Das Erinnern als subversiver Akt
Eine Lieblingsphrase der 1968er Revoluzzer war die „gesellschaftliche Relevanz“. Worin sie nicht enthalten war, das taten sie als unwichtig ab. Sie sahen diese Relevanz in allem, was ihr einseitiges Weltbild stützte und sich ihrer Erzählung „narrativ“ einfügte – wie sich sich heute ausdrücken.
Erzählungen, die das Gegenteil besagen, enthalten sie uns nach ihrer Machtergreifung gern vor. Was ihrer Ideologie zuwiderläuft, wird verdrängt, verboten und schließlich vergessen. Die Wiedererinnerung dessen, was früher galt und vielleicht immer gilt, ist nicht bloßer Zeitvertreib seelischer Mußestunden und innerer Erbauung. Es ist ein subversiver, protorevolutionärer Akt. In der Erinnerung liegt das Geheimnis, wie wir uns von diesen Plagegeistern befreien können.
Die verführerischen Massenmedien stehen unter Kontrolle unserer mentalen Berufskontrolleure. Wer selbst liest, kann sich ihnen entziehen. Ihr Reich sind Fernsehen und Rundfunk, die zu Regierungsverlautbarungsmedien verkommen sind. Weiterlesen


