Klaus Kunze

Kategorie: Politik Seite 38 von 47

Corona-Wettkampf der Systeme

Den letzten „Wettkampf der Systeme“ hatte „der Westen“ gewonnen. Die zentrale Planwirtschaft des kommunistischen Ostblocks war der dezentralen Marktwirtschaft weit unterlegen. Die Corona-Seuche gibt den Startschuß für einen neuen, andersartigen Wettkampf der Systeme:

Die Pandemie legt die Unzulänglichkeiten und Ungleichheiten offen, die das Land seit Jahrzehnten plagen. In den USA hat der private Profit Vorrang vor der öffentlichen Gesundheit. Dieses System trägt zur Verbreitung eines solchen lebensbedrohlichen Virus auf nahezu unendlich viele Arten bei. China hat schnell und entschlossen reagiert, als der Ernst der Lage deutlich wurde. Tests und Behandlungen wurden kostenlos durchgeführt, und neue provisorische Krankenhäuser wurden in Rekordzeit in den Krisenherden der Epidemie errichtet. Die Pandemie enthüllt die wahre Natur der unterschiedlichen Wirtschaftssysteme. Einige haben gezeigt, daß sie Gesundheit und menschliches Leben über alles andere schätzen. Andere, so scheint es, finden den Tod zu gewinnbringend, um sinnvolle Veränderungen vorzunehmen.

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„Regierung der USA ihres Amtes enthoben“

Die historischen Perspektiven einer Pandemie

Ist die Party vorbei? Nur als Party scheint ein Teil der jüngeren Generation das Leben verstanden zu haben. Eine ubiquitäre Eventkultur spülte immer wieder den gleichen Typus zusammen, jederzeit zu größtmöglichem Amüsement bereit. Doch nach dem Verdacht weiser alter Männer: unfähig zum selbständigen Leben wie zum Sterben, unfähig, mit Krisen und Schicksalsschlägen umzugehen wie einst die Generationen vor ihnen.

George R. Stewart malte sich 1950 das Leben nach einer Pandemie aus.

 Aus dem Augenblick zu leben wie ein Sommerfalter, der nicht an den Winter denkt, ist häufiges Merkmal der Jugend. Verantwortung des Alters ist es, in langfristigen Perspektiven zu denken und die Krise geistig einzuordnen. Irgendwozu muß es ja gut sein, ein alter, weißer Mann zu sein. Das Gedächtnis alter Männer reicht weit zurück. Ein schneller Zugriff auf das Gedächtnis, ein kurzer Griff in den Bücherschrank:

1947 warnte ein M. Weiterlesen

Klima, Nazis, Corona – wovor fürchten wir uns als nächstes?

Wie eine neurotische Gesellschaft von einer Panikattacke in die nächste fällt

Hysterisch wirft ein Teil unserer Gesellschaft sich einer Panik nach der anderen in die Arme. Noch ist es nicht lange her, als kreischende Jugendliche durch die Gassen zogen und Klimafurcht schürten. Rasend und bei ausgeschalteten Verstandesbremsen legten sie sich in eine linke Kurve nach der anderen.

Nun lebt das Klima anscheinend noch. Wo sind seine Apostel und seine Jünger geblieben? Müssen wir sie unter den Antifaschisten der auf sie folgenden Panikwelle suchen, die hinter jedem Busch einen Nazi-Indianer sehen? Sahen sie Deutschland nicht kurz vor einer braunen Machtergreifung, hörten sie nicht den Marschtritt der SA-Kolonnen durchs Brandenburger Tor?

Oder war auch das bloß eine paranoide Einbildung, gerade so konstruiert wie die Wahnwelten der geisteskranken Massenmörder Tobias Rathjen und Stephan Balliet? Es liegt in der Natur von Massenpaniken, daß sie wie aus dem Nichts entstehen können. Weiterlesen

Die Macht hat, wer die Regeln regelt

Putin und seine absolute Republik

Putin bleibt an der Macht. Natürlich tut er das. Der Proteststurm im deutschen Blätterwald ist nur ein Säuseln, verglichen mit dem Entrüstungssturm, als CDU, FDP und AfD es in Erfurt wagten, einen FDP-Politiker zum Ministerpräsidenten zu ernennen.

Es überrascht eben niemanden mehr, daß der Moskauer Autokrat wieder Wege findet, an der Macht festzuhalten. Diese Mittel und Wege sind, rein verfahrenstechnisch und formal, gesetzliche Wege. Auch unsere alten Parteien regeln unsere Gesetze seit Jahrzehnten so, daß diese ihren eigenen Machterhalt begünstigen.

