Klaus Kunze

Kategorie: Geschichte Seite 1 von 21

Konservativ oder rechts?

Emotionaler Zustand versus bewußtes Weltbild

Ohne rationales Denken und begriffliche Distinktion ist kein Durchblick möglich. Wer auf einer politischen oder medialen Bühne auftritt, läßt sehr schnell erkennen, wes‘ Geistes Kind er ist. Schlüsselworte wie Gerechtigkeit oder Freiheit sind verbale Feldzeichen im Getümmel der Meinungen.

Die bürgerlichen Kräfte stehen seit Jahren unter linkem Druck. Das Bürgertum ist der Linken in allen seinen Erscheinungsformen tief verhaßt. Es ist zugleich geistig weitgehend wehrlos und sprachlos. Sprachlos ist es, weil es die Worte und Schlüsselbegriffe verlernt hat, sein eigenes Denken auszudrücken. Wehrlos ist es, weil bürgerliche Feigheit überall vor den Zumutungen linker Kulturkämpfer einknickte und sich angesichts von Political Correctness willfährig sprachlos machen ließ. Zu den linken Hauptwaffen gehört seit Jahrzehnten die Verunglimpfung alles Bürgerlichen als faschistisch oder „Nazi“.

Wenn wir begrifflich und rational klären wollen, wer wir eigentlich sind und was wir wollen, müssen wir deutlich unterscheiden:

Konservativ zu sein ist eine allgemeine emotionale Haltung, rechts zu sein erfordert dagegen eine innere Entscheidung für konkrete, unverzichtbare Dinge wie Familie, Volk, politische Freiheit dieses Volkes und so fort. Weiterlesen

In Persien brodelt es wieder

Wieder einmal versuchen die Iraner, sich gegen das totalitäre Mullah-System zu erheben. Von unseren Staatsmedien wenig beachtet, brodelt es in Teheran und anderen Städten. Die Perser als Staatsvolk, im Iran auch lebende Kurden und andere haben nach 46 Jahren die Nase gestrichen voll von islamischen Gesetzen, Frauenverhüllung, geistiger Inzucht, Armut und Mißwirtschaft.

Es ist nicht der erste Aufstand. Wie auch immer er diesmal ausgeht: ein gutes Signal für die Freiheit. Wer mag schon Pressezensur, religiösen Zwang und alle die bekannten Herrschaftstechniken. Die Glaubensinhalte sind im Iran andere als in der EU. Die Herrschaftstechniken aber konvergieren zunehmend. Das macht den Aufstand im Iran für uns aktuell und interessant.

Ein Twitterer mit dem Decknamen Elica Le Bon schreibt heute:

Junge linke Frauen hielten 1979 ein Bild von Ayatollah Khomeini hoch und forderten eine moderne Version der Intifada.

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Die Facetten des Kulturkampfes

Heinrich der Löwe, steh uns bei!

Kulturkämpfe kann man nur auf dem Felde der Kultur gewinnen. Weil sie Kämpfe sind, sind sie immer politisch. Ob irgendein Sachgebiet politisch ist, ist immer eine politische Frage.

Daß „Erinnerungskultur“ hochpolitisch ist, wissen wir schon lange. Wir sind indoktriniert, an welchen Gräbern und Mahnmalen wir gefälligst zu knien und zu schweigen haben und welcher Toten wir besser nicht gedenken. Es ist eine spätbürgerliche Illusion, es könne eine unpolitische Kultur geben.

Heute besteht der links-grün-woke Kulturkampf darin, daß man uns unsere Kultur nehmen will. Wir sind in der Defensive. Man will uns ein anderes Geschichtsbild aufzwingen, in dem Germanen eine Erfindung sind und in dem es Deutschland zwar erst seit dem 19. Jahrhundert gab und ein deutsches Volk sowieso nicht gibt, was aber nicht hindert, diesem Volk kollektiv eine „Kolonialschuld“ und andere schlimme Dinge anzulasten. Weiterlesen

Wir sollen vergessen

Der Zeitgeist unserer woken Ideologen behauptet, Deutschland und das deutsche Volk gebe erst seit 1871. Die Narren können Staaten nicht von Völkern unterscheiden! Städte und Länder hat man uns genommen und will und jetzt noch unsere Erinnerungen rauben. Ziel ist die Zersetzung unserer Identität.

Fabian Frangk von Aßlaw in Schlesien, Freyer künste magister, Burger zu Buntzlaw, wündscht heil dem Leser„. So beginnt das m.W. älteste deutsche Grammatikbuch. Geschrieben hat es Magister Fabian Frangk aus Aslau nordöstlich von Bunzlau, und gedruckt wurde es 1530 in Straßburg.

