Klaus Kunze

Kategorie: Allgemein Seite 39 von 50

Die Macht hat, wer die Regeln regelt

Putin und seine absolute Republik

Putin bleibt an der Macht. Natürlich tut er das. Der Proteststurm im deutschen Blätterwald ist nur ein Säuseln, verglichen mit dem Entrüstungssturm, als CDU, FDP und AfD es in Erfurt wagten, einen FDP-Politiker zum Ministerpräsidenten zu ernennen.

Es überrascht eben niemanden mehr, daß der Moskauer Autokrat wieder Wege findet, an der Macht festzuhalten. Diese Mittel und Wege sind, rein verfahrenstechnisch und formal, gesetzliche Wege. Auch unsere alten Parteien regeln unsere Gesetze seit Jahrzehnten so, daß diese ihren eigenen Machterhalt begünstigen.

Jetzt, da die Duma den Entwurf der neuen Verfassung billigte, ist die Frage nach dem Jahr 2024 und einer Zeit ohne Putin beantwortet. Die wird es nicht geben, er wird wieder antreten. Die Lösung ist so einfach, dass es erstaunlich ist, wie wenig sie bisher im Fokus stand.

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Huldigung der Weiblichkeit

Das Buch zum Weltfrauentag

Das aktuelle Buch zum Weltfrauentag huldigt dem ewig Weiblichen aus männlicher Sicht. Tatsächlich gibt es ewig Männliches und ewig Weibliches. Schon der Buchtitel ist eine Kampfansage an die Gender-Scharlatane, für die es nichts ewig Weibliches gibt, weil Mann und Frau nur gedankliche Konstruktionen seien. Wer sich dagegen als Mann oder als Frau selbst bejaht, lebt aus dem, was immer gilt. Er oder sie pfeift auf den Zeitgeist. Wer sich mit dem verheiratet, wird bald Witwe(r).

Eine Liebeserklärung an die weiblichen Frauen muß ein rotes Tuch sein für alle Gender-Scharlatane. Es paßt nicht in ihre Vorurteile, daß unsere Frauen in Wahrheit seit der Germanenzeit größte Hochachtung genossen. Die Phrase von der jahrtausendealten Unterdrückung der Frauen ist ein Märchen. In unserer Tradition stehen großartige, selbstbewußte Frauenpersönlichkeiten, soweit unsere historische Überlieferung reicht. Weiterlesen

Der prätotalitäre Medienstaat und sein verlogener Begriffsnebel

Wie Flimmerkisten über die Gedanken und Parteien über ihr Flimmern herrschen

Wer vor 25 Jahren geglaubt hätte, die öffentliche Meinungslenkung durch unsere staatlichen Medien lasse sich nicht mehr steigern, irrte sich. Politische Fernsehsendungen und Nachrichten bilden vielfach ein Gebräu aus Halbwahrheiten, Lügen und Faktenverdrehung, wie es seit dem DDR-Kommentator Karl Eduard von Schnitzler und seinem mentalen Urahnen Josef Goebbels nicht gab.

Der Großteil der Lügen besteht nicht in der Meldung falscher Fakten, sondern im Weglassen wahrer. Die weit überwiegend extrem links stehenden Medienleute bringen ein festes Weltbild mit. Fakten, die dieses Weltbild stützen, werden verbreitet. Entgegenstehende Fakten läßt man einfach weg. Haut ein Deutscher einen Ausländer, ist das ein rechtsextremer Skandal. Haut ein Ausländer einen Deutschen, ist es gar nichts.

Was zu berichten übrig bleibt wird jeweils entweder durch gehässige oder beschönigende Worte „eingerahmt“ und so verfremdet, daß der durchschnittliche Medienkonsument nur den vom Meinungsmanipulator beabsichtigten Schluß ziehen kann. Weiterlesen

Gesellschaft der Opfer – woher Angst und Haß kommen

Wir sind alle Opfer. Nur: Wessen Opfer wir und wer die Übeltäter sind, darüber streiten wir erbittert. Deutschland ist in zwei sich teils hysterisch überbietende Lager gespalten. Bei nüchterner Betrachtung sind es alte Ängste, die immer wieder auch Haß gebären.

Die Epoche von 1933 bis 1950 hat ein zutiefst zerrissenes und in sich gespaltenes, ja auf Generationen traumatisiertes Land hinterlassen. Im wesentlichen zanken um den Glorienschein, Opfer zu sein, die Opfer kommunistischer und die Opfer nationalsozialistischer Gewalt. Alle möchten Opfer oder wenigstens Betroffener sein. Diese Ehrentitel genießen Kultstatus.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge schrieb heute eine Mail mit einem Spendenaufruf:

Der Volksbund hat mit HEINZELFILM eine Kooperation zu dem Film „Der Krieg in mir“ in Kassel gestartet. Welche Spuren hat die Kriegsgeneration in uns hinterlassen? Wie prägen sie uns bis heute? Und sind Streßerfahrungen genetisch vererbbar?

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Hetzjagd auf den „Rassismus“

Die Propagandatrommeln dröhnen

Die Propagandatrommeln dröhnen uns täglich in den Ohren.

Anderthalb Wochen nach den rassistischen Morden in Hanau hat die Bundesregierung erklärt, dass sie das Thema Rassismus und Rechtsextremismus dauerhaft ins Kabinett holen will. Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte am Montag nach dem Integrationsgipfel im Kanzleramt die Einrichtung eines Kabinettsausschusses an, der Maßnahmen beschließen soll.

Der Tagesspiegel 2.3.2020

Worauf soll ihr Dröhnen uns vorbereiten? Droht uns wieder eine Schwemme von Orientalen? Will die Merkel-Regierung größere „Kontingente“ der nahe dem Bosporus Wartenden nach Deutschland holen? Angeblich seien es Flüchtlinge. Muß jemand aus der Türkei flüchten?

Welchen operativen Sinn hat es aus Sicht Merkels, den gewaltsamen Ansturm auf die Grenze des Abendlandes mit der Ausrufung einer Rassismusgefahr in Deutschland zu begegnen? Sollen wir eingeschüchtert und vorsorglich ruhig gestellt werden?

Medial wird das Äußerste aufgeboten, uns Deutschen jeden Verdacht auszutreiben, die Völkerschaften vor den Toren Europas seien womöglich andere Leute als wir. Weiterlesen

Von der autonomen Persönlichkeit zum betreuten Bürger

Sterbehilfe – autonome Entscheidung oder moralisierende Bevormundung?

Der Druck moralische Heteronomie oder Fremdbestimmung lastet drückend auf unserem Land. Einen letzten Rückhalt für unsere Selbstbestimmung gibt das Bundesverfassungsgericht: Aus unserer Menschenwürde fließt unmittelbar unsere autonome Entscheidung darüber, „selbstbestimmt und nach eigener Zielsetzung“ zu leben und unsere „Existenz nach eigenen, selbstgesetzten Maßstäben“ zu bestimmen.

„Noch ist Polen nicht verloren“, singen die Polen in ihrer Nationalhymne. Um unser Deutschland steht es zwar denkbar schlecht. Verloren sind unser Land und unsere Freiheit aber noch nicht.

Eine der letzten Bastionen bildet das Bundesverfassungsgericht. Vorgestern brach sich an ihm wieder einmal eine Brandungswelle der Entmündigung. Anlaß war die Sterbehilfe zum Beispiel durch Sterbehilfe-Vereine.

Die selbstbestimmte Verfügung über das eigene Leben ist vielmehr unmittelbarer Ausdruck der der Menschenwürde innewohnenden Idee autonomer Persönlichkeitsentfaltung; sie ist, wenngleich letzter, Ausdruck von Würde. Der mit freiem Willen handelnde Suizident entscheidet sich als Subjekt für den eigenen Tod.

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Zwischen kriminologischer Kategorisierung und zynischer Instrumentierung

Nach den Anschlägen von Hanau und Volkmarsen

Nach grauenvollen Taten mit vielen Opfern ist die Öffentlichkeit aufgewühlt. Nirgend läßt sich das besser nachvollziehen als auf Twitter, dem schnellsten sozialen Netzwerk mit der kürzesten Halbwertszeit seiner Nachrichten.

Bei den meisten ist der Wunsch übermächtig, zu erfahren, wer der Täter war und was ihn trieb. Dagegen erheben sich sofort mahnende Stimmen, es sei gleichgültig, wer und was für einer der Täter sei. Wieder andere geben sich mitfühlend: Man solle sich mehr für die Opfer interessieren, „bei denen alle unsere Gedanken jetzt sind“.

In Gedanken bei den angefahrenen Kindern aber möchte ein halbwegs sensibler Mensch am liebsten überhaupt nicht sein. Helfen kann er ihnen nicht. Und eine Endlosschleife im Kopf mit ausgemalten Vorstellungen von Kindern als Opfer wäre unerträglich. Selbst wenn die Körperverletzungen heilen: Was durchlebt so ein Kind emotional in Zukunft immer wieder, wenn es so jäh aus der größten Karnevalsfreude ins tiefste Leid gestürzt wurde? Weiterlesen

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