Alen Kopera und der phantastische Realismus
Bürgerliches Denken kann mit moderner Kunst nichts anfangen. Sie sagt ihm nichts, sie zeigt ihm nichts, sie gibt ihm nichts.
Das kann eine Kunst auch gar nicht leisten, wenn sie genau das zeigen will: das Nichts. Sie ist eben nicht gegenständlich. Statt dessen hat sie in ihrer Entwicklung jeden Gegenstand und jede Prspektive systematisch eliminiert und in miteinander austauschbare Bildpunkte, Farben oder Formen aufgelöst.

(Alfred Manessier, Nocturne, 1957)
Die Auflösung aller Dinge in der Malerei der Moderne entsprach der technischen Produktionsweise der industriellen Massengesellschaft. Sie beruht ökonomisch darauf, gleichförmige Massenprodukte mithilfe genormter, unter sich möglichst gleicher und miteinander austauschbarer Grundstoffe und Maschinen zu fabrizieren. Im Idealfall produktiver Effizienz nehmen die produzierenden Menschen an dieser Normierung teil und verwandeln sich in austauschbare Produktionshelfer, die innerhalb der Herstellungskette möglichst in jeder beliebigen Funktion eingesetzt werden können. Weiterlesen

