Klaus Kunze

Kategorie: Politik Seite 43 von 47

Vom verlorenen inneren Frieden zum hirntoten Multilateralismus

Globale Konflikte aller gegen alle scheinen die Globalisierung des 21. Jahrhunderts zu sein.

Der Zusammenprall der Zivilisationen findet global unter anderem zwischen dem Islam und dem früher so genannten Westen statt. Dieser aber zerlegt sich unterdessen selbst in seine gegeneinanderprallenden Bestandteile. Das postideologische Intermezzo ist vorüber. Interessen werden auch wieder im Gewand heiliger Ideale durchgesetzt. Selbst „America first!“ mit der Hand auf dem Herzen und ins Unendliche gerichtetem Blick tritt quasireligiös auf. Traditionell marschiert man nicht einfach irgendwo in, sondern macht „the world safe for democracy“.

Von Nordkorea über den mittleren Osten bis Südamerika mag „die Welt“ das aber nicht unbedingt. Der Multilateralismus der Nachkriegszeit war, machtpolitisch gesehen, oft nicht mehr als ein Kindergarten für die Vasallen der großen Kindergärtnerin USA, in dem sie miteinander Vertragsunterzeichnung spielen durften, solange sie brav die ihnen gesetzten Spielregeln einhielten. Die ersten, die sie nicht mehr einhielten, waren die USA selbst. Weiterlesen

Brauchen wir eine politische Polizei gegen Extremismus?

Am 20. Dezember 2019 standen vier junge Männer in München vor dem Jugendrichter. Sie waren angeklagt, in Braunhemden mehrfach den verbotenen „Deutschen Gruß“ entboten zu haben. „Nein“, bestritt der Jugendrichter entschieden, „das ist hier kein politischer Prozeß!“

Das kann man auch ganz anders sehen. Was in Deutschland verboten ist, steht im sogenannten materiellen Teil des Strafgesetzbuchs ab § 80 a StGB. Gleich an der Spitze aller Delikte stehen die Vorschriften über Friedensverrat, Hochverrat und Gefährdung des demokratischen Rechtsstaats, darunter das Verbot bestimmter politischer Grußformen. Es gibt eine Fülle unmittelbar politischer Delikte.

Ob ein Strafprozeß politisch ist, ist keine nur juristische Frage, sondern eine politsche. Vor jeder juristischen Fragestellung steht nämlich die politische Antwort: So etwas soll man verbieten! Die Frage gesetzeskonformen Rechtsprechung ist primär juristisch. Die Legalität des Verfahrens steht auf dem einen Blatt, die Frage nach der Legitimität eines durch Gesetze, Polizei und Richter durchgesetzten Verbots aber auf einem ganz anderen. Weiterlesen

Neues Kommunikationsdesaster für den WDR

Desinformation durch Verschweigen

Das Fernsehen lügt. Viele Leute glauben das jedenfalls.

„Die Öffentlich-Rechtlichen stehen unter Druck. Zahlen, die das Institut Civey für FOCUS Online erhoben hat, zeigen, wie die Deutschen zu ihnen stehen.“

Focus 4.1.2020

Schon über 40% der Befragten halten die Nachrichten-Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender für wenig oder gar nicht glaubwürdig. Das ist eine Katastrophe für die staatsfinanzierten Medienanstalten. Zugleich gleicht es einem Wunder, daß inzwischen so viele Menschen durchschauen, wie sie tagtäglich manipuliert werden.

Der WDR-Skandal um den Kinderchor „Meine Oma ist eine alte Umweltsau“ erlaubte vielen noch Gutgläubigen einen Einblick in die verborgenen düsteren Ecken des Kölner Senders. Wie die Hausfrau angewidert etwas unter dem Küchenschrank hervorzieht und auf dem Kehrblech hinausbefördert, mußte der WDR einen offenbar in der Wolle gefärbten Kommunisten als Hauptübeltäter fristlos entlassen. Er war wahrhaftig nur ein Bauernopfer. Immer mehr Bürgern schwant es, daß dieser Sender flächendeckend mit Linksextremisten gespickt ist. Weiterlesen

Aufstand der Habenichtse

Die politische Linke und die Rechte fußen in unterschiedlichen mentalen Milieus

Weltanschauungen fallen nicht vom Himmel, wachsen nicht auf Bäumen und vererben sich nicht. Wir nehmen sie auch nicht unvoreingenommen an, nachdem wir uns zuvor in der Philosophiegeschichte gründlich schlau gelesen haben und uns in einem Akt rationaler Erkenntnis die überzeugendste aussuchen.

Ideologien sind Weltbilder, die Menschen sich zurechtlegen und benutzen, weil und soweit sie ihren Interessen dienen. Diese Interessen können, müssen aber nicht ausschließlich materielle Interessen sein. Merkmal rechter Weltbilder ist die Freiheit zur Ungleichheit, Merkmal linker hingegen der Anspruch auf Gleichheit.

Meinungsumfragen zufolge soll die Forderung nach Gleichheit im Vormarsch sein und das Bedürfnis nach Freiheit überholt haben. Nach dem 2. Weltkrieg waren die meisten Deutschen materiell ziemlich gleich, weil sie ihr Materielles verloren hatten. Freiheit stand aus vorangegangener Lebenserfahrung hoch im Kurs. Für die Generation ihrer Kinder und Enkel, die es einmal „hatten besser haben“ sollen, geriet bald in Vergessenheit, wie gefährdet Freiheit ist und wie unerträglich ihr Fehlen. Weiterlesen

Habt keine Furcht!

Das Schüren von Ängsten ist eine Herrschaftsinstrument

Habt keine Furcht! Morgen früh wird wieder die Sonne aufgehen.

Laßt Euch nichts einreden! Die Sonne wird scheinen, Mutter Erde wird weiter ihre Bahn ziehen, Eiszeiten und Warmzeiten werden kommen und gehen, so wie sich Tag und Nacht immerwährend die Hände reichen. Glaubt nicht den falschen Propheten!

Vor der Wende zum 2. Jahrtausend zogen fanatische Wanderprediger durchs Land und verkündeten, mit Beginn des neuen Jahres werde das jüngste Gericht über uns hereinbrechen. „Tut Buße! Beugt Eure sündigen Häupter vor dem Herrn, denn er wird Euch richten.“

„Und beugt sie natürlich auch in Dankbarkeit vor den Bußpredigern, die Euch das Seelenheil retten. Der Hut für die Spenden steht da vorne links bei dem Meßdiener!“

Tausende verschenkten ihr Hab und Gut, geißelten sich und zogen betend durchs Land. Am 1. Januar des neuen Jahres sehnten sie sich dann nach etwas Warmem zum Anziehen. Weiterlesen

Wo der Haß wohnt

Der Haß ist ein Meister aus dem Funkhaus am Wallrafplatz

Während sich die Gebetsmühlen des linken Establishments „gegen Haß und rechte Gewalt“ drehen, gedeiht auf dem Misthaufen ihrer Desinformation geballter Haß auf das eigene Volk und die eigene Familie.

Ein Kinderchor aus Dortmund singt in dem Video zur Melodie von „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ davon, wie diese Oma dabei jeden Monat tausend Liter Sprit verbraucht. Es folgen Strophen darüber, wie sie mit ihrem SUV „zwei Opis mit Rollator“ überfährt und sich „jeden Tag ein Kotelett“ brät, weil „Discounterfleisch so gut wie gar nix kostet“.

Der Tagesspiegel 30.12.2019

Was nachträglich als Satire bemäntelt wird, offenbart blanken Haß. Er zeigt sich in einem Nachkarten des inzwischen als Bauernopfer entlassenen „freien Mitarbeiters“ des WDR:

Einer seiner Journalisten legt nach. „Eure Oma war keine #Umweltsau. Stimmt. Sondern eine #Nazisau“, schreibt ein WDR-Mitarbeiter der „Aktuellen Stunde“.

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Der Hexer und die Moralisten

Abkehr vom Moralismus durch Fantasy?

Philosophen haben einen schlechten Ruf. Den haben sie zweifellos nicht verdient. Ihre Klügsten haben uns nämlich befreit von den Hirngespinsten der – Philosophen!

Wie ein Huhn lange und inbrünstig auf einem Gelege sitzen und brüten kann, brüten gewisse Stubengelehrte manchmal ihr Leben lang auf Worten und Begriffen. Diese Worteier haben sie oft selbst gelegt, haben sie aus dem Nichts ihrer persönlichen Vorstellung geschöpft. „Ex nihilo nihil fit“ (auf gut Kölsch: Vun nix kütt nix.) lassen sie nicht gelten.

So erfanden sie das Nichts und zernichteten es wieder. Sie erfanden „das Ding an sich“, um spät oder gar nicht zu bemerken, daß es Dinge an sich nur in ihren Köpfen gibt. Schließlich erfanden sie gut und böse. Das hätten sie nicht tun sollen.

Seitdem weiß jedermann, was wir Menschen nicht tun sollen. Die Moralphilosophen sagen es uns. Weiterlesen

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