wortkonstrukte. Es gibt außerhalb unserer Köpfe auch keine Breitengrade und keine Sünde. Alles sind nur Vorstellungen und Verstandeskategorien.

Es gibt noch nicht einmal mehr die klassischen, von Carl von Linné in die Wissenschaft eingeführten Arten! Man tut nur aus praktischen Gründen so, als ob es sie gäbe.

Was sagen Biologen zum Artbegriff?

Früher war die Biologenwelt einfach: Was sich miteinander fortpflanzte, galt als gute Art, Hybride als Ausrutscher der Evolution. Heute gilt das nicht mehr: von der Pflanze über den Schmetterling bis zum Bären.

Jetzt fangen Sie bitte nicht an, sich zu langweilen! Weiterlesen

Deutschland, der reuige Staat

Muhammad Sabbah zum heutigen Selbstverständnis deutscher Staatlichkeit

Vorbemerkung von Klaus Kunze

Der Autor der nachstehenden Stellungnahme wurde 1982 in Tulkarm geboren. Er studierte „Philosophy of Mind“ an der Palestine Technical University – Kadoorie – Tulkarm zum Hauptthema: Philosophie des Geistes. Als palästinensischer Flüchtling war in Syrien und studierte in Damaskus Philosophie. Nach dem Krieg zog er in die Türkei. Auf Facebook ist er regelmäßiger Teilnehmer der Philosophie-Gruppe Deutschland.

Er erweist sich dort als profunder Kenner der deutschen Philosophie und führt Oswald Spengler im Profil: „Die Kultur formt sich selbst, bevor der Staat erwacht.“

Armin Mohler formulierte einst den Begriff des Nasenringes, mit dem man uns Deutsche durch die Manege zerrt. Bei einem maßgeblichen Teil der Publizistik und der Politik funktioniert dieser noch immer. Es gab aber gegen solche Instrumentalisierungen schon vor hundert Jahren den Begriff des heimlichen Deutschland.

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CDU-Parteitag – nichts Neues im Parteienstaat

Die CDU hat ihren Bundesparteitag beendet und Friedrich Merz mit 91% der Delegiertenstimmen wiedergewählt. Wer sich aus konservativer Seite Hoffnungen auf ein schlechteres Ergebnis gemacht hat, wurde enttäuscht.

Enttäuscht sein kann aber nur, wer sich vorher getäuscht hat. Als Alice Weidel am 16.2.2025 im Fernsehen auf den Kopf zusagte, daß er starke Ankündigungen machte, obwohl er nicht die Absicht hatte, seine Versprechen zu erfüllen, sah man seinem verlegenen Gesicht an: Da war ein politischer Hochstapler kalt erwischt worden.

Trotzdem haben viele schlichte Gemüter seine Wahlversprechen geglaubt. Immer wieder – zuletzt bei Fragen von Rentenreform und Schuldenbremse – muckten sogar junge CDU-Nachwuchspolitiker auf und widersprachen. Gewählt haben sie ihn jetzt offenbar mehrheitlich doch.

Es geht wie immer um Macht, Einfluß, Geld und das Abweiden von Pfründen. Das ist ein soziologischer Befund und keine „populistische“ Elitenkritik. Weiterlesen

Die Affen, die Woken und wir

Fiktionales Denken vom Affen bis zur Politik: Vaihingers ‚Als-ob‘ als Schlüssel zur Ideologiekritik

So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
Den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
Doch davon mal abgesehen und
bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.
Erich Kästner

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt …

Mit unseren haarigen Verwandten teilen wir eine bemerkenswerte geistige Fähigkeit. Wie gestern im Magazin Science nachzulesen war, können Bonobos fiktional denken: Sie durchschauen das „So-tun-als-ob-Spiel“ mit einer fiktiven, also bloß ausgedachten „Realität“. Die Forscher der Johns- Hopkins-University kommen zu dem Ergebnis, daß Bonobos sich Dinge vorstellen können, die nicht real sind:

Sekundäre Repräsentationen ermöglichen es unserem Geist, sich vom Hier und Jetzt zu lösen und imaginäre, hypothetische oder alternative Möglichkeiten zu generieren, die von der Realität entkoppelt sind.

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Wiedergeburt Deutschlands ohne Glauben?

Hinter die Kulissen blicken

Die Kulissen der westlichen Wertegemeinschaft und UnsererDemokratie sind durchsichtig geworden. Dahinter sehen wir die politischen Akteure der nackten Macht. Sie hantieren mit salbungsvollem Wortgeklingel, an das sie selbst nicht mehr glauben.

Das ist bezeichnend für Epochenbrüche. 1789 glaubten auch viele Franzosen nicht mehr an Gottesgnadentum. Die historischen Folgen sind bekannt. Wenn die ideologischen Erklärungsmuster herrschender Kreise der großen Masse gar nichts mehr erklären und keine Lösungen liefern, ereignet sich – Geschichte.

In Europa hatte es drei große Phasen der Aufklärung darüber gegeben, daß die Glaubenswahrheiten der herrschenden Eliten nur Kopfgeburten waren: die vorsokratische Aufklärung in Griechenland[1], der Humanismus[2] und zuletzt die vollendete Aufklärung im 18. Jahrhundert[3].

Jeder Epoche der Aufklärung war wiederum eine Welle neuer Ideologisierung gefolgt. Die breite Masse fröstelt es bei der Vorstellung, daß unserem Leben kein „höherer“ Sinn vorgegeben ist. Weiterlesen

Sind sie unten, fressen sie uns aus der Hand …

Alle Sekten sind unter der Verfolgung demütig

Mit den Grundsätzen der religiösen Toleranz und Glaubensfreiheit und des daraus abgeleiteten Multikulturalismus hebt der Liberalismus sich an seinen inneren Widersprüchen selbst auf. Das Grundgesetz UnsererDemokratie verkörpert in Reinkultur das liberale Dogma, der Staat müsse sich religiös neutral verhalten. Blind soll er sich stellen auch angesichts von Religionen, die sein Gegenbild verkörpern: Intoleranz gegen Andersgläubige, ihre Unterwerfung unter angeblich göttliche Befehle und Verbote bis hin zu so mörderischen Konsequenzen wie in der Scharia.

Einst hieß es doch, man solle aus der Geschichte lernen. Jahrzehntelang lehrte man Kinder aber nur das ewiggleiche Zwölfjahresmantra. Vor allem im Westen wurden mehrere Generationen so indoktriniert und historisch dumm gehalten, daß sie von unseren deutschen Erfahrungen mit religiösem Fanatismus noch nie gehört haben. Von alter Schule war da ausgerechnet ein katholischer Erzbischof noch, der Kölner Kardinal Meißner (1933-2017). Weiterlesen

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