Klaus Kunze

Kategorie: Politik Seite 44 von 47

Wo der Haß wohnt

Der Haß ist ein Meister aus dem Funkhaus am Wallrafplatz

Während sich die Gebetsmühlen des linken Establishments „gegen Haß und rechte Gewalt“ drehen, gedeiht auf dem Misthaufen ihrer Desinformation geballter Haß auf das eigene Volk und die eigene Familie.

Ein Kinderchor aus Dortmund singt in dem Video zur Melodie von „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ davon, wie diese Oma dabei jeden Monat tausend Liter Sprit verbraucht. Es folgen Strophen darüber, wie sie mit ihrem SUV „zwei Opis mit Rollator“ überfährt und sich „jeden Tag ein Kotelett“ brät, weil „Discounterfleisch so gut wie gar nix kostet“.

Der Tagesspiegel 30.12.2019

Was nachträglich als Satire bemäntelt wird, offenbart blanken Haß. Er zeigt sich in einem Nachkarten des inzwischen als Bauernopfer entlassenen „freien Mitarbeiters“ des WDR:

Einer seiner Journalisten legt nach. „Eure Oma war keine #Umweltsau.

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Der Hexer und die Moralisten

Abkehr vom Moralismus durch Fantasy?

Philosophen haben einen schlechten Ruf. Den haben sie zweifellos nicht verdient. Ihre Klügsten haben uns nämlich befreit von den Hirngespinsten der – Philosophen!

Wie ein Huhn lange und inbrünstig auf einem Gelege sitzen und brüten kann, brüten gewisse Stubengelehrte manchmal ihr Leben lang auf Worten und Begriffen. Diese Worteier haben sie oft selbst gelegt, haben sie aus dem Nichts ihrer persönlichen Vorstellung geschöpft. „Ex nihilo nihil fit“ (auf gut Kölsch: Vun nix kütt nix.) lassen sie nicht gelten.

So erfanden sie das Nichts und zernichteten es wieder. Sie erfanden „das Ding an sich“, um spät oder gar nicht zu bemerken, daß es Dinge an sich nur in ihren Köpfen gibt. Schließlich erfanden sie gut und böse. Das hätten sie nicht tun sollen.

Seitdem weiß jedermann, was wir Menschen nicht tun sollen. Weiterlesen

Die deutschen Neurosen

„Psychische Störungen und vor allem Neurosen sind alles andere als selten: Sie entwickeln sich zu Volkskrankheiten.“

Kann auch ein ganzes Volk neurotisch werden? Das würde dem Begriff Volkskrankheit einen ganz neuen, vielleicht aktuellen Sinn verleihen. Im Vergleich der zwischenmenschlichen Atmosphäre der vergangenen Jahrzehnte drängt sich der Eindruck auf, Deutschland verwandele sich nach und nach in ein Tollhaus.

Haben sie schon einmal die Gesichter sogenannter Aktivisten betrachtet, wenn sie Auge in Auge mit ihren Gegnern konfrontiert sind? Sie verwandeln sich dann in haßerfüllte, verzerrte Wutgesichter. Schrille Töne dominieren. Aber man hört sich schon lange nicht mehr zu. Man schreit sich nur noch nieder. Polizeiketten verhindern den Bürgerkrieg auf den Straßen noch.

Was passiert da in den Köpfen? Was verwandelt bei immer mehr Menschen eine stimulierende Angst in irrationale Panik? Was treibt sie von begründeter Sorge in die Hysterie? Weiterlesen

Antirassismus als Herrschaftsideologie

Zweifelsfrei war der historische Rassismus eine Herrschaftsideologie. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts teilten die USA und europäische Mächte die Welt unter sich auf. Am Schluß herrschte England über ein Fünftel der Erde. Den Ureinwohnern brachten man, so ihre Überzeugung, die Zivilisation. Vom Prärieindianer bis zum Australneger galten die Eingeborenen als Primitive, und das nicht nur hinsichtlich ihrer fehlenden „Zivilisation“:

Charles Darwin hatte nämlich die Gesetze von Mutation und Selektion entdeckt. Die Evolutionsbiologie steckte noch in den Kinderschuhen und schwankte zwischen richtigen Beobachtungen und zu weit gehenden Schlußfolgerungen. In der Öffentlichkeit setzte sich schnell der von Darwins Gegnern befeuerte Eindruck von der Evolutionstheorie fest, sie betrachte „den Affen“ als Vorfahren „des Menschen“. Die Evolution als eine lineare Entwicklung von etwas Niederem zu etwas „Höherem“ aufzufassen, lag nahe.

