Auf einer Party riß ein Ostwestfale einen Witz. Vorher fragte er in die Runde: „Ist einer von euch Banker?“ Offenbar nicht.
„Treffen sich ein Banker, ein Rechtsradikaler und ein Asylant. Der Banker nimmt sich heimlich alle Kekse aus der Schüssel bis auf einen. Dann sagte er zum Rechtsradikalen: ‚Der Asylant hat dir nur einen übergelassen!‘ “
„Hahaha!“, freute sich der Ostwestfale. „Trifft genau den Punkt!“
Nun lache ich als Kölner sowieso die meiste Zeit, manchmal auch über Ostwestfalen, zumal wenn sie Witze drechseln. Der Witz hier erweckt allerdings eher Traurigkeit. Nicht über Ostwestfalen – den arbeitsamen, ruhigen und bodenständigen Volksstamm inmitten seiner Kuhweiden unter der Oberhirtschaft des Paderborner Erzbischofs halte ich in allen Ehren.

Traurig macht mich der geistige Zustand der deutschen Linken, der sich in jenem sogenannten Witz idealtypisch kristallisiert. Es ist ein linkspopulistischer Narrativ: die Geschichte vom bösen Banker, vom sozialneidischen Rechtsradikalen und einem Asylanten, der sowieso nichts dafür kann. Weiterlesen


