Klaus Kunze

Kategorie: Politik Seite 46 von 47

Die Auflösung des deutschen Volkes

Die Auflösung des deutschen Volkes

Das deutsche Volk befindet sich in heller Auflösung. Diese Auflösung wurde von langer Hand geplant und wird jetzt quasi generalstabsmäßig durchexerziert. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern das nüchterne Resultat eines Blickes auf die Fakten und auf die politischen Absichten der maßgeblichen Akteure.

Das deutsche Volk ist ein mehrdeutiger Begriff. Ursprünglich hatte es sich nicht zwingend mit Verwandtschaft zu tun. Zum folc gehörte in althochdeutscher Zeit, wer dem Kriegsvolk „folgte“. Einem wandernden Volk schlossen sich in der Völkerwanderungszeit vielerlei Leute an. Im Laufe der Jahrhunderte verband sich das Wort Volk aber fest mit dem Begriff des deutschen Volkes. Zu ihm zählte man alle Menschen deutscher Muttersprache.

Die harten Fakten und ihre Gründe

Bekanntlich lebten niemals alle Deutschen in einem Staat zusammen. Den verschiedenen deutschen Staaten haben immer auch Menschen angehört, die nicht deutsch sprachen. Volkszugehörigkeit ist ein faktischer Zustand, Staatsangehörigkeit ein rechtlicher. Weiterlesen

Die Macht des Symbolischen

Die Chancen rationaler Politik stehen schlecht. Die Massen-Medien-Demokratie belohnt es nicht, Interessen rational vorzutragen und zu vertreten. Ihre Spielregeln begünstigen Strömungen, die sich emotional geben und diese Gefühle in Form bestimmter Symbole gießen.

Symbolon nannten schon die antiken Griechen ein Wiedererkennungszeichen unter Freunden. Mit dem Verb symballein bezeichneten sie es, wenn ein zerbrochenes Stück wie ein Ring wieder aneinandergehalten wurde. Paßten die Teile zueinander, hatten sich die Richtigen gefunden. Symbole wurden zum festen Bestandteil menschlicher Kultur vom urchristlichen Fisch bis zum modernen Smiley. Sie symbolisieren zusammengehörende Menschen, aber auch ganze Wörter, Sätze, Gefühle oder Glaubensbekenntnisse bis hin zu komplexen Weltanschauungen.

In unserem Medienalltag haben sie das gesprochene Wort verdrängt und ersetzt. Das gilt überall da, wo eine Sendung produziert wird, um Menschen zu beeinflussen: bei der Produktreklame, in Nachrichtensendungen, in Vorabendserien. Bildsymbole erkennt jeder sofort als Symbol. Wer in der Sportschau das Symbol eines konkurrierenden Vereins sieht, schaltet innerlich schnell auf Abwehr. Weiterlesen

Die deutsch-amerikanische Echokammer

Medienerzeugte Scheinwelten

Eine heute auf allen Sendern verbreitete Studie hat festgestellt, daß US-Amerikaner und Deutsche ihr Verhältnis völlig verschieden sehen. 85% der Deutschen bewerten die Beziehungen zwischen den beiden Staat als negativ oder sehr negativ. 75% der Amerikaner beurteilen es als gut. Über diese Diskrepanz müssen wir uns nicht wundern.

Sie bildet die unmittelbare Folge ganz gegensätzlicher Medien-Berichterstattung übereinander auf beiden Seiten des Atlantiks. Zugleich wirft sie ein erschreckendes Licht auf die Methoden der Medien, eigene Echokammern zu bilden und „Medienkonsumenten“ in sie einzubinden, manchmal auch einzusperren. Amerikanische Medien berichten zu 75% Positives über die deutsch-amerikanischen Beziehungen, deutsche zu 85% negatives, so kann man die Meinungsumfrage auch interpretieren.

Wenn zwei Menschen sich täglich in die Augen sehen, läßt sich ein Konflikt zwischen ihnen nicht schönreden, Abneigung nicht leugnen, und Liebe bedarf keiner Worte. Jeder weiß, wie seine persönlichen Freunde zu ihm stehen. Weiterlesen

Die Funktionierenden

„Ich funktioniere bloß noch!“, klagte die junge Mutter. „Ich muß auch erst mal wieder zu mir selbst finden,“ antwortete ihre Freundin. „Alle zerren sie an mir, jeder in eine andere Richtung.“

Wie diese beiden fühlen sich viele Menschen zerrieben zwischen den Anforderungen von Familie, Beruf und einem Freizeit- und Urlaubrest, in dem sie sich vielleicht noch der Zeittaktung von Bahn und Flugzeug aussetzen. Ein Empfinden menschlicher Überforderung nimmt überhand. Es schlägt sich in Burn-out-Syndromen oder Depressionen nieder. Menschen besuchen „Selbstfindungskurse“ oder erhoffen sich Trost in esoterischer Weltflucht.

