Klaus Kunze

Kategorie: Politik Seite 35 von 47

Der konzertierte Angriff auf uns alle

Antirassismus als Vehikel kommunistischer Machtträume

Die Katze ist aus dem Sack: Es geht nicht um einen getöteten Schwerkriminellen aus Minneapolis. Es geht um uns alle, um die Zerstörung unserer Kultur, unserer Werte und Normen und unseres freiheitlichen politischen Systems.

Ich übertreibe nicht. Die geistigen Brandstifter und Drahtzieher bekennen Farbe. Ich verstehe den Widerwillen, sich mit den unappetitlichen Texten von Hetzern auseinanderzusetzen. Wer aber richtig analysieren und begreifen will, welche Absichten hinter den Demonstrationen gegen Polizeigewalt stehen, muß das auf sich nehmen. Es genügt nicht, sich angewidert von den Bildern kreischender Mobs abzuwenden. Diese fanatisierten Kinder oder infantilen Halbkinder sind nicht der Gegner.

Die Drahtzieher sitzen inzwischen öffentlich-rechtlich bezahlt in unseren Funkhäusern. Da sitzt zum Beispiel eine Simone Miller und hat vorgestern ein Interview geführt. das im Deutschlandfunk zu hören und über das zu lesen ist. Mit „Paul B. Preciado“ hat sie gesprochen. Weiterlesen

Jeder gegen jeden: das multikulturelle Chaos

Amerika lehrt uns, was Europa schon immer wußte

Der immer potentielle Krieg aller gegen alle nimmt in Europa und Amerika die Form einer konkreten Möglichkeit an. Wer sich aus unseren Staatsmedien informierte, konnte freilich nichts davon bemerken. Er wurde über „Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt“ informiert.

Der Leviathan ist der sich über die Konflikte erhebende Staat (Titelbild von 1651)

Wer aber auf alternativen Medien wie Facebook oder Twitter die vielen Kurzvideos angeschaut hat, sah etwas anderes: das häßliche Gesicht dessen, was Thomas Hobbes 1651 in seinem Buch „Leviathan“ beschrieben hat: des Krieges aller gegen alle, den Bürgerkrieg.

Hobbes hatte die Greuel des 30jährigen Krieges in Europa beobachtet und wußte: Wenn keine Macht der Will­kür des Ein­zelnen Schranken setzte, „so wäre das Le­ben der Men­schen ne­ben­ein­­an­der natürlich nicht bloß freudlos, son­­dern vielmehr auch höchst be­­schwer­­lich.“ Der Krieg aller gegen alle müß­te zum En­de jeder Kul­tur, Zi­vi­li­sa­tion und aller ge­sell­schaft­li­chen Ver­­­bin­dun­gen führen; „statt des­­sen ein tau­sendfaches Elend; Furcht, ge­mor­det zu werden, stünd­li­che Gefahr, ein ein­sames, küm­mer­liches, ro­hes und kurz dau­ern­des Le­ben.“ Weiterlesen

„Jetzt sind sie nun mal da“

Die große Umvolkung

Begriffe wie Umvolkung und Bevölkerungsaustausch sind höchst verdächtig. Das finden jedenfalls unsere Oberverdachtschöpfer vom Verfassungsschutz. Sie finden das vor allem dann, wenn Behördenleiter von der Politik ausgewechselt wurden und entsprechende Anweisungen von ganz oben ergehen.

Ein in Deutschland lebender linksextremer Türke hatte geraunt, die steigende Zahl von Ausländern in Deutschland und der demographische Rückgang der Deutschen selbst sei für ihn ein „Volkstod von seiner schönsten Seite.“ Das fanden Verfassungsschützer anscheinend nicht verdächtig. Als der Mann allerdings mal kurz nach Hause flog, nahmen sich seine Landsleute seiner an und sperrten ihn wegen verdächtiger Umtriebe lange ein.

Völker können aussterben. Schon der Begriff Völkermord legt nahe, daß es solche Ereignisse geben kann, daß sie aber unerwünscht sind. In der Weltgeschichte kam Völkermord gelegentlich vor. Von der Entdeckung über die Eroberung zur Auslöschung war der Weg manchmal kurz. Später wurde das Gemetzel gern verklärt: „This land is your land, this land is my land, this land is made for you and me“, sang Woody Guthrie. Weiterlesen

Die konservative Gegenrevolution

Der Kulturkampf der Begriffe

Wir erleben einen Kulturkampf der Begriffe. Zwei konträre Milieus ringen um die Definitionsmacht, um die Macht über unsere Worte, unsere Begriffe, unser Denken. Wer seine Vorstellung nicht mehr aussprechen darf, dessen Denken wird in der Öffentlichkeit nicht mehr begriffen.

Das kulturmarxistisch geprägte linke Lager hat sich die Massenmedien angeeignet, vor allem die öffentlich-rechtlichen.  Jede parteipolitische Absonderung linker Herkunft wird dort begierig aufgenommen und verbreitet, zum Beispiel Phrasen wie Gerechtigkeitslücke, neue Armut oder Klimaleugner.  Man ist durch linksradikale Politologen bis in die Herzkammer der Demokratie vorgestoßen, den Verfassungsschutz. Begriffe wie Umvolkung oder Bevölkerungsaustausch stehen unter Verdacht.

Worte und Begriffe beschreiben, wie ein Mensch Wirklichkeit erlebt. Das bürgerlich-konservative Lager ist mehrheitlich ahnungslos oder überrascht. Es läßt sich einen Begriff nach dem anderen wegnehmen und mit ihm seinen Anspruch, soziale Wirklichkeit zu gestalten. Weggenommen wird ein Begriff durch Tabuisierung. Sie kann auf vielen Ebenen erreicht werden. Weiterlesen

Wieviel Sozialismus brauchen wir?

Für eingefleischte Liberale befinden wir uns mitten im Sozialismus. Ihre Argumente haben etwas für sich. Es kommt immer darauf an, was man unter Sozialismus versteht. „DDR 2.0“ hört sich in ihren Ohren gruselig an. Für Linke flüstern die Worte eine Verheißung.

Für den einflußreichen Libertären Roland Baader (1940-2012) war seit Urvater Adam Smith klar: Wenn man alle Leute nur frei machen läßt, was in ihrem egoistischen Eigeninteresse liegt, entsteht aus der Quersumme allen Handelns wie von unsichtbarer Hand das Gemeinwohl. Baader rechnete vor, daß zwei Drittel aller direkt und indirekt erwirtschaftlichen Erträge in Deutschland vom Staat umverteilt werden: Sozialismus! Klarer Fall.

Für die Kollektivistin Elisabeth Wehling ist Umverteilung ein Reizwort, das sie gar nicht mag. In ihrem 2019 erschienen Buch (Politisches Framing, Wie eine Nation sich ihr Denken einredet) empfiehlt sie, wir sollten nicht mehr davon sprechen, dem Staat Steuern zu zahlen, sondern „Beiträge leisten“. Weiterlesen

Hunde, wollt ihr ewig leben?

Nicht das Leben ist der höchste Wert unserer Verfassung

In der Schlacht bei Kolin am 18. Juni 1757 soll Friedrich der Große seinen wankenden Grenadieren zugerufen haben: „Hunde, wollt ihr ewig leben?“ Das menschliche Leben, auch sein eigenes, galt dem Preußenkönig nicht als höchster Wert. Ihm waren der Eid und die Pflichterfüllung wichtiger.

Politisch überdauerte diese Haltung die Zeiten und drückte sich im heroischen Realismus in der Formulierung aus: Es kommt nicht darauf an, daß wir sterben, sondern, wie wir leben!

Es mag viele überraschen, daß das menschliche Leben im Gefüge unseres Grundgesetzes nicht der höchste Wert ist. Dieser ist vielmehr die menschliche Würde. Andernfalls wäre es unerklärlich, daß unser Staat eine Armee unterhält, die Soldaten in den militärischen Einsatz und damit manchmal in den Tod schickt.

Das 1. preußische Bataillon der Leibgarde in der Schlacht von Kolin. Historiengemälde von Richard Knötel (1854–1914)

Der scheidende Präsident des Bundesverfassungsgerichts hat das in einem heute veröffentlichten Interview mit den Worten bekräftigt:

„Was Herr Schäuble gesagt hat, ist aus juristischer Sicht richtig.

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Befreier und Befreite

Euphemismus als Mittel der Staatspropaganda

„Befreien Sie die ganze Welt!“, so lautet eine Aufgabe für einen Mitspieler in einem Gesellschafts-Brettspiel. Den augenzwinkernden Euphemismus „Befreiung“ statt der an sich gemeinten „Eroberung“ versteht jeder.

Euphemismen sind wohlklingende Phrasen zur Verschleierung der Wahrheit. Manchmal will oder sollte man mit salbungsvollen Worten verschleiern, was eigentlich geschieht. Nach ihrer moralischen Salbung erstrahlte so manche historische Untat als Heldentat.

Wer sich einem Patienten mit einer Todesspritze nähert, „erlöst“ ihn angeblich nur von seinem Leiden, wer Menschen zu Erschießungen zusammentreibt, „säubert“ ein Land, wer einmarschiert, „befreit“ es – alles völlig klar. Menschliche Tabubrüche darf man nicht offen beim Namen nennen, sie müssen hinter einem rechtfertigenden Begriffsnebel verschwinden. Er soll auch das eigene schlechte Gewissen verstummen lassen und mit gutem ermöglichen, was man sonst vielleicht lassen würde.

Kriege gelten als moralisch besonders fragwürdig und sind unbeliebt sowohl im Land der Angreifer als auch bei den Angegriffenen. Weiterlesen

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