Nach den Anschlägen von Hanau und Volkmarsen
Nach grauenvollen Taten mit vielen Opfern ist die Öffentlichkeit aufgewühlt. Nirgend läßt sich das besser nachvollziehen als auf Twitter, dem schnellsten sozialen Netzwerk mit der kürzesten Halbwertszeit seiner Nachrichten.
Bei den meisten ist der Wunsch übermächtig, zu erfahren, wer der Täter war und was ihn trieb. Dagegen erheben sich sofort mahnende Stimmen, es sei gleichgültig, wer und was für einer der Täter sei. Wieder andere geben sich mitfühlend: Man solle sich mehr für die Opfer interessieren, „bei denen alle unsere Gedanken jetzt sind“.
In Gedanken bei den angefahrenen Kindern aber möchte ein halbwegs sensibler Mensch am liebsten überhaupt nicht sein. Helfen kann er ihnen nicht. Und eine Endlosschleife im Kopf mit ausgemalten Vorstellungen von Kindern als Opfer wäre unerträglich. Selbst wenn die Körperverletzungen heilen: Was durchlebt so ein Kind emotional in Zukunft immer wieder, wenn es so jäh aus der größten Karnevalsfreude ins tiefste Leid gestürzt wurde? Weiterlesen