Diesen persönlichen Empfindungen entsprechen Beobachtungen dessen, was als gesellschaftlich erwünschtes Verhalten gilt. Jeder muß die ihm gestellten Anforderungen penibel erfüllen, weil das Ganze sonst nicht mehr funktioniert. Verschläft ein Lokführer, kommen die morgendlichen Pendlern zu spät zur Arbeit. Chaos bricht aus. Die auf Effizienz getrimmte industrielle Massengesellschaft funktioniert nur mit funktionierenden Menschen.

In ihrer Funktionslogik nimmt sie Menschen nicht mehr als Individuen wahr, sondern nur in ihrer jeweiligen Funktion. Weiterlesen

Gender – und ist’s auch Wahnsinn, so hat es doch Methode

Worin diese Methode besteht, können Sie jetzt nachlesen in einem Sonderdruck des Deutschland-Magazins.
Herausgeber: Die Deutschen Konsevativen e.V.

1. Der Genderismus ist Teil einer komplexen Angriffsstrategie auf die freiheitliche Grundordnung, verkörpert durch unseren Staat und gesellschaftliche Institutionen wie die Familie.

2. Die Methode der Zersetzung besteht in der Dekonstruktion und Delegitimierung aller herkömmlichen Vorstellungen von gesellschaftlicher Normalität.

3. Historisch ist sie hervorgegangen aus Theorien in den USA arbeitender Psychiater, denen zufolge die deutsche Machtentfaltung auf die autoritäre Persönlichkeitsstruktur des deutschen Mannes zurückzuführen und nur durch umfassende Umerziehung dauerhaft zu verhindern sei.

4. Einen zentralen Angriffspunkt bietet der Normalmann mit allen die normale Männlichkeit begleitenden gesellschaftlichen und biologischen Implikationen. 

5. Ziel ist eine neue Männergeneration, die sich nicht im herkömmlichen Sinn als Mann versteht. Sie soll die Eigenschaften der Disziplin, Ordnung, Sauberkeit und Männlichkeit nicht mehr aufweisen.

6. Der Dekonstruktivismus abstrahiert bewußt von jedweder anthropologischer und historischer Empirie und behauptet, Mann, Frau und Familie seien nichts als beliebige Gedankenkonstruktionen und Produkte gesellschaftlicher Konvention ohne einen unveränderlichen, objektivierbaren Kern. Weiterlesen

Wir Autonome

Lob der Autonomie! Der steinewerfende „autonome“ Bürgerschreck ist gar kein Autono­mer, er ist bloß töricht. Wer dagegen als braver Bürger die staatlichen Gesetze nur um des lie­ben Friedens willen einhält, darf sich mit Recht autonom nennen. Ungefährlich ist der Kriminelle, der die Rechtsordnung an sich anerkennt. Ge­fährlich ist der dem Ge­setz äußerlich Gehorsame, der dessen mora­lischen Wurzeln untergräbt. Nur er ist der Auto­nome. Laßt uns von ihm reden!

Autonom ist nicht der Anarchist, der von der Gesetzlosigkeit träumt. Gäbe es sie, dann wäre eben die Anarchie das Gesetz, nach dem alle anzutreten hätten. Die sozia­len Spielregeln müssen nicht staatlich ver­ordnet sein. Die Regeln des Zusammenle­bens bestimmt, wer die Macht dazu hat, das für ihn und die Seinen Günstige allge­mein durchzusetzen. Hält einer für sich die Friedfertigkeit und das allgemeine Konsens­prin­zip für vorteilhaft, während der andere auf größere Ge­walt setzt, entscheidet die Macht, ob der Fried­liche dem Unfriedli­chen den Frie­den aufzwingt oder umge­kehrt. Weiterlesen

Der Verfassungsschutz als Glaubenspolizei?

Ich will nicht gleich sein. Gleichberechtigt sein gern, denn Rechte zu haben, ist in Ordnung. Gleichgemacht zu werden, nähme mir meine Würde.

Damit erweise ich mich in den Augen Linker: als Rechter. Ich erkenne nämlich angeblich „das Ethos fundamentaler Menschengleichheit“ nicht an und werde beargwöhnt:[1] Wie meinen die das?

„Bei der intellektuellen ‚Neuen Rechten‘ handelt es sich um ein ideologisches Phänomen. Einen gemeinsamen Nenner zu finden ist schwer. Als ‚Rechte‘ läßt sie sich von der Linken durch die Betonung dessen abgrenzen, was die Menschen, um an Norberto Bobbios Begriffsbestimmung anzuknüpfen – ungleich statt gleich erscheinen läßt.“[2]

Uwe BACKES, Gestalt und Bedeutung des intellektuellen Rechtsextremismus in Deutschland, Aus Politik und Zeitgeschichte Bd. 46 / 2001, S.24.

Die Feministin Julia Rosenstock bezeichnet

„rechtes Denken als analytischen Klammerbegriff für Formen eines Denkens, das sich von bürgerlich-konservativen Wertvorstellungen bedächtigen Erhaltens des Bewährten bis zur radikalrevolutionären Totalopposition gegen das Bestehende erstreckt und für das Gleichheitskritik einen wesentlichen, wenn auch im einzelnen sehr unterschiedlich ausgeprägten Charakterzug ausmacht.“

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