Als Motor der Selektion stellte man sich lange vor, es überlebe und pflanze sich weiter fort, wer objektivierbar überlebenstauglicher sei als der andere. Weiterlesen

Trump und der Gashahn

Wenn ein Glaubenssystem zusammenbricht, gibt es gewöhnlich Tränen. Die Gläubigen verstehen die Welt nicht mehr. So ereilt auch die langjährigen Funktionseliten unseres Landes seit 2015 ihr Schicksal. Die Wirklichkeit ist über sie hereingebrochen.

Ihr verträumter Glaube hatte darin bestanden, endlich die vermeintlichen Irrwege der deutschen Geschichte hinter sich gelassen zu haben. In alle vier Himmelsrichtungen gaben sie Freundschaftserklärungen an alle Welt ab. Sie wähnten, damit das Phänomen der Feindschaft endgültig besiegt zu haben. Ab jetzt, waren sie sich sicher, würde uns alle Welt nur noch freundlich behandeln. Diesem Glauben entsprach operativ der Multilateralismus. Eingebunden in ein weltweites Netz von Verträgen sollte Deutschland nie wieder gefährliche Sonderwege beschreiten. Sie sahen ja so herrlichen Zeiten entgegen.

Bestärkt wurde diese Weltsicht durch den scheinbar genialen Einfall, man könne alle zwischenmenschlichen Konflikte durch Diskurs lösen. Wenn alle einander in einer idealen Gesprächssituation nur geduldig zuhörten, würde sich gewiß ein Konsens herausbilden. Weiterlesen

Die Sache mit dem Neger

Wer die Sprache regelt, lenkt das Denken. Das wußte schon George Orwell. Er lebte in der Zeit des Totalitarismus. Stalinistische und nationalsozialistische Herrschaftstechniken suchten Worte aus dem allgemeinen Sprachgebrauch zu verdrängen und dadurch das Bewußtsein zu verändern. In Orwells weltberühmten Klassiker „1984“ müssen die Menschen „Neusprech“ benutzen. Es gibt vorgeschriebene und verbotene Worte.

Auch Hunde können denken, wenngleich nicht begrifflich. Wir Menschen vermögen uns durch abstrakte Symbole ausdrücken: als Worte und Begriffe stehen sie für eine Sache. Jeder sprachliche Begriff beinhaltet zugleich eine bestimmte Denkweise. Ohne das jeweils passende Wort können wir einen bestimmten Gedanken gar nicht denken und ein ein Gefühl nicht mehr nachempfinden, das uns jemand durch ein Wort nahebringen möchte.

In vielen Sprachen gibt es Wörter für Emotionen, die sich nur schwer in eine andere Sprache übersetzen lassen. So bezeichnet etwa der portugiesische Begriff »saudade« ein Gefühl der tiefen Melancholie, das durch das Verlangen nach etwas entsteht, was abwesend oder verloren ist.

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Der wohlgeformte Popo der Neandertalerin

Wer die Geschichte deutet, definiert damit die Gegenwart und weist die Richtung für die Zukunft. Frühere Ereignisse sind nie aus sich selbst heraus als bloße Fakten verständlich. Selbst in der Antike schilderte man die Vergangenheit – oder was man von ihr zu wissen glaubte – vor dem Hintergrund waltender Götter. Die Bibel legt davon ebenso Zeugnis ab wie Griechen seit Homer und Herodot.

Wer die Macht hat, die Ursachenzusammenhänge zwischen menschlichem Handeln und göttlichem Willen verbindlich zu interpretieren, errichtete und stabilisierte zugleich ein irdisches Herrschaftssystem. In diesem nahm er als oberster Interpret oder Hohepriester eine prominente Stellung ein.

Im 19. Jahrhundert ersetzten einige die Verzahnung menschlicher Geschichte mit Gottes Willen oder Gnade durch den Glauben an den historischen Materialismus. Dieser stellt den Geschichtsablauf als Teleologie dar, als zwangsläufige Entwicklung hin zu einem historisch notwendigen und darum unabdingbaren Endpunkt (Telos): der klassenlosen Gesellschaft. Weiterlesen

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