Klaus Kunze

Kategorie: Philosophie Seite 19 von 23

Normale Vaterlandsliebe und pathologischer Selbsthaß

Die verfassungsfeindliche Dekonstruktion des Volkes

Die Zerstörung des Nationalbewußtseins ist Teil einer komplexen Angriffsstrategie. Sie richtet sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung, verkörpert durch unseren Staat und seine Institutionen. Letztes Angriffsziel sind aber nicht bloß der Staat und seine Institutionen, sondern das diesen Staat konstituierende deutsche Volk.

Dieses hat sich das Grundgesetz als Verfassung gegeben. Nach unserem Staatsverständnis sind ein Staat und seine Gesetze für die Menschen da und nicht umgekehrt. Diese Menschen sind das deutsche Staatsvolk.

Linke Kosmopoliten wollen es abschaffen, und zwar nicht nur als Rechtsbegriff, sondern biologisch: Der Linksextremismus ist siegessicher genug, dieses mittlerweile offen einzuräumen:

 „Viele glauben, es sei im Kampf gegen den völkischen Nationalismus und Rassismus der beste Weg, die Begriffe „Volk“ und „Rasse“ theoretisch zu dekonstruieren. Ich glaube, es ist noch wirkungsvoller, Volk und Rasse praktisch durch eine fröhliche Völkermischung aufzulösen. Jene „liebevolle Verschmelzung der Nationen“, von der schon der Philosoph Friedrich Schlegel träumte, vollzieht sich von ganz allein, wenn die Staaten nicht mit Verboten dazwischenhauen.

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Was ist eigentlich Nationalismus?

Nationalismus stand immer in schlechtem Ruf. Es weiß auch niemand genau, was er eigentlich ist. Darum eignet er sich für Ideologien verschiedener Art vorzüglich als Projektionsfläche zur Feindbestimmung. Über eigene inhaltliche Leere kommt man leichter hinweg, wenn man einen Feind in kräftigen Farben an die Wand malen und rufen kann: „Ich bin das genaue Gegenteil von dem da!“

Leider ist „der da“, der historisch real existierende Nationalismus, ein äußerst schlüpfriges Phänomen und darum schwer zu greifen.

Nationalismus im 17. bis 19. Jahrhundert

Der Begriff entstand an europäischen Universitäten des 18. Jahrhunderts. Er bezeichnete ein noch älteres Phänomen: Zum Beispiel in Norditalien teilte sich die Studentenschaft in „Nationes“. Es organisierten sich die ausländische Studenten selbstverwaltend je nach Herkunftsstaat. Die Sitte bürgerte sich auch in Deutschland ein. Man trug die Farben seiner Herkunft als Band oder Kokarde und hielt zusammen.

Reales Staats=Zeitungs= und Conversationslexikon von Johann Hübner und Gottlieb Schumann, Leipzig, 1760

1760 schrieb das Reale Staats=Zeitungs= und Conversationslexikon von Johann Hübner und Gottlieb Schumann, Leipzig, in Spalte 1361:

Der Nationalismus an den deutschen Universitäten bedeutete also die nationale Herkunft eines Studenten im Sinne seines Heimat-Territoriums, Königreichs oder Fürstentums. Weiterlesen

Herbstlaub im Wind

Leben und sterben für die Identität

Wenn ein Baum gefallen ist, geht es dem Laub schlecht. Eine Eiche, heißt es, wächst 500 Jahre, gedeiht dann 500 Jahre und braucht auch 500 Jahre, bis alles an ihr unwiderruflich tot ist.

Sägt der Mensch sie ab, geht es natürlich schneller. So fiel in Deutschland so manche Eiche. Die berühmteste war jener den Germanen heilige Baum, den der Missionar Bonifatius fällte.

Es dauerte Generationen, bis die letzten Germanen ihren alten Götterglauben ablegten. Vergessen haben sie ihre Götter nie völlig. Als Windgeist, als „der Wode“ spukte Wodan noch Jahrhunderte in den Köpfen.

Der lebende Baum gibt seinen Blättern Halt und närt sich. Sie fangen Sonnenlicht auf und geben ihm zurück, was er braucht. Ohne den Halt ihres Baumes verwehen die einzelnen Blätter zusammenhanglos im Wind. Der lebendige Germanenglaube war wie ein solcher fester Halt. Als er gefallen war, lebten noch einzelne Menschen, die seinen Elementen anhingen. Weiterlesen

Revolte gegen die Moderne

Alen Kopera und der phantastische Realismus

Bürgerliches Denken kann mit moderner Kunst nichts anfangen. Sie sagt ihm nichts, sie zeigt ihm nichts, sie gibt ihm nichts.

Das kann eine Kunst auch gar nicht leisten, wenn sie genau das zeigen will: das Nichts. Sie ist eben nicht gegenständlich. Statt dessen hat sie in ihrer Entwicklung jeden Gegenstand und jede Prspektive systematisch eliminiert und in miteinander austauschbare Bildpunkte, Farben oder Formen aufgelöst.

Die Auflösung aller Dinge
(Alfred Manessier, Nocturne, 1957)

Die Auflösung aller Dinge in der Malerei der Moderne entsprach der technischen Produktionsweise der industriellen Massengesellschaft. Sie beruht ökonomisch darauf, gleichförmige Massenprodukte mithilfe genormter, unter sich möglichst gleicher und miteinander austauschbarer Grundstoffe und Maschinen zu fabrizieren. Im Idealfall produktiver Effizienz nehmen die produzierenden Menschen an dieser Normierung teil und verwandeln sich in austauschbare Produktionshelfer, die innerhalb der Herstellungskette möglichst in jeder beliebigen Funktion eingesetzt werden können. Weiterlesen

Der Staatstrojaner im Kopf

Wie wir subkutan infiziert werden

Russische Romane liest man anders. Die 17 Millionen Deutschen in der früheren DDR vermochten so etwas bald ebenso gut wie die Russen. In einer Diktatur muß man immer zwischen den Zeilen lesen. Die Kritik verbirgt sich vielfach verhüllt und verkleidet, gerade wie bei einer russischen Matrjoschka-Puppe die kleineren paßgenau in den größeren stecken.

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Doppelbödig: eine Matrjoschka-Puppe paßt in die andere

Rußland kann auf eine jahrhundertelange autokratische Tradition zurückblicken. Die Russen sind wohlvertraut mit allen Techniken von Herrschaft und Machterhalt. Daß man seine Regierung und ihr System besser nicht kritisiert, weiß man dort oder lernt es bald, früher tief in Sibirien, heute im Gefängnis,

In der DDR hatte eine verlogene Parole der SED-Propaganda gelautet: „Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen!“ Heute können wir von Rußland lernen, wie man zwischen den Zeilen liest. Viele Deutsche üben das schon erfolgreich. Weiterlesen

Ihr seid nicht allein!

Wir können linkem Haß und moralisierender Intoleranz widerstehen

Haßerfüllte Intoleranz beherrscht große Teile der Öffentlichkeit. Besonders anfällig sind die Medienwelt, soziale Medien des Internets und die geisteswissenschaftlichen Fakultäten der Hochschulen. Moralisierende Sektenführer und ihre Gläubigen gehen rigoros gegen Andersdenkende vor.

Wie die Bilderstürmer der Reformationszeit mit Altarbildern und Ikonen des Mittelalters aufräumten, stürmen ihre geistigen Nachkommen Kasernen und säubern sie von Erinnerungsstücken. Sie benennen Straßen um, zerstören Denkmäler und errichten die Geßlerhüte ihrer eigenen Herschaft, vor denen wir uns jetzt untertänigst verneigen sollen.

Die Bilderstürmer der Reformationszeit entfernten alles aus Kirchen, was ihrem sektiererischen Glauben widersprach.
Bilderstürmerische Ausschreitungen von Calvinisten in der Liebfrauenkathedrale von Antwerpen am 20. August 1566 (Kupferstich von Frans Hogenberg, 1588), Wikipedia

Wer sich nicht verneigt, macht sich verdächtig. Wer nicht in den Chor ihrer unisono gepredigten Parolen einstimmt, wird zum Paria. Er setzt sich sozialem Mobbing aus. Weiterlesen

Warum die Welt so „ungerecht“ ist

Die Ideologie der Gleichheit führt zu Ungerechtigkeit

Jeden Tag nervt man uns in den Medien mit angeblichen Ungerechtigkeiten. Weltweit verdienen Frauen weniger Geld als Männer, die Schulerfolge moslemischer Kinder erreichen nicht die deutscher Kinder, der Kaffee ist unfair billig – alles angeblich ungerecht.

 Die Ideologen des Gleichheitswahns werden keine Ruhe geben, bis alles „gleich“ ist. Sie mißbrauchen die ehrwürdige Idee der Gerechtigkeit, weil sie diese gar nicht begreifen.

Das abstrakte Gerechtigkeitsprinzip lautet, daß man Gleiches gleich und Ungleiches ungleich behandeln soll. Der heutige Egalitarismus nimmt aber an jedweder Ungleichheit Anstoß. Er findet alle ungerecht, selbst wenn sie gar nicht durch eine menschliche Handlung hervorgerufen wurden und selbst dann, wenn diese Handlung zurecht etwas Ungleiches ungleich behandelt.

Das Gerechtigkeitsprinzip ist eine ethische Maxime. Sie beantwortet die Frage: „Was soll ich tun?“ Damit betrifft sie also menschliche Handlungen, sonst nichts. Etwas gleich oder ungleich zu behandeln, ist immer erst einmal ein Handeln. Weiterlesen

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