Klaus Kunze

Kategorie: Allgemein Seite 27 von 49

Mit der moralischen Einheitsperücke gegen Rassismus!

WDR will nach Rassismus-Kritik noch diverser werden

Allzeit revolutionär wachsam und empörungsbereit lese ich in der Jungen Freiheit vom 12.2.2021:

Nach der Kritik an der WDR-Sendung „Die letzte Instanz“ und darin enthaltenen Aussagen über Rassismus und politische Korrektheit hat der Sender eine Arbeitsgruppe gegründet, um „noch diverser“ zu werden.

Junge Freiheit 12.2.2021
https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2021/nach-rassismus-kritik-wdr-will-noch-diverser-werden/

In einer Talkrunde war es wohl zu heiß her- oder zu weiß zugegangen. Eine Komikerin Jasmina Kuhnke hatte bemängelt:

„Das hier ist das mit Abstand Ignoranteste, Arroganteste und Diskriminierendste, was ich seit langem im deutschen TV gesehen habe! Vier weiße Menschen, die erklären, wie anstrengend und albern es ist, sich mit Rassismus-Kritik auseinanderzusetzen.“ Man dürfe auch keine Ausnahme machen. „Alle Gäst*innen haben sich problematisch verhalten und geäußert. Persönliche Sympathien hin oder her.“

Junge Freiheit 1.2.2021

Es ist schon zu komisch, was die Komikerin da von sich gegeben hat. Weiterlesen

Das Geheimnis der Befreiung heißt Erinnerung

Das Erinnern als subversiver Akt

Eine Lieblingsphrase der 1968er Revoluzzer war die „gesellschaftliche Relevanz“. Worin sie nicht enthalten war, das taten sie als unwichtig ab. Sie sahen diese Relevanz in allem, was ihr einseitiges Weltbild stützte und sich ihrer Erzählung „narrativ“ einfügte – wie sich sich heute ausdrücken.

Erzählungen, die das Gegenteil besagen, enthalten sie uns nach ihrer Machtergreifung gern vor. Was ihrer Ideologie zuwiderläuft, wird verdrängt, verboten und schließlich vergessen. Die Wiedererinnerung dessen, was früher galt und vielleicht immer gilt, ist nicht bloßer Zeitvertreib seelischer Mußestunden und innerer Erbauung. Es ist ein subversiver, protorevolutionärer Akt. In der Erinnerung liegt das Geheimnis, wie wir uns von diesen Plagegeistern befreien können.

Die verführerischen Massenmedien stehen unter Kontrolle unserer mentalen Berufskontrolleure. Wer selbst liest, kann sich ihnen entziehen. Ihr Reich sind Fernsehen und Rundfunk, die zu Regierungsverlautbarungsmedien verkommen sind. Weiterlesen

Was sind das bloß für Vögel?

Rechtsextremismus-Experten als Rohrbomben-Leger

Am 5.2.2021 berichtete die Berliner Zeitung über eine Rohrbomben-Explosion. Das SEK rückte an. Häuser wurden evakuiert. Die BZ verbreitet Fotos zweier abgeführter junger Männer. Was sind das bloß für Vögel?

Die Berliner Zeitung vom 5.2.2021 berichtete.

Die BZ schreibt:

Nach B.Z.-Informationen sind beide der linken Szene zuzuordnen
Politikwissenschaftler und Rechtsextremismusexperte Claudio C. arbeitete zuletzt als medienpädagogischer Leiter eines Kreuzberger Vereins. Bis 2019 war der Offenbacher laut eigener Vita Mitarbeiter bei der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus. Sein in Trier geborener Mitbewohner Gregor D., ebenfalls Politikwissenschaftler, soll als Lehrer arbeiten.
Gegen beide lief 2016 ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsverbot, das aber eingestellt wurde.
Der ermittelnde Staatsschutz prüft, ob die Verdächtigen auch für eine Explosion in der Nacht des 20. Januar an der Fritz-Reuter-Straße verantwortlich sein könnten. Die gewaltige Druckwelle ließ selbst Scheiben hinter verschlossenen Fensterläden bersten. Trümmerteile flogen bis zu 80 Meter weit.

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Unser heiliger Zorn

Neues Netzwerk Wissenschaftsfreiheit

Muß jede Generation aufs erst den Morast der Knechtschaft durchwaten, um den Wert der Freiheit zu erlernen? Klaus Rüdiger Mai berichtet von einem neu gegründeten Netzwerk Wissenschaftsfreiheit:

Die schlechte Nachricht lautet, daß für die Freiheit der Wissenschaft in Deutschland inzwischen wieder gekämpft werden muss, die gute, dass renommierte Wissenschaftler sich zu einem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit zusammengefunden haben, das „sich für ein freiheitliches Wissenschaftsklima“ einsetzt. Darunter verstehen die Mitglieder des Netzwerkes „eine plurale von Sachargumenten und gegenseitigem Respekt geprägte Debattenkultur und ein institutionelles Umfeld, in dem niemand aus Furcht vor sozialen und beruflichen Kosten Forschungsfragen und Debattenbeiträge meidet.“

Klaus Rüdiger Mai, Für die Freiheit der Wissenschaften muß in Merkels Deutschland wieder gekämpft werden!, Tichys Einblick 4.2.2021

Von 1970 bis 2015 hatte bereits ein Bund Freiheit der Wissenschaft e.V. bestanden.

