Klaus Kunze

Kategorie: Politik Seite 36 von 47

Ist Volkstreue verfassungsfeindlich?

Wie linke Verfassungsfeinde sich als Hüter der Verfassung aufspielen

Ist Volkstreue verfassungsfeindlich? Das hätten sie natürlich gern, unsere regierungsamtlichen Multikulturalisten und Finanzglobalisten. Das „deutsche Volk hat sich diese Verfassung gegeben“, heißt es immerhin in der Präambel des Grundgesetzes. Jetzt soll es verfassungsfeindlich sein, dieses Volk erhalten zu wollen. Mit einem Schlage möchten unsere Regierenden gern die gesamte nationale Opposition ins verfassungsrechtliche Abseits stellen.

Just nachdem der Verfassungsschutz das Institut für Staatspolitik zum Verdachtsfall erklärt hat, warnt von dort Benedikt Kaiser:

Mit Schüßlburner kann aber auch darauf hingewiesen werden, daß die Notwendigkeit, eine Politik zu betreiben, die dem Erhalt des Souveräns des Grundgesetzes, des deutschen Volkes also, staatlicherseits – durch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zementiert – ohne große Widersprüche als »extremistisch« gebrandmarkt werden kann.

Hier knüpft nahtlos eine zweite IfS-Studie an, die von Thor v. Waldstein erarbeitet wurde. Er zeigt, daß das, was bis vor wenigen Jahren eine Selbstverständlichkeit war – die Vorstellung, Deutsche in Deutschland sind das konstituierende Staatsvolk – zunehmend als Beleg für »Extremismus« herangezogen wird.

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Bis hierher und nicht weiter!

Wir müssen den Marsch in den sozialen Kollektivismus stoppen

Die strikten, flächendeckenden Corona-Verbote unseres Staates sind verfassungswidrig. Sie verschieben das austarierte Gleichgewicht zwischen Individuum und Gesellschaft in die rote Zone eines vom Grundgesetz nicht vorgesehenen Kollektivismus. Die freiheitliche demokratische Grundordnung wird in ein vormundschaftliches System sozialer Umverteilung, verwandelt, flankiert von autoritärem Gesinnungsdruck und mit polizeistaatlichen Allüren.

Menschen sind gemeinschaftsbezogene Individualisten. Zwischen dem Interesse der Person an Freiheit und dem der Gemeinschaft auf Unterordnung unter ihre Spielregeln besteht ein ewiges Spannungsverhältnis. Wer dieses einseitig zugunsten des Individuums auflöst, wird Anarchist oder (libertär-) Liberaler. Sein Antipode ist der Kollektivist, der alles der Gemeinschaft unterordnet. Beides sind intellektuelle Kopfgeburten, die in der Realität nicht oder nur mit Gewalt funktionieren.

Unser Grundgesetz hatte dieses Spannungsverhältnis aufgelöst und die Rechte den Einzelnen mit denen der Allgemeinheit ausbalanciert.

Das Menschenbild des Grundgesetzes ist nicht das eines isolierten souveränen Individuums; das Grundgesetz hat vielmehr die Spannung Individuum – Gemeinschaft im Sinne der Gemeinschaftsbezogenheit und Gemeinschaftsgebundenheit der Person entschieden, ohne dabei deren Eigenwert anzutasten.

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Die unmoralische Zwangsmoral der Corona-Verordnungen

Wie sich die Moral selbst ad absurdum führt

Moral hat Hochkonjunktur. In unserem Lande wird moralisiert wie noch nie. Die Corona-Epidemie in Deutschland zeigt uns dabei die Schwächen moralisierender Appelle erbarmungslos auf. Wo Moral an Realität stößt, kann sie das Leben unlebbar machen und büßt sie ihren Alleinherrschaftsanspruch ein.

Moral entspringt menschlicher Denktätigkeit Wo Moralisten eine Herrschaft der Moral fordern, verlangen sie tatsächlich die Herrschaft derjenigen Menschen, die eine Kompetenz für sich beanspruchen, über den konkreten Inhalt der Moral und ihre Anwendung auf den Einzelfall bestens bescheid zu wissen. Das sind die beruflichen Moralphilosophen, es sind die Theologen, die schon immer zu wissen meinten, was gut und böse sei, und es sind Parteipolitiker. Diese halten rein zufällig immer genau dasjenige für moralisch geboten, was ihre Machtambitionen stützt.

Zur Zeit dürfen wir alle unsere Grund- und Freiheitsrechte nicht im Rahmen des sonst geltenden Rechts ausüben. Weiterlesen

Unsere Angst: ihr Ring, uns alle zu knechten

Warum unsere Ängste ihre Macht stabilisieren

Angst zu schüren ist eine Methode der sozialen Disziplinierung.

In früheren Zeiten wurde sie gern unartigen Kindern gegenüber angewandt. Benahm sich der kleine Zögling bei Tische nicht, klopfte die Mutter von unten an den Tisch und sagte drohend: „Der Frost!“ – Bei kleinen Kindern wirkt das im ersten Augenblick und für eine Weile.

