Wie sich die Moral selbst ad absurdum führt
Moral hat Hochkonjunktur. In unserem Lande wird moralisiert wie noch nie. Die Corona-Epidemie in Deutschland zeigt uns dabei die Schwächen moralisierender Appelle erbarmungslos auf. Wo Moral an Realität stößt, kann sie das Leben unlebbar machen und büßt sie ihren Alleinherrschaftsanspruch ein.
Moral entspringt menschlicher Denktätigkeit Wo Moralisten eine Herrschaft der Moral fordern, verlangen sie tatsächlich die Herrschaft derjenigen Menschen, die eine Kompetenz für sich beanspruchen, über den konkreten Inhalt der Moral und ihre Anwendung auf den Einzelfall bestens bescheid zu wissen. Das sind die beruflichen Moralphilosophen, es sind die Theologen, die schon immer zu wissen meinten, was gut und böse sei, und es sind Parteipolitiker. Diese halten rein zufällig immer genau dasjenige für moralisch geboten, was ihre Machtambitionen stützt.
Zur Zeit dürfen wir alle unsere Grund- und Freiheitsrechte nicht im Rahmen des sonst geltenden Rechts ausüben. Weiterlesen



