Klaus Kunze

Kategorie: Geschichte Seite 15 von 21

Vom Dorfjungen in der Sowjetischen Besatzungszone zum Deutschen Mannschaftsmeister

Ein zeitgeschichtliches Dokument

Paul Tröger, damals auch Chefredakteur der „Fußballwoche“, sagte einmal: „Ich lese jetzt nur noch Biographien.“ Gerade Autobiographien spiegeln oft wie keine zweite Literaturgattung die Zeitgeschichte. Ein halbwegs realistisches Bild früherer Epochen erlangt man nur, wenn man es aus erster Hand liest.

Eine solche erste Hand ist der 1933 in Schlesien geborene Klaus Eckhard Kunze. Mit Paul Tröger, Robert Hübner und anderen wurde er 1967 Deutscher Mannschaftsmeister im Schach. Die Schachgemeinschaft des Kölner Stadtteils, SG Porz, zählte auch später zu den deutschen Spitzenvereinen.

Seine Schachlaufbahn begann er 1947 nach langem elternlosen Aufenthalt in einem Flüchtlingslager. Dem abgemagerten Oberschüler boten sich in Meisdorf am Harz wenig Alternativen, das im Kopf hungrig brennende Feuer zu füttern: kein Fernsehen, fast keine Bücher, kein Internet, keine geistigen Angebote. So wurde er denn zuletzt Schachmeister. Für einen „Spitzensportler der DDR“ gab es Vergünstigungen. Weiterlesen

Das Angstkartell von Politik, Medien und Finanzkapital

Seuchengewinnler

Wir wissen alle nur zu gut, auf wessen Kosten der Regierungs-„Kampf gegen Corona“ ausgetragen wird. Wir alle bezahlen ihn, und voraussichtlich werden noch unsere Kinder an den Schulden zahlen – falls es dann noch Kinder gibt.  

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete am 11.12.2020, wer die Nutznießer sind. Die Seuchengewinnler sind nicht unmittelbare Nutznießer der Viren, sondern Profiteure der auf uns herabhagelnden Verbote.

Amerikas Supereiche sind während der Corona-Pandemie noch reicher geworden. Laut einer Studie der Organisation Amerikaner für Steuergerechtigkeit (ATF) und der Denkfabrik Institute for Policy Studies (IPS) erhöhte sich das Gesamtvermögen der etwa 650 Milliardäre des Landes seit den ersten Meldungen über Infektionn mit Sars-CoV2 im März um mehr als eine Billion Dollar oder mehr als 826 Milliarden Euro.

So reich wie noch nie, FAZ 11.12.2020, Nr.289, S.6.

Während unsere Regierung unserer Wirtschaft weitgehend das Geldverdienen verbietet, tritt ausländische Konkurrenz an ihre Stelle. Weiterlesen

Kommt es auf das Sterben oder auf das Leben an?

Unser Grundgesetz hat nicht das Leben, sondern die Menschenwürde zum höchsten Verfassungsgut erklärt. Nicht daß wir alle sterben müssen, sondern wie wir leben, ist die unter uns Lebenden entscheidende Frage.

Sie ist eine Frage der inneren Haltung, die nur jeder für sich selbst beantworten und entscheiden kann. Unser Staat will uns ermöglichen, in Würde zu leben, zwingt uns aber nicht dazu. Jeder hat die Freiheit, sich selbst zu erniedrigen, vor vermeintlich Höherem auf den Knien herumzurutschen, sich bei Mächtigen einzuschleimen und zu katzbuckeln, ja sogar, sich sinnlos zu betrinken und besudelt in der Gosse zu landen.

Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und des individuellen Stils einer Person, erhobenen Hauptes, gebeugten Knies oder gar besudelt durchs Leben zu gehen. Dränge ein Psychologe tief in eine Persönlichkeit ein, fände er gewiß die letzten Gründe unserer Verschiedenheit: Schwach und darum unterwürfig fühlt sich vielleicht der eine, stark und trotzig ein anderer. Weiterlesen

Das Ermächtigungsgesetz und ein Freispruch aus Dortmund

Nachdem ein Dortmunder Amtsrichter einen Betroffenen freigesprochen hatte, der Corona-Vorschriften nicht einhielt, hat der Gesetzgeber nachgebessert.

Von Ermächtigungsgesetzen

Es schäumt und stürmt im deutschen Wasserglas: „Ermächtigungsgesetz!“ Die Wellen der Empörung schwappen über.

Was ist ein Ermächtigungsgesetz? Da stellen wir uns erst mal ganz dumm und fangen mit dem rechtlichen kleinen Einmaleins an. Grundsätzlich darf jeder alles. In diese grundrechtliche Handlungsfreiheit darf der Staat nur auf gesetzlicher Grundlage eingreifen. Rechtsverordnungen von Ministern sind kein Gesetz. Also muß ein Gesetz dem Minister erlauben, etwas per Verordnung zu befehlen.

Solche Ermächtigungen, Verordnungen zu erlassen, gibt es zahllos. Zum Beispiel erlaubt das Straßenverkehrsgesetz dem Bundesministerium, die Straßenverkehrsordnung zu erlassen, die uns bei Verstößen bußgeldpflichtig macht.

Das Ermächtigungsgesetz hatte der Regierung erlaubt, Gesetze zu erlassen und sich über die Verfassung hinwegzusetzen.

Historisch wird ein Gesetz vom 24.3.1933 als Ermächtigungsgesetz bezeichnet. Dieses hatte der Regierung aber nicht nur erlaubt, Verordnungen zu erlassen, sondern anstelle des Reichstages Gesetze zu machen, die sogar von der Verfassung abweichen durften. Weiterlesen

Tote Fische schwimmen mit dem Strom

Neuerdings bemißt sich der Wert eines Menschen nach seiner Gesinnung. Nachdem just ein Bundestagsabgeordneter überraschend starb, pries Armin Laschet ihn als „engagierten Demokraten“ und SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich als „angesehenen Sozialdemokraten“. Die meisten seiner Politikerkollegen stellten seine Gesinnung an die Spitze ihrer Würdigung.

Wahrscheinlich hätte es viel Wichtigeres gegeben, mit dem eine Lebensleistung und eine Persönlichkeit gewürdigt werden könnten. Bezeichnend für die gesellschaftliche Dominanz einer Ideologie ist es aber, alle Menschen primär politisch zu bewerten. Wer hier durchs Raster fällt, kann noch so klug oder tüchtig sein, liebenswert oder fleißig, künstlerisch begnadet oder literarisch produktiv: Das zählt alles nicht, wenn man einen Menschen nur durch die getönten Brillengläser seiner Weltanschauung betrachtet.

Auf unserer Gesellschaft lastet ein allgegenwärtiger Konformitätsdruck. Wer Karriere machen will, benötigt eine Schere im Kopf. Sie warnt ihm jederzeit, wenn er vermintes Gelände betritt. Dann bringt sie die Zunge zum Schweigen oder läßt ihn die üblichen, karrierefördernden Phrasen dreschen. Weiterlesen

Warum Kultur so politisch ist

Alles ist potentiell politisch

Alles kann politisch sein. Ob Kultur politisch ist, ist keine kulturelle Frage. Es ist ausschließlich eine politische.

Das Politische vermag jedes andere Sachgebiet an sich zu ziehen und sich einzuverleiben. Ob die moderne Genetik mit dem Begriff Rasse noch etwas anfangen kann – hochpolitisch! Welcher Stamm vorzeitlicher Proto-Indianer setzte als erster seinen Fuß auf amerikanischen Boden – potentiell politisch! Die Hydrologie unseres Grundwassers im Hochsommer – politisch brisant! Selbst dem Liebesleben der Pflastersteine könnte eine eingefleischte Genderistin sicherlich noch eine politische Botschaft entlocken.

Der politische Generalangriff auf uns alle richtet sich gegen unsere Kultur. Zu ihr gehört alles, was uns als Deutsche prägt und unsere Identität begründet. Es gibt ausdrückliche „antideutsche“ Kräfte, die uns als Volk und als Land verschwinden lassen wollen. Das gelingt ihnen nicht, solange wir uns unserer nationalen Identität bewußt sind und diese verteidigen. Weiterlesen

Konformitätsdruck und -überdruck

So weit sind wir schon gekommen: Während ich an einer Landstraße in Mittelhessen eine Currywurst aß, duzte sich ein hinzukommender Kunde mit dem Inhaber des Wurststandes: Die seien „mit 30 Vermummten gekommen und hätten dem einen Hund aus dem Zwinger“ geholt, „diese roten Nazis!“

Ich fragte neugierig nach, was da geschehen sein. Damit war das Gespräch zuende. „Ich rede über so was mit niemandem, den ich nicht kenne. Das ist heutzutage viel zu gefährlich!“

Nach einer Allensbach-Umfrage meinen zwei Drittel der Deutschen, daß man hierzulande aufpassen müsse, was man sagt.

Es wird nicht mehr auf die Argumente gezielt, die man gebracht hat, sondern sofort auf die eigene Person, wobei Stichworte ausreichen, um ein extremistisches Weltbild zu unterstellen und hierzu Aussagen bewußt verkürzt werden.

Söhnke Paulsen, Sozialer Tod für “falsche” Meinung – Dieter Nuhr spricht von modernen Pogromen, 1.10.2020

Früher kannte ich Ängste, seine Meinung zu sagen, nur aus der DDR. Weiterlesen

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