Lesen als subversiver Akt
Konservativ zu sein, heißt heute wohl auch: Leser zu sein und nicht Fern-Seher. Die ö.-r. Medien vermitteln gern die Illusion, über das Wichtige zu informieren. Tatsächlich vermitteln sie nur, was wir zur Kenntnis nehmen sollen. Wie in Ray Bradburys „Fahrenheit 451“ kann das Lesen heute ein subversiver Akt sein. Er ist immer Minderheiten vorbehalten. Die Masse guckt, die Elite liest. Diese Minderheit trifft dann allerdings eine gewisse Pflicht, das Gelesene nach dem Schneeballsystem weiterzugeben und bloßen Gelegenheitslesern verdaulich zu machen.
Ein mir von einem Antiquar in Gießen berichteter Rückgang und Preisverfall antiquarischer Bücher resultiert im wesentlichen auch aus demographischen Gründen. Die alte, gebildete Generation hinterläßt mehr gute Bücher, als die junge, nur halb so zahlreiche und höchstens halb so gebildete, Generation aufzunehmen und zu kaufen mag.
Was du ererbt ….
Friedrich Schiller dichtete: Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen!“ Weiterlesen