Jetzt, da die Duma den Entwurf der neuen Verfassung billigte, ist die Frage nach dem Jahr 2024 und einer Zeit ohne Putin beantwortet. Die wird es nicht geben, er wird wieder antreten. Die Lösung ist so einfach, dass es erstaunlich ist, wie wenig sie bisher im Fokus stand. Rußland bekommt eine neue Verfassung. Die alte Fassung mit den zwei Amtszeiten gilt dann nicht mehr.

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Huldigung der Weiblichkeit

Das Buch zum Weltfrauentag

Das aktuelle Buch zum Weltfrauentag huldigt dem ewig Weiblichen aus männlicher Sicht. Tatsächlich gibt es ewig Männliches und ewig Weibliches. Schon der Buchtitel ist eine Kampfansage an die Gender-Scharlatane, für die es nichts ewig Weibliches gibt, weil Mann und Frau nur gedankliche Konstruktionen seien. Wer sich dagegen als Mann oder als Frau selbst bejaht, lebt aus dem, was immer gilt. Er oder sie pfeift auf den Zeitgeist. Wer sich mit dem verheiratet, wird bald Witwe(r).

Eine Liebeserklärung an die weiblichen Frauen muß ein rotes Tuch sein für alle Gender-Scharlatane. Es paßt nicht in ihre Vorurteile, daß unsere Frauen in Wahrheit seit der Germanenzeit größte Hochachtung genossen. Die Phrase von der jahrtausendealten Unterdrückung der Frauen ist ein Märchen. In unserer Tradition stehen großartige, selbstbewußte Frauenpersönlichkeiten, soweit unsere historische Überlieferung reicht. An sie wird im Buch zum Weltfrauentag erinnert. Weiterlesen

Der prätotalitäre Medienstaat und sein verlogener Begriffsnebel

Wie Flimmerkisten über die Gedanken und Parteien über ihr Flimmern herrschen

Wer vor 25 Jahren geglaubt hätte, die öffentliche Meinungslenkung durch unsere staatlichen Medien lasse sich nicht mehr steigern, irrte sich. Politische Fernsehsendungen und Nachrichten bilden vielfach ein Gebräu aus Halbwahrheiten, Lügen und Faktenverdrehung, wie es seit dem DDR-Kommentator Karl Eduard von Schnitzler und seinem mentalen Urahnen Josef Goebbels nicht gab.

Der Großteil der Lügen besteht nicht in der Meldung falscher Fakten, sondern im Weglassen wahrer. Die weit überwiegend extrem links stehenden Medienleute bringen ein festes Weltbild mit. Fakten, die dieses Weltbild stützen, werden verbreitet. Entgegenstehende Fakten läßt man einfach weg. Haut ein Deutscher einen Ausländer, ist das ein rechtsextremer Skandal. Haut ein Ausländer einen Deutschen, ist es gar nichts.

Was zu berichten übrig bleibt wird jeweils entweder durch gehässige oder beschönigende Worte „eingerahmt“ und so verfremdet, daß der durchschnittliche Medienkonsument nur den vom Meinungsmanipulator beabsichtigten Schluß ziehen kann. Weiterlesen

Gesellschaft der Opfer – woher Angst und Haß kommen

Wir sind alle Opfer. Nur: Wessen Opfer wir und wer die Übeltäter sind, darüber streiten wir erbittert. Deutschland ist in zwei sich teils hysterisch überbietende Lager gespalten. Bei nüchterner Betrachtung sind es alte Ängste, die immer wieder auch Haß gebären.

Die Epoche von 1933 bis 1950 hat ein zutiefst zerrissenes und in sich gespaltenes, ja auf Generationen traumatisiertes Land hinterlassen. Im wesentlichen zanken um den Glorienschein, Opfer zu sein, die Opfer kommunistischer und die Opfer nationalsozialistischer Gewalt. Alle möchten Opfer oder wenigstens Betroffener sein. Diese Ehrentitel genießen Kultstatus.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge schrieb heute eine Mail mit einem Spendenaufruf:

Der Volksbund hat mit HEINZELFILM eine Kooperation zu dem Film „Der Krieg in mir“ in Kassel gestartet. Welche Spuren hat die Kriegsgeneration in uns hinterlassen? Wie prägen sie uns bis heute? Und sind Streßerfahrungen genetisch vererbbar?

Mit diesen und weiteren spannenden Fragen begibt sich der Autor und Filmproduzent Sebastian Heinzel in seinem Dokumentarfilm „Der Krieg in mir“  auf die Suche nach Verbindungen zu seiner eigenen Familiengeschichte:

Zusammen mit seinem Vater, folgt er den Spuren seines Großvaters, der Wehrmachtssoldat in Weißrußland war.

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