„Daß wir Deutsche neben andern Nationen in unserer Sprache nicht so ganz ungeschickt befunden würden, hab ich den jungen deutscher Zung Ungeübten und den recht regulierten deutschen Liebhabern diesen kurzen Unterricht zur Anweisung, sich darinnen zu üben, vorschreiben wollen.“

Fabian Frangk, 1530

Wir vergessen aber nicht Aslau bei Bunzlau und nicht die deutsche Stadt Straßburg. Weiterlesen

„Krieg steht vor der Tür – hauen wir ab“ ?

Seit Jahrzehnten jaulen uns unsere Feiglinge dieselbe Melodie vor: „Frieden schaffen ohne Waffen!“

Sie leben in ihren Wunschträumen. Ihre Parolen sind die Angstschreie ihrer selbstquälerischen Seelen. Als vor Jahrzehnten der NATO-Doppelbeschluß zur Nachrüstung mit Raketen gefaßt wurde, beherrschten sie die Straßen und Plätze. Unter friedensbewegte Demonstranten in Batikhemden und Jesuslatschen mischten sie die Kader der Maoisten und Stamokap-Leute. Moskau und Pankow jubelten und unterstützten „die gute Sache des Weltfriedens“.

Passiert ist nach der Nachrüstung nichts. Natürlich nicht. Die kommunistischen Bonzen in Ost-Berlin und Moskau hingen natürlich genauso an ihrem Leben wie unsere geliebten amerikanischen „Freunde“. Darum hatte ich damals und habe ich auch heute keine Angst vor einem Atomkrieg. Ich weiß nicht, wieviele bezahlte Trolle Moskaus heute im Internet unterwegs sind und Angst zu erzeugen suchen.

Facebook-Gruppe „Stadtbild Köln“, Screenshot vom 28.8.2025, Foto: Endkampf in der Marzellenstraße in Köln, März 1945)

Die geheimdienstliche Methode lautet „Zersetzung“, nämlich der inneren Stärke eines möglichen Feindes. Weiterlesen

Bücherwurm im Bücherturm

Hatten Sie bei einem ansprechenden Buch auch schon einmal das Gefühl, der Autor spräche zu Ihnen? Ich stelle mir das immer vor. Gewöhnlich analysiere, seziere oder dekonstruiere ich in diesem Blog ja gern das intellektuelle Neobarbarentum unserer Tage. Jetzt aber ist Ferienzeit, Zeit für Muße und Entspannung. So lade ich Sie zu einem eher phantasievollen, einem konstruktiven Spaziergang ein.

Er wird uns in die von Büchern berauschte Vorstellungswelt großer Autoren führen. Sie alle teilen meine bibliophilen Neigungen, kennen sogar bibliomane Sehnsüchte, und sie haben literarische Altäre und Tempel ihrer Leidenschaft errichtet: die Bibliotheken ihrer Wunschträume. Hier finde auch ich mein innerstes Zuhause.

Noch steht der Wohnturm, in dem Michel de Montaigne (1533-1592) sich gern vor der Welt zurückzog und las.

Er kannte anscheinend die gesamte, seiner Zeit verfügbare klassisch-antike Literatur. Weiterlesen

Zählen Esoteriker und Gläubige zur politischen Rechten?

Es gibt der Rechten zugeordnete relevante Publizisten, in deren Familien bei Tisch gebetet wird.[1] Bis in den Dunstkreis der Esoterik reichen Ursprünge der sogenannten Neuen Rechten – diese Ansicht vertritt der Göttinger Religionswissenschaftler Prof. Julian Strube und untermauerte sie in einem Vortrag[2].

Prof. Dr. Julian Strube (Universität Göttingen) spricht im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ an der Universität Göttingen. Die Veranstaltung fand am 21. Januar 2024 in der Aula am Wilhelmsplatz statt.

Die Neue Rechte ist in der akademischen Diskussion angekommen: höchste Zeit, in den Diskurs einzutreten. Das gilt umso mehr, als Strube Querverbindungen bis hin zu Personen wie Aleksandr Dugin aufzeigt, dem ein eurasisches orthodox-christliches Großreich unter russischer Führung vom Atlantik bis zum Pazifik vorschwebt und dem geistiger Einfluß auf Putin zugeschrieben wird. Sind solche Leute wirklich geistige Verwandte der Neuen Rechten? Weiterlesen

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