In ihre Elfenbeintürme aus liebgewordenen Ideen lassen sie ungern frischen Wind. Allzu viele haben sich ein dogmatisches Weltbild zurechtgelegt und bequem in ihrer Echokammer eingeigelt. Es dringt auch kein Ton von außen hinein, ganz wie Theodor Storm es gedichtet hatte: „Kein Hauch der aufgeregten Zeit drang je in diese Einsamkeit.“
Die Konzepte linker wie rechter Ewiggestriger entstammen der Ideenwelt des 19. Jahrhunderts, und ihre Rezepte sollen Symtome kurieren, die es im 21. Jahrhundert gar nicht mehr gibt. Die Krankheit nennt sich Kapitalismus. Wer das ausspricht, erhält außer von eingefleischten Libertären oder Liberalen wie Rainer Zitelmann noch Beifall von den meisten Seiten. Selbst die Kirchen haben eilfertig auf die antikapitalistische Seite geschlagen.
Lenin wird der Satz zugesprochen, die Kapitalisten würden ihm sogar noch die Stricke liefern, an denen man sie dann aufhängen würde. Er nannte solche Leute nützliche Idioten. Weiterlesen


