Vor Zeiten hatte war Blasphemie die schlimmste Sünde: Wer Gott leugnete oder schmähte, dem wurde schon mal kräftig eingeheizt. Heute ist „Menschenfeindlichkeit“ die Erzsünde unserer Tage.
Linke reden schnell von „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“. Haß gegen Reiche oder gegen „alte, weiße Männer“ gilt dagegen bei Linken als Tugend – ist das keine „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“?
Rainer Zitelmann auf Twitter 4.9.2021
So mahnte heute der liberale Publizist Rainer Zitelmann. Der Vorwurf der Menschenfeindlichkeit oder -verachtung ist zur stehenden Phrase aggressiven Gutmenschentums geworden. Mit „Menschenverachtung“ ist aber nicht gemeint, man dürfe keine individuelle Person verachten. Auch eine ganze Gruppe darf man durchaus beleidigen, schmähen und verachten, wie Zitelmann erkennt: weiße alte Männer zum Beispiel.
Wer jemandem den Vorwurf der Menschenverachtung wie einen Bannstrahl entgegenschleudert, verachtet ihn ja offenkundig auch und muß sich denselben Vorwurf gefallen lassen. Das merkt er allerdings nicht, weil er mit „Menschenverachtung“ etwas ganz anderes meint: Der andere mißachte nämlich die Heiligkeit des Menschen an sich, deren Abglanz ihm wie ein Splitter einer höheren Wesenheit innewohnt. Weiterlesen

