Der Liberalismus in seiner letzten Konsequenz macht alles zur Ware: Länder, Kulturgüter, sogar Menschen. So war es bei richtiger Analyse des internationalen Finanzliberalismus nicht verwunderlich, als heute, 2026, in den Epstein-Papieren ein globales Geflecht persönlicher Geldmacht offengelegt wurde, in dem unter anderem auch hübsche Mädchen wie Ware gehandelt wurden. Wo Geld und nur Geld regiert, sind die Reichsten automatisch auch die Mächtigsten und entziehen sich demokratischer und rechtsstaatlicher Kontrolle.
Darum sollten wir uns die philosophischen und politologischen Grundlagen dieses Extremismus der Liberalität immer wieder klar machen:
Warum unsere bürgerlichen Freiheiten bedroht sind und wer sie bedroht
Heute[1] umgibt den Liberalismusbegriff ein von Kuehnelt-Leddihn so bezeichnetes „semantisches Chaos sondergleichen.“ Ganz unterschiedliche historische Strömungen haben liberales Gedankengut aufgenommen und verstellen den Blick auf den gedanklichen Kern der liberalen Metaphysik: „der Präliberalismus eines Adam Smith, noch bevor das Wort im politischen Sinne aufgetaucht war; der Frühliberalismus, der katholisch und aristokratisch war (Tocqueville, Montalembert, Acton); der wirtschaftlich stark interessierte Altliberalismus (Cobden, Mill, Mises, Hayek), der einem politischen Relativismus zuneigte und manchmal auch deistische Züge aufwies; der Neuliberalismus (Röpke, Rüstow, Briefs, Villey), der sich sehr wohl des Frühliberalismus erinnerte und sich besonders im deutschen Raum entfaltete, wo er auch für das Wirtschaftswunder primär verantwortlich war und schließlich ein Pseudoliberalismus, der amerikanische Wurzeln besitzt und zunehmend auch in Europa sein Unwesen treibt.“ Weiterlesen





