Klaus Kunze

Kategorie: Philosophie Seite 17 von 23

Warum Kultur so politisch ist

Alles ist potentiell politisch

Alles kann politisch sein. Ob Kultur politisch ist, ist keine kulturelle Frage. Es ist ausschließlich eine politische.

Das Politische vermag jedes andere Sachgebiet an sich zu ziehen und sich einzuverleiben. Ob die moderne Genetik mit dem Begriff Rasse noch etwas anfangen kann – hochpolitisch! Welcher Stamm vorzeitlicher Proto-Indianer setzte als erster seinen Fuß auf amerikanischen Boden – potentiell politisch! Die Hydrologie unseres Grundwassers im Hochsommer – politisch brisant! Selbst dem Liebesleben der Pflastersteine könnte eine eingefleischte Genderistin sicherlich noch eine politische Botschaft entlocken.

Der politische Generalangriff auf uns alle richtet sich gegen unsere Kultur. Zu ihr gehört alles, was uns als Deutsche prägt und unsere Identität begründet. Es gibt ausdrückliche „antideutsche“ Kräfte, die uns als Volk und als Land verschwinden lassen wollen. Das gelingt ihnen nicht, solange wir uns unserer nationalen Identität bewußt sind und diese verteidigen. Weiterlesen

Ideologische Killerviren

Was hat die Zweischwerterlehre mit dem Verfassungsschutz, und was die Freiheit des Christenmenschen mit Identitätspolitik? Wir werden sehen. Wie in einem Kriminalfilm werden wir den „Täter“ an seiner übereinstimmenden „Handschrift“ erkennen.

Die Zuchtrute Gottes

Schon zu Lebzeiten nannte man Gregor VII, von 1073 bis 1085 Papst, eine Zuchtrute Gottes. Stalin hat Jahrhunderte später gespottet: „Wieviel Divisionen hat der Papst?“ Gregor hatte keine, aber einen genialen Einfall. Früher verstand sich das Kaisertum als Schwert der Kirche. Gregor formulierte in seinem Dictatus Papae erstmals das Programm der päpstlichen Weltherrschaft, das Recht, den Kaiser abzusetzen und seine Lehnsleute von ihrem Treueid zu lösen.

Die Kirche lehrte jetzt, Gott hätte dem Papst zwei Schwerter gegeben, das geistliche und das weltliche. Dieses leite der Papst dem Kaiser weiter, womit die Unterstellung des Reiches unter die Kirche besiegelt wäre. Wenig begeistert hielt Kaiser Heinrich IV. dagegen, Gott selbst habe ein Schwert dem Kaiser zur weltlichen Herrschaft und eines dem Papst für die geistliche gegeben. Weiterlesen

Auf dem Weg zur moralischen Weltmacht?

Sie können das Wort „moralisch verpflichtet“ nicht mehr hören? Ich auch nicht mehr. Gerade darum sollten Sie aber weiterlesen. Es geht Ihnen nämlich wie dem Hund, der die Worte Maulkorb und Leine nicht mehr hören mag. Eine durchgesetzte Moral ist ein Mittel sozialer Disziplinierung. Zwangsläufig müssen wir uns mit den uns angelegten Leinen und moralischen Nasenringen auseinandersetzen, mit denen man uns durch die Manege führt.

Das Wort „unmoralisch“ ist zur Killerphrase geworden. Gutmenschen tragen sie als Waffe vor sich her wie einen Spieß, mit dem ein schlichter Landsknecht selbst den schönsten Ritter vom Pferd holen konnte. Solche Killerphrasen haben keinen greifbaren Inhalt. Sie sind leere Worthülsen. Über alles und jeden gießen Spießbürger die Einheitssauce ihrer Moral aus. Es wäre gefährlich, die guten Leute einfach ihrem moralischen Delirium zu überlassen. Zu dessen Symptomen gehört nämlich oft eine besserwisserische Arroganz gegenüber allen, die nüchtern geblieben sind. Weiterlesen

Der Königskinder-Inzest der Piktenherrscher

Empirie oder Ideologie?

Der Methodenwettstreit zwischen Natur- und Geisteswissenschaften tobt unverändert heftig. Wer harte Fakten nachweist, ist nur scheinbar im Vorteil. Früher konnte man dafür von der kirchlichen Inquisition auf den Scheiterhaufen gestellt werden. Heute wird man als Professor schon mal aus dem Hörsaal geprügelt. Gestern wurde berichtet, wie der US-Physiker und Genetiker Hsu, Vizepräsident der Universität Michigan, weggemobbt wird.

Fakten haben aber einen langen Atem. Nur in den Köpfen mancher Leute halten Hirngespinste sich besonders lange, die das Wort Empirie nur mit Mühe buchstabieren können und zu lange im Staub ihrer Studierstuben verbracht haben, ohne zu lüften. Jean Jacques Rousseau glaubte im 18. Jahrhunderte eine glänzende Idee zu haben.