Zog ein Kind vor dem Spiegel Grimassen, hieß es: „Irgendwann bleibt die Dein Gesicht so stehen!“ – An eingebildeten Schrecknissen hat es nie gefehlt, Menschen einzuschüchtern und unter eine Knute zu zwingen. In langen Epochen ängstigte man die Menschen mit Teufeln, die überall auf der Lauer liegen, um Sünder zu quälen: „Sei fromm, sonst kommt der – du weißt schon wer – holen!“

Sünder, das sind die Ungehorsamen schwarzen Schäfchen, die fröhlich beiseite traben. Ihre Hirten habe ihre liebe Not mit ihnen, wenn sie die Herde beisammen halten wollen. Weiterlesen

Die Coronoia wütet – Stubenarrest für ein Volk

Der Wettkampf der Gesundheitssysteme läuft

Am 16. März schrieb sah ich einen Wettkampf der Systeme voraus: der verschiedenen Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme nämlich. Ich schrieb über die Gesundheitssysteme:

Diese sind Subsysteme der jeweiligen Wirtschaftsform und entsprechen unterschiedlichen ideologischen Haltungen und Varianten. In den USA gibt es viel weniger Ärzte pro Kopf der Bevölkerung als in Deutschland, in China übrigens noch weniger. Vor allem gibt es in den USA keine verpflichtende Krankenversicherung. Wir werden in den nächsten Monaten mit gruselnder Faszination beobachten dürfen, welche Folgen der Raubtierkapitalismus im Sinne Trumps in den USA haben und welche Opferzahlen er nicht hindern wird.

Wettkampf der Systeme 16.3.2020

Das ist bisher exakt so eingetreten. Im Wettkampf der Gesundheitssysteme schneidet ein Land vergleichsweise am schlechtesten ab, das faktisch keines hat. Jedenfalls hat es keines in unserem Sinne, also kein verpflichtendes. Während der extreme Neoliberalismus in den USA, manche beschompfen ihn als Raubtierkapitalismus, Kranke und Sieche am Straßenrand privater Barmherzigkeit überläßt, haben wir uns in Deutschland schon seit Bismarcks Sozialgesetzen für einen anderen Weg entschieden, den der Solidarität. Weiterlesen

Finanzkapitalismus: der neoliberale Extremismus

Der Liberalismus in seiner letzten Konsequenz macht alles zur Ware: Länder, Kulturgüter, sogar Menschen. So war es bei richtiger Analyse des internationalen Finanzliberalismus nicht verwunderlich, als heute, 2026, in den Epstein-Papieren ein globales Geflecht persönlicher Geldmacht offengelegt wurde, in dem unter anderem auch hübsche Mädchen wie Ware gehandelt wurden. Wo Geld und nur Geld regiert, sind die Reichsten automatisch auch die Mächtigsten und entziehen sich demokratischer und rechtsstaatlicher Kontrolle.

Darum sollten wir uns die philosophischen und politologischen Grundlagen dieses Extremismus der Liberalität immer wieder klar machen:

Warum unsere bürgerlichen Freiheiten bedroht sind und wer sie bedroht

Heute[1] um­gibt den Liberalismusbegriff ein von Kueh­nelt-Leddihn so be­zeich­ne­tes „semantisches Chaos sonder­glei­chen.“ Ganz unter­schied­liche hi­storische Strö­mungen haben libe­ra­les Gedankengut auf­ge­nommen und ver­stellen den Blick auf den ge­dank­­li­chen Kern der li­be­ralen Metaphysik: „der Präliberalismus eines Adam Smith, noch be­vor das Wort im politi­schen Sinne aufgetaucht war; der Frühli­be­ra­lismus, der ka­tholisch und aristokra­tisch war (Tocqueville, Mon­ta­lem­bert, Acton); der wirtschaftlich stark inter­es­sierte Altlibera­lismus (Cob­den, Mill, Mises, Hayek), der einem politi­schen Relati­vismus zu­neig­te und manchmal auch deistische Züge aufwies; der Neu­li­be­ra­lis­mus (Röpke, Rüstow, Briefs, Villey), der sich sehr wohl des Früh­libe­ra­­lismus erinnerte und sich besonders im deut­schen Raum entfal­te­te, wo er auch für das Wirt­schaftswunder pri­mär ver­antwort­lich war und schließlich ein Pseu­doliberalismus, der ameri­ka­ni­sche Wur­zeln be­sitzt und zu­neh­mend auch in Europa sein Unwesen treibt.“ Weiterlesen

Her mit den innerdeutschen Grenzkontrollen?

Erste Wege an der grünen Grenze provisorisch gesperrt – Ministerpräsident Weil noch dagegen

Nicht am 1. April, sondern am 2. April meldet unser Fernsehen:

Update, 2. April 8.55 Uhr: Weil gegen innerdeutsche Grenzkontrollen in Corona-Krise

Hannover – Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält im Kampf gegen die Corona-Pandemie wenig von innerdeutschen Grenzkontrollen an der Bundeslandgrenze. „Wir wären sehr dankbar, wenn der Bremer in Bremen bliebe, aber wir machen in Niedersachsen keine Grenzkontrollen“, sagte er am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger Die Woche“. 

Es werde über Ostern „unter Umständen Sperren von Stränden oder Deichen geben“, aber der Mensch „brauche auch ein Ventil“, deshalb sei er gegen eine generelle Ausgangssperre oder Grenzschließungen.

Manchmal ist es schwierig, keine Satire zu schreiben. Dabei sahen altgediente innerdeutsche Wachtposten endlich Morgenrot am Horizont unseres kapitalistischen Elends. Wird die Bundespolizei wieder in Bundesgrenzschutz umbenannt? Es gäbe so viel zu tun, so viele Grenzen harren in Deutschland ihrer Wiederbelebung. Weiterlesen

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