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Quer gedacht – Umkehr der Parameter

Der oppositionelle Instinkt

Was die Regierung macht, muß falsch sein – die Instinktreaktion jeder Opposition. Muß dieser Instinkt immer richtig sein – politisch richtig?

Wie ein Leichentuch legen sich die Corona-Maßnahmen über die Gesellschaft. Unter ihm träumt die Linke ihren Traum von gesellschaftlicher Gleichheit: Wenn alle eingesperrt sind, hat keiner das Privileg der Freiheit.

Wie ein Leichentuch legen sich die Corona-Maßnahmen über die Gesellschaft

Die Rechte griff eilfertig alles auf, was an Kritik gegen die Coronamaßnahmen in der Luft lag: Die Seuche sei gar nicht so gefährlich, die Maßnahmen überzogen, die Statistiken gefälscht. Überhaupt seien wir ja ein Land freier Bürger, und Einschränkungen unserer Grundrechte würden wir uns niemals gefallen lassen.

Sofern dahinter jemals eine durchdachte Strategie gestanden haben könnte, ist sie nicht aufgegangen. Die Umfragewerte der Merkel-Union stiegen, die ihrer rechten Opposition sanken, und eine erhebliche Mehrheit der Bürger findet den Regierungskurs grundsätzlich richtig. Weiterlesen

Entdecken die Linksliberalen die Nation?

Aus dem Gebetbuch des Teufels

Jahrzehntelang waren Begriffe wie Nation ein Unding für die rotweintrinkende, mallorcazentrierte linke Szene. Schon die Wiedervereinigung war ihr ein rechter Graus, „Volk“ oder gar „völkisch“ galten als Worte aus dem Gebetbuch des Teufels.

Plötzlich entdecken einige der geistig Wendigeren des linksliberalen Milieus die Nation wieder. Am 21. Januar sendete sogar der Deutschlandfunk mal in seiner Kultursparte etwas nicht Linksradikales. In einem „neuen Plädoyer für ein liberales Nationalbewußtsein“ berichtete Ingeborg Breuer breit über linksliberale Bestrebungen, „Nation“ nicht „länger den Rechten überlassen – und plädieren für ein demokratisches, ziviles und diverses Nationalbewußtsein“.

 „Im Rahmen einer Modernisierungstheorie ging man davon aus, daß sich die Nationen auf dem Weg in eine kosmopolitische Weltgesellschaft früher oder später von selbst auflösen würden“, resümiert Aleida Assmann, emeritierte Professorin für Anglistik und allgemeine Literaturwissenschaft in einem Vortrag im ORF-Radiokulturhaus in Wien. „Modernisierungstheoretiker, Technokraten, Manager, aber auch linke Intellektuelle teilten ein Geschichtsbild, in dem sich die Nation aus der Geschichte verabschiedet.“

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150 Jahre Reichseinheit – und die Umkehr der Parameter

Am 18. Januar 1871 wurde in Versailles das Reich neu gegründet.

Früher machten Männer Geschichte.

Deren große Entscheidungen fallen, einem Wort Bismarcks zufolge, nicht in Reden und Parlamentsdebatten, sondern durch Blut und Eisen. Damit machte sich der Kanzler der deutschen Einheit von 1871 bei Parlamentariern und ihren Redenschreibern bis heute unbeliebt.

Sie lieben auch Bismarcks Staat bis heute nicht. Unter dem Namen Deutsches Reich wurde er am 18. Januar 1871 proklamiert. Staatsrechtlich wird er aber am 18.1.2021 nicht erst 150 Jahre alt, denn das neue Reich ist rechtsidentisch mit dem am 1.7.1867 durch eine Bundesverfassung gegründeten Norddeutschen Bund. Es ist staatsrechtlich derselbe Staat, in dem wir heute leben und der sich jetzt Bundesrepublik Deutschland nennt. So hat es das Bundesverfassungsgericht entschieden.

Sie können diesen Staat nicht lieben, weil er allen ihren Prinzipien Hohn sprach. Vereinfacht gesagt war er 1871 angetreten als Gegenentwurf zum Weltbild der „Schwarzen“ und der „Roten“: Ultramontane und Sozialisten waren mehrheitlich reichsfeindlich eingestellt. Weiterlesen

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