Menschliche Gesellschaft, verkündete er 1762, sei durch Abschluß eines Gesellschaftsvertrages gegründet worden. Vorher hätten sie in einem ungeselligen „Naturzustand“ gelebt. Mit Abschluß des contrat social hätten sie dann ihre „ursprüngliche Freiheit“ zugunsten gesellschaftlicher Bindungen und Verpflichtungen aufgegeben. Weiterlesen

Alles fließt

Die Geschichte beschleunigt sich

„Panta rei“, wußten schon alte Griechen: Alles fließt. Der Generation unserer Eltern und Großeltern war das noch bewußter als vielen, die nach dem letzten Weltkrieg geboren sind. Manchen erinnerte der Lauf der Geschichte an eingeschlafene Füße: Das Ende der Geschichte sei gekommen, gurute Francis Fukuyama.

Die anscheinend nicht zu bremsende Bevölkerungsexplosion in Übersee und die erkennbare Endlichkeit der globalen Ressourcen beschleunigt Entwicklungstendenzen, die wir selbst in Gang gesetzt haben. Wem bestimmte Völker die ständige Verdoppelung ihrer Zahl letztlich zu verdanken haben, liegt auf der Hand. Ohne die Segnungen europäischer und amerikanischer zivilisatorischer Errungenschaften würden viele heute noch im geschichtslosen Schlummer ihrer Eingeborenenkulturen vor sich hin träumen.

Waren nicht auch wir glücklicher, damals, als im Europa der Steinzeit und Bronzezeit Jahrhundert um Jahrhundert vor sich hin floß, ohne daß sich im Alltag der Menschen etwas spürbar änderte? Man lebte ohne Plattenbauten, Atombombenarsenale, Giftmüll und Tarifverhandlungen vermutlich subjektiv und persönlich oft nicht minder glücklich als wir heute, trotz Donnerbalken, Zugluft im Gemeinschafts-Langhaus und der einen oder anderen Steinbeil-Keilerei mit den blöden Nachbarn vom Dorf nebenan. Weiterlesen

Der konzertierte Angriff auf uns alle

Antirassismus als Vehikel kommunistischer Machtträume

Die Katze ist aus dem Sack: Es geht nicht um einen getöteten Schwerkriminellen aus Minneapolis. Es geht um uns alle, um die Zerstörung unserer Kultur, unserer Werte und Normen und unseres freiheitlichen politischen Systems.

Ich übertreibe nicht. Die geistigen Brandstifter und Drahtzieher bekennen Farbe. Ich verstehe den Widerwillen, sich mit den unappetitlichen Texten von Hetzern auseinanderzusetzen. Wer aber richtig analysieren und begreifen will, welche Absichten hinter den Demonstrationen gegen Polizeigewalt stehen, muß das auf sich nehmen. Es genügt nicht, sich angewidert von den Bildern kreischender Mobs abzuwenden. Diese fanatisierten Kinder oder infantilen Halbkinder sind nicht der Gegner.

Die Drahtzieher sitzen inzwischen öffentlich-rechtlich bezahlt in unseren Funkhäusern. Da sitzt zum Beispiel eine Simone Miller und hat vorgestern ein Interview geführt. das im Deutschlandfunk zu hören und über das zu lesen ist. Mit „Paul B. Preciado“ hat sie gesprochen. Weiterlesen

Wieviel Sozialismus brauchen wir?

Für eingefleischte Liberale befinden wir uns mitten im Sozialismus. Ihre Argumente haben etwas für sich. Es kommt immer darauf an, was man unter Sozialismus versteht. „DDR 2.0“ hört sich in ihren Ohren gruselig an. Für Linke flüstern die Worte eine Verheißung.

Für den einflußreichen Libertären Roland Baader (1940-2012) war seit Urvater Adam Smith klar: Wenn man alle Leute nur frei machen läßt, was in ihrem egoistischen Eigeninteresse liegt, entsteht aus der Quersumme allen Handelns wie von unsichtbarer Hand das Gemeinwohl. Baader rechnete vor, daß zwei Drittel aller direkt und indirekt erwirtschaftlichen Erträge in Deutschland vom Staat umverteilt werden: Sozialismus! Klarer Fall.

Für die Kollektivistin Elisabeth Wehling ist Umverteilung ein Reizwort, das sie gar nicht mag. In ihrem 2019 erschienen Buch (Politisches Framing, Wie eine Nation sich ihr Denken einredet) empfiehlt sie, wir sollten nicht mehr davon sprechen, dem Staat Steuern zu zahlen, sondern „Beiträge leisten“. Weiterlesen

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