Klaus Kunze

Kategorie: Allgemein Seite 26 von 49

Revolution – leicht gemacht

Oh Herr, schenk mir revolutionäre Massen!

Zufriedene Bürger sind der Albtraum jedes Revolutionärs. Sie möchten lieber Brot und Spiele. Der vom SDS-Vorkämpfer nach weit rechts konvertierte Hegelianer Reinhold Oberlercher hatte vor dreißig Jahren „Gau-Aufstände“ vorausgesehen. Indes ereigneten sich keine. Schon 1929 war der Nationalbolschewist Ernst Niekisch verzweifelt über das deutsche Bürgertum. Es sei feige und hänge nur an seinem Besitz. Merkte es nicht, wie es von den Versailler Siegermächten ausgebeutet wurde? Revolutionäre Spannkraft lebe aber im Arbeiter.[1] Auch Niekisch wurde enttäuscht. Die von ihm erhoffte nationale Revolution blieb aus.

Marcuse weiß, wie es geht

Warum gehen unterdrückte Massen sich lieber amüsieren, statt revolutionäre Flugblätter zu verteilen? Der Emigrant Herbert Marcuse grübelte lange darüber nach und hatte einen Geistesblitz: In fortgeschrittenen Industriegesellschaften werde der Produktionsapparat totalitär und errichte eine Herrschaft auch über die individuellen Bedürfnisse und Wünsche.[2] Sein Perpetuum mobile scheint perfekt: Die Menschen sind zufrieden, weil die Kapitalisten ihnen genau die Konsumwünsche erfüllen, die sie zuvor geweckt haben. Weiterlesen

Und täglich grüßt uns der Mutant

Mutanten sind zum Gruseln. Das fanden jedenfalls die Produzenten diverser Horror-, Fantasy- und Gruselromane. Eine kurze Bildrecherche mit Google zeigt Abnormes, das oft als häßlich, manchmal aber sogar als hübsch dargestellt wird. Zuweilen werden „Mutanten“ überlegene Fähigkeiten zugeschrieben, wenn sie nicht als minderwertig abqualifiziert werden.

Die ersten drei Zeilen einer Recherche mit Bildsuche von Google nach „Mutanten“

Gleich hinter Gruselmonstern rangieren inzwischen mutierte Corona-Viren als personifizierter Schrecken des 21. Jahrhunderts. Ich habe hier bereits des öfteren darauf hingewiesen, daß nicht nur Viren, sondern auch Menschen, daß wir also allesamt: Mutanten sind. Bei der Weitergabe und Vererbung genetischer Informationen gibt es immer Ablesefehler beim Gencode, die meistens durch Selektion wieder aussterben. Die nützlichen Mutationen bleiben uns hingegen erhalten.

Schwule Mäuse-Mutanten

Eine aktuelle Studie der Genetiker Maryam Keshavarz und Diethard Tautz (2021) bescherte uns weitere Kandidaten für die Mutantenliste: Homosexuelle. Die Wissenschaftler suchten den Fehler nicht im gesellschaftlichen System, nicht im Milieu oder in frühkindlichen Erfahrungen. Weiterlesen

Mit gezücktem Marcuse gegen das System

Medien: Immer mit der Macht im Bett

Otto von Bismarck hatte die Presse seiner Zeit des Reptilismus gescholten: Wie heimtückische. kriecherische Würmer nage die Journaillie am Thron. Das ist lange her.

Heute liegt sie am liebsten mit der Macht im Bett. Allein die SPD besitzt über Beteiligungen ein kleines Medienimperium, die Presseschau des Deutschlandfunks zitiert gern das neue Deutschland der SED (jetzt Linke), und der journalistische Nachwuchs saugt auf Schulen und Universitäten den Linksradikalismus auf wie das Baby die Muttermilch. Kritik an den politisch Mächtigen findet man selbst mit der Lupe nicht mehr.

Wir leben in einer industriellen Massengesellschaft mit ihren spezifischen Systemeigenschaften. Sie beruht auf Massenproduktion, Massenkonsum und einem auf die Existenz von Massen zugeschnittenen politischen System. Es wird stabilisiert durch massentaugliche Medien, die für dasjenige Maß an Einförmigkeit des Empfinden und Denkens sorgen, ohne welches die Einzelteile auseinanderfliegen würden. Weiterlesen

Und täglich grüßt der Extremist

Verfassungsschutz als Konkurrenzschutz

Das Publikum läßt sich immer weniger beeindrucken durch staatliche „Extremismus“-Alarmschreie. Es hat sich herumgesprochen, daß als Extremist immer etikettiert wird, wer der jeweiligen Regierung besonders unangenehme Konkurrenz macht.

In einer heutigen Pressemittelung des Verwaltungsgerichts Köln bekräftigte dieses, durch die Einordnung als Verdachtsfall

werde in unvertretbarer Weise in die verfassungsrechtlich gewährleistete Chancengleichheit politischer Parteien eingegriffen.

Pressemitteilung VG Köln vom 5.2.2021 zu 13 L 105/21

Es sei

sei bereits dadurch, daß die Einordnung als Verdachtsfall öffentlich bekanntgeworden sei, derart tief in die Chancengleichheit der Parteien eingegriffen worden, daß eine weitere Beeinträchtigung derselben dadurch, daß Mitglieder der Antragstellerin mit nicht gänzlich unerheblicher Wahrscheinlichkeit damit rechnen müßten, allein aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit nachrichtendienstlich überwacht zu werden oder von solchen Maßnahmen jedenfalls mittelbar betroffen zu sein, nicht hinnehmbar sei

Pressemitteilung VG Köln vom 5.2.2021 zu 13 L 105/21

Eine Partei amtlich als verdächtig zu stigmatisieren, hat nämlich den Zweck, ihr qualifizierte Mitglieder zu entziehen, weil Beamte und öffentliche Bedienstete um ihre Stellung fürchten. Weiterlesen

Wir alle sind Mutanten

Die jüngste von Medien induzierte Panikwelle schürt Angst vor „Mutanten“. Gemeint sind Mutationen des COVID-Virus. Viren mutieren immer, das können sie einfach nicht sein lassen. Menschen mutieren aber auch – auch immer. Wir alle sind Mutanten!

Mit solchen Schlagzeilen schürt und nährt die Presse Angst und Panikstimmung
(Der Volksfreund, Trier, 11.2.2021)

Die Empirie ist die Todfeindin des Hirngespinstes

Die doktrinäre Behauptung, alle Menschen seien gleich, ist ein Lieblingskonstrukt der dekonstruktivistischen Linken. Unterschiede seien nur milieubedingt und würden auf „Privilegierungen“ und „Diskriminierungen“ hindeuten. Mit dogmatischem Haß verfolgt die Linke jeden, der ihr Gleichheitsparadigma anzweifelt. Sie gründet ihren Machtanspruch darauf, eine „gerechte“ Gesellschaft Gleicher durchzusetzen.

Mit besonderer Wut stürzt ihr Sprachregime sich auf jeden, den sie des „Rassismus“ verdächtigt. Tatsächlich ist das Konzept „Rasse“ aus der empirischen Anthropologie wohlweislich getilgt worden. Es wird den Unterschieden zwischen Menschengruppen nicht paßgenau gerecht und deckt sich auch nicht völlig mit den oberflächlichen Merkmalen, aufgrund deren man Menschen vor hundert Jahren grob in Europide, Mongolide und Negride einteilte. Weiterlesen

Der grüne Weg in den autoritären Machtstaat

Union am Nasenring

Das Gleichheits-Paradigma ist der Nasenring, an dem die Grünen die biedermeierlichen Reste der einstmals so selbstsicheren Union durch die politische Manege ziehen. Als Kanzlerwahlverein hatte diese früher auch konservative und liberale Flügel. Sie wurden erbarmungslos weggestutzt oder klein gehalten wie Merz. Für die Merkel-Gefolgschaft gibt es auf dem Weg in die „andere Republik“ keine Haltegriffe mehr.

Alle Vierteljahrhundert probt der Linksextremismus den Aufstand und war ihm noch nie so nah wie heute. 1968 waren die nur schlecht maskierten Neokommunisten eine verlachte Minderheit. Nach der Wende orientierten sie sich um und boten ihre „systemüberwindenden Reformen“ in neuer Verpackung an. 2021 soll ihnen der Griff nach der Macht mithilfe der noch machtlüsterneren Union gelingen, das ist ihr fester Wille.

Marsch, marsch! in die andere Republik

Der harte Kern ihrer Ideenwelt war immer und ist noch heute verfassungsfeindlich. Er wird die freiheitliche demokratische Grundordnung dem Buchstaben nach aufrechterhalten, aber seines freiheitlichen Elements berauben. Weiterlesen

Verfassungsalarm – die Grünen kommen!

Generalangriff auf die freie Gesellschaft

Die schöne neue Welt war in grünen Köpfen schon immer eine rote. Unter dem grünen Lack mit bunten Blumenmustern hausten von Anfang an stalinistische, totalitäre Verbotsphantasien. Jetzt holen Grüne aus zum finalen Schlag gegen die bürgerliche Gesellschaft und ihr Grundgesetz.

Sie fordern scheinbar eine Erweiterung der Gleichberechtigung. Tatsächlich wollen sie diese aber in klar verfassungsfeindlicher Absicht abschaffen. Nach unserem Grundgesetz sind vor dem Gesetz alle Menschen gleich, und alle Bürger haben nach ihren Fähigkeiten gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern. Statt dessen fordern Grüne eine Rückkehr zu mittelalterlichen, ständestaatlichen Verhältnissen, in denen ihre Lieblings-Minderheiten bevorzugt werden sollen. Sie beklagen, daß die Gleichberechtigung

noch  keine  ausreichende  Berücksichtigung  in  der  Rechtsrealität  entfaltet. Menschen erhalten heute aus rassistischen, sexistischen oder anderen Gründen schwerer Zugang zu Bildung,  Arbeit,  Wohnraum  oder  Gesundheitsversorgung.  Das  macht  sich  auch  dadurch  bemerkbar, dass  in  den  Spitzenpositionen  von  Wirtschaft,  Wissenschaft,  Politik  und  Kultur  viele  Gruppen  nicht oder  kaum  vertreten  sind,  und  erst  recht  nicht  so,  wie  es  ihrem  Anteil  in  der  Bevölkerung entsprechen  würde